Corona: Auswirkungen auf Camping- und Wohnmobil-Branche
Corona und die Wohnmobil-Branche
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Ammersee bei Dießen
Wohnmobil-Oase Berlin
Mobil-Tour, Brandenburg
Blick auf die Weser nahe Lemwereder 16 Bilder

Campingurlaub nach Corona

Deutschland öffnet Campingplätze: Alle Termine

Endlich wieder Campingurlaub – wir zeigen Ihnen, wann genau in den einzelnen Bundesländern in Deutschland die Campingplätze wieder öffnen. Außerdem: Ein Blick in die Zukunft zum Thema Reisen im Ausland.

Aktuell gelten in Deutschland sowie in den meisten Ländern der Welt strenge Regeln, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen: Kontaktverbot bzw. Ausgangsbeschränkungen, keine Reisen zu touristischen Zwecken, geschlossene Grenzen und Läden. Im Zuge der ersten Lockerungen der Hygienemaßnahmen, wächst auch die Hoffnung auf den nächsten Campingurlaub.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat zwar im April noch vom Buchen des Sommerurlaubs abgeraten. Thomas Bareiß, der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, äußerte sich folgendermaßen zu dem Thema: Man könne davon ausgehen, dass Fernreisen in diesem Jahr wahrscheinlich nicht stattfinden. Es bestehe allerdings Hoffnung, dass Urlauber zumindest innerhalb Europas reisen könnten.

Wann können wir wieder Urlaub in Deutschland machen?

Waren bis vor kurzem touristische Übernachtungen noch verboten, öffnen die Campingplätze in der Bundesrepublik langsam wieder. Wann genau, zeigt ihnen die folgende Tabelle.

Campingplatz-Öffnungen und Corona

Bundesland Dauercamping Touristisches Camping
  erlaubt seit/ab erlaubt seit/ab
Baden-Württemberg 18. Mai 2020 18. Mai 2020 (autarke Fahrzeuge mit Bad) 29. Mai 2020 Öffnung der Plätze unter Auflagen
Bayern 11. Mai 2020 30. Mai 2020
Berlin 25. Mai 2020 25. Mai 2020
Brandenburg 15. Mai 2020 (und Wohnmobil-Stellplätze) 15. Mai 2020 (autarke Fahrzeuge mit Bad) 25. Mai 2020 Öffnung der Plätze inkl. Gemeinschaftseinrichtungen
Bremen 18. Mai 2020 18. Mai 2020
Hamburg n.n. 13. Mai 2020
Hessen 15. Mai 2020 15. Mai 2020
Mecklenburg-Vorpommern 1. Mai 2020 18. Mai 2020 (Gäste aus MV) 25. Mai 2020 (Gäste aus Deutschland, 60 Prozent Auslastung)
Niedersachsen 6. Mai 2020 11. Mai 2020 (50 Prozent Auslastung)
Nordrhein-Westfalen 11. April 2020 11. Mai 2020 (Gäste aus Detuschland)
Rheinland-Pfalz 13. Mai 2020 18. Mai 2020 (50 Prozent Auslastung, weitere Auflagen)
Saarland 18. Mai 2020 18. Mai 2020
Sachsen 22. April 2020 15. Mai 2020
Sachsen-Anhalt 16. April 2020 15. Mai 2020 (Gäste aus SA) 28. Mai 2020 (Gäste aus Deutschland)
Schleswig-Holstein 4. Mai 2020 18. Mai 2020
Thüringen 30. April 2020 15. Mai 2020
HINWEIS: Alle Angaben ohne Gewähr. Verordnungen und Hygienemaßnahmen variieren je nach Bundesland. Am besten informieren Sie sich vorab beim jeweiligen Campingplatz, ob spezielle Regeln gelten (z.B. eigene Sanitäranlage nötig, Check-In-Zeiten).  

Bei allen angegebenen Daten gilt: Die Lockerungsmaßnahmen können in einzelnen Landkreisen wieder zurückgenommen werden, falls die Infektionszahlen steigen. Mehr Infos zu den aktuellen Zahlen finden Sie hier.

