Top-Campingplatz Camping Bled in Slowenien - atemberaubende Naturkulisse am See

Camping Bled in Slowenien
Viel mehr als nur ein Zwischenstopp

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ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.10.2026
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"Wann kommt denn endlich Slowenien?", fragt Leticia ungeduldig, und ihre Schwester Anna-Lea möchte auch "jetzt endlich mal eine Pause"! In der Tat unterscheiden sich die Berge in Kärnten vor dem Karawankentunnel kaum von den Julischen Alpen auf der südlichen Seite. Auch wer die steile und kurvenreiche Fahrt über den Wurzenpass wählt, entdeckt dabei kaum Unterschiede in der slowenischen Landschaft. Doch die slowenischen Ortsschilder verraten nun doch unsere Idee, bis zum Etappenziel Bled zu kommen. Und so stoppen wir bei Podkoren an der Quelle der Sava Dolinka in einem versteckten Sumpfgebiet, das zu den landschaftlichen Highlights Sloweniens gehört. Und daran erinnern sich unsere Mädchen noch heute: Diese außergewöhnliche Biotop-Landschaft prägt sich mit ihren abwechselnd grünlich, türkis und dunkelblau schimmernden Wasserstellen ein. Den Hintergrund dieses Naturschauspiels im Schutzgebiet Zelenci bilden die noch schneebedeckten Karawanken. Willkommen in Slowenien!

Am See von Bled

Leticia und Anna-Lea finden derweil die Waldeidechsen am Holzsteg und das Konzert der Laubfrösche sehr spannend, da hilft dann nur die Aussicht auf ein Eis (und einen Kaffee für uns), um weiterfahren zu können. Für die verdiente Pause später am größer werdenden Flussufer der Sava Dolinka, die sich ihren Weg durch Slowenien sucht und weiter zur Donau, finden wir kurz nach Dovje einen großen Parkplatz mit Café und bekommen den Cappuccino im Liegestuhl direkt am Wasser. Und dann sind wir auch schon am wohl berühmtesten Fotomotiv von Slowenien angekommen: dem See von Bled. Auch wenn man sich mal kurz durch die Kurstadt und entlang einiger großer Hotels dort stauen muss, dahinter folgt der nächste Farben- und Landschaftsrausch: türkis schimmerndes Wasser, dunkle Wälder drum herum und inmitten des Sees thront auf einer Insel die hübsche Maria-Himmelfahrt-Kirche. Übrigens ist das hier Sloweniens einzige Insel.

Der Campingplatz Camping Bled

Der vielfach ausgezeichnete Camping Bled liegt am Ende des Sees in einem kleinen Tal am Waldeingang. Die großzügigen Stellplätze befinden sich im hinteren Teil absolut ruhig an den Bäumen und auch weiter oben auf einer Terrassenebene. Sein Angebot lässt sich der Campingplatz zwar auch gut bezahlen, die engagierte Platzmannschaft ist aber wenn nötig sofort zur Stelle. Und wer möchte, kann sich morgens einen kompletten Frühstückskorb an den Camper liefern lassen. Die Kinder sind längst zum Spielplatz mit dem großen Trampolin unterwegs. Also kurz noch den Strom anschließen. Der Hunger bringt uns alle schnell zur großen Holzterrasse des Restaurants vor dem Platz mit viel Baumschatten und Blick auf den See.

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Frank Horlbeck

Einstimmige Meinung hier: die beste Pizza in Slowenien. Am nächsten Morgen bekommen wir frische Brötchen vom netten Bäcker, der mit Lastenrad und Handkarren auf den Platz fährt. Die nächste Überraschung: Am See findet eine internationale Ruderregatta statt. Der Rasenstrand ist abgesperrt, und so können wir die Kinder überzeugen, einfach um den See herum zum einzigen echten Strandbad zu laufen und dabei auch eine Bootstour zur Insel zu machen. Ich habe besser mal verschwiegen, dass die Umrundung gut sechs Kilometer lang ist, aber der Weg geht dafür immer am Ufer entlang und ist gut ausgebaut. Zuerst führt er über einen Steg, von dem im klaren Wasser die Fische zu sehen sind und wir gleichzeitig die Regatta-Boote beobachten können. Kurz darauf biegt ein Wanderweg steil nach oben und bietet eine grandiose Aussicht auf den See und bis zu den Alpen.

Cremeschnitten, See-Promenade und ein Burg-Museum

Zurück am See sehen wir kurz darauf noch vor den Barkassen zur Insel ein Schild: Belvedere-Kavarna Café. Eine gute Gelegenheit, um die berühmten Bleder Cremeschnitten zu probieren, die aus Sahne und noch mehr Vanillecreme bestehen, ein zweites Frühstück mit ebenfalls superschönem Blick auf den See. Das Drücken in der Bauchgegend beim Weiterwandern zeigt aber: Man hätte es vielleicht beim Cappuccino belassen sollen.

Die Überfahrt zur Insel in den traditionellen Pletna-Holzbooten dauert keine zehn Minuten, dann müssen 99 Stufen bis zur Maria-Himmelfahrt-Kirche erklommen werden. Darin befindet sich die "Wunschglocke", die einst ein Papst sandte. Beim Läuten darf man sich etwas wünschen. Noch eine See-Ecke weiter kommen wir zur Bleder-See-Promenade. Das Mittagessen in Bled wird verschoben, noch immer reicht dem Magen die berühmte Cremeschnitte. Die Kinder dagegen verlangen zur Belohnung der halben Seeumrundung einen Stopp an der Eisdiele. Wir wollen aber noch zur Burg hinauf. Kurzer Zwischenstopp an der verträumten Kirche St. Martin, und wir kühlen uns bei Orgelklängen drinnen ein wenig. Oben in der ältesten Burg Sloweniens staunen die Mädchen über lebensecht nachgebildete Ureinwohner und alte Schwarz-Weiß-Filme mit den ersten Urlauberscharen in Bled. Die Aussicht auf See und Alpen ist auch von der Burgmauer einfach wunderschön.

