Fahrradträger im Vergleich T. Großhans, I. Wagner
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Marktübersicht: Heckträger für Campingbusse

Fahrradträger für Campingbusse im Check Das Bike unkompliziert am Heck mitnehmen

Sie wollen mehr als zwei Bikes am Campingbus mit auf Tour nehmen? Dann brauchen Sie einen stabilen Dreier- oder Viererträger. Wir haben den Markt nach den neuesten Modellen abgescannt und einige ausprobiert.

Man kennt sie, die üblichen Fahrradträger für zwei Bikes, die direkt an der rechten, hinteren Tür befestigt werden. Was der nicht zwingend guttut. Nun muss man nicht Physik studiert haben, um zu ahnen, warum die Traglast der weit verbreiteten Alu-Rucksäcke von Fiamma, Thule und Eurocarry auf 35 Kilogramm begrenzt ist: So eine Tür und ihre Scharniere sind darauf spezialisiert, Pakete & Co. im Innenraum zu halten, und nicht, um dauerhaft schwer behängt zu werden. Häufige Überladung quittiert die rechte Hecktür, indem sie sich verzieht und nicht mehr korrekt schließt.

Das mit der Traglast ist nur das eine Problem, das mit der Ladekapazität, in Sachen Anzahl der Räder, das andere: Bei zwei Fahrrädern ist bei den Türträgern Schluss. Aber was, wenn Radsportler mehr als ein Bike pro Po oder eine vierköpfige Familie ihre Drahtesel mitnehmen will? Dann muss ein belastbareres Trägersystem her. Immer mehr Hersteller erkennen den Bedarf an Trägern für mehr als zwei Bikes und natürlich auch den Boom der Pedelecs, der dem "Schwerlast-Radträger"-Segment weiteren kräftigen Anschub verleiht. Drei Herausforderungen stellen sich dabei den Konstrukteuren: Erstens muss die Last gleichmäßig auf und in die Karosserie übertragen werden, zweitens sollen die Flügeltüren auch mit geschulterten Bikes noch zu öffnen sein und drittens die gesamte Konstruktion nicht allzu sehr an den begrenzten Zuladungsreserven nagen.

Fahrradträger im Vergleich
T. Großhans, I. Wagner
Nur einer von drei Kupplungsträgern im Test erlaubt es, die Hecktüren mit aufgeladenen Bikes zu öffnen.

Drei Montagearten sind dafür prädestiniert: Es gibt Träger, die sich nicht an die Tür krallen, sondern die Gewinde der Türscharniere als Ankerpunkt nutzen. Und solche, die in fest am Chassis beziehungsweise Fahrzeugunterboden montierte Aufnahmen geschoben werden. Und dann sind da noch die Kupplungsträger, die man auf eine vorhandene Anhängevorrichtung setzt. Im Folgenden geben wir nicht nur einen Überblick über die am Markt erhältlichen Systeme, sondern haben auch einen Scharnierträger angebaut und getestet. Auch drei Träger für die Anhängekupplung haben wir auf Fiat Ducato und Ford Transit gesetzt, um auszuprobieren, mit welchem sich die Hecktüren noch öffnen lassen.

1. Montageart: Scharniermontage

promobil hat fünf verschiedene Modelle von Scharnierträgern getestet. Die wichtigsten Informationen dazu im Überblick. Zu den Kaufmöglichkeiten der Träger geht's hier.

