Stellplatz-Radar: 11.000 Stellplätze in einer App für iOS und Android.

Bäder im Wohnmobil – Ein Typen-Überblick

Vom Raumspar-Bad bis zum Hygiene-Tempel

Bad im Concorde Edition 35 Foto: Archiv 31 Bilder

Schon beeindruckend, wie viele Bad-Varianten es in Reisemobilen gibt. Für jeden Anspruch findet sich das passende – vom Raumspar-Bad bis zum Hygiene-Tempel.

  1. Ober- und Luxusklasse
  2. Mittelklasse
  3. Campingbusse
  4. Kommentar: Duschen im Mobil – Muss das sein?

Der Blick ins Bad steht selten an erster Stelle bei der Begutachtung eines Reisemobils. Wenn man ein Objekt ins Auge gefasst hat, sieht man sich oft zuerst das Schlafzimmer, dann die Sitzgruppe und anschließend meist noch die Heckgarage an. Schon klar, die wenigste Zeit des Urlaubs verbringt man tatsächlich im Bad, doch wie entspannt die Reise verläuft, hängt auch von der Gestaltung des Sanitärraums ab.

Ein ganz wichtiger Aspekt dabei ist die Unabhängigkeit: Sein eigenes Klo an Bord zu haben sorgt nicht nur für ein gutes Gefühl, sondern ist auch eine Art Freiheit. Doch die bieten nahezu alle Mobile. Entscheidend ist deswegen die Frage, wie man die Dusche nutzt. Kommt dafür prinzipiell nur das Mobil in Frage? Tut’s auch ein Waschlappen? Oder fährt man, weil’s unkomplizierter scheint, auch mal auf den Campingplatz? Sauber machen andere, und der Wassertank läuft auch nicht so schnell leer. Entscheiden Sie selbst; die Fülle an Bädern ist groß. Unsere Typologie der Reisemobilbäder soll Ihnen dabei helfen.

Luxus-Wohnmobil Featherlite Coaches
US-Liner mit Fernseher in der Dusche

1. Die Wellness-Oasen der Oberklasse

Die Top-Bäder dieser Kategorie sind Reisemobilen der Ober- und Luxusklasse vorbehalten. Und doch sind sogenannte Raumbäder längst kein Privileg der mobilen High Society mehr. Die raumsparenderen Lösungen haben sich mittlerweile sogar in der Einsteigerklasse durchgesetzt, wenn auch durchweg in den längeren Modellen. Ein Sanitärbereich über die gesamte Breite des Aufbaus bietet Komfort auf höchstem Niveau, beansprucht aber auch Platz.

Raumbad 1: Alle Funktionen in einem (Groß)Raum

Bad im Concorde Edition 35 Foto: Archiv
Raumbad 1: Bad und Ankleidezimmer im Concorde Edition 35
  • Beschreibung: Für die große Duschkabine, das Waschbecken und die Toilette ist ein eigener Raum reserviert. Position vor dem Schlafzimmer, üblicherweise mit Zugang zum Kleiderschrank
  • Vorkommen: Liner und Alkovenmobile der Ober- und Luxusklasse
  •  Außergewöhnlich üppiges Raumgefühl, hoher Komfort, von zwei Personen eingeschränkt gleichzeitig nutzbar. Abtrennbar vom übrigen Wohnraum.
     WC-Schüssel steht offen sichtbar im Raum, Bad beansprucht viel Platz.
  • Anspruch: Für Nutzer, die autark und ohne Komfortverzicht reisen wollen und grundsätzlich im Mobil duschen.

