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Niesmann+Bischoff iSmove (2021) Ingolf Pompe
Niesmann+Bischoff iSmove (2021)
Niesmann+Bischoff iSmove (2021)
Niesmann+Bischoff iSmove (2021)
Niesmann+Bischoff iSmove (2021) 18 Bilder

Niesmann + Bischoff iSmove mit 3,5 t

Neuer iSmove 6.9 E (2021) mit 3,5 Tonnen Kompakter Luxus-Integrierter

Niesmann+Bischoff erweitert seine Modellpalette um einen Integrierten mit einem maximalen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Der iSmove soll die Aspekte eines kompakten Wohnmobils mit Luxus verbinden.

Seit gut zwei Jahren spukt Niesmann + Bischoff-Chef Hubert Brandl dieses Projekt schon im Kopf herum. "Wir brauchten einfach ein leichteres Modell. Unser angestammtes Segment über 3,5 Tonnen wächst nicht mehr, ist im Ausland sogar rückläufig. Und junge Leute dürfen Arto und Flair führerscheinbedingt oft nicht mehr fahren." Ein kleiner, leichter Integrierter soll also das Angebot der Marke nach unten erweitern. Doch nur den Arto auf Diät zu setzen, das wäre zu einfallslos gewesen. Auch mit dem Teilintegrierten Smove teilt sich der Neue kaum mehr als den Namen. Der iSmove ist ein eigenständiges Modell geworden, mit markentypischer DNA: angeschärftes Design, coole Ideen, schickes Interieur.

Niesmann+Bischoff iSmove (2021)
Ingolf Pompe
Unkonventionell in Farb- und Materialwahl: dunkelgrauer Dachhimmel, weicher Akustik-Filz an den Wänden. Nur die Klappen sind mit Holzdekor beschlagen, hier als echtes Walnuss-Furnier.

Nach einem guten Jahr mit über 23.000 Entwicklungsstunden steht da ein Integrierter, dem die Verwandtschaft ins Gesicht geschrieben ist, der aber seine eigene Linie findet. Der dynamische Bug, die runden Dachkanten und ein nach oben leicht eingezogenes Heck nehmen der Kabine alles Schuhkartonhafte. Die knallig-roten Anbauteile muss man nicht haben; es gibt sie auch in Grün, Blau, Schwarz oder – schlichter – in Wagenfarbe. Im Fall unseres Fotomodells ein helles Grau aus der Lackpalette von Porsche, intern Eifelgrau genannt.

Genug Zuladung dürfte tatsächlich auch bei 3,5 Tonnen Gesamtgewicht bleiben. Denn ja, der iSmove ist wirklich kleiner als der Arto, schmaler und niedriger vor allem, was der Hauptgrund dafür wäre, warum der Neue nur 2890 Kilo Leergewicht auf die Waage stemmen soll. Wo die übrige Gewichtsersparnis herkommt, verrät Brandl nur andeutungsweise, um den Wettbewerb nicht schlauer zu machen.

Die neue Hubbettkonstruktion ist etwa 30 Kilogramm leichter als bisher. Die GfK-Teile am Heck und am Bug bringen noch mal etliche Pfunde, ein paar auch die Aluschürzen. Der selbsttragende Garagenboden macht eine schwere Rahmenverlängerung überflüssig. Die gewichtige Bleibatterie ersetzt serienmäßig ein Lithiumakku. Plexiglaswände zum Abtrennen der Dusche spart man sich. Zudem gibt es nur einen flachen Teildoppelboden. Dagegen knausert Niesmann + Bischoff nicht beim Aufbau, der wie bei Arto und Flair aus beidseitig mit Alu beplankten Sandwichplatten konstruiert ist.

Einfallsreiche Lösungen für Bett, Küche und Bad

Niesmann+Bischoff iSmove (2021)
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Auf den Betten können sich auch größere Personen langmachen. Ringsum verlaufen Hängeschränke, geschmackvoll illuminiert.

Die zwei Grundrisse des iSmove sind 6,99 (mit Einzelbetten) und 7,29 Meter (Queensbett) lang. Auf den ersten Blick muten die Aufteilungen eher konventionell an. Beim 6.9 E strecken sich hinten die Einzelbetten auf 200 bzw. 207 Zentimeter, davor stehen Küche und Bad, im Bug die Sitzgruppe und über dem Cockpit ein Hubbett. Hubbett? Moment. Da fängt der Bruch mit den Konventionen auch schon an, denn die Schwebeliege ist so dezent in den Dachhimmel integriert, dass sie zunächst kaum auffällt und auch nicht stört. Der Kompromiss: Mit 1,30 Meter Breite ist die Liegefläche nicht riesig.