Vor- und Nachteile von Scharnierträgern

 hohe Belastbarkeit
 keine Last auf den Türen
 leicht, da keine Chassisanbindung nötig (Ausnahme: Sawiko Futuro E-Lift)
 keine Beleuchtungseinheit nötig
 gleichzeitiger Anhängerbetreib möglich
 Träger verdeckt Rückfahrkamera-Bild
 sehr hohe Ladekante in Standardhöhe (ohne Lift bzw. Beleuchtung)

Eurocarry 66401

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Grundpreis ohne Montage: 1170 Euro
Eigengewicht: 20 kg
max. Fahrräder: 4
max. E-Bikes: 2
max. Traglast: 60 kg
Extras: Beleuchtungseinheit; E-Lift (max. 3 Bikes, 50 kg)

Bis zu 60 Kilogramm und vier Bikes packt der 20 Kilogramm schwere Eurocarry 66401 von Alu-Line, den wir am Dauertest-Weinsberg Carabus 600 MQH angebaut und ausprobiert haben. Es gibt ihn für alle Eurochassis-Kastenwagen (Fiat Ducato, Citroën Jumper und Peugeot Boxer) und den Mercedes-Benz Sprinter. Ebenfalls lieferbar ist ein elektrischer Bike-Lift, der am Grundträger verschraubt wird und maximal drei Fahrräder mit bis zu 50 Kilogramm Gesamtgewicht auf Transporthöhe hievt.

Fiamma Carry Bike Frame

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U. Regenscheit

Grundpreis ohne Montage: 816 Euro
Eigengewicht: 21 kg
max. Fahrräder: 3
max. E-Bikes: 2
max. Traglast: 50 kg
Extras: 3. Schiene

Mit den Scharnieren der rechten Tür verschraubt und an der Tür nur eingehakt wird der neue Fiamma Frame. Am schwenkbaren Alu-Grundrahmen befestigt, ist der ausklappbare Träger für bis zu drei Bikes vorgesehen. Der Grundrahmen samt Zweierträger kostet 816 Euro (UVP), die Erweiterung für das dritte Fahrrad kommt dazu. Der Frame darf 50 Kilogramm tragen, was auch für zwei Pedelecs genügt. Auch für den VW Crafter/MAN TGE hat Fiamma einen 672 Euro teuren Scharnierträger für bis zu 3 Bikes im Programm.

Van'n'Bike

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Grundpreis ohne Montage: 1245 Euro
Eigengewicht: 22 kg
max. Fahrräder: je nach Fahrradträger
max. E-Bikes: je nach Fahrradträger
max. Traglast: 80 kg
Extras: Skihalter etc.

Eine Speziallösung hat sich die belgische Firma Van’n’Bike für Ducato & Co. einfallen lassen: ein schwenkbares, ohne Montage und Kabelsatz 1345 Euro teures Gatter aus pulverbeschichtetem Aluminium, an dessen Quertraverse ein Kugelkopf für einen handelsüblichen Anhängerkupplungsträger verschraubt ist. Inklusive Anbauteile soll der Schwenkmechanismus 22 Kilogramm wiegen und mit 80 Kilogramm belastbar sein. Das Ziehen von Anhängern am Kugelkopf ist verboten und konstruktionsbedingt auch nicht möglich. Mehrere Eigenschaften machen die Konstruktion interessant: Man kann einen Kupplungsträger verwenden, die Türen dennoch öffnen, der Grundträger taugt auch für den Transport anderer Sportgeräte und die Ladehöhe ist niedrig.

Vor- und Nachteile von Van’n’Bike-Scharnierhalterung für Kupplungsträger

 Alle handelsüblichen Kupplungsträger passen
 umwandelbar zum Ski- und Sportgeräteträger
 80 Kilogramm Belastbarkeit
 hohes Zusatzgewicht (22 kg) zum eigentlichen Träger
 Kupplungsträger reduziert Tragfähigkeit (80kg) um das Eigengewicht

Sawiko Futuro E-Lift

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Andreas Becker

Grundpreis ohne Montage: 2524 Euro
Eigengewicht: 65 kg
max. Fahrräder: 3
max. E-Bikes: 2
max. Traglast: 60 kg
Extras: 3. Schiene