Raumbad 2: Klasse-Bad für zwei

breiter Sanitärtrakt hinter den Einzelbetten im Bug im Frankia A 740 Foto: Archiv
Raumbad 2: Breiter Sanitärtrakt Bad im Frankia A 740
  • Beschreibung: Hinter dem Fahrerhaus stehen sich die Dusche und der Toilettenraum mit Waschbecken und WC gegenüber, meist wird diese Badvariante kombiniert mit einer großen Rundsitzgruppe im Heck und Einzelbetten im Bug. Mehr Privatsphäre bieten Varianten mit in sich abgeschlossenem Toilettenraum, es gibt jedoch auch Varianten mit frei stehendem WC.
  • Vorkommen: Alkovenmobile, Liner und Integrierte der gehobenen Klasse.
  •  Viel Bewegungsfreiheit, hoher Komfort, gleichzeitige Nutzung durch zwei Personen. Trennt die Betten im Bug vom übrigen Wohnraum.
     Mobil meist nur von zwei Personen sinnvoll nutzbar, Anordnung beansprucht vergleichsweise viel Platz.
  • Anspruch: Für Paare, die möglichst autark reisen wollen und grundsätzlich im Mobil duschen.

Raumbad 3: Elegant und modern mit offenem Waschtisch

Ni + Bi Arto mit Viertelkreisdusche in Haushaltsgröße Foto: Archiv
Raumbad 2: Viertelkreisdusche im Niesmann + Bischoff Arto
  • Beschreibung: Das WC verschwindet hier in einem Extraraum. Gegenüber liegen die separate Dusche und daneben das offene Waschbecken, das zum Händewaschen so jederzeit zugänglich ist. Dieser Sanitärraum-Typ nimmt die ganze Mobilbreite ein und steht zwischen der Küche vorn und den Betten im Heck. Meist ist auch der Kleiderschrank von hier gut zu erreichen.
  • Vorkommen: Liner, Integrierte und Alkovenmobile der gehobenen Klasse.
  •  Gutes, angenehmes Raumgefühl, große Dusche, Bad von zwei Personen gleichzeitig nutzbar, als Ankleidezimmer mit Kleiderschrank-Zugang abtrennbar vom übrigen Wohnraum.
     Anordnung braucht viel Platz. Offene Dusche Geschmacksache.
  • Anspruch: Für Nutzer, die viel Wert auf Sanitärkomfort legen und regelmäßig im Mobil duschen.

Raumbad 4: Die Zweiraum-Lösung für (fast) alle Reisemobilklassen

Tür verbindet den WC-Raum mit der Dusche im Carthago Chic Foto: Archiv
Raumbad 4: Zweiraum aus WC und Dusche im Carthago Chic
  • Beschreibung: Waschbecken und WC sind zu einem Toilettenraum zusammengefasst. Gegenüber befindet sich die separate Dusche. Der Sanitärraum steht zwischen der Küche und dem Schlafzimmer im Heck. Sondervariante mit separatem Waschbecken vor dem Fußende des Queensbett.
  • Vorkommen: Integrierte und Alkovenmobile der Mittel- bis Luxusklasse, Teilintegrierte von der Einsteiger- bis zur gehobenen Mittelklasse.
  •  Als Ankleidezimmer mit Kleiderschrank- Zugang vom übrigen Wohnraum abtrennbar, gleichzeitige Nutzung durch zwei Personen möglich. Kompakteste Raumbad-Anordnung.
     Bewegungsfreiheit im Toilettenraum meist nicht übermäßig großzügig.
  • Anspruch: Für Nutzer, die meistens im Mobil duschen, aber dennoch ein kompakteres Mobil fahren möchten.
Badezimmerkomfort optimieren
14 DIY-Tipps von Praktikern

2. Die Raumspar-Lösungen der Mittelklasse

Riesengroß ist die Auswahl an Bädern in den Teilintegrierten, Integrierten und Alkovenmobilen der Einsteiger- und Mittelklasse. Von kompakt bis geräumig ist hier alles drin. Den Sanitärraum-Typen, die Platz sparen, ist gemein, dass sie „Ein-Raum-Bäder“ sind: Alle Funktionen teilen sich einen abgeschlossenen Bereich. Manche Typen sind heute weniger verbreitet als früher, weil sie zunehmend von den gefragteren Raumbädern verdrängt werden.

