Wohnmobil-Flaute im Sommer: Neuzulassungen brechen um fast ein Drittel ein

Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen 2026
Wohnmobile und Wohnwagen weiter im Minus

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.10.2026
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Foto: KI generiertes Symbolbild / promobil

Im September 2026 wurden in Deutschland 30,8 Prozent weniger Reisemobile neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Caravaning Industrie Verbands (CIVD). Auch bei den Wohnwagen gingen die Zahlen deutlich zurück. Für die Branche bleibt die Lage damit angespannt.

Beide Segmente unter dem Vorjahr

Von Januar bis September 2026 kamen laut CIVD 57.890 Reisemobile neu auf die Straße. Das sind 7,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025. Bei den Caravans fällt das Minus etwas kleiner aus: 15.396 Wohnwagen wurden seit Jahresbeginn neu zugelassen, 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Reisemobile bleiben trotz des Rückgangs das deutlich stärkere Segment. Auf jeden neuen Wohnwagen kommen fast vier neue Reisemobile.

Die wichtigsten Monate fallen schwach aus

Der Rückgang zeichnet sich schon seit dem Sommer ab. Im Juli lagen die Neuzulassungen mit 6.265 Fahrzeugen 16,4 Prozent unter dem Vorjahr. Im August fiel das Minus mit 22,3 Prozent (4.287 Fahrzeuge) noch größer aus. Über das gesamte dritte Quartal kamen 14.037 Reisemobile neu auf die Straße, 22,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Bei den Wohnwagen fällt der Rückgang geringer aus. Im September wurden 1.044 Caravans neu zugelassen, 18,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (1.278). Im Juli hielt das Segment mit 2.055 Fahrzeugen noch genau das Vorjahresniveau. Im August brachen die Zahlen dann um 20,8 Prozent auf 1.141 Einheiten ein. Das dritte Quartal schließt damit mit 4.240 Caravans und einem Minus von 11,1 Prozent.

Wer die Zahlen bewertet, sollte die Ausgangslage mitdenken. Der September 2025 war bei den Reisemobilen der stärkste September der vergangenen vier Jahre. Ein Teil des Minus geht also auf den hohen Vergleichswert zurück. Trotzdem zeigt der Rückgang über drei Monate in Folge, dass die Nachfrage nach Neufahrzeugen im Moment nachlässt.

Volle Händlerhöfe bremsen den Markt

Die Zahlen passen zur aktuellen Lage im Markt. Es gibt nach wie vor ein Überangebot an Fahrzeugen. Da zu wenig gekauft wird, stehen ältere Modelle weiter bei den Händlern. Solange diese Fahrzeuge nicht verkauft sind, dürften auch die neuen Modelle schwerer Abnehmer finden. Die schwachen Sommermonate zeigen, dass sich die Situation so bald nicht entspannen dürfte.

Fazit