Eura Mobil Activa One 650 HS (2020) Ingolf Pompe
Eura Mobil Activa One 630 LS (2020)
Eura Mobil Activa One 650 HS (2020)
Eura Mobil Activa One 650 HS (2020)
Eura Mobil Activa One 650 HS (2020) 30 Bilder

Eura Mobil Activa One 650 HS (2020) im Test

Ein Alkovenmobil für jede Jahreszeit

Alkovenmobile sind zu Nischenmodellen geworden. Doch in diesem Rückzugsraum wächst und gedeiht ein altes Pflänzchen zu neuer Stärke: Die Hecksitzgruppe, mit viel Komfort für zwei auf wenig Länge.

Nach dem erfolgreichen Debüt des kompakten Activa One 570 HS legte man im Hause Eura Mobil jüngst noch mal nach und präsentierte zusätzlich den 650 HS. Mit 6,50 Meter ist er gut einen halben Meter länger als der 570er und soll so den Wohnkomfort nochmals spürbar erhöhen, insbesondere durch die Einzelbetten im Alkoven. Damit mausert sich Eura Mobil zum einzigen größeren Serienhersteller, der gleich zwei kompakte Hecksitzgruppen-Alkoven im Angebot hat. Andere Hersteller bauen eher längere und meist teurere Modelle. Allen voran Dethleffs, der mit dem Alpa – dem Alkoven für alleinreisende Paare – die Neuinterpretation dieses Grundrisskonzepts startete. Mit Erfolg: Mittlerweile hat sich der Alpa zu einer kleinen Baureihe entwickelt, mit inzwischen drei – allerdings sehr stattlichen – Alkoven-Modellen mit 7,33 bis 8,86 Meter Länge.

Eura Mobil Activa One 650 HS (2020)
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Dank großer Fenster hat man von der Sitzgruppe aus einen schönen Ausblick.

Eura Mobil möchte dagegen bei kompakter Außenlänge mit einem unerwartet großzügigen Wohnraum verblüffen, und das im Mittelklasse-Preissegment um 60.000 Euro. Zwar summiert sich die Rechnung für den Testwagen am Ende auf fast 80.000 Euro, doch wurde hier auch fast alles angekreuzt, was die Aufpreisliste hergibt. So stellt sich der Eura Mobil Activa One 650 HS dem Supercheck und will beweisen, dass er sein Geld wert ist.

Wohnen

"Beach Home" nennt sich das serienmäßige Möbeldekor des Activa One, und zusammen mit dem 990 Euro teuren Dekopack kommt tatsächlich ein bisschen Strandstimmung im Innenraum auf. Die Verblendung der Alkovenbetten und der Sitztruhen in Korbgeflecht- sowie der Boden in dunkler Bastmattenoptik tragen dazu maßgeblich bei. Das helle Holz in Kombination mit weißen Flächen sorgt für ein schönes Raumgefühl. Zudem wird der Aufbau über sieben Alu-Rahmen-Fenster mit Licht und Luft versorgt. Als i-Tüpfelchen kommt mit den Garderobenhaken im karibischen Strandhäuschen-Look noch mehr Urlaubsfeeling auf.

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Der Zugang zur rechten Bank ist trotz verschiebbarem Tisch etwas enger als auf der linken Seite.

Zentrum des Lebens im 650 HS ist natürlich die Hecksitzgruppe. Hier können bis zu sechs Personen bequem sitzen und auf der großen und stabilen Tischplatte zusammen speisen. Diese thront auf einem zentralen Fuß und ist in alle Richtungen verschiebbar. Somit ist der Einstieg in die Sitzgruppe komfortabel möglich. Falls vier Leute mit dem 650 HS auf Tour gehen möchten, sind auf der Querbank hinten zwei Dreipunkt-Gurtplätze verfügbar. Die Sitzgruppe ist zudem mit wenigen Handgriffen zum 200 mal 140 Zentimeter großen Doppelbett umgebaut.

Das eigentliche Schlafzimmer befindet sich aber im Alkoven. Die zwei Längseinzelbetten mit 2,07 Meter Länge und 61 bis 76 Zentimeter Breite sind mit bequemen Matratzen auf Lattenrosten ausgestattet. Mit dem Zusatzpolster in der Mitte ist auch Querschlafen auf 2,05 Meter Länge möglich. Der Aufstieg erfolgt über eine Klapptreppe, die bei Nichtgebrauch in den Schrank hinter dem Fahrersitz geschoben wird. Im Testwagen war allerdings das Schließblech gebrochen, das diese während der Fahrt an Ort und Stelle halten soll. Ob zu schwach dimensioniert oder durch Fehlbedienung beschädigt, ließ sich nicht eindeutig klären. Die Kopffreiheit im Alkoven ist mit 35 bis 72 Zentimeter nicht besonders großzügig, was vor allem den Abstieg von den Betten etwas unkomfortabel macht, zumal die Treppe sich ein paar Zentimeter hin- und herbewegen kann.