Variante 1: Eckbad längs im Heck

Drehtoilette vor separater Dusche beim Hobby Optima Foto: Archiv
Variante 1: Eckbad längs im Hobby Optima
  • Beschreibung: Der langgezogene Sanitärtrakt schmiegt sich seitlich an das französische Längsbett im Heck. Ganz hinten befindet sich entweder eine praktische Banktoilette oder eine abgetrennte Duschkabine. Vorn bei der Tür ist das – gelegentlich auch frei stehende – Waschbecken platziert.
  • Vorkommen: Teil- und Vollintegrierte von Einsteiger- bis Mittelklasse, selten Alkoven.
  •  Abhängig von der Aufteilung gutes Raumgefühl, bei separierter Dusche guter Spritzschutz für die angrenzenden Bereiche, Banktoilette gut zu reinigen, Grundrisse mit kompakter Außenlänge möglich.
     Besonders bei Versionen mit mittigem WC Bewegungsfreiheit nicht sonderlich üppig, keine Fahrradgarage im Heck realisierbar.
  • Anspruch: Für Nutzer, die gelegentlich die Dusche im Mobil benutzen und vor allem den bequemen Einstieg ins Längsbett schätzen.

Variante 2: Heckbad quer

Bad im Roller Team Zefiro mit viel Platz und Kleiderschrank links Foto: Archiv
Variante 2: Heckbad quer Roller Team Zefiro
  • Beschreibung: Bäder dieses Typs sind sehr geräumig, nicht selten breiten sie sich über das ganze Heck aus, oft mit integriertem Kleiderschrank. Die Zugangstür liegt meist zwischen zwei – dann nicht zum Doppelbett umbaubaren – Einzelbetten. Gelegentlich findet man solche Sanitärräume auch in Reisemobilen, die nur ein Hubbett haben.
  • Vorkommen: Teil- und Vollintegrierte der Mittel-, selten der Einsteigerklasse.
  •  Sehr gutes Raumgefühl, große separate Duschkabine, guter Spritzschutz, oft als Ankleidezimmer und auch gleichzeitig von zwei Personen nutzbar.
     Sanitärraum beansprucht viel Platz, nur selten mit Heckgarage kombiniert.
  • Anspruch: Für Reisemobilfahrer, die grundsätzlich im Mobil duschen wollen und denen ein vollwertiges Bad wichtiger ist als ein gemeinsames Doppelbett.

Variante 3: Mit Falttüren abtrennbare Dusche

Radkasten verschwindet im Doppelboden beim Hymer B DL Foto: Archiv
Variante 3: Abtrennbare Dusche im Hymer B-DL
  • Beschreibung: Sehr verbreitet in Reisemobilen aller Klassen sind raumsparende Bäder mit integrierter Dusche, die mittels Plexiglas-Paravents oder verschiebbarer -Rundtüren abtrennbar ist. Sie werden meist kombiniert mit einem oder zwei Betten im Heck, was wiederum eine Heckgarage ermöglicht.
  • Vorkommen: Teil- und Vollintegrierte sowie Alkoven von der Einsteiger- bis zur gehobenen Mittelklasse.
  •  Platzsparende Lösung, ermöglicht kompakte Grundrisse mit Garage, meist ordentliche Bewegungsfreiheit.
     Oft stört der hintere Radkasten, nicht von zwei Personen gleichzeitig nutzbar, Plexiglastüren u. U. etwas klapprig.
  • Anspruch: Mit Kompromissbereitschaft für die tägliche Dusche geeignet. Und für Menschen, die auch bei einer Katzenwäsche richtig wach werden.