WICHTIGER HINWEIS: Die Verordnungen und Vorsichtsmaßnahmen variieren von Bundesland zu Bundesland. Am besten informieren Sie sich vorab beim jeweiligen Campingplatz, ob spezielle Regeln gelten, bspw. eigene Sanitäranlage an Bord, Belegungspläne oder bestimmte Check-In-Zeiten. Einige Beispiele finden Sie hier:

  • In Niedersachsen öffnen die Plätze zum 11. Mai. Bereits ab 7. Mai dürfen Dauercamper ihre Plätze wieder beziehen. In dem Stufenplan namens "Niedersächsischer Weg in einen neuen Alltag mit Corona" steht, dass Mitte Mai Campngplätze wieder für vorübergehende Aufenthalte öffnen dürfen. Als Einschränkung gilt, dass die Betriebe nur 50 Prozent nutzen dürfen. Außerdem gibt es für Campingplätze, genauso wie für Ferienhäuser und Ferienwohnungen, eine Wiederbelegungssperre von mindestens 7 Tagen. So soll der Tourismus in Niedersachsen mit den nötigen räumlichen Entzerrungen als Schutzmaßnahme vor einer Infektion langsam wieder anlaufen – vorausgesetzt, dass sich "das Infektionsgeschehen weiterhin so moderat entwickelt wie bisher." Mehr Infos auf niedersachsen.de.
    Hier geht's zu den 10 beliebtesten Wohnmobil-Stellplätzen in Niedersachsen.
  • In Sachsen-Anhalt öffnen die Plätze zum 15. Mai. Laut Info der Tourismusbehörde Sachsen-Anhalt und des mdr dürfen ab dann Campingplatz-Parzellen, Ferienhäuser- und Wohnungen an Einheimische vermietet werden, sprich Gäste aus dem eigenen Bundesland. Der Grund dafür: Sachsen-Anhalt ist das Bundesland mit den geringsten Infektionen. Auf den Campingplätzen dürfen bereits jetzt wieder Dauercamper übernachten, ab dem 15. Mai alle Camper, die ein Fahrzeug mit autarker Versorgung besitzen.
  • In Brandenburg dürfen Campingplätze zum 15. Mai wieder öffnen. Voraussetzung dafür ist laut Verordnung der Landesregierung, dass "die jeweiligen Unterkünfte über eine eigene Sanitärausstattung verfügen und sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen geschlossen bleiben". Daher dürfen nur Campingfahrzeuge mit Bad an Bord anreisen.
  • In Mecklenburg-Vorpommern öffnen die Campingplätze ebenfalls schrittweise noch im Mai. Laut Verordnung der Landesregierung startet der Übernachtungstourismus am 18. Mai – dann dürfen alle Gäste, die einen Erst- oder Zweitwohnsitz in dem Bundesland haben, Hotels, Gasthöfen und Campingplätze wieder besuchen. Ab dem 25. Mai, in der zweiten Phase dürfen die Betriebe auch Urlaubsgäste aus anderen Bundesländern wieder empfangen. Die Auslastung darf maximal 60 Prozent betragen.
  • In Rheinland-Pfalz nehmen Campingplätze ab dem 18. Mai wieder den Betrieb auf. Das geschieht gleichzeitg mit Hotels, Ferienhäuser, Familienferienstätten und Jugendherbergen. Gäste auf Campintplätzen müssen allerdings über eigene sanitäre Einrichtungen verfügen. Bereits ab dem 13. Mai können Dauercamper wieder auf ihre Plätze.
  • Bayerns Campingplätze öffnen eventuell zu Pfingsten. Der Bericht der bayerischen Kabinettssitzung vom 5. Mai und die Tourismusbehörde des Freistaats verkünden, dass der 30. Mai "der Zeitpunkt für eine mögliche Öffnung von Hotels (inkl. Ferienwohnungen und Camping) und weiterer Angebote im Tourismus" sein könnte.
  • Schleswig-Holstein: In dem Bundesland öffnen am 18.5. die Campingplätze wieder. Wer eine der Inseln besuchen möchte, sollte jedoch genügend Zeit einplanen: Sylt, Föhr und Amrum wollen bis Mitte Juni auf Tagestouristen verzichten.

Wer es ganz genau wissen will: Die einzelnen Verordungen der Bundesländer können Sie auf der Website der Bundesregierung nachlesen.

Wann können wir wieder ins Ausland fahren?

