Benimar Tessoro 463 (2020) A. Becker
Benimar Tessoro 463 (2020)
Benimar Tessoro 463 (2020)
Benimar Tessoro 463 (2020)
Benimar Tessoro 463 (2020) 9 Bilder

Benimar Tessoro 463 (2020)

Geräumiges Bad, kurze Betten

Benimar kommt 2020 nach Deutschland. Den Anfang macht der Teilintegrierte Tessoro 463 auf Basis des Ford Transit. Er kommt trotz 7,43 Metern Gesamtlänge mit 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht aus. promobil checkt das Vorserienmodell.

Die Länge kommt dem Raumgefühl schon auf den ersten Eindruck zugute. Vor allem die Dinette mit einer Quer- und einer Längssitzbank ist sehr geräumig. Alle Oberflächen und Polster wirken hochwertig und sind gut verarbeitet. Bis zu sechs Personen finden Platz um den erweiterbaren Tisch. Zwei große Rahmenfenster und das Panoramadachfenster in der Front des Aufbaus, das leider sehr laute Windgeräusche verursacht und deshalb laut Hersteller im Serienfahrzeug gegen ein neues Sunroof getauscht werden soll, fluten die Sitzgruppe mit Tageslicht. Trotz darüberliegendem 1,20/1,40 Meter breitem Hubbett beträgt die Stehhöhe noch knapp 1,88 Meter. Die Schienenkonstruktion des Betts ist wertig und stabil, knarzt beim Fahren aber ordentlich.

In der Küche des Benimar Tessoro 463 sind es sogar 2,11 Meter Stehhöhe. Auch sie ist mit einem eigenen Rahmen- und zusätzlich mit einem Dachfenster ausgestattet. Auf der Fahrerseite sind drei Gaskochplatten und die Spüle untergebracht. Gegenüber findet sich ein Kühlschrank in angenehmer Höhe, der eine praktische Getränkeschublade und ein Gefrierfach darunter besitzt. Was fehlt? Arbeitsfläche. Dafür muss der Tisch der Sitzgruppe herhalten.

Getrennter Wohn- und Schlafbereich

Über eine Schiebetür lässt sich der Bereich hinter der Küche – der Masterbedroom mit Bad – abtrennen. Auf der Fahrerseite des Tessoro ist der Waschraum mit Kassettentoilette nochmals mit einer (leider sehr schwergängigen) Schiebetür abgegrenzt. Hängeschrank und Spiegel sind groß, das Waschbecken dafür umso kleiner.

Die Dusche gegenüber verdient ebenfalls das Prädikat geräumig und hat von Benimar wie der Waschraum eine eigene Dachluke für Tageslicht und Frischluft bekommen.

Die beiden Längsbetten im Heck messen 1,88 mal 0,86 Meter und fallen damit sehr kurz aus. Auf beiden Seiten ist ein Rahmenfenster verbaut, plus in der Mitte ein Dachfenster. Das Bett lässt sich über einen Auszug in eine 2,13 Meter breite Liegefläche verwandeln. Praktisch: Die Kleiderstange unter dem Bett der Beifahrerseite ist ausziehbar und man muss nicht lange nach dem Hemd oder der Bluse ganz hinten angeln.

Platz für Fahrräder und Sportgeräte

Unter den Betten liegt die nur von außen zugängliche, aber riesige Heckgarage. Zwei Fahrräder passen problemlos hinein, dann ist sogar noch Platz für weiteres Sperrgepäck. Die Leiter für den Aufstieg zum Hubbett und die Markisenstange haben hier ihre festen Plätze. Eine LED-Leiste, die sich über die volle Breite erstreckt, erhellt die Garage sehr gut.

Strom, bitte!

Vergeblich sucht man in der Garage nach einem Stromanschluss. Ebenso im Schlafbereich: Weder eine 230- noch ein 12-Volt-Steckdose sind vorhanden, nicht einmal ein USB-Port fürs Smartphone. Das gleiche Problem im Bad. Küche und Wohnbereich bekamen von Benimar immerhin je eine Steckdose, über der Sitzgruppe sind zwei USB-Steckdosen in den Leselampen versteckt. Das war’s. Promobil hat mit Euramobil-Geschäftsführer Dr. Holger Siebert schon über dieses Problem gesprochen. Er versichert: beim Serienmodell sollen diverse weitere Steckdosen verbaut werden.

Sonst gibt’s an der Ausstattung des Benimar Tessoro 463 nichts zu meckern. Wärme liefert die Truma Combi 4-Gasheizung und eine Druckpumpe sorgt für stets sofort fließendes Wasser. Die zentrale Steuereinheit funktioniert intuitiv und liefert alle nötigen Informationen zum Füllstand des Frischwassertanks und dem Ladezustand der Batterie.

Technische Daten: Benimar Tessoro 463

Basisfahrzeug: Ford Transit mit 170 PS
Länge/Breite/Höhe: 7,43/2,3/2,89 Meter
Zulässiges Gesamtgewicht: 3,5 Tonnen
Schlaf/Gurtplätze: 5/4
Preis: k.A.

Fazit

Ein gelungener Einstand für die Marke Benimar. Viel Platz und ein hochwertiges Finish. Bis auf fehlende Steckdosen, die im Serienmodell kommen sollen, und das während der Fahrt knarzende Hubbett gibt es keine großen Kritikpunkte. Für Einsteiger ein interessanter Teilintegrierter.

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