Variante 4: Variabel durch pfiffige Schwenkwand

Bad im Dethleffs Trend: ein Mobil, zwei Ansichten, zwei Nutzungssituationen Foto: Archiv
Variante 4: Schwenkwand-Bad im Dethleffs Trend
  • Beschreibung: Mit dieser findigen Lösung verwandelt sich das Bad im Nu in eine Duschkabine. Spiegelwand und Waschbecken sind drehbar an einer Säule gelagert. Schwenkt man Wand und Becken herum – wozu man allerdings kurz vor die Badtür in den Gang treten muss –, steht einer Dusche nichts mehr im Weg.
  • Vorkommen: Alkoven, Teil- und Vollintegrierte der Einsteiger- und Mittelklasse.
  •  Sehr raumökonomisch, kurze Garagenmodelle möglich, sehr einfacher Umbau zur Dusche, üblicherweise befriedigende Bewegungsfreiheit, in der Dusche gut.
     Oft schränkt der hintere Radkasten den Fußraum ein, nicht von zwei Personen gleichzeitig benutzbar.
  • Anspruch: Für Reisemobilisten, die’s gern unkompliziert haben, häufiger im Mobil duschen, aber dazu auch mal auf den Stell- oder Campingplatz fahren.
Sanitärtechnik im Wohnmobil
Das 1x1 der Wasserversorgung

Variante 5: Das vielgesichtige Heck-Eckbad

Eura Mobil Activa One mit Heck-Eckbad Foto: Archiv
Variante 5: Heck-Eckbad im Eura Mobil Activa One
  • Beschreibung: Das gute alte Eckbad war früher recht gebräuchlich, oft kombiniert mit großer Sitzgruppe und Alkoven- oder Hubbett. Heute findet man es auch bei besonders kurzen Teilintegrierten. Es gibt Varianten in Längs- und Querrichtung, mit integrierter oder separater Dusche.
  • Vorkommen: Alkoven, Teil- und Vollintegrierte,Einsteiger- bis Mittelklasse.
  •  Gute Bewegungsfreiheit, klare Raumaufteilung, oft mit großer Sitzgruppe.
     Schwer kombinierbar mit einer Heckgarage
  • Anspruch: Für Paare, die trotz kompakter Länge viel Platz im Bad wünschen.

Variante 6: Bad mit permanent abgeteilter Dusche

Großes Bad in der Mitte des Raums beim Chausson C 714 Foto: Archiv
Variante 6: Abgeteilte Dusche im Chausson C 714
  • Beschreibung: Das früher vor allem in längeren Mobilen gängige Bad ist inzwischen vom populäreren Raumbad fast verdrängt. Im mittig positionierten Sanitärraum ist ein eigener Bereich ständig für die Dusche reserviert.
  • Vorkommen: Alkovenmobile, Teil- und Vollintegrierte der Mittelklasse.
  •  Viel Platz, guter Spritzschutz, gleichzeitig von zwei Personen eingeschränkt nutzbar.
     Braucht viel Grundfläche, Fußraum oft vom Radkasten eingeschränkt.
  • Anspruch: Für Nutzer, die grundsätzlich im Reisemobil duschen möchten und mit größeren Außenmaßen kein Problem haben.

Variante 7: Kompaktbad mit Klappwaschbecken

WC unter dem Waschbecken beim Adria Compact Foto: Archiv
Variante 7: Kompaktbad im Adria Compact
  • Beschreibung: Die kleine Grundfläche wird gut, weil mehrfach ausgenutzt. Bei Bedarf lässt man einzelne Funktionsmodule, etwa das Waschbecken, einfach verschwinden. Variante mit verschiebbarem Waschbecken oder schwenkbarer Toilette.
  • Vorkommen: Teilintegrierte und Integrierte der Kompaktklasse
  •  Sehr platzsparende Lösung, kompakte Grundrisse möglich, Dusche nur integriert.
     Klappkonstruktion nicht immer die solideste, keine gleichzeitige Nutzung.
  • Anspruch: Duschen erfordert Kompromisse, besser klappt’s auf dem Campingplatz.
Hobby Optima T65 GQ
T-Modell mit Doppeltür im Bad

3. Die Kompakt-Bäder in Campingbussen

Die eingeschränkten Platzverhältnisse in Kastenwagen sind eine besondere Herausforderung – auch für die Badgestaltung. Dennoch haben sie die Reisemobilentwickler zu besonders findigen Lösungen animiert, wie etwa der temporär nutzbaren Dusche im Gang. Was geht, hängt auch vom Grundriss ab. Am meisten Kompromisse erfordern Aufteilungen mit Heckbetten, am wenigsten Busse mit Hubbett, bei denen im Heck Platz ist für einen großen Sanitärraum.

