Gehocab Wohnkabine Jeep (2021) Gehocab
Gehocab Findus (2021)
Gehocab Findus (2021)
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Gehocab Findus (2021) 5 Bilder

Gehocab Fiete, Findus und Hekla (2021): Karbon-Wohnkabinen

Gehocab Fiete, Findus und Hekla (2021) Karbon-Kabinen für Wrangler, G-Kasse, Bronco & Co.

Die Gehocab-Wohnkabine passt nun auf noch mehr Basisfahrzeuge als den VW Amarok. Es gibt Versionen der fest angebauten Karbon-Konstruktion für kompakte 4x4-Camper bis hin zu großen Pick-ups.

Die Firma Gehocab baute bisher ihre superleichte Wohnkabine aus Karbon nur auf den VW Amarok – der dann zum Luxus-Pick-up-Camper Gehocab Kora wird (hier zum Praxistest). Fürs Modelljahr 2021 kündigt der Hersteller an, sein Portfolio dramatisch zu erweitern. Die schicke Kora bekommt gleich einen ganzen Schwung Geschwister mit den Modellen Hekla, Fiete und Findus.

Werkstoff aus der Luft- und Raumfahrttechnik

Der ganzen Wohnkabinen-Familie gemeinsam ist der ultraleichte Aufbau aus Raumfahrt-Karbon. Die Wände der Kabine werden fest mit dem Basisfahrzeug verbunden – es handelt sich hier also nicht um eine Aufsetzkabine im eigentlichen Sinne, da man sie nicht mehr auf- und absetzen kann. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die gesamte Konstruktion sieht nicht nur aus wie aus einem Guss, sondern fährt sich auch so. Der Nachteil: Das umgebaute Fahrzeug ist dann nur noch als Wohnmobil nutzbar.

Gehocab Findus (2021)
Gehocab
Viele Fenster und die fest mit dem Basisfahrzeug verbundene Kabine machen die Gehocab-Expeditionsmobile aus.

Weiteres Markenzeichen von Gehocab ist ein langer Alkoven über dem Fahrerhaus, in dem das Hauptbett untergebracht ist. Außerdem gibt es sehr viele Fenster in der Kabine, sodass viel Tageslicht ins Innere dringt. Der größte Unterschied zwischen den drei neuen Kabinen-Konstruktionen ist, für welche Radstand-Größe sie sich eignen.

Hekla: Das große Weltreisemobil

Die größte Wohnkabine von Gehocab nennt sich Hekla und eignet sich für große Pick-ups mit einem Radstand ab 3,75 Metern. Die Breite der Kabine variiert zwischen 2,10 und 2,25 Metern. In die Länge reckt sich Helka zwischen 5,25 und 6 Meter. Auf diesen Maßen sollen bis zu fünf Personen schlafen, wohnen und reisen können. Neben dem Bett im 1,05 Meter hohen Alkoven, das 2 x 2,10 Meter groß ist, bietet die umgebaute Dinette im Heck eine weitere Liegefläche.

Autarkie steht bei der Gehocab Helka hoch im Kurs. Ihre Bordtechnik umfasst einen mindestens 250 Liter großen Frischwassertank, wobei die Tanks frostsicher eingebaut sind. Für Strom sorgen 1000-Ah-LifePo4-Akkus und eine 1.200-WP-Solaranlage. Eine Klimaanlage ist ebenfalls an Bord.

Doch nicht nur die Technik macht aus dem Pick-up ein Fahrzeug für lange Touren, auch die großzügige Wohnausstattung sorgt für ein zweites rollendes Zuhause. Die L-förmige Küche auf der Beifahrerseite ist mit einem Dreizonen-Induktionsfeld ausgestattet, einem 90-Liter-großen Kühlschrank, 65-Liter-Gefrierschrank, einem Backofen und Dampfgarer. Der Küchenblock bietet drei Schubladen für Utensilien und einen Apothekerauszug.