Aktuelle Lage: In einigen Ländern Europas sind die Grenzen derzeit komplett geschlossen, andere haben wie Deutschland die Grenzen wieder (vorsichtig) geöffnet. Bis zum 15.6. will die EU wieder für Reisefreiheit sorgen und alle Grenzen öffnen. Doch in den einzelnen Staaten sieht es ganz unterschiedlich aus. Eine Übersicht bietet die folgende Tabelle:

Grenzöffnungen in Europa

Land Maßnahmen an den Grenzen
Belgien weiterhin Grenzkontrollen
Dänemark weiterhin Grenzkontrollen, neue Informationen ab 1. Juni angekündigt
Frankreich ab 15.5. gelockerte Grenzkontrollen, ab 15.6. Öffnung der Grenzen
Griechenland Einreisende müsen 14 Tage in Quarantäne. Tourismus soll ab 1. Juli wieder starten.
Italien Einreise ab 3. Juni möglich
Luxemburg keine Grenzkontrollen
Niederlande keine Grenzkontrollen
Österreich ab 15.5. gelockerte Grenzkontrollen, ab 15.6. Öffnung der Grenzen
Polen keine Einreise für Touristen bis 12.6.
Schweiz ab 15.5. gelockerte Grenzkontrollen, ab 15.6. Öffnung der Grenzen
Slowakei Grenzen weiterhin geschlossen
Slowenien Grenzkontrollen fortgesetzt, EU-Bürger müssen nach Einreise 7 Tage in Quarantäne gehen
Spanien Grenzöffnung eventuell ab Ende Juni
Tschechien Keine touristischen Reisen möglich. Wer aus beruflichen oder sonstigen Gründen einreist, muss seit 27.4. ein Gesundheitszeugnis vorlegen und 14 Tage in Quarantäne gehen.
  Recherche-Stand: 20.5.2020. Alle Angaben ohne Gewähr.
  • Belgien: Die Kontrollen an den Grenzen sollen noch bis zum 8. Juni gelten.
  • Dänemark: Touristen dürfen bislang nicht einreisen.Laut Regierungschefin Mette Frederiksen könnten demnächst Touristen ins Land reisen, die einen Mietvertrag für ein Ferienhaus oder eine Hotelreservierung vorweisen können.
  • Frankreich: Einige Strände sind wieder geöffnet, diese waren zeitweise komplett für Besucher gesperrt. Restaurants und Cafés könnten ab 2. Juni öffnen. Ab Juli soll zumindest für Franzosen Urlaub im eigenen Land wieder möglich sein. Einen Zeitplan will die Regierung ab 25. Mai vorlegen.
  • Griechenland: Bislang müssen Einreisende 14 Tage Quarantäne einhalten. Ab 1. Juli soll der Tourismusbetrieb laut Regierungschef Kyriakos Mitsotakis unter hygienischen Auflagen wieder starten.
  • Italien: Ab 3. Juni sind Einreisen aus dem Ausland wieder erlaubt.
  • Kroatien: Einreisen für Ausländer sind möglich, wenn sie in Kroatien geschäftlich unterwegs sind oder ihren Lebensmittelpunkt haben. Seit dem 11. Mai ist die Reise erlaubt, wenn ein Nachweis über Immobilien- oder Bootseigentum erbracht wird – oder "im wirtschaftlichen Interesse Kroatiens" liegt, so das Auswärtige Amt..
  • Niederlande: Ab dem 1. Juli sollen Campingplätze wieder vollständig geöffnet sein. Bislang müssen gemeinschaftlich genutzte Sanitäranlagen geschlossen bleiben. In der beliebten niederländischen Ferienregion Zeeland ist seit dem 1. Mai wieder die Übernachtung in eigenen Ferienwohnungen gestattet. Voraussetzung: Die Unterkünfte müssen über eigene sanitäre Einrichtungen verfügen. Zuvor war das verboten: Alle, die in Zeeland eine Wohnung besitzen, aber nur einen Zweitwohnsitz, durften die Region nicht betreten. Dasselbe gilt für feste Camping-Stellplätze, Strandschlafhäuschen und Yachten.
  • Tschechien:Präsident Milos Zeman will die Staatsgrenzen für ausländische Touristen ein ganzes Jahr geschlossen halten. Damit soll sichergestellt werden, dass Touristen das Coronavirus nicht wieder mit ins Land bringen.
  • Österreich: Unserere Nachbarn wünscht sich die deutschen Touristen zurück. Laut Handelsblatt hat die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger in einem Interview erwogen, sich mit Deutschland auf eine Sonderregelung zu einigen: "Wenn Länder auch auf einem sehr guten und positiven Weg sind [das Coronavirus in den Griff zu bekommen], wie beispielsweise Deutschland, dann gibt es durchaus auch die Möglichkeit, dass man sich bilateral einigt". Ab Ende Mai dürfen Hotels wieder wieder öffnen. Mitte Juni könnte die Einreise für Touristen aus Deutschland möglich sein.
  • Portugal: Mitte Juli könnten die ersten Hotels wieder öffnen.
  • Schweiz: Die Grenzen sollen ab dem 15. Juni wieder öffnen. Beschränkungen der Bewegungsfreiheit im Land gibt es nicht.
  • Schweden: Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger oder aus der EU-Freihandelszone gilt bis 15. Juni.
  • Slowenien: Quarantänebestimmungen sollen gelockert werden. Strände sind geöffnet, Schwimmen und Surfen sind erlaubt, das Sonnenbaden nicht.
  • Tschechien: Eventuell Mitte Junid dürfen Reisende aus Österreich und der Slowakei die Grenze passieren. Deutsche Bürger müssen sich aufgrund der hohen Infektionslage in Bayern noch gedudlen.- voraussichtlich schon Mitte Juni.
  • Spanien: Die Regierung in Madrid rechnet nicht mit einer Grenzöffnung für Touristen vor Ende Juni. Derzeit dürfen nur Menschen einreisen, die in Spanien einen Job antreten oder eine Erstwohnung haben. Dann gilt eine zweiwöchige Quarantäne. Eventuell öffnen die spanischen Inseln mit touristischen Pilot- und Versuchsprojekten früher.