An drei Türscharnieren stützt sich der 60 Kilogramm schwere Sawiko Futuro E-Lift ab. An den beiden Scharnieraufnahmen der rechten Tür schwenkt er auch voll beladen auf, am oberen linken wird er während der Fahrt fixiert, und dort wird er auch per Hebel und Schloss verriegelt. Die um 1,10 Meter ferngesteuert absenkbare Fahrradplattform hat Platz für drei Fahrräder, die zusammen stattliche 60 Kilogramm wiegen dürfen. Für drei Fahrräder kostet der Futuro E-Lift ohne Montage an Eurochassis-Kastenwagen 2524 Euro. Der Anbau nebst Stromversorgung für den Fahrradlift muss addiert werden. Besonderheit: Die Original-Rückfahrkamera kann in den Träger versetzt werden, so hat sie dann weiterhin freie Sicht.

SMV Bike Max. Exkl./Lift

Grundpreis ohne Montage: 1260/2300 Euro
Eigengewicht: 38-49 kg
max. Fahrräder: 3
max. E-Bikes: 3
max. Traglast: 80/60 kg
Extras: 3. Schiene

SMV Metall offeriert drei Träger der Bike-Max-Serie: Der schwenkbare Metallrahmen, der alle Türscharniere als Ankerpunkt nutzt, ist bei allen drei Trägern derselbe: Das Modell Lift hat einen E-Heber für bis zu drei Bikes, wiegt 49 Kilo, darf 60 Kilo laden und kostet 2300 Euro. 80 Kilo packen der Standard-Bike Max mit hoher Plattform (38 Kilo Eigengewicht, 1170 Euro) sowie der "Exklusiv" mit tiefer Plattform und Beleuchtung. Er wiegt 41 Kilo und kostet für zwei Bikes 1260 Euro. Die dritte Schiene kostet 75 Euro.

Anbauanleitung Eurocarry 66401

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T. Großhans, I. Wagner
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Urlaub ohne Fahrräder? Kommt für die Familie von Ingo Wagner nicht in Frage. Das Problem: Der Urlaubsbegleiter, ein Weinsberg Carabus 600 MQH, hat kaum mehr Zuladung für schwere Tragwerke zur Fahrradbeförderung. Da kam der neue Eurocarry 66401 für vier Fahrräder und mit einem Eigenwicht von nur 20 Kilogramm gerade recht auf den Markt.

In der Grundausstattung hat der Träger keine Beleuchtung. Darum muss der Ausleger für die vier Radschienen in der obersten Position oberhalb der Rückleuchten sein. Das Auf- und Abladen der Bikes schafft so nur, wer wirklich groß und kräftig ist oder wer einen breiten Schemel mitnimmt. Die acht Radhalter lassen sich leicht versetzen und fixieren. Und auch die Radschienen selbst sind auf dem Bügel verschiebbar. Wer sich vor der Reise fürs Bike-Tetris Zeit lässt und sich die Positionen von Sätteln, Lenkern und Tretkurbeln merkt, ist später schneller. Größte Herausforderung: die Fahrräder mit genügend Abstand zu verladen, um Scheuerstellen zu vermeiden. Doch dafür sind die serienmäßigen Haltearme für die äußeren Parkpositionen tendenziell zu kurz und unflexibel. Wir haben uns darum unterwegs mit einem Zwischenhalter von Rad zu Rad beholfen. Den roten Sicherungsgurt sollte man ohnehin immer um alle Räder legen.

