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Wohnmobil-Städtetour nach Wien

Fünf gute Gründe für die Donau-Metropole

Hofburg mit Prinz-Eugen-Denkmal in Wien Foto: Wien Tourismus/Peter Rigaud, Lois Lammerhuber, Karl Thomas, MAXUM, Popp & Hackner 11 Bilder

Paläste, Kirchen, Kaffeehauskultur und eine Portion Wiener Schmäh – Mehr als 2000 Jahre Geschichte prägen Österreichs Hauptstadt. Dort spürt man noch heute den Hauch der großen Vergangenheit.

Prunkvolle Barockbauten, rauschende Bälle, Etikette mit Handkuss und österreichischem Charme – diese Stadt bietet eine ungeheure Fülle an Sinneseindrücken. Im Kaffeehaus schlürfen wir zur Klaviermusik einen Großen Schwarzen oder eine Melange und fühlen uns wie zu Zeiten der k. u. k.-Monarchie. Jahrhundertelang wurde in Wien imperiale Politik gemacht, 640 Jahre lang regierten die Habsburger von hier aus ein Weltreich. Sie haben damit das Stadtbild bis heute geprägt.

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Erster Wohnmobilstellplatz in Wien

Die Hofburg im Stadtzentrum war bis 1918 Residenz und Schaltzentrale der Habsburger Kaiser. In 18 Gebäuden mit 2600 Räumen waren rund 5000 Menschen beschäftigt – heute beherbergt die prächtige Anlage unter anderem das Ephesos- und das Museum für Völkerkunde, zudem ist sie repräsentativer Sitz des Bundespräsidenten. Und zur Ballsaison heißt es im Redoutensaal wie in vielen anderen Wiener Palais: „Alles Walzer!“

Eine weitere Residenz der Habsburger zählt zu Wiens größten Sehenswürdigkeiten: Schloss Schönbrunn mit seinen 1441 Räumen (viele davon können besichtigt werden), dem großen Park samt Palmenhaus und dem ältesten Zoo der Welt, der 1752 unter Kaiserin Maria Theresia errichtet wurde. Belvedere, Burgtheater, Albertina, Staatsoper, an weiteren imposanten Gebäuden herrscht kein Mangel – bringen Sie viel Zeit mit! www.wien.info

Wiener Prater in Wien Foto: Wien Tourismus/Peter Rigaud, Lois Lammerhuber, Karl Thomas, MAXUM, Popp & Hackner
Hoch hinaus: Auf dem Wiener Prater locken jede Menge Attraktionen.

Kinder jauchzen, es duftet verlockend von Würstelständen und aus den Cafés. Mit einem gemächlichen Tempo von 2,7 km/h dreht sich das historische Riesenrad, aus bis zu 64,75 Meter Höhe hat man einen großartigen Blick über die Stadt. Der klassische Vergnügungspark Prater gehört zu Wien wie die Hofburg und die Kaffeehäuser, und das bereits seit ewigen Zeiten.

Ursprünglich war der Prater ein kaiserliches Jagdgebiet in den Auen der Donau (das lateinische „pratum“ bedeutet Wiese oder Fluss), schon im 16. Jahrhundert wurde hier eine Kastanienallee angelegt. 1766 schenkte Kaiser Josef II. der Bevölkerung das Areal als Erholungsgebiet. Heute warten rund 250 Attraktionen auf kleine und große Kinder: Vom Geisterschloss über den Praterzug, Aqua Gaudi, Planetarium und Apollo 12 bis zum Prater Museum wird jede Menge Abwechslung geboten. Allem voran natürlich das ehrwürdige Riesenrad – es bietet sogar Luxusgondeln fürs Dinner zu zweit. www.praterservice.at

Stephansdom in Wien Foto: Wien Tourismus/Peter Rigaud, Lois Lammerhuber, Karl Thomas, MAXUM, Popp & Hackner
Stephansdom: Sein 137 Meter hoher Südturm ragt weit über die Skyline der Stadt hinaus.

Von den Wienern wird er auch schon mal ganz liebevoll „Steffl“ genannt – dabei ist der Stephansdom wahrlich kein Kleiner. Sein 137 Meter hoher Südturm ragt weit über die Skyline der Stadt hinaus und ist eins der Wahrzeichen von Wien; er gilt als bedeutendstes Bauwerk der Gotik in ganz Österreich und zählt zu den höchsten Sakralbauten Europas. Wer die 343 Stufen zur Türmerstube emporklettert, wird mit einem herrlichen Blick über Wien belohnt.