Voll im Trend liegt die Längsbank-Sitzgruppe, die den Raum öffnet und viel Bewegungsfreiheit im Eingangsbereich zulässt. Sie passt gut in den Wagen mit seiner reduzierten Breite, und anders als im Smove nervt hier auch keine Stufe. Die Sitzfläche des linken Sofas ist drehbar, so dass hier zwei Gurtplätze in Fahrtrichtung entstehen, sobald man das Polster vor der Badwand ausgezogen und zwei Kopfstützen eingesetzt hat. Eines von sieben Patenten, die der iSmove für sich beansprucht.

Ein echtes Schmuckstück ist die Pantry. Die gläserne Kocherabdeckung lässt sich über den Gang ziehen; so wird aus dem kompakten Block im Nu eine praktische Winkelküche. Der Kühlschrank, ungewöhnlich, aber übersichtlich beladbar als Schublade gestaltet, sorgt via Kompressor für 138 Liter Frische. Ganz hinten grenzt eine halbhohe Theke an, die die Sichtachse ins Heck freigibt, sich aber auch elektrisch anheben lässt und sich dabei als Apothekerschrank entpuppt. Damit – und mit der gegenüberliegenden Schiebetür – ist bei Bedarf das ganze Schlafzimmer abtrennbar.

Niesmann+Bischoff iSmove (2021)
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Schneidbrett und ausziehbare Glasplatte verwandeln den Küchenblock in einen praktischen Kochwinkel.

Mit seiner Wandlungsfähigkeit verblüfft auch das Bad. Die rechte Innenwand ist samt Waschbecken zur Seite schiebbar und macht so Platz für eine ansprechend große Dusche. Damit der Radkasten die Standfläche nicht einschränkt, wählt N + B extra ein Chassis mit längerem Achsabstand. Weil sämtliche Oberflächen wasserfest sind, braucht es weder einen Vorhang noch andere Abtrennungen.

In technischer Hinsicht hat der kleine iSmove große Ambitionen. 200 Liter bunkert der Frischwassertank. Ein 50-Liter-Gas- und ein 120-Liter-Fäkaltank verlängern bei Bedarf die Serviceintervalle – ungewöhnliche Optionen für die Klasse. Die Beleuchtung kommt Nutzern mit praktischen Funktionen entgegen. Betritt man den Innenraum, heißt einen das Ambientelicht willkommen; muss man mal raus nachts, geht via Bewegungsmelder das Nachtlicht an. Im Cockpit baut N + B Dockingstationen für iPad und iPhone ins Armaturenbrett ein, außerdem Schubladen und induktive Ladeschalen.

Viele neue Ideen mit großem Haben-wollen-Potenzial. Die haben auch ihren Preis. Bei etwa 90.000 Euro geht’s los.

Wohnraumdesign – Ganz nach Belieben

Umfassend individualisieren lässt sich das Interieur des iSmove. Für die Oberschränke gibt es Klappen in Walnuss, heller Eiche und Weiß. Dieselben Dekore stehen für die Schubladenfronten zur Wahl. Das Kopfende der Betten ist in Carbonoptik, in Petrol, Olive und Creme erhältlich. Drei Stoffe und drei Lederfarben sind als Grundpolster wählbar. Zwölf Rückenkissendekore lassen sich darauf abstimmen. In Summe ergibt das mehrere tausend Kombinationsmöglichkeiten für einen Wohnraum ganz nach dem persönlichen Geschmack der Eigner.

Niesmann+Bischoff iSmove 6.9 E

Niesmann+Bischoff iSmove (2021)
promobil
Ein klassischer Grundriss auf sieben Meter Länge. Bequem gepolsterte Längsbänke.

Preis: ab 90.870 Euro (19 % MwSt.)
Basis: Fiat Ducato, Vorderradantrieb, Alko-Tiefrahmen, ab 103 kW/140 PS
Gesamtgewicht: 3500 kg
Länge/Breite/Höhe: 6995/2278/2835 mm
Empfohlene Personenzahl: 2–4
Baureihe: Der iSmove ist die vierte Baureihe von Niesmann + Bischoff. Es gibt zwei Grundrisse, einen mit Einzelbetten, einen mit Queensbett im Heck. Beide haben optional bis zu fünf Gurt- und vier Schlafplätze.

Niesmann + Bischoff
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