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Campingbus oder Sonderfahrzeug selbst ausbauen

Digitale Inspiration für Wohnmobil-Selbstausbauer

Weiße "Standard"-Wohnmobile sind nichts für Sie? Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie einen Bus oder eine Wohnkabine selbst zum Wohnmobil ausbauen. Diese Websites helfen Ihnen beim Selbstausbau.

Zwar bieten Wohnmobil-Hersteller unzählige Modelle an, doch unterscheiden sich die Grundrisse bei den Marktführern oft nicht großartig voneinander und viele Marken bieten oft identische Grundrisse. Das liegt unter anderem an einem gemeinsamen Baukasten-System großer Hersteller, was bedeutet, dass baugleiche Grundrisse bei unterschiedlichen Herstellern unter anderem Namen laufen.

Für Sie ist da einfach nicht das Richtige dabei? Oder Sie sind ein/e Macher*in und DIY-Freund*in? Dann ist ein selbstausgebautes Wohnmobil wahrscheinlich die bessere Wahl für Sie. Selbst-AUS-gebaut bedeutet in diesem Fall, dass Sie das Wohnmobil nicht von Grund auf selbst auf ein Fahrzeugchassis bauen. Alles beginnt mit einem leeren Transporter, einer Wohnkabine für ein LKW-Chassis oder ein Sonderfahrzeug, das Sie als Basisfahrzeug nutzen. So stehen die Dimensionen für Ihr Fahrzeug schon einmal fest und Sie können sich voll auf die Aufteilung konzentrieren und müssen an der Karosserie nur noch vergleichsweise kleine Änderungen vornehmen.

Als Inspiration für Modelle Marke Eigenbau finden sich unzählige Blogs, Influencer und Hashtags (#vanlife, #DIYcamper) im Netz. Wenn man so viel Blut, Schweiß und Tränen in ein Fahrzeug gesteckt hat, möchte man es eben der Welt präsentieren. Oft verraten die Eigentümer dann auch, wie sie es gemacht haben.

Aus der großen Vielzahl an tollen Selbstausbauten im Internet haben wir für Sie die besten Anlaufstellen herausgefiltert. Auf diesen Websites finden Sie neben hübschen Fotos grundsätzliche Infos und Tipps zum Thema Selbstausbau, da hier nicht nur einzelne Beispiele gezeigt, sondern auch Basiswissen und Profi-Tipps verraten werden.

1. Der (Fast-)Profi: Wohnmobil-Selbstausbau.com

Ulrich Dolde hat sich 2008 ein Mercedes 914 Allrad-LKW angeschafft und diesen zu einem Expeditionsmobil ausgebaut. Über die Jahre hat er weitere Dinge an seinem Fahrzeug optimiert und das LKW-Chassis 2018 noch einmal ersetzt. 2010 entschloss sich Dolde, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für seinen Ausbau in Buchform herauszubringen. Mittlerweile gibt es davon die vierte Ausgabe mit 510 Seiten Lesestoff.

Da Ulrich Dolde erkannt hat, dass seine Leser oft auch Fragen zu ihrem eigenen Fahrzeug haben, beschloss er auf seiner Website wohnmobil-selbstausbau.com Webinare zum Thema Selbstausbau anzubieten und in diesen allgemeine Tipps zu geben. Wem das noch zu allgemein ist, der kann sich in einer privaten "Sprechstunde" an Ulrich Dolde wenden. Für 69,90 Euro pro Stunde erhält man dann ein ganz individuelles Ausbaucoaching am Telefon oder per Skype.

Der Autor betont auf seiner Website, dass er keineswegs ein Spezialist sei und lediglich seine Meinung zu Problemstellungen äußere. Von den vielen Arbeitsstunden am eigenen Fahrzeug habe er so viel Erfahrung gesammelt, dass er einfach viele Tipps hat, angefangen von der richtigen Verkabelung bis hin zur passenden Aufteilung. In einer großen Fahrzeuggalerie, sammelt Dolde ihm zugesandte Fahrzeugbilder und Infos, die als Inspiration dienen können.

Weitere Infos unter: wohnmobil-selbstausbau.com

2. Die Community: Facebook-Gruppen

Ebenfalls eine tolle Anlaufstelle für Ratschläge und Hilfestellungen sind Facebook-Gruppen wie "Wohnmobile & Wohnwagen Selbstausbau und Selbsthilfe" oder "Wohnmobile - selbst gebaut" oder "Wohnwagen Wohnmobile Umbau Tipps und Tricks". In den Gruppe wird auf das "Schwarmwissen" der Mitglieder gesetzt – heißt: hat man eine Frage zu irgendeinem Sachverhalt rund ums Thema Selbstausbau, wird einem hoffentlich schon einer aus der Gruppe helfen können. Bei über tausend Mitgliedern liegen die Chancen gut, dass man hier jemand anderen findet, der oder die schon einmal vor einem ähnlichen Problem stand und Hilfe anbieten kann. In den Gruppe herrscht immer ein reger Austausch. Wenn man einen komplizierten Schritt gemeistert hat, kann man diesen Erfolg ebenfalls mit der Community teilen. Das hilft eventuell denjenigen, die sich nicht so recht trauen den nächsten Schritt bei ihrem Projekt auszuführen.