Fazit: Auch wenn Grenzen geöffnet werden, wird der Tourismus 2020 anders aussehen, als wir es gewohnt sind (verstärkte Hygieneregeln usw.). Der CIVD, der Caravaning Industrie Verband, hat sich mit weiteren Vertretern der Branche zusammengetan, die bereits Vorschläge gemacht haben, wie es aussehen könnte.

Wie können Wohnmobil-Reisen funktionieren?

Der "Arbeitskreis zum Reisemobiltourismus" bestehend aus Mitgliedern des Caravaning Industrie Verband (CIVD),Vertreter des ADACs, des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) und ausgewiesene Stellplatz-Experten, haben einen Plan für den Neustart des Reisemobiltourismus entwickelt. Dieser bezieht sich auf ein Phasenmodell der Seite tourismusnachcorona.de.

In der Phase 1a wird von einer "Ersten vorsichtigen Lockerung" der derzeitigen Regeln gesprochen. In ihrem Arbeitspapier schlägt der Arbeitskreis Maßnahmen für den kontrollierten Wiedereinstieg und die Öffnung von Stellplätzen vor:

  • Begrenzung zunächst auf autarke Fahrzeuge (keine Campingbusse ohne Toilette)
  • Kapazitätssteuerung durch Pflicht zur vorherigen Buchung
  • Maximal zwei Personen pro Mobil (mehr Personen, wenn aus einem Haushalt)
  • Begrenzung auf eine maximale Fahrzeug- bzw. Personenzahl pro Reisemobilstellplatz
  • Aufenthalt im Freien nur auf der eigenen Parzelle, maximal mit Markise, kein festes Vorzelt
  • freiwillige Teilnahme an der App PPT-PT

Mögliche Maßnahmen auf den Stellplätzen (nachgewiesen z.B. durch freiwillige Selbstverpflichtung):

  • Check-In/-Out automatisiert oder mit abstandswahrenden Sicherheitsschleusen an der Rezeption
  • Versorgungs-/Entsorgungssysteme benutzbar, werden täglich durch Betreiber gereinigt und desinfiziert
  • Sanitäranlagen bleiben gesperrt
  • Gemeinschaftseinrichtungen (Pools, Aufenthaltsräume) bleiben gesperrt
  • Dienstleistungen vor Ort reduziert: Kein Brötchenservice, maximal Gasverkauf
  • Keine Animation, Unterhaltungsangebote, Veranstaltungen usw.
  • Gastronomie öffnet unter Auflagen
  • Evtl. Halbierung der Kapazität ( jede 2. Parzelle bleibt frei)