In der Nasszelle der Hekla haben Kundinnen die Wahl zwischen Komposttoilette oder einer Schiffstoilette mit Schwarzwassertank. Auf Wunsch wird eine Waschmaschine eingebaut oder ein zwei Quadratmeter großer Außenstauraum für Fahrräder angebracht. Die Gehocab Hekla Wohnkabine wiegt 960 kg und kostet ab 197.000 Euro.

Findus: Wohnaufsatz für den 4x4-Pickup

Die Maße des Findus sind etwas kleiner: Diese Kabine eignet sich für Allrad-Pick-ups ab 3,25 Metern Radstand. Seine Länge beträgt 4,65 Meter, die Breite 1,90. Denkbar als fahrbarer Untersatz sind beispielsweise der Jeep Gladiator, der Toyota HZJ oder eine Mercedes G-Klasse mit verlängertem Radstand.

Gehocab Findus (2021)
Gehocab
Vor allem die vielen Fenster und die weißen Wände und Möbelfronten sorgen für einen hellen und großzügigen Raumeindruck.

Direkt an das Alkovenbett schließt sich im Gehocab Findus ein Sofa an. Es handelt sich hierbei um eine neu konstruierte Slide-In-Bank-Doppelbank. Sie wird über die umgelegten Rücksitze des Basisfahrzeugs geschoben und dient gleichzeitig als Durchstieg ins Fahrerhaus. Zusammen mit der Längssitzbank auf der Fahrerseite entsteht so eine L-Sitzbank. Entlang der Beifahrerseite steht eine Art Sideboard, in der die Kühlbox untergebracht ist, auf der beispielsweise die Kaffeemaschine ihren Platz findet.

Im Heck steht die Küchenzeile und auf der Fahrerseite ein Bad mit WC. Eine verschiebbaren Trennwand vergrößert bei Bedarf den Raum des Bads, beispielsweise, wenn man duschen möchte. Der Findus wiegt 527 kg und ist ab 134.850 Euro erhältlich.

Fiete: Kompaktkabine für Geländewagen und SUV

Die kleinste Kabine, Fiete, verwandelt Geländewagen wie Land Rover Defender, Mercedes G-Klasse, Jeep Wrangler und Ford Bronco in ein Gehocab-Wohnmobil. Ab der C-Säule des Fahrzeugs fügt sich die Kabine mit kurze Bodenlänge hinter der Fahrerkabine an. Die Fiete-Wohnkabine ist 3,95 Meter lang und 1,80 Meter breit. Die Stehhöhe beträgt 1,95 Meter. Möglich ist allerdings auch ein niedrigeres Dach, sodass die Gesamthöhe des Fahrzeugs unter 2,75 Meter beträgt, was wichtig ist bei der Containerverladung.

Trotz kompakter Maße soll Gehocab Fiete vollen Wohnkomfort für zwei Personen bieten. Kassetten-Toilette, aufklappbare Dusche und Küche sind ähnlich wie im Findus am Heck angeordnet. An die beiden Längsbetten mit 12 Zentimeter Komfortmatratze im Alkoven schließt eine Sitzbank an. Die Seitenbank besteht hier nur aus Platzgründen nur aus einem Sitz. Fiete wiegt 460 kg. Der Preis für die kleine Kabine liegt bei 104.500 Euro.

Fazit

Bei den Preise für die Kabinen handelt es sich um Nettopreise. Außerdem muss jeweils noch das Fahrzeug und der Umbau hinzugerechnet werden – ein ganz schöner Brocken, für den man allerdings auch ein außergewöhnliches Fahrzeug bekommt mit Werkstoffen aus der Luft- und Raumfahrttechnik.

Laut Gehocab verkaufen sich diese Luxus-Wohnkabinen großenteils ins Ausland, vor allem in Saudi-Arabien fanden die Gehocab-Wohnkabinen bislang viele Abnehmer. Die Serienproduktion der neuen Modelle startet ab Anfang 2021. Wäre schön, ab Fiete, Findus und Hekla dann auch mal in Deutschland in freier Wildbahn zu erblicken.