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Viel Stauraum und ausreichend Arbeitsfläche hält die Küche bereit.

Die Küchelässt kaum Wünsche offen. Die Ausstattung ist klassenüblich mit Dreiflammherd und elektrischer Zündung. Das Spülbecken erfüllt seinen Zweck, und auch die Arbeitsfläche ist ausreichend groß. Geschirr und Kochutensilien reisen in zwei Hängeschränken und fünf Schubladen des Küchenblocks mit. Reicht der Platz nicht, wartet noch ein weiterer Stauschrank gegenüber oberhalb des großen Kühlschranks auf Beladung. Das Absorbergerät von Dometic hat 140 Liter Volumen und ist für zwei Personen großzügig dimensioniert.

Gegenüber der Küche liegt das kompakte Bad. Das Waschbecken ist um 180 Grad drehbar, um entweder für die Nutzung von Toilette oder Dusche Platz zu machen. Ein großer, gut beleuchteter Spiegel hilft beim Schminken und Rasieren. Auf der Kassettentoilette bleibt gerade noch genug Bewegungsspielraum. Geduscht wird in einer integrierten Kabine, die mit Hilfe von transparenten Schiebetüren den rechten Raumteil abtrennt. Die Türen lassen sich im Testwagen allerdings nur hakelig bedienen und springen oft aus der unteren Führungsrinne. Hat man die Duschkabine dann gebaut, stellt man fest, dass die Bewegungsfreiheit nicht gerade üppig ist. Die Stehhöhe ist mit rund 194 Zentimetern dagegen gut bemessen. Sechs offene Ablagen, ein Staufach und ein Schrank nehmen alle Sanitärartikel auf, und auch sonst ist die Badausstattung komplett.

Beladen

Wie anfangs erwähnt, macht sich der Testwagen mit umfangreicher Ausstattung beliebt, die allerdings auch auf die Waage schlägt – satte 210 Kilo Zusatzgewicht und damit 3255 Kilogramm promobil-Leergewicht. Als 3,5-Tonner wird es mit dieser Ausstattung eng, selbst bei Zwei-Personen-Nutzung. Auf solche Zahlenspiele lässt sich der Test-650-HS erst gar nicht ein. Er ist auf einem Maxi-Chassis mit 4400 Kilo Gesamtgewicht aufgebaut und offeriert damit über eine Tonne Zuladung. Zumindest über das Gewicht des Gepäcks muss man sich hier keine Gedanken machen, wohl aber über dessen Verteilung.

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Die Sitzgruppe ragt zum Teil in den Heckstauraum – kein Platz für Räder, aber genug für Campingmöbel.

Der Heckstauraum, der nahtlos in den bis zu 38 Zentimeter hohen Doppelboden übergeht, ist ziemlich zerklüftet. Der Gaskasten auf der linken Seite und die hineinragende Sitzgruppe schmälern seine Nutzbarkeit. Die zweite, optionale Heckstauraumklappe für 590 Euro extra erleichtert den Zugriff deutlich, um etwa Campingmöbel einzuladen. Durch die rechte Sitztruhenklappe gibt es zudem einen Zugang von innen. Ein praktischer Platz für Getränkekisten, zumal sie hier ohne zu großen Kraftaufwand über die Außenklappe gebunkert werden können. Da sich der beheizte Doppelboden mit seinen zwei seitlichen Zugängen unter dem gesamten Wohnraum erstreckt, steht insgesamt ein ziemlich großer Stauraum zur Verfügung, allerdings unterbrochen von Stützstreben und den beiden Wassertanks, die ebenfalls hier ihren Platz haben. Kleinere Gegenstände sollten auf jeden Fall in Kisten gelagert werden, denn sonst können sie während der Fahrt in den Tiefen des Raumes verschwinden. Auf die Dauer wird sich jeder Besitzer sein eigenes Stauraum-Ordnungssystem einrichten.

Der Kleiderschrank links vorn fällt schmal aus, kann für zwei Personen aber ausreichen. Ergänzend gibt es unter dem rechten Alkovenbett einen ziemlich großen Regalschrank, der reichlich Raum für weitere Kleidung parat hält. Außerdem stehen noch sechs Hängeschränke und große Ablagen über der Hecksitzgruppe bereit.

