Elektrocamping
Elektrofahrzeuge fürs Camping
Flowcamper Frieda Volt (2022) T. Großhans
Flowcamper Frieda Volt (2022)
Flowcamper Frieda Volt (2022)
Flowcamper Frieda Volt (2022)
Flowcamper Frieda Volt (2022) 14 Bilder

Flowcamper Frieda Volt (2022): Elektro-Bulli

Flowcamper Frieda Volt (2022) Camping-Spezialist baut Elektro-Bulli

Schneller als VW: Flowcamper baut den Transporter zum Elektro-Campervan aus – zusammen mit dem Startup naext. Basis ist ein ausrangierter VW T5 oder T6.

Das Prinzip von Flowcamper ist so einfach wie genial: Dann kommt der Verbrenner raus und ein Elektromotor rein. Und die Batterie unters Fahrzeug.

Ist das alles wirklich so einfach? Nunja, eigentlich schon. Basis sind VW-Busse, die ihr Leben als Verbrenner-Fahrzeug mehr oder weniger hinter sich haben. Zum Beispiel alte Busse der Post. Was von ihnen bleibt, ist das Schaltgetriebe. Es gibt also weiterhin eine Kupplung und einen Schalthebel.

Erste Fahrt im Naext-Flowcamper: Läuft

Unter der Motorhaube sitzt ein Elektromotor. Der surrt und dreht unauffällig. promobil konnte den Naext-Flowcamper schon fahren, in einem Vorserienzustand.

Flowcamper Frieda Volt (2022)
T. Großhans
Verbrenner raus, Flux-Kompensator rein. Der Name des E-Motors spielt auf den Film "Zurück in die Zukunft" an.

Der Motor surrt angenehm, das Fahren ist insgesamt leise. Was einen hohen Anspruch an die Campingausstattung stellt, denn Geklapper würde hier drin sehr präsent sein.

Schon nach wenigen Metern merkt man kaum, dass man ein E-Van fährt. Es fühlt sich an, als würde vorn ein gut abgestimmter, vibrationsarmer Dieselmotor laufen. Mit Druck aus dem Stand.

Das System ist rekuperationsfähig. Wer mag, kann beim Bremsen oder nur beim vom Gas gehen über den Dynamo-Effekt ein wenig Ladung zurück in den rund 70 kWh großen Batterieblock unter dem Fahrzeug bringen.

Flowcamper Frieda Volt (2022)
T. Großhans
promobil-Autor Timo Großhans macht ein zufriedenes Gesicht bei der ersten Probefahrt.

Das Akkupack sitzt unauffällig eingehüllt in Edelstahl und der Bulli hat damit ungefähr der Bodenfreiheit, wie beim Original.

Für wen eignet sich der Elektro-Bulli?

Die Frieda Volt, wie Flowcamper ihren ersten E-Camper nennt, ist ganz klar ein Camper für Enthusiasten. Für Early Adopter. Für Menschen und Familien, die ganz bewusst, umweltbewusst unterwegs sein wollen. Denn Reichweite und Ladezeiten sind nicht wirklich so, wie man sie im normalen Bulli kennt und haben will.

Flowcamper Frieda Volt (2022)
T. Großhans
Gelb wie die Post - beispielsweise ausgediente Postbusse könnten als Basis für Frieda Volt dienen.

Ein bisschen über 300 Kilometer sollten schon drin sein. Für die Stadt, als Alltagsauto, sicher gut. Fürs Reisen werden das eben entspannte Reisetage mit kleinen Etappen. Denn schnelles Laden geht hier nicht.

Beim Laden geht's gemütlich zu

Für einen kompletten Ladezyklus sollte man schon eine Nacht auf dem Campingplatz einplanen. Mehr lassen die 95 Volt des Akkus nicht zu. Warum das so ist, hat technische Gründe – die erörtern wir in der kommenden Printausgabe von CAMPINGBUSSE.

Flowcamper Frieda Volt (2022)
T. Großhans
Hinter dem VW-Emblem verbirgt sich die Ladebuchse.

Die Batterien von Flowcamper Frieda Volt kann man bequem via CEE-Stecker laden, auch mit gedrosselten 8 Ampère, wenn der Campingplatz nicht mehr hergibt.

Zusätzlich zu dieser Möglichkeit wird Flowcamper noch Solar-Panele anbieten. 400 Watt für aufs Aufstelldach und optional noch mal 400 Watt für auf die Markise. Die übrigens aus aerodynamischen Gründen im Fahrzeug gelagert wird.

Was kostet der E-Campervan?

Preislich wird die Frieda Volt nicht aus der Welt sein, so Martin Hemp von Flowcamper. Die Kalkulation ist noch nicht abgeschlossen, weil Flowcamper und naext noch am Feinschliff arbeiten. Aber irgendwo zwischen 55 und 65 Tausend Euro könnten es werden.

Flowcamper Frieda Volt (2022)
T. Großhans
Die Idee zum Flowcamper hat Firmen-Besitzer Martin Hemp zusammen mit dem Startup naext umgesetzt.

Wer alles über das Projekt lesen will, kann dies in der kommenden Ausgabe von CAMPINGBUSSE – Das Vanlifemagazin. Fahrbericht, Antriebstechnik und Campingausbau gibt es hier auf sechs Seiten.

Fazit

Die offizielle VW-Version eines Elektro-Campervans ist erst für 2025 angekündigt. Dann will Volkswagen den VW.ID Buzz California vorstellen – die Pkw- und Cargo-Version des Elektro-Transporters gibt's ab September 2022 zu bestellen. Frieda Volt ist voraussichtlich schon früher auf dem Markt. Mit der Elektro-Campingversion des Bullis hat Flowcamper mit Technologie-Partner naext also bislang die Nase vorn.

Es tut sich was bei den Elektro-Bussen. Weitere E-Campervans haben in den vergangenen Monaten Tonke, Sortimo und Pössl vorgestellt.

Flow Camper
Artikel 0 Tests 0 Baureihen 0 Videos 0
Alles über Flow Camper
Mehr zum Thema Elektrofahrzeuge fürs Camping
VW ID.Buzz und VW ID.Buzz Cargo
Neuheiten
Diesel-Alternativen
Sonstige Ratgeber
Camper-Vermietung Lightstern E-Campervans
Touren & Tipps
Tonke EQV (2022)
Neuheiten
Mehr anzeigen