Dass diese Ideen allerdings nicht bei allen auf Begeisterung stoßen dürften, zeigt auch ein offener Brief von Eicke Schüürmann von LeadingCampings. Darin kritisiert er, dass Campingplätze sowie Wohnwagen in dem Papier nicht berücksichtigt wurden. Außerdem hält er es für nicht angebracht, in der derzeitigen Situation schon an Campingurlaub zu denken. Er halte es zudem für nahezu unmöglich die Begrenzung auf "autarke Fahrzeuge" gerichtsfest umzusetzen. Zum Schluss fragt er in seinem Brief, was Stellplätze eigentlich besser könnten als Campingplätze. Dies begründet er beispielhaft damit, dass man schließlich auch dort für ausreichend Platz zwischen Campingmobilen sorgen könne.

Der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD) hat sich, ähnlich wie der Arbeitskreis, ebenfalls Gedanken über die Wiederaufnahme des Campingtourismus gemacht und diese in einem Papier festgehalten. Darin geht es schwerpunktmäßig um Campingplätze. Der Verband betont, dass die Einnahmen aus den Ferienmonaten Juli und August absolut notwendig für das Überleben der Campingbetriebe seien. Allerdings wird auch klar gestellt, dass der Gesundheitsschutz vor dem wirtschaftlichen Aspekt steht. Bevor Campingplätze wieder geöffnet werden können, müssten die Mitarbeiter des Platzes geschult werden. Sie sollen dafür sorgen, dass die Hygieneregeln des RKI Anwendung finden und sicher gehen, dass die Gäste die Vorschriften vor Ort einhalten. Außerdem müsse jeder Platz einen Pandemieplan erstellen. Ein weiterer Vorschlag: Gäste könnten auf einem Platz in verschiedene Personengruppen eingeteilt werden.

Die Wiederaufnahme des Campingtourismus sieht der BVCD in vier Phasen vor: Zuerst sollten die Dauercamper auf ihre Plätze dürfen, dann Gäste mit eigenem Sanitärbereich im Fahrzeug, dann alle Camper, die bestätigen dass sie nicht erkrankt sind und zuletzt dürften alle Gäste wieder auf den Platz, genau wie vor der Pandemie. In Phase zwei, in der nur autarke Fahrzeuge auf den Platz dürften, wäre auch noch mit vielen weiteren Einschränkungen zu rechnen, ähnlich denen des Arbeitskreises für Reisemobiltourismus (siehe oben). In Phase drei, sei darauf zu achten, die Kapazitätsgrenzen der Plätze zu beachten und Mindestabstände zwischen den Campern zu kontrollieren. Die Besucher, die schriftlich bestätigen, dass sie keine Corona-Symptome haben, sollten ab Juni 2020 wieder auf Campingplätzen willkommen sein.

Fazit: Wie in allen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens gilt: Solange kein Impfstoff gegen das Corona-Virus und kein Heilmittel gegen die Lungenkrankheit Covid-19 gefunden sind, ist nichts wie es einst war. Auf den Campingplätzen und Stellplätzen im In- und Ausland werden wir verstärkte Sicherheits- und Hygienemaßnahmen vorfinden.

Fazit

Es ist kompliziert – von Bundesland zu Bundesland variieren die Maßnahmen, Regelungen und Starttermine für die Campingsaison 2020. An diesen Flickenteppich müssen wir uns wohl oder übel gewöhnen. Regional wird unterschiedlich und flexibel auf das Infektionsgeschehen reagiert – auf Campingplätzen wie auch bei allem anderen.

Egal, ob nun bei den politischen Rahmenbedingungen oder der persönlichen Urlaubsplanung – die Reiselust sollte die Vernunft nicht aushebeln. Aufgrund der Infektionsgefahr ist Vorsicht geboten. Vergessen Sie dabei allerdings nicht: Freundlich zuwinken dürfen sich Camper unterwegs im Fahrzeug wie auch auf dem Platz!

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