Technik

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Zur Reinigung kommt man über die Bodenluke sehr gut an den großen Frischwassertank.

Ein klassischer Doppelboden erleichtert die Unterbringung der Bordtechnik enorm. Das merkt man auch beim Activa One 650 HS. Der große 140-Liter-Frischwassertank kommt darin ebenso frostgeschützt und schwerpunktoptimiert unter wie das 100 Liter fassende Abwasserreservoir. Vorbildlich gelöst: Über zwei Bodenluken hat man vom Innenraum einen komfortablen Zugang zu den Reinigungsöffnungen der Tanks.

Hinter der Zugangsklappe auf der Fahrerseite sind die Ventile zur Entleerung von Grau- und Frischwasser gut zu erreichen und mittels Hebel leicht zu öffnen. Über dicke Rohre laufen die Tanks schnell leer. Beim Öffnen sollte man aber, besonders bei vollen Tanks, darauf achten, wo man mit den Füßen steht, denn das Wasser schießt ganz in der Nähe mit Karacho aus den Ablassstutzen. Der Wasserkreislauf wird über eine Druckpumpe gespeist, die ebenfalls gut zugänglich im Doppelboden installiert ist. Kritik erntet dagegen das simple Kontrollbord, das zwar keine Rätsel aufgibt, aber auch eine Information über den Füllstand des Abwassertanks vermissen lässt.

Der Gaskasten für zwei Elf-Kilo-Flaschen ist links im Heck per Außentür gut zu erreichen. Die Flaschen stehen nebeneinander und erleichtern so das Umstecken des Gasanschlusses, wenn man nicht die 390 Euro teure Gasumschaltanlage mitbestellt hat. Der Austausch der Flaschen gestaltet sich wegen der hohen Ladekante und der kleinen Tür aber nicht sehr komfortabel.

Der Frostwächter ist leicht erreichbar neben der Heizung in der linken Sitztruhe installiert. Serienmäßig sorgt eine Truma Combi 4 für einen warmen Innenraum. Über insgesamt neun Ausströmer gelingt das auch sehr gut, sodass man sich den Aufpreis von 590 Euro für die Combi 6 E sparen kann, wenn man keinen Wert auf die elektrische Zuheizfunktion legt. Ist das Fahrzeug einmal aufgeheizt, kann es die Wärme dank hochwertiger GfK-Aufbautechnik und Isolierung auch gut speichern. Eura Mobil ist von der Qualität des Aufbaus überzeugt und gewährt eine 10-jährige Dichtigkeitsgarantie.

Lichtcheck

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Die gemütliche Lichtstimmung mit indirekter und dimmbarer Beleuchtung ist in manchen Ecken zwar etwas dunkel, aber gefällig.

Durchschnittliche Helligkeit im Bereich der Sitzgruppe. Im Mittel 176 Lux, und der Maximalwert beträgt 226 Lux. Der Mittelwert in der Küche ist mit 172 Lux ebenfalls nur Mittelmaß. Maximal 295 Lux sind aber okay. 166 Lux durchschnittlich im Bad und maximal 308 am Spiegel sind gute Werte. Etwas dunkler Alkoven, aber mit sehr hellen Spots: 45 Lux im Mittel und 1188 Lux an der hellsten Stelle.

Fahren

Kurze Alkoven stützen sich durch ihren hohen, weit vorn liegenden Schwerpunkt – aufgrund der Schlafnase über dem Fahrerhaus – meist spürbar auf dem kurvenäußeren Vorderrad ab. Sie neigen sich in Kurven stark zur Seite, und der Aufbau kommt ins Wanken. Beim 650 HS ist diese Tendenz nur gering ausgeprägt, wozu sicherlich die sehr gleichmäßige Gewichtsverteilung zwischen den Achsen beiträgt. Der mittlere Radstand von 3,8 Meter erleichtert zudem das Rangieren. Insgesamt ist der Activa One 650 HS recht handlich zu bewegen.

Bei den Fahrgeräuschen zeigt sich ein gespaltenes Bild. Während im Stadtverkehr manch Klappern aus dem Wohnraum zu vernehmen ist – von den Duschtüren und aus dem Küchenblock –, bleibt es bei Autobahntempo überraschend ruhig. Hier gleitet der Nasenbär angenehm leise über die Bahn. Windgeräusche sind kaum vorhanden, und auch der Motor hält sich vornehm zurück. Verantwortlich ist nicht zuletzt die Neun-Gang-Automatik, die den Fahrkomfort enorm steigert und mit ihren lang übersetzten oberen Gängen für ein niedriges Drehzahlniveau sorgt. Allerdings kostet dieses Extra alleine 3390 Euro und ist zudem nur mit den 160- und 180-PS-Motorvarianten bestellbar. Der Testverbrauch liegt mit 12,8 Liter pro 100 Kilometer auf dem üblichem Alkovenniveau. Die Leistung des 160-PS-Motors ist angemessen.

