Naviceiver Zenec Z E-3766 Dominic Vierneisel
Naviceiver Zenec Z E-3766
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Naviceiver Zenec Z E-3766
Naviceiver Zenec Z E-3766 6 Bilder

Zentrale Steuerungseinheit: Zenec Z E-3766

Naviceiver Zenec Z E-3766 im Test Zentrale Steuerung im Wohnmobil

Das neue Navigationsgerät von Zenec liegt preislich im mittleren Segment und hat eine Menge zu bieten. An manchen Stellen ist die Bedienung unnötig kompliziert.

Mittlerweile haben gedruckte Stadtpläne ausgedient. Heute verlässt man sich lieber auf virtuelle Straßenkarten im Navi. Dabei führen die kleinen Computer nicht nur ans Ziel, sondern übernehmen als Naviceiver auch das musikalische Entertainment. Unser Testgerät, das Zenec Z E-3766, sammelt bereits mit seinem neun Zoll großen Klarglas-Display Pluspunkte. Damit ist es größer als der übliche Doppel-DIN-Schacht und passt sich dennoch gut in die Mittelkonsolen von Fiat Ducato, Peugeot Boxer oder Citroën Jumper ein. Probleme mit Spiegelungen gibt es kaum, und trotz des nach vorne ein Zentimeter vorstehenden Aufbaus werden die Ausströmer links und rechts immer noch bequem erreicht.

Karten-Updates fürs Zenec-Navi

Ans Ziel kommt man mit dem Z E-3766 tadellos, allerdings nur mit zusätzlicher Kartenquelle in Form einer Mini-SD-Karte, die mit regelmäßigem Update über drei Jahre für 199 Euro und über sieben Jahre für 299 Euro extra erhältlich ist. Wer das Geld sparen möchte, kann auch via Car Play oder Android Auto sein Smartphone als Kartengeber nutzen. Apps wie Freeontour bieten hier das Einpflegen von vorher am Handy ausgewählten Routen an.

Naviceiver Zenec Z E-3766
Dominic Vierneisel
Die Liste der im System hinterlegten Stellplätze ist lang. Viele Betreiber bieten neben Adresse und Telefonnummer noch weitere nützliche Infos.

In der Smartphone-Kombination fehlt allerdings auch Zenecs üppige Datenbank. Diese umfasst Karten von 47 Ländern und mehr als 6,5 Millionen POIs. Reisemobilfahrer freut besonders der Menüpunkt "Camping". Darin enthalten sind mehr als 20.000 Camping- und Stellplätze mit Adresse, Telefonnummer, E-Mail und Website sowie Informationen zum Platz: etwa ob er kostenpflichtig ist, wie viele Stellplätze es gibt und ob Stromanschlüsse sowie eine Ver- und Entsorgung vor Ort sind.

Um Umwege wegen Streckenbegrenzungen oder gar unliebsame Begegnungen mit niedrigen Unterführungen zu vermeiden, können Nutzer fahrzeugspezifische Daten wie Länge, Breite, Höhe und zulässiges Gesamtgewicht ins System einpflegen, die dann bei der Zielführung berücksichtigt werden. Allerdings bedarf es einiger Sucherei, um hier das Untermenü zu finden.

Digitalradio und Bordtechnik-Anzeige

Ansonsten bietet das Gerät mit entsprechender Antenne einen guten Radioklang (DAB+-Digitalradio). Ein Doppeltuner aktualisiert dabei im Hintergrund ständig die Senderliste, ohne das laufende Programm zu unterbrechen.

Manche Reisemobilhersteller koppeln das Gerät zudem mit ihrem Kontrollbord. Dann lässt sich etwa die Beleuchtung vom Cockpit aus steuern oder die Füllstände von Batterien und Tanks lassen sich abfragen.

Bluetooth bringt externe Signale auf den großen Monitor – und umgekehrt. So lassen sich externe Bluetooth-Boxen bis in 15 Meter Entfernung koppeln und über die kostenlose Zenec-App oder die beigelegte Fernbedienung (Reichweite acht Meter) das Radio steuern. Ausgänge für bis zu drei Kameras sowie die USB-2.0-Slots für weitere externe Geräte machen den Naviceiver zur zentralen Steuereinheit.

Zenec Z E-3766

Naviceiver Zenec Z E-3766
Dominic Vierneisel
Hersteller wie Dethleffs koppeln ihre Steuereinheit mit dem Naviceiver. Füllstände sind dann hier ablesbar.

Daten: 9 Zoll großes Display, DAB+, Bluetooth
Geeignet für: Fiat Ducato III, Citroën Jumper II und Peugeot Boxer II

Bewertung

maximal 5 Punkte möglich

Bedienung: 4,0 Punkte
Navigation: 4,5 Punkte
Konnektivität: 4,5 Punkte
Preis/Leistung: 3,5 Punkte

Kaufmöglichkeiten

Fazit

Aufgrund der Monitorgröße, der umfangreichen Datenbank, der diversen Anschlüsse (Kamera, USB, Bluetooth) und des DAB+-Digitalradios spielt das Z E-3766 in der oberen Liga der Navis mit. Zwar sind 899 Euro Grundpreis und 199/299 Euro extra für das Kartenmaterial nicht wenig. Nutzer besitzen dann allerdings auf lange Sicht (drei/sieben Jahre) erst einmal ein topausgestattetes Navigationsgerät.