Campingbus-Lösung 1: Raum sparen leicht gemacht – Der Gang wird bei Bedarf zur Duschkabine

Dusche im Gang bei Pössl und Globecar Campscout Foto: Archiv
Campingbus 1: Dusche im Gang bei Pössl/Globecar Campscout
  • Beschreibung: Wird das Bad gerade nicht gebraucht, drückt es sich ganz klein an die Seite. Zieht man zwei Trennwände – als Rollotüren gestaltet oder aus zwei Plexiglassegmenten bestehend – um sich herum, entsteht ein Raum, der den Gang teilweise als Dusche mitnutzt.
  • Vorkommen: Campingbusse mit Heckbetten der Einsteiger- und Mittelklasse.
  •  Sehr platzsparende Lösung, in Gebrauch gute Bewegungsfreiheit, ermöglicht kompakte Grundrisse.
     Zur Badbenutzung Umbau nötig, gleichzeitige Benutzung nicht möglich, flache, schmutzanfällige Duschwanne.
  • Anspruch: Mit Abstrichen zum regelmäßigen Duschen nutzbar.

Campingbus-Lösung 2: Kompaktbad mit integrierter Dusche

Bad im Westfalia Amundsen Foto: Archiv
Campingbus 2: Integrierte Dusche im Westfalia Amundsen
  • Beschreibung: Dieser Badtyp vereint alle sanitären Funktionen wie Toilette, Dusche und Waschbecken in einem Raum. Die Dusche – wenn vorhanden – ist in die Nasszelle integriert und meist abtrennbar durch einen Vorhang. Sondervariante mit verschiebbarer Toilette (Malibu).
  • Vorkommen: Campingbusse mit Heckbetten der Einsteiger- und Mittelklasse.
  •  Vergleichsweise platzsparend, kein Umbau erforderlich, mit verschiebbarer Toilette ordentliches Raumgefühl.
     Eingeschränkte Platzverhältnisse, mäßiger Spritzschutz für die übrige Einrichtung durch Duschvorhang.
  • Anspruch: Für Nutzer, die sehr kompromissbereit sind oder zum Duschen lieber den Campingplatz ansteuern.

Campingbus-Lösung 3: Das Minibad mit Klappwaschbecken

Beispiel Bürstner City Car: kleinste Grundfläche, mäßiges Raumgefühl. Foto: Archiv
Campingbus 3: Kleine Grundfläche im Bürstner City Car
  • Beschreibung: Kompakter geht’s kaum. Auf kleinster Fläche sind alle Funktionen in einem Raum untergebracht. Der Raumspartrick ist das klappbare Waschbecken, das bei Bedarf die Toilette frei macht.
  • Vorkommen: Campingbusse mit Heckbetten der Einsteiger- und Mittelklasse.
  •  Außerordentlich platzsparende Lösung, schafft mehr Raum für andere Einrichtungselemente wie größere Betten, kompakte Grundrisse möglich.
     Spürbar eingeschränktes Raumangebot, Duschvorhang häufig störend, wenig Stauraum, nicht gleichzeitig nutzbar.
  • Anspruch: Die Unabhängigkeit definiert sich vor allem über das WC an Bord. Für die Katzenwäsche mit Waschlappen okay, zum Duschen lieber auf den Campingplatz.

