Neben Kei-Cars und Mini-Campern gibt es auch in Japan große integrierte Campingfahrzeuge. Ein Beispiel dafür kommt von Nuts RV: ein 6,25 m langer (Teil-)integrierter namens Border Banks. Was für uns eher klein und kompakt klingt, markiert für den etablierten japanischen Ausbauer das obere Ende des Spektrums.
Insgesamt umfasst die Baureihe vier Grundrisse: Type TL, L, D und T. Der neueste Zuwachs, ist der Border Banks Type T, ein aufgebautes Reisemobil mit Einzelbetten und Schlafplätzen für fünf bis sechs Personen. Was kann dieses Modell mit dem Grundriss, der bei vielen Europäern beliebt ist?
Steckbrief: Border Banks Type T
Der Grundriss in Kürze: Vierer-Dinette mit zwei Sitzbänken und Tisch, lange Küchenzeile, kompaktes Bad, raumhohe Schränken, hinten lange Einzelbetten.

- Basis: Toyota Coaster Big Van, 167 PS, 2 WD
- Länge/Breite/Höhe: 6,25 / 2,15 / 3,02 m
- Gurtplätze: 6
- Sitzplätze Dinette: 4
Bis zu sechs Schlafplätze, aber nur vier Personen in der Sitzgruppe

Die Einzelbetten kann man zu einer fahrzeugbreiten Liegefläche vergrößern.
Die Einzelbetten können zu einem großen Bett verbunden werden. Das Rechte misst dabei 1,80 m und das Linke 1,90 m, bei einer Gesamtbreite des Betts von 2,02 m. Bei einer durchschnittlichen Körpergröße in Japan von 1,70 m für Männer und unter 1,60 m für Frauen sind die Maße sehr großzügig.
Weitere Schlafplätze findet man über dem Fahrerhaus des Integrierten. Hier gibt es eine Art Alkoven mit einer Schlaffläche von 1,58 x 2,02 m.

Auch die Dinette kann man zu einem Einzelbett umbauen.
Ein weiterer Schlafplatz entsteht, wenn man die Dinette umbaut. Dieser Schlafplatz ist 1,80 m lang und reicht in der Breite nur für eine Person. So können insgesamt fünf Personen bequem schlafen. Eine sechste, kleine Person kann im zusammengebauten Elternbett hinten in der Mitte schlafen.
Gemeinsam essen können maximal vier Personen auf einmal. Zumindest im Fahrzeug selbst. Gurtplätze findet man wiederum für sechs Personen, inklusive Becherhalter in den hinteren Reihen und praktischer Distanz zum Kühlschrank.
Die Küche: nicht XXL, aber groß

Küche und Essbereich liegen direkt nebeneinander.
Die Küche erscheint besonders geräumig für einen japanischen Campingausbau. Eine Küchenzeile mit Oberschränken zieht sich über die gesamte linke Fahrzeugseite. Die Küche beginnt direkt hinter den Fahrersitzen und reicht bis zur Eingangstür. Zwischen dem runden Waschbecken und dem Zwei-Flammen-Gaskocher ist ausreichend Arbeitsfläche für ein großes Schneidebrett. Eine Klapperweiterung links fügt weitere Arbeitsfläche hinzu, blockiert jedoch den Eingangsbereich, wenn hochgeklappt.

Die Küchenzeile bietet viel Arbeitsfläche sowie eine Mikrowelle und einen kleinen Kühlschrank.
Stauraum findet man in zwei Schubladen, einer Besteckschublade und drei schmaleren Schrankeinheiten sowie den drei Oberschränken mit zwei Regalfächern darunter. Ihren Platz nehmen hier unten ein 90-Liter-Kompressor-Kühlschrank und eine Mikrowelle ein.
Über der Küche hängt lustigerweise ein Fernseher, den man herausschwenken und auf die Sitzgruppe ausrichten kann. Zwei Steckdosen unter der Arbeitsplatte sind gut erreichbar für Küchengeräte.
Kompaktes Bad mit Doppelnutzen

Das kombinierte Bad bietet alles was man notfalls braucht.
Das Bad ist ein klassisches kleines Kombibad mit Toilette und Waschbecken sowie einer Duschmöglichkeit. Zeitgleich wird das Bad als wasserfester Stauraum angepriesen, beispielsweise für Nasse Skiausrüstung.
Technik-Ausstattung, -Upgrade und Preise

Die Klimaanlage ist ein haushaltsübliches Gerät.
Geheizt wird mit Diesel, gekocht mit Gas und gekühlt mit Strom. Mit an Bord ist eine Haushalts-Split-Klimaanlage. Die Inneneinheit ist direkt über dem Kopfende der Einzelbetten platziert und kann laut Herstellerangaben bis zu 5 Stunden autark betrieben werden.
Dafür ist serienmäßig eine 400 Ah Bordbatterie vorgesehen sowie ein 1.500 W Wechselrichter. Bei gutem Wetter lädt eine 560 WP Solaranlage nach. Besser geht das mit dem Upgrade Hyper Evolution III mit verbesserter Ladetechnik, 2.000-W-Wechselrichter und großer 600-Ah-Lithiumbatterie für umgerechnet knapp 5.000 Euro Aufpreis.
Der Preis für die Basisvariante des Border Banks Type T liegt bei 20.219.000 Yen (umgerechnet ca. 112.882,68 Euro). Die Frontmaske des Border Banks ist optional. So bekommt man das Modell sowohl voll- als auch teilintegriert.