Empfehlung: die optionalen Arme mit arretierbarem Knickgelenk. Es gibt sie nur in Silber, während der penibel verarbeitete und sauber geschweißte Alu-Träger in edlem und sehr widerstandsfähigem Schwarz pulverbeschichtet ist. Obwohl die Bedienungsanleitung davon abrät, verkraftet der Eurocarry 66401 das zigfache Aufschwenken mit voller Beladung klaglos – alles andere wäre auch Quatsch, da man genau deshalb einen Schwenkträger kauft. Auch die Fahrsicherung mittels zweier von Gummibändern gesicherter Splinte geht fix und problemlos. Falls es mit der Zeit hakt, lassen sich die Augen für Splinte und Bolzen durch Gewindestangen schnell und einfach justieren. Eine Arretierungsmöglichkeit in geöffnetem Zustand fehlt dem Eurocarry. Steht das Auto eben, genügt aber die Haltekraft der offenen rechten Tür; ein weicher Abstandhalter schützt den Lack. Ansonsten empfiehlt sich ein Helfer, der den Träger hält, solange die Türen geöffnet sind. Ein weiterer Nachteil der oberen Halterposition: Die Rückfahrkamera wird quasi wirkungslos. Davon abgesehen ist der Eurocarry ein top verarbeiteter, leichter, schnell demontierbarer und damit absolut empfehlenswerter Träger.

2. Montageart: Chassis-Montage

Träger für schwere Motorräder, die per Vierkantprofil in eine am Wagenboden beziehungsweise am Rahmen verschraubte Führung gesteckt werden, sind als tragfähige Plattformen bekannt. Jetzt wird diese belastbare Technik in abgespeckter und damit leichterer Version auch für Fahrradträger angewandt. promobil hat fünf verschiedene Modelle von Chassis-Trägern getestet. Die wichtigsten Informationen dazu im Überblick.

Vor- und Nachteile der Chassisträger

 sehr geringe Ladehöhe
 Krafteinleitung in den stabilen Unterboden
 Träger hängt nicht vor der Kameralinse
 oft Kombinationen mit Anhängerkupplung möglich
 hohes Eigengewicht
 Anhängeelektrik am Basisfahrzeug für Beleuchtungseinheit nötig
 Montageaufwand hoch, dadurch noch teure

Busbiker XM 250

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Hersteller

Grundpreis ohne Montage: 1499 Euro
Eigengewicht: 59 kg
max. Fahrräder: 4
max. E-Bikes: 2
max. Traglast: 80 kg
Besonderheiten: Anhängerkupplung möglich

Busbiker XM 290

Grundpreis ohne Montage: 1899 Euro
Eigengewicht: 57 kg
max. Fahrräder: 3
max. E-Bikes: 2
max. Traglast: 80 kg
Besonderheiten: Anhängerkupplung Serie

Busbiker XM 290 Light

Grundpreis ohne Montage: 1599 Euro
Eigengewicht: 48 kg
max. Fahrräder: 3
max. E-Bikes: 2
max. Traglast: 80 kg
Besonderheiten: keine Anhängerkupplung möglich

Busbiker aus den Niederlanden hat drei Träger-Varianten im Angebot: den 59 Kilogramm schweren und 1500 Euro teuren XM250 für bis zu vier Bikes und 80 Kilogramm Zuladung und die neuen, kompakteren Versionen für bis zu drei Bikes namens XM290 Light (48 kg, ab 1600 Euro) und XM290 (57 kg, inklusive Anhängekupplung ab 1900 Euro), die aber auch 80 Kilo tragen dürfen. Alle drei Modelle sind für die Eurochassis-Drillinge ab Baujahr 2006 passend. Der Grundträger gleicht in seiner Bauart einer Anhängerkupplung, und tatsächlich ist der XM250 optional, der XM290 serienmäßig mit einem abnehmbaren Kugelkopf zum Anhängerziehen an der Quertraverseausgestattet; gleichzeitig Fahrräder transportieren und Anhänger nutzen funktioniert allerdings nicht.

An der Quertraverse ist per Scharnier der Ausleger angeschlagen, auf dem die Fahrradplattform kippbar befestigt ist. Sie lässt sich für 84 Euro pro Stück mit zwei weiteren Fahrradschienen aufrüsten und bei Nichtgebrauch einfach hochklappen. Die weiterhin funktionstüchtige Beleuchtungseinheit wird dann samt Wiederholungskennzeichen nach unten geschwenkt. Der XM250 bleibt größtenteils dauerhaft am Fahrzeug, die 290er lassen sich mit größerem Aufwand demontieren.

