Nachhaltigkeit im Urlaub
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Renault Master Kastenwagen H2-TECH Renault
Renault Master Kastenwagen H2-TECH
Renault Hyvia Brennstoffzellen Nutzfahrzeuge
Renault Master Kastenwagen H2-TECH
Renault Master Kastenwagen H2-TECH 9 Bilder

Hyvia: Brennstoffzellen-Wohnmobile möglich?

Wasserstoff-Partnerschaft Hyvia von Renault Wohnmobile mit Brennstoffzellen-Antrieb?

Gemeinsam mit dem Wasserstoff-Spezialisten Plug Power hat der französische Hersteller Renault das Joint Venture Hyvia gegründet. Ziel des Unternehmens besteht darin, bis Ende 2021 drei leichte Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb zu entwickeln. Als Basis dient der Renault Master.

Alternative Antriebe sind derzeit in aller Munde. Die meisten Hersteller setzen auf einen reinen Elektroantrieb. Renault möchte einen anderen Weg gehen und wagt sich in den Bereich der Wasserstofflösungen vor.

Um möglichst viel Expertise auf diesem Gebiet bündeln zu können, holt Renault das Unternehmen Plug Power Inc. mit ins Boot. Dabei handelt es sich um einen der Weltmarktführer für Wasserstofflösungen, der nun im gemeinsamen Joint Venture Hyvia seine Kenntnisse einbringt. So sollen Produktion, Speicherung und Verteilung von Wasserstoff komplett abdeckt sein.

Bereits der Name des Joint Ventures gibt einen ersten Eindruck davon, was erreicht werden soll: Das "Hy" im Namen steht für Wasserstoff, "via" bedeutet auf Latein Weg. Dass Hyvia auf einem guten Weg ist, beweist die Vorstellung des ersten der drei bis Ende 2021 geplanten Modelle.

Renault Master als Basis

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Die vier Wasserstofftanks im Dachbereich bunkern Treibstoff für bis zu 500 Kilometer.

Beim ersten Modell mit Brennstoffzellenantrieb handelt es sich um einen Kastenwagen für den gewerblichen Gütertransport, der auf dem Renault Master basiert. Die Reichweite beträgt 500 km, wobei das Ladevolumen bei zwölf Kubikmetern liegt. Als weitere Modelle sind ein Plattform-Fahrgestell des Master mit 19 Kubikmetern Ladekapazität und einer Reichweite von 250 km geplant sowie ein Master-Kombi mit rund 300 km Reichweite und Platz für bis zu 15 Personen.

Alle drei Modelle werden Batterie-elektrisch und mit wasserstoffbasierter Energie betrieben. Durch die Kombination beider Technologien kann eine höhere Reichweite realisiert von bis zu 500 km realisiert werden, wovon 100 km im reinen Batteriebetrieb zurückgelegt werden können.

Eine 33-kWh-Batterie und eine 30-kW-Brennstoffzelle bringen die drei Modelle jeweils mit. Mit an Bord sind außerdem Tanks mit Wasserstoff, die je nach Version zwischen 3 und 7 kg Inhalt fassen. Die Tanks sind im Dachbereich verbaut. Das vorgestellte Modell mit 500 km Reichweite ist mit insgesamt vier Wasserstofftanks ausgestattet.

Wasserstoff-Tankstellen bis Ende 2021 geplant

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Die Transporter sollen batterieelektrisch als auch mit wasserstoffbasierter Energie betrieben werden.

Das Joint Venture ist an vier Standorten in Frankreich tätig, von denen der Vertrieb von Produkten und Services in ganz Europa aus erfolgen soll. Das Portfolio umfasst dabei eine Reihe von Finanzierungs- und Wartungsdienstleistungen sowie die Hardware. Außerdem arbeitet Hyvia an Elektrolyse-Lösungen, mobilen Speicherstationen und Wasserstoff-Tankstellen, die ebenfalls bis 2021 spruchreif sein sollen.

Geplant ist, die Anwendung einfach und sicher zu gestalten und das Betanken innerhalb von fünf Minuten zu ermöglichen. Dabei wird der Wasserstoff entweder vor Ort durch Wasserelektrolyse erzeugt oder mit Tankanhängern angeliefert. Hyvia bietet verschiedene Möglichkeiten für Wasserstoff-Tankstellen: Sie können entweder gekauft, geleast oder gemietet werden.

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Fazit

Ob sich die Modelle mit Wasserstoff-Antrieb in der Praxis bewähren, bleibt abzuwarten. Dass Renault mit seinem Joint Venture alternative Antriebe jenseits der rein Batterie-elektrischen Lösungen entwickelt, ist löblich. promobil bleibt dran am Thema, um zu berichten, welche Auswirkungen die Entwicklung auf den Wohnmobilmarkt und den Renault Master als Basis hat.

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