Das heutige Erscheinungsbild des Doms geht auf verschiedene Bauabschnitte vom 12. bis zum frühen 16. Jahrhundert zurück, einen großen Anteil an seiner Gestaltung hatten die Habsburger. Die Heidentürme, das spätromanische „Riesentor“, der Nordturm mit seiner 1951 gegossenen, 21 Tonnen schweren Glocke „Pummerin“ (per Aufzug kann man zur Besichtigung hochfahren), das Hochgrab Kaiser Friedrichs III. und vieles Sehenswerte mehr lohnen einen Besuch. Zudem finden täglich bis zu zehn Gottesdienste statt. www.stephanskirche.at

Café Demel in Wien Foto: Wien Tourismus/Peter Rigaud, Lois Lammerhuber, Karl Thomas, MAXUM, Popp & Hackner
Für Wien-Urlauber ein Highlight, das man zumindest einmal besucht haben muss: das Wiener Kaffeehaus.

Für die Einheimischen ist es ein zweites Wohnzimmer, für Künstler und Literaten eine Institution und für Wien-Urlauber ganz einfach ein Highlight, das man zumindest einmal besucht haben muss: das Wiener Kaffeehaus. Rund 800 gibt es in der Stadt, 150 davon im klassischen Stil mit Holzfußboden, kleinen Marmortischchen und plüschigen Bänken, die Bedienung trägt natürlich Schwarz-Weiß. Im Kaffeehaus wird Zeitung gelesen, diskutiert, meditiert, Billard oder Schach gespielt und, natürlich, auch Kaffee und Kuchen genossen. Es sei „eine Art demokratischer, jedem für eine billige Schale Kaffee zugänglicher Klub“, hat Stefan Zweig einmal geschrieben.

Große Namen werden mit den bekanntesten Adressen in Verbindung gebracht. Im Café Museum in der Nähe des Naschmarkts etwa saßen, tranken und diskutierten zur vorletzen Jahrhundertwende Kreative wie Gustav Klimt, Egon Schiele, Joseph Roth, Oskar Kokoschka und Elias Canetti. Kaum ein namhafter Schriftsteller oder Schauspieler, der nicht bisweilen im Café Central in der Herrengasse vorbeischaute. Genossen wurden gestern wie heute Dutzende leckere Kaffeespezialitäten, vom Kapuziner (Mokka mit Sahne) bis hin zum kräftigen Fiaker (Mokka mit Rum) – probieren Sie’s doch einfach mal aus! www.wiener-kaffeehaus.at

Spanische Hofreitschule in Wien Foto: Wien Tourismus/Peter Rigaud, Lois Lammerhuber, Karl Thomas, MAXUM, Popp & Hackner
Spanische Hofreitschule: Man legt Wert auf Harmonie zwischen Reiter und Pferd.

Das „Ballett der weißen Hengste“ zählt zu den eindrucksvollsten Erlebnissen, die Pferdefreunde von ihrem Wien-Besuch mitnehmen können. In der Spanischen Hofreitschule präsentieren die berühmten weißen Lipizzanerhengste klassische Reitkunst wie „Pas de deux“ und „Große Schulquadrille“. Die Vorführung findet statt in der barocken Winterreitschule sowie auf der Sommerreitbahn, das Besucherzentrum am Michaelerplatz ist täglich geöffnet.

Ihre Stallungen haben die Lipizzaner in einem der berühmtesten Renaissance-Gebäude der Stadt, der Stallburg. Alljährlich findet hier die Fête Impériale statt, ein großer Sommerball, dessen Reinerlös der Zucht dieser ältesten Kulturpferderasse Europas zugutekommt. www.srs.at

Auf dem Wiener Naschmarkt lässt sich die Reisemobilküche ganz hervorragend auffüllen: Der Naschmarkt ist der größte und schönste Markt der Stadt mit riesigem Angebot an frischen Lebensmitteln (tgl. außer sonntags). Dazu gehört auch ein Flohmarkt.
www.wienernaschmarkt.eu

Anreise: Aus Deutschland fährt man entweder über Regensburg und Passau nach Linz (A8/E56) und dann weiter auf der A1/E60 bis Wien. Oder via München nach Salzburg und von da auf der A1/E60 bis Wien. Achtung: Alle Autobahnen in Österreich sind gebührenpflichtig, Vignetten gibt es unter anderem direkt an den Grenzübergängen und an Tankstellen.

Auskunft: Tourist-Info Wien, Albertinaplatz/Ecke Maysedergasse, geöffnet tgl. 9–19 Uhr, Telefon 0043/124555, www.wien.info/de

Attraktionen in Wien

  • MuseumsQuartier: Im riesigen Komplex der ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen
    locken diverse Museen, Kulturangebote und Cafés – absolut sehenswert! www.mqw.at
  • Albertina: Eine der größten grafischen Sammlungen weltweit und Prunkräume sieht man im alten Palais. www.albertina.at
  • Belvedere: Architektonisches Meisterwerk im Stil des Schlosses von Versailles, mit vielen Sammlungen und Park. www.belvedere.at
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