Sawiko Agito Top

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Hersteller

Grundpreis ohne Montage: 1900 Euro
Eigengewicht: 50 kg
max. Fahrräder: 3
max. E-Bikes: 2
max. Traglast: 80 kg
Besonderheiten: Stützrad erforderlich

Auch der Sawiko Agito Top ist eine Konstruktion aus Stahl und Alu, die am Chassis von Fiat, Citroën und Peugeot 50 Kilo wiegt und zur Seite schwenkt. Dazu wird einfach der Exzenter-Verschluss gelöst und das Stützrad in Position gebracht. Die Transportplattform ist hochklappbar, damit der Träger platzsparend am Auto verbleiben kann.

3. Montageart: Kupplungsträger

Was die Ladehöhe angeht, sind auch Fahrradträger für die Anhängerkupplung voll konkurrenzfähig. Anhängevorrichtungen vorausgesetzt, kann man den Kupplungsträger auch am Pkw nutzen.

Träger für drei Fahrräder wiegen zwischen 15 und 25 Kilogramm. Doch die positive Bilanz trügt: Die Anhängevorrichtung für einen Transporter wiegt je nach Modell zwischen 30 und 45 Kilo, die herb ins ohnehin oft schon knappe Zuladungskontor des Kastenwagens schlagen. Kupplungsträger für drei und sogar vier Fahrräder gibt es quasi von allen renommierten Marken. Wir haben von Atera die Modelle Genio Pro mit optionaler dritter Fahrradschiene und Strada DL 3 getestet und von Uebler den federleichten i21 – der Dreier-Träger i31 war leider nicht lieferbar.

Auch Thule war für den Test nicht mehr lieferfähig – der Fahrradboom schlägt voll auf die Hersteller von Fahrradträgern durch. Um trotzdem ein Thule-Modell auszuprobieren, haben wir die Türfreigängigkeit am Fiat Ducato mit einem privaten Thule Velocompact 924 getestet – keine Chance, die Türen zu öffnen. Recherchen haben ergeben, dass die teureren Modelle Thule Velospace XT 3 und Easyfold XT 3, die auf bis zu vier Bikes erweitert werden können, bei Kastenwagen die Flügeltüren blockieren.

Um es kurz zu machen: Unter den genannten Trägern erlaubt es einzig der günstige Atera Strada DL 3, die Hecktüren des Fiat Ducato und des Ford Transit zu öffnen. Denn anders als die meisten Träger klappt er nicht ab, sondern schwenkt bogenförmig nach hinten. Dadurch ragt kein Bauteil in den Schwenkbereich der Türen von Ford Transit und Fiat Ducato. Aber: Bei der starren Anhängevorrichtung sollte der Kugelkopf in der tieferen Position an den Querträger angeschraubt werden.

Vor- und Nachteile von Kupplungsträgern

 Träger kann auch am Pkw genutzt werden
 Recht hohe Belastbarkeit
 niedrige Ladehöhe
 nur bei einem Modell im Test lassen sich Türen noch öffnen
 schwere Anhängekupplung nötig

Atera Strada DL 3

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Der Atera Strada DL 3 kostet aktuell rund 500 Euro und wiegt 14,5 Kilogramm. Er ist um eine vierte Radschiene erweiterbar. Der DL 3 klappt nicht ab, sondern gleitet auf einem Rollenauszug bogenförmig nach hinten.Da der v-förmige Halter und der lange Klemmgriff flach sind, ragt der Atera nicht in den Schwenkbereich der Hecktüren. Lediglich bei Bikes mit sehr langem Radstand kann die Tür mit dem Reifen kollidieren. Machart, Materialien, Klemmung auf den Kugelkopf und Haltearme sind einfacher als beim teureren Genio Pro aus gleichem Haus. Auch lässt sich der DL 3 nicht zum Minipaket zusammenfalten. Funktional gibt es dennoch nichts auszusetzen. Kauftipp!