3. Das Planungstool: Vanspace 3D

Eine ganz unpersönliche, dennoch eine große Hilfe, können Planungstools sein. Selbst Anfänger im Umgang mit Computern sollen mit der Software von Vanspace 3D klar kommen. Auf der Website kann man sich im Moment für 19 Dollar (regulär 39 Dollar) das Programm runterladen und ein Jahr lang nutzen. Vanspace bezieht sich, wie der Name schon suggeriert, allerdings nur auf Campingbusse. Zu Beginn wählt man einen Bus oder Transporter als Basis für seinen Ausbau aus. Dabei ist es egal, ob man vor dem Kauf eines Fahrzeugs steht und das Tool als Entscheidungshilfe nutzt oder man schon ein Fahrzeug besitzt und eben jenes jetzt auswählt. Alle Vorgänge funktionieren per "Drag and Drop", also nur einzelne Mausklicks. Es wird nicht programmiert. Im zweiten Schritt plant man einen Grundriss für sein Fahrzeug und kann dann aus einer großen Auswahl von Möbeln auswählen und mit ihnen unterschiedliche Aufteilungen simulieren. Die Abmaße der Möbel entsprechen dabei den tatsächlichen Größen, die für das Fahrzeug benötigt werden. Egal ob Sie die Möbel für Ihren Bus kaufen, selbst bauen oder schreinern lassen, können Sie also diese Maße als Vorgabe nutzen. Durch den fertig aufgebauten Campingbus kann man am Ende der Arbeit virtuell "hindurchlaufen" und sich noch einmal ansehen, ob einem der Grundriss so in der Realität zusagen würde. Zur Erklärung wie das Programm funktioniert, haben die Betreiber der Website Erklärvideos hochgeladen, die jeden Schritt beschreiben.

Weitere Infos unter: vanspace3d.com/home-v3d

4. Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Video: Youtube

Auf Youtube gibt es massenhaft Videos zum Thema "Wohnmobil Selbstausbau". Das ein oder andere Video kann sicherlich hilfreich für den eigenen Ausbau sein, da es einem die Umbau-Schritte genau vor Augen führt. Bei Youtube muss man sich allerdings durch diese Videoflut durchwühlen, um ein passendes und auch gutes Video zu finden. Allzu oft landet man nur bei irgendwelchen "Influencern" auf dem Kanal, die eine "Roomtour" durch ihr ausgebautes Wohnmobil zeigen, das womöglich gar nicht von ihnen selbst ausgebaut wurde. Am besten achten Sie hier auf die genaue Beschreibung des Videos. Ein weiterer Hinweis sind die Aufrufe, sind diese entsprechend hoch, kann das Video ja nicht so schlecht sein. Ob es allerdings das Gesuchte zeigt, sieht man erst bei einem kurzen Blick ins Video. Ein Vorteil bei Youtube ist, dass man die Videos erst einmal sammeln und dann "später ansehen" kann. So kann man eine eigene Wiedergabeliste für Selbstausbauten erstellen. Auf unserer Wiedergabeliste stehen als #inspo ganz weit vorne die Channels von Passport Diary, Fräulein Öko, Hermann-Unterwegs.de, Turnschuhheizer und Pommes Män bastelt.

5. Tipps bei promobil

Zu guter Letzt ist auch promobil eine gute Anlaufstelle für Selbstausbauer. Auf promobil.de haben wir eine ganze Sammlung an Artikeln zum Thema Selbstausbau. Hier finden Sie viele Artikel von selbstausgebauten Fahrzeugen unserer Leser und diesen Artikel mit 11 Tipps zum individuellen Campingbus-Ausbau. Doch wir Redakteure sind nicht die einzigen Personen mit guten Ratschlägen auf unserer Website. Im promobil-Forum gibt es eine große Community, die sich mit allen Bereichen des Wohnmobils beschäftigt. Dort gibt es einen Thread mit dem Titel "Selbermachen – Tipps und Tricks", der wiederum in viele kleine Einzelthemen aufgegliedert ist. Als angemeldeter User kann man auch selbst ein neues Thema beginnen und Fragen an die Community stellen.

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