Campingbus-Lösung 4: Großraum-Zelle mit separater Dusche quer im Heck

Bad im La Strada Regent L Foto: Archiv
Campingbus 4: Mehr Sanitärkomfort im La Strada Regent L
  • Beschreibung: Das Deluxe-Bad für Campingbusse, die auf ein Hub- statt ein Heckbett setzen. Weil das Heck frei ist, kann sich der Sanitärraum über die ganze Innenbreite erstrecken. Häufig gibt’s eine separate Duschkabine seitlich. Seltener ist die Version mit Bank-WC und integrierter Dusche in der Mitte.
  • Vorkommen: Campingbusse der gehobenen Klasse mit Hubbett.
  •  Meist sehr gute Bewegungsfreiheit, guter Spritzschutz durch Extra-Dusche.
     Bei Grundrissen mit Hubbett ist der Betteinstieg oft nicht sehr bequem.
  • Anspruch: Für Nutzer, die regelmäßig im Mobil und selten auf dem Stellplatz duschen. Und die für den Bettaufstieg ein Mindestmaß an Sportlichkeit mitbringen.
Challenger 270 im Test
Ti mit tiefen Hub-Einzelbetten

Pro/Contra: Duschen im Mobil – Muss das sein?

PRO: Ohne Dusche geht‘s nicht

von Dominic Vierneisel

Ohne Morgendusche fehlt mir was, da werde ich einfach nicht richtig wach. Das ist im Alltag nicht viel anders als im Urlaub. Außer der Uhrzeit vielleicht. Und wenn wir schon alles an Bord haben im Reisemobil, dann kann und mag ich die gegebenen Möglichkeiten auch nutzen. Alle nötigen und alltäglichen Rituale und Gewohnheiten, die man so braucht, um gepflegt in den Tag zu starten, verrichten zu können, ohne auf Campingplätze, Schwimmbäder oder gar Hotels angewiesen zu sein, ist ja gerade das Brillante an einem Reisemobil.

Mercedes Sprinter 4x4 Selbstausbau Sprinter-Selbstausbau Camper mit ausfahrbarer Dusche

Diese Unabhängigkeit ist für mich fest verbunden mit dem Freiheitsgedanken, der mich im Reisemobilurlaub stets begleitet. Klar läuft das Ganze sparsamer ab als zu Hause. Nass machen, einseifen, abwaschen. Schon weil ich nicht ständig Frischwasser nachtanken und Grauwasser entsorgen will. Vielleicht habe ich da aber auch deshalb keine Hemmungen, weil ich aus Testgründen einfach jede Duschmöglichkeit in Reisemobilen auch ausprobieren will. Klar: Es gibt bessere. Und es gibt schlechtere. Und manchmal entsinne ich mich auch des Waschlappens und halte ihn für eine durchaus brauchbare Erfindung.

CONTRA: Es geht bequemer

von Anne Mandel

Dass Reisemobile ein Bad haben, ist ja schön und gut. Das gute Gefühl von Privatsphäre und Flexibilität schätze ich wirklich sehr. Und nach einem abendlichen Glas Rotwein zum Zähneputzen nicht noch mal über den Platz zum Sanitärgebäude laufen zu müssen hat auch was für sich. Zum Duschen nutze ich aber erheblich lieber die Einrichtungen auf Stell- oder Campingplatz. Erstens: In der Regel ist das schlicht viel komfortabler, weil die Bewegungsfreiheit fast immer größer ist als im Reisemobil. Zweitens: Im Auto ist man doch immer ziemlich gehemmt, was den Wasserverbrauch angeht.

Um lange Haare auszuspülen braucht man aber eben ein bisschen mehr; mit einer Dusche wäre ein durchschnittlich großer Frischwassertank vermutlich zur Hälfte leer. Der dritte Punkt ist vielleicht der gravierendste. In der Regel bin ich es, die eher das Gefühl hat, dass mal wieder eine Badreinigung fällig wäre. Beim regelmäßigen Duschen verschmutzt der Sanitärraum einfach schneller, und es dauert vor allem länger, bis er nach einer Volldusche wieder so weit trocken und benutzbar ist. Ehrlich gesagt, ist mir zum Putzen die Zeit im Urlaub zu schade.