Altera Genio Pro

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Der Atera Genio Pro ist ein faltbarer Zweierträger für aktuell rund 500 Euro, der sich mit einer schnell und einfach einsteckbaren Zusatzschiene (ca. 100 Euro) zum Dreier-Shuttle erweitern lässt. Die Radträger falten wie Schmetterlingsflügel elegant und leichtgängig. Der 17,5 Kilo leichte Genio Pro klappt nach hinten ab. Der Öffnungswinkel lässt sich per Halteseilverlängerungen zwar vergrößern, dennoch reicht es für die Flügeltüren von Ducato und Transit nicht. Material und Mechanik sind sehr hochwertig. Der Genio arretiert sich beim Aufsetzen auf den Kugelkopf selbst, der Klemmbügel zur Fixierung liegt gut in der Hand. Allerdings ist der Haltebügel schmal, was die Positionierung der Haltearme einschränkt.

Uebler i21

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Der Uebler i21 ist ein 14 Kilo leichter Zweierträger – als i31 (17 kg) mit drei Schienen war er nicht lieferbar. Identisch ist bei beiden der geniale Faltmechanismus. Ebenso beeindruckend: das Klemmsystem, das auf einen Handhebel verzichtet; der Träger selbst dient als Hebel, was hervorragend funktioniert. Allerdings kann der knapp 650 Euro teure i21 nicht mit aufgeladenen Fahrrädern abgenommen werden. Unabhängig vom Baumuster sind es die Aufnahmen für den Haltebügel, die den Flügeltüren von Fiat Ducato und Ford Transit im Weg sind. Wenn Uebler diese Teile noch flacher konstruiert, wären i21 und i31 Top-Träger für Vanfahrer. Optional gibt es beide mit integrierter Park-Distance-Control samt metergenauer Abstandsanzeige mit Display. Eine ideale Ergänzung zur Kamera.

Zu den Kaufmöglichkeiten der Träger geht's hier:

Kaufmöglichkeiten

promobil-Tipp Gravelbike: Ein Rad statt zwei

Die perfekten Räder für Camper sind die neuen Gravelbikes. Als Hybrid zwischen Rennrad, Touren- und Mountainbike ist ihr Einsatzgebiet so vielseitig, dass man mit einem Gravelbike auf dem Träger eigentlich alles anstellen kann, wofür man sonst zwei Bikes mitgenommen hätte.

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Hersteller
Gravelbike: Rennlenker, dickere Reifen, bergtaugliche Übersetzung – und sportlich leicht.

Da die Sitzposition aufrechter ist als auf einem Rennrad, sind lange Touren kein Problem. Gabel und Hinterbau nehmen dickere und damit komfortablere, pannensicherere Reifen auf. Die meisten Gravelbikes haben 28-Zoll-Felgen, einige wenige 27,5-Zoll-Laufräder mit noch voluminöseren Reifen. Ein Kettenblatt vorne und elf oder zwölf Ritzel hinten minimieren den Wartungs- und Pflegeaufwand. Es gibt aber auch 2-fach-Antriebe mit zwei Kettenblättern und Umwerfer vorn.

Unabhängig von der Gangzahl haben die ungefederten Eins-für-alles-Räder kürzere Übersetzungen als Rennräder, weshalb sie sogar im Berg-Gelände gut performen. Die Rahmen und Gabeln aus Alu, Carbon oder Stahl haben häufig Gewindeösen für den Anbau von Taschen, Gepäckträgern und Schutzblechen. Etliche Hersteller bauen Gravelbikes mit E-Antrieb.

Wer mehr wissen möchte: Das Sonderheft zur neuen Trend-Fahrradgattung gibt es hier als E-Paper.

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