Dachfenster mit Elektroantrieb Ingolf Pompe
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So geht's: Elektroantrieb fürs Dachfenster nachrüsten

So geht's: Elektroantrieb fürs Dachfenster Frische Luft auf Knopfdruck

Ein Dachfenster von Hand aufzukurbeln ist zwar nicht sonderlich anstrengend, aber bequemer geht es allemal. Auch für kleinere Menschen ist ein nachgerüsteter Elektroantrieb eine feine Sache.

Um frische Luft rein- oder gestaute Wärme rauszulassen, dafür ist ein großes Dachfenster ideal. Gut, wenn das Öffnen der Dachluke einfach von der Hand geht. Die gängigen Dachfenster haben dafür unterschiedliche Bedienarten. Beim beliebten Heki 3 von Dometic, das gerne in größeren, komfortableren Reisemobilen eingesetzt wird, ist dafür ein Kurbeltrieb zuständig. Um das Fenster komplett bis in die nahezu senkrechte Endstellung zu öffnen, sind jedoch bis zu 30 Kurbelumdrehungen nötig. Lüften ist also mit einem gewissen Aufwand verbunden. Je nach Raumhöhe und Körpergröße ist die Kurbel aber womöglich auch gar nicht erreichbar – oder nur auf Zehenspitzen. Gibt es also einen Weg, sich die Kurbelei zu ersparen?

Elektromotor für das Dometic Heki 3

Eine Lösung zum bequemeren Öffnen und Schließen des Heki-Dachfensters kommt aus Ravensburg. Dort hat sich Tim Nosper mit seiner Firma RV Tech der Sache angenommen. Der Hochschullehrer für Maschinenbau und Fahrzeugmechatronik ersetzt die Kurbel des Heki-Dachfensters durch einen Bedienknopf und flanscht an den vorhandenen Kurbeltrieb einen passenden Elektromotor von Bosch an. Daran angeschlossen wird eine eigens entwickelte Steuereinheit, über die sich das Dachfenster per Drehknopf elektrisch bedienen lässt. Deutlich vereinfacht wird der Einbau, wenn in der Nähe des Dachfensters bereits ein Stromkabel verlegt ist. Im Einbaubeispiel kann etwa der Kabelkanal einer Deckenlampe für die Zuleitung mitbenutzt werden.

Schritt für Schritt zum elektrisch angetriebenen Dachfenster

Im Basisset enthalten sind das Verkleidungsteil mit dem Bedienknopf, das Steuergerät, der Motor, der Kabelbaum sowie das Befestigungsmaterial. Kosten: rund 250 Euro. Das klingt interessant? Dann schauen Sie sich unsere Schritt-für-Schritt-Erklärung in der Bildergalerie an.

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Regensensor, App-Steuerung und Funkfernbedienung als optionale Erweiterung

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Wer zum Steuern des Dachfensters das Handy nutzen will, muss nun beide via App verbinden.

Optional gibt es zudem Funkfernbedienung, App-Steuerung, Regensensor und eine Verbindung zum Zündschloss. Das Set ist für den Selbsteinbau gedacht – beim Händler kann man von ein bis zwei Arbeitsstunden ausgehen, je nach Aufwand für die Stromversorgung. In der Basisversion lässt sich das Heki über den Drehknopf steuern. Je weiter man dreht, desto weiter schließt oder öffnet das Fenster – ganz simpel.

Die Fernbedienung steuert den Fenstermotor funkbasiert an. Wie bei Garagentoren greift RV Tech dabei auf das sogenannte Rolling-Code-Verfahren zurück, bei dem für die Authentifizierung zwischen Sender und Empfänger nach jedem Befehl die Codierung geändert wird