Camping war früher der Inbegriff des günstigen Urlaubs – Zelt aufschlagen, Schlafsack ausrollen, fertig. Doch diese Zeiten sind vorbei. Heute gibt es Campingplätze mit Privatpools, Spa-Bereichen und Gourmet-Restaurants. Und die Preise? Die haben sich in einigen Ländern fast verdoppelt, das zeigt eine aktuelle Preisanalyse vom Campingplatzspezialisten ACSI. Warum das so ist und ob sich der Luxus noch lohnt, erfahren Sie hier.
Kroatien ist Europas teuerstes Camping-Ziel
Kroatien führt die Liste der teuersten Camping-Destinationen in Europa an. Eine Nacht für eine vierköpfige Familie kostet hier 78,28 Euro* laut ACSI– fast doppelt so viel wie in Deutschland. Seit 2020 sind die Preise um knapp 70 % gestiegen.
Der Grund: Viele Plätze haben massiv in Luxus investiert. Privatpools am Stellplatz, hochwertige Sanitäranlagen und Unterhaltungsprogramme für Kinder sind keine Seltenheit mehr. Wer hier bucht, zahlt nicht für einen einfachen Platz, sondern für ein Rundum-sorglos-Paket mit Resort-Charakter.
Doch Kroatien ist nicht allein. Auch in der Schweiz (61,33 Euro) und Slowenien (60,14 Euro) sind die Preise in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Selbst in Norwegen (53,82 Euro) hat sich der Preis seit 2020 fast verdoppelt. Nachhaltigkeit und Komfort haben ihren Preis – und den zahlen die Gäste offenbar gerne.
Deutschland bleibt bezahlbar – und wird zum Geheimtipp
Während die Preise in Südeuropa und Skandinavien explodieren, bleibt Deutschland erstaunlich stabil. Mit 40,82 Euro pro Nacht liegt das Land nur knapp über dem EU-Durchschnitt von 38,60 Euro. Seit 2020 sind die Preise hier zwar um 27,9 % gestiegen, aber im Vergleich zu Kroatien oder Norwegen wirkt das fast schon moderat.
Warum campen dann immer mehr Europäer in Deutschland? Die Plätze hier sind modern, gut ausgestattet und bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Niederländer, Schweizer und Dänen haben das längst erkannt.
Lohnt sich Luxus-Camping? Ein Vergleich der Kosten
Die Frage, die sich viele stellen: Ist der hohe Preis für Luxus-Camping gerechtfertigt? Für 78,28 Euro in Kroatien bekommen Sie nicht nur einen Stellplatz, sondern oft auch:
- Einen Privatpool oder Zugang zu einem Wellness-Bereich
- Hochwertige Sanitäranlagen mit Duschen und Waschmaschinen
- Unterhaltungsprogramme für Kinder und Erwachsene
- Gourmet-Restaurants oder Lieferdienste direkt auf dem Platz
Wer auf diese Extras verzichten kann, findet in Polen (24,19 Euro) oder Tschechien (28,52 Euro) noch günstige Alternativen. Hier gibt es zwar keinen Pool, aber Natur pur und ein authentisches Camping-Erlebnis.
*Die Preise berechnet ACSI wie folgt: Hochsaison, 2 Erwachsene + 2 Kinder, Caravan/Wohnmobil, Strom, Kurtaxe