Neuester Kommentar

Ich würde dem Verfasser dieses Berichts ganz nah ans Herz legen, Camping zu vergessen und statt dessen besser Hotels für den Urlaub zu buchen.
Wenn ich mir so das Contra durchlese, frage ich mich, wofür man sich ein Wohnmobil kauft.
Nur um damit jeden Abend auf einen Campingplatz zu fahren?
Dann sollte man die preiswertere Alternative, den Wohnwagen, kaufen, oder gleich ins Hotel...da machen dann auch andere hinter einem sauber...
Meiner Meinung nach: entweder leiste ich mir den Luxus eines Hotels, oder ich nehme die Einschränkungen durch Camping in Kauf...oder ich fahre nur auf überteuerte
5* Campingplätze...was dann aber nichts mehr mit Camping zu tun hat...und man auch kein Wohnmobil für braucht.
Der Sinn und Zweck eines Wohnmobils liegt doch darin, dass man nicht an Campingplätze gebunden ist... die man in der Hauptreisezeit auch noch, wie ein Hotel, vorbestellen muss.
Preiswertere Wohnmobile haben in der Regel nur eine Tauchpumpe, die bei weitem nicht so viel Wasser fördert, wie ein Druckwassersystem und die Wassertherme in den meisten Wohnmobilen (z.B. Truma C4 oder C6) kann auch nur 10L Wasser aufheizen. Also wird man nicht stundenlang unter der Dusche stehen können.
Von daher ist der Wasserverbrauch auch nicht so hoch.
Oder man muss sich halt ein Wohnmobil kaufen, dass das Frischwasser nicht Literweise sondern Kubikmeterweise mit sich führen kann.

Für uns ist das Wohnmobil tatsächlich ein Wohnmobil und wir stehen hauptsächlich auf kostengünstigen bis kostenfreien Stellplätzen, oft ohne Versorgung, aber dafür häufig direkt am Strand. Das kann uns kein CP bieten.
Wir stehen meist an den Stellen, wo auch die Hochglanz Fotos der Wohnmobilkataloge aufgenommen werden.
Unser letzter Urlaub ging quer durch Frankreich nach St. Nazaire an den Atlantik und dann hinunter bis Biarritz. In den 4 1/2 Wochen haben wir insgesamt nur 24,-€ Stellplatzgebühren bezahlt ( 2 Nächte a 12,-€ in Biarritz).
Kostenpflichtige und -freie Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten gibt es überall. Da wird dann nicht nur der 125L Wassertank, sondern auch noch 2x25L Reservetanks mit Frischwasser gefüllt.

boliseiaudo 5. Juli 2018, 08:31 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Top Aktuell Günstige Campingbusse 2019 Preiswerte Fiat-Campingbusse Kastenwagen unter 40.000 Euro
Anzeige
Beliebte Artikel Kauf-Tipp: Mittelklasse-Teilintegrierte Kauf-Tipp Mittelklasse-TI's Flotte Kuschel-Kisten für Paare Wohnmobiltipp: Bad abdichten Das Bad zusätzlich abdichten
Fahrzeug-Angebote
Stellplatz-Radar
mobil life 11.000 Stellplätze in einer App

Mit dem kostenlosen Stellplatz-Radar finden Sie auch unterwegs immer den passenden Stellplatz.

auto motor und sport Elektrischer ABT e-Transporter VW ABT e-Transporter T6-Bus mit Elektroantrieb Elektrisch angetriebener ABT e-Caddy VW ABT e-Caddy Elektro-Kasten kommt 2019
Caravaning Camping Le Truc Vert Campingplatz-Tipp Frankreich Camping Le Truc Vert Die Zukunft des Konzerns Thor Industries kauft Hymer Group