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Frank Horlbeck

Die Sonne verlangt nun aber wirklich den Stopp im Seebad unterhalb der Burg. Kleine Holzkabinen zum Umziehen, lange Holzplanken zum Sonnen und ein wirklich erfrischend kühles Bad. Und wieder ziehen weiter draußen die schnellen Ruderboote vorbei. Beim Rückweg müssen wir unsere sichtlich erschöpften Kinder motivieren, denn aus unserem "Spaziergang" ist glatt ein ganzer Tag geworden. Doch leider überholen uns zahlreiche Kutschen mit Ausflüglern, so sind wir auf dem letzten Waldstück lautstarkem Protest ausgesetzt: "So rum ist es viel kürzer zum Strandbad!" Und: "Wieso hat niemand etwas von den Pferdekutschen gesagt?" Doch der Protest ist mit Erreichen der Uferwege, wo Rudersportler aus ganz Europa zusammenstehen, Musik ertönt, Fernsehteams uns unbekannte Sportler interviewen, und der Tribüne für die Siegerehrung ganz schnell vergessen. Unsere Nachwuchs-Teenager finden das ziemlich "cool", und wir müssen natürlich dableiben.

Über Holzstege bis zur Vintgar-Schlucht

Es wird dann ein kurzer Abend mit netten schwäbischen Nachbarn am Campingplatz, denn wir haben schon lange Online-Tickets für die berühmte Vintgar-Schlucht am nächsten Morgen gebucht. Natürlich kommen wir mal wieder nicht so pünktlich los wie gedacht, also "schnell" den Berg hochgewandert und weiter zur Bahnstation Jezero. Doch der Zug ist gerade weg. Also weiter zum Parkplatz mit den Pendelbussen zur Schlucht. Und gerade noch den übervollen Bus geschafft. Als Letzte einsteigen heißt dann aber auch, an der Klamm als Erste an der Ausgabe für die vorgeschriebenen Helme sein. Danach gehört uns die tiefe Schlucht erst mal ganz allein. Die Vintgar-Klamm mit ihrem smaragdgrünen Bergwasser konnte erst 1891 erkundet werden. Über Holzstege, kleine Hängebrücken und immer entlang der Felsen geht es heute bis zum Wasserfall. Unterhalb gibt es schöne Badegumpen.

Am Ende nach knapp zwei Kilometern wartet auch eine Hütte, also schnell ein Eis. Zurück führen zwei Wege, doch bei den Mädchen herrscht seltene Einigkeit: "Wir laufen keinen Schritt mehr!" Da hat die Mama die rettende Idee. Sie sieht auf der Wanderkarte eine weitere Hütte nördlich des Klamm-Ausgangs. Schnell mal gegoogelt: Die Natour Bar bietet lokale Biere, traditionelle Teigtaschen (Struklji), frischen Apfelsaft und einen Transfer zurück nach Bled. Noch mal den Berg hoch, aber dann sehen wir Ziegen, Baumstümpfe zum Sitzen und genießen die Rast in der gemütlichen Hütte. Ein alter Ford-Van setzt uns dann am Camping wieder ab.

Am Abend vor dem Camper zeigen uns die neuen Nachbarn aus Frankreich ihren Abenteuertag, eingefangen mit der Helmkamera: einen rasanten "Flug" an Europas längster Zipline weit über die Wälder und den Fluss Sava Dolinka in atemberaubender Geschwindigkeit und mit absolut faszinierenden Ausblicken. Unsere Mädchen sind total begeistert. "Warum fahren wir denn morgen früh schon wieder weiter?" Der Campingplatz an der Adria wartet auf uns. Und der Gedanke an die vier Kilometer Zipline in schwindelerregender Höhe kann so vielleicht bis zum nächsten Jahr noch ein wenig an Furcht verlieren.

Camping Bled Infos

  • Adresse: Kidiceva cesta 10c, 4260 Bled,
  • Saisonzeiten: von Anfang April bis Ende Oktober.
  • Standplätze/Unterkünfte: 224 parzellierte Flächen für Wohnmobile und Wohnwagen, dazu 20 Premium-Stellplätze (300 qm) mit überdachten hölzernen Badebottichen. Separater Zeltbereich, ebenso gibt es Bungalows und Glamping-Unterkünfte am Berghang.
  • Ausstattung: Kleiner Einkaufsmarkt vor dem Campingplatz. Morgens Bäckerservice mit Lastenrad. Waschmaschinen, kostenloses WLAN und gute Mülltrennung. Fünf großzügige Sanitärblöcke, Kinderspielplatz und Trampolin. In der Hauptsaison auch Mini-Club für Kleinkinder und Möglichkeit für Erwachsene zur Teilnahme an kostenlosem Sport und Wellnesskursen.
  • Besonderheiten: Mehrfach ausgezeichneter Campingplatz, der zur slowenischen Hotelgruppe Sava gehört. In ein kleines Tal am Ende des Sees in den Wald integrierter Platz und somit ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen in den Nationalpark Triglav. Neben der Einfahrt Restaurant mit Seeblick, direkter Zugang zum See mit Rasenfläche. Hunde erlaubt.

Fazit