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Touren-Tipp Mittelitalien

Genuss, Kultur und Natur in Umbrien

Assisi: Der Geburtsort des Heiligen Franziskus zählt dank seinem mittelalterlichen Stadtbild zum Unesco-Weltkulturerbe. Foto: Günter Ultes 13 Bilder

Umbrien in Mittelitalien ist ein tolles Ziel für Reisemobilisten, die gerne etwas erleben. promobil hat für Sie 5 Gründe für einen Camping-Trip gesammelt.

13.11.2017

Wer sich auf Umbrien einlässt, kann ein Fest für alle Sinne erleben. Nase und Gaumen werden durch vorzügliche Weine und seltene Spezialitäten verwöhnt, die Augen durch Kunstwerke, Landschaften, Städte und Ortschaften von großer Anmut, die Ohren wahlweise durch Musikgenuss oder auch himmlische Ruhe.

Feinste Weine und Spezialitäten

Allein der Wein wäre schon Grund genug für eine Reise nach Umbrien. Unter Weinkennern hat es sich längst herumgesprochen, dass hierausgesprochen gute Tropfen gedeihen. An erster Stelle sei der Sagrantino di Montefalco genannt. Die Sagrantino-Traube wird südlich von Assisi um das Bergdorf Montefalco herum angebaut. Ursprünglich wurde ausschließlich Süßwein daraus gekeltert. In den 1970er Jahren haben ein paar Winzer aus der Region begonnen, mit trockenem Ausbau der Trauben zu experimentieren. Und siehe da – heute wird aus guten Lagen ein Tropfen erzeugt, der durchaus an einen Brunello di Montalcino oder einen Barolo heranreicht. Leider gilt das auch für die Preise. Es geht aber auch günstiger. Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei hervorragender Qualität bietet zum Beispiel der Grifo di Boldrino vom Weingut La Querciolana in Panicale südlich des Lago die Trasimeno, nicht weit von der Toskana entfernt. Zum Wein passen besonders die zahlreichen Spezialitäten der umbrischen Küche – von Trüffeln aus Spoleto oder vom Monte Subasio bei Assisi bis zu Linsen aus Castelluccio, Schinken und Salami aus Norcia, Fisch aus den zahlreichen Gewässern bis zu Schokokugeln aus Perugia.

Opulenter Kunstgenuss für Entdecker

Sie können mit kirchlichen Fresken und Gemälden nichts anfangen? Das könnte sich auf einer Reise durch Umbrien ändern. Nicht überall wird es Ihnen aber so leicht gemacht, die Kunstschätze zu finden, wie im Dom von Orvieto, in der Cappella della Madonna di San Brizio oder in Assisi in der Basilica di San Francesco. In dem schönen Dörfchen Spello südlich von Assisi gilt es, die Kirche Santa Maria Maggiore an der Piazza Giacomo Matteotti zu finden. Errichtet wurde sie im 12. und 13. Jahrhundert auf einem Heiligtum der Vesta und des Juno. An der Cappella Baglioni spaziert man dann schnell mal vorbei, weil sie unscheinbar im Dunkeln liegt. Dabei lohnt gerade hier ein Blick auf die Fresken aus dem 16. Jahrhundert von Bernardino di Betto, genannt Pinturicchio. Und in Montone im Norden von Umbrien verschafft erst der Schlüssel der netten Dame vom Tourismusbüro Zugang zu den reich ausgestatteten Räumen der Pinacoteca Comunale di San Francesco. Schon die Anlage des kleinen Dorfes ist indes den Besuch wert, wie es da auf einem Hügel sitzt mit Blick übers Tibertal, perfekt erhalten in seiner mittelalterlichen Gestalt. Montone veranstaltet übrigens jedes Jahr ein eigenes, vielbeachtetes Filmfestival (www.umbriafilmfestival.com), die Stadt Perugia ihr Umbria Jazz Festival, und verschiedene Orte rund um den Lago di Trasimeno richten das „Trasimeno Music Festival“ aus.

Wasser auch ohne Meer

Trotz Binnenlage kommen auch Wasserratten in Umbrien auf ihre Kosten. Der größte See dort, der Lago di Trasimeno, lädt mit seinen Stränden und Freibädern zum Baden ein. Der Lago di Piediluco im Süden der Region hat neben einer traumhaften Lage gar das italienische Ruder-Leistungszentrum zu bieten. Und ganz in der Nähe sind die außergewöhnlichen Wasserfälle der Cascata delle Marmore zu bestaunen. Die zahlreichen Flüsse laden vom Paddeln bis zum Canyoning zu allen erdenklichen Aktivitäten rund um das kühle Nass ein. Wer dann doch unbedingt ans Meer will – bitte schön: Der nächste Meeresstrand ist selten mehr als 100 Kilometer entfernt.

Unverbrauchte Landschaften

Das „grüne Herz Italiens“: Dieser Beiname Umbriens ist tatsächlich mehr als nur ein leeres Werbeversprechen der Touristiker. Die Region trägt ihn voll zu Recht, weil sie sehr wasserreich ist und ihre Wiesen, Wälder und Hügel auch im Sommer in tausend Schattierungen von Grün leuchten. In der Hügel- und Bergregion der umbrischen Monti Sibillini finden Wanderer und Biker ein entzückendes und ausgedehntes Revier. Aber auch ganz ohne schweißtreibende Aktivität lassen sich diese Landschaften genießen – vor dem Reisemobil sitzend, mit einem Glas Wein und ein paar umbrischen Leckerbissen.

Die gelassene Atmosphäre

Umbrien ist so etwas wie die Toskana ohne deren Rummel. Wohl kaum eine andere Region Italiens hat touristisch so viel zu bieten und eröffnet zugleich so hervorragende Möglichkeiten zum Entschleunigen und Träumen. Abseits der wenigen trubeligen Orte wie Assisi finden sich allenthalben Oasen der Ruhe und ganze Landstriche, in denen man auch in der Saison dem touristischen Treiben entkommen kann. Leicht gelingt es hier, sich von der Gelassenheit der meisten Einheimischen anstecken zu lassen. Das gilt besonders für die reizvolle und dünn besiedelte Gegend im Südosten am und im Parco Nazionale dei Monti Sibillini.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
promobil Heft 10/2017
Heft 10 / 2017 20. September 2017 178 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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