Preise

Eura Mobil Activa One 650 HS (2020)
H. Böttcher, cad-vision
Grundriss Eura Mobil Activa One 650 HS.

Der Grundpreis scheint in Anbetracht der überwiegend guten Serienausstattung, des hochwertigen Aufbaus und des soliden Möbelbaus angemessen. Dass der Testwagenpreis über 20.000 Euro höher liegt, ist der sehr umfangreichen Sonderausstattung geschuldet. Hier kann man bei Bedarf leicht einige Euro und Kilos sparen. So ist die 140-PS-Version mit Schaltgetriebe und 3,5-Tonnen-Fahrgestell alleine schon 73 Kilo leichter und über 7600 Euro günstiger. Dann wird der Preis-Abstand zur Konkurrenz sogar noch etwas größer.

Grundpreis: 58.690 Euro
(Fiat Ducato 35 L, Motor 103 kW/140 PS) mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II
Testwagenpreis: 79.590 Euro

Das fiel uns auf

 Der Frostwächter ist unter der linken Sitzbank neben der Truma Combi 4 montiert. Er ist leicht zu erreichen unter einer Klappe.
 Unter der rechten Sitzbank ist ein ebenfalls schnell und einfach erreichbarer Zugang zum Stauraum.
 Frisch- und Abwassertank sind im Doppelboden eingebaut und für die Reinigung leicht per Bodenluke erreichbar.
 Die runden Duschtüren laufen schwergängig und springen leicht aus der unteren Führungsrinne.
 Trotz Fixierung bleiben der Treppe zum Alkoven noch ein paar Zentimeter Spiel. So kann sie sich bei Benutzung bewegen.
 Die Leseleuchten sind unpraktisch angebracht und blenden mitunter stark.

Nachgefragt

Jens Heinrichs, Produktmanager bei Eura Mobil, nimmt Stellung ...

... zu den schwergängigen Duschtüren, die aus der Führung springen: Wir hatten bei den Duschtüren Lieferungen, die unterhalb der kürzesten Toleranzwerte lagen. Dies könnte dazu geführt haben, dass die untere Führung nicht korrekt funktioniert hat. (Dies ggf. in Verbindung damit, dass sich die Duschwanne beim Betreten noch etwas gesetzt hat.) Mittlerweile ist die Duschtürenlänge mit dem Lieferanten abgestimmt und das Problem abgestellt.

... zum gerissenen Schließblech der Alkoventreppe und der lockeren Fixierung: Warum das Schließblech ausgerissen ist, müssen wir bei Rücklieferung des Fahrzeugs prüfen, gegebenenfalls gab es mal eine Fehlbedienung (zum Beispiel auf einer der Messen), bei der der Verschluss nicht entriegelt war und sich dieser dadurch gelöst hat. Das seitliche Spiel der Treppe sollte durch den Auszug zwischen den Betten vermieden werden. Auch hier werden wir nach Rücklieferung des Fahrzeugs prüfen, ob etwas falsch eingestellt war.

Konkurrenten

Dethleffs Alpa A 6820-2
Grundpreis:
80.749 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 103 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 7330/2330/3270 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 3380/4500 kg
 großes Raumbad, Warmwasserheizung Serie, lange und breite Betten.
 unhandliches Fahrzeug, Beifahrerairbag nicht Serie.

Frankia F-Line A 680 Plus
Grundpreis:
83.900 Euro
Basisfahrzeug: Fiat Ducato, 103 kW/140 PS
Länge/Breite/Höhe: 7060/2300/3220 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: 3370/4500 kg
 Beifahrerairbag Serie, große Wassertanks, großes Raumbad, gute Serienausstattung.
 60-Liter-Dieseltank, höherer Preis.

Phoenix Midi-Alkoven 6600 RSL
Grundpreis: ab 131.900 Euro
Basisfahrzeug: Iveco Daily, 116 kW/156 PS oder Mercedes Sprinter, 120 kW/163 PS
Länge/Breite/Höhe: ab 7050/2350/3350 mm
Leer-/zul. Gesamtgewicht: ab 4050/5200 kg
 solide Verarbeitung und Technik, viel Platz im Innenraum.
 Teures und schweres Mobil.

Die Baureihe: Eura Mobil Activa One

Preise: 53.990–58.290 Euro
Basis: Fiat Ducato
Länge: 5,89–6,99 m
Gesamtgewicht: 3500–4400 kg
Weitere Modelle: 5

Die sechs Grundrisse der Baureihe haben für fast alle Alkoven-Fans etwas Passendes im Angebot. Zwei Modelle sind mit Hecksitzgruppe, zwei mit großem Bad, eins mit Stockbetten und eins mit Doppelbett und stattlicher Garage ausgestattet. Allen gemeinsam ist der hohe Doppelboden mit den frostsicher eingebauten Tanks. Das Fahrerhaus ist immer vom Wohnraum abtrennbar, was die Wintertauglichkeit noch erhöht. Die größte Sitzgruppe hat der 630 LS mit klassischer Viererdinette und Längsitzbank gegenüber. Optional sind bei vier Grundrissen auch sechs Gurtplätze möglich.

Wohnen
  • Bequeme Sitzgruppe mit großem stabilem Tisch.
  • Viel Stauraum und genug Arbeitsfläche in der Küche.
  • Großer Kühlschrank.
  • Breite und lange Matratzen mit Lattenrosten im Alkoven.
  • Die vielen und großen Fensterflächen schaffen eine luftige Wohnatmosphäre.
  • Serienmäßige vier Gurt- und Schlafplätze.
  • Hochwertiger Möbelbau.
  • Ungewöhnliches, aber stimmiges Innendesign im „Beach-Look“.
  • Das Bad ist eher eng.
  • Die Duschtüren sind hakelig zu bedienen und springen aus der Führungsrinne.
  • Die Kopffreiheit im Alkoven ist etwas knapp bemessen.
  • Die Leseleuchten im Alkoven sind unpraktisch angebracht und blenden mitunter.
  • Die Stufen im Einstieg haben teils sehr wenig Trittfläche.
Beladen
  • Viel Stauraum dank durchgehendem Doppelboden, der nahtlos in den Heckstauraum übergeht.
  • Gaskasten von außen zugänglich.
  • Großer Regalschrank für Kleidung.
  • Hohe Zuladungsreserven als 4,4-Tonner.
  • Als serienmäßiger 3,5-Tonner realistisch nur für zwei Personen geeignet.
  • Kleiner Kleiderschrank.
  • Heckstauraum verwinkelt, und im Doppelboden erschweren Stützstreben die Beladung mit sperrigen Gegenständen.
  • Gaskastenklappe sollte höher sein.
Technik
  • Wassertanks frostsicher und beheizt im Doppelboden.
  • Ventile für die Entsorgung lassen sich komfortabel im Doppelboden bedienen.
  • Hochwertiger Aufbau mit holzfreien Wänden und GfK rundum.
  • Dunkler Alkoven mit extrem hellen Lesespots, die mitunter blenden.
  • Keine Anzeige für den Grauwasserfüllstand.
Fahren
  • Auf der Autobahn sehr ruhig, weil man wenig Windgeräusche hört.
  • Automatik sorgt für hohen Fahrkomfort.
  • Mit 3,8 Meter Radstand und 6,5 Meter Länge ein recht wendiges Fahrzeug.
  • Gute Gewichtsverteilung von 50:50.
  • Klappergeräusche bei langsamer Fahrt aus Küche und Bad.
Preise
  • Beifahrerairbag serienmäßig.
  • Gute Grundausstattung, viele Extras erhältlich.
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Die komfortable Automatik ist teuer und erst ab dem 160-PS-Motor bestellbar, was in Summe fast 6000 Euro kostet.

Fazit

Hotel Vier Jahreszeiten: Voll wintertauglich dank beheiztem Doppelboden, lange bequeme Längsbetten, eine gut nutzbare Küche mit viel Stauraum und ein halbwegs großes Bad auf nur 6,50 Meter Länge – der 650 HS ist für sich gesehen fast einzigartig. Konkurrenzmodelle sind entweder länger oder teurer. Mancher Kritikpunkt ist dem Prototypenstatus des Testwagens geschuldet und sollte in der Serie ausgemerzt sein. Wer auf eine Heckgarage zum Fahrradtransport verzichten kann und auch sonst nichts Sperriges transportieren möchte, sollte sich einfach mal in diesen Activa One setzen und ihn auf sich wirken lassen.

Technische Daten

Eura Mobil Activa One
Grundpreis 58.290,00 €
Aufbau Alkoven
Leistung 103 kW / 140 PS
Schlafplätze 4 bis 4
Alle technischen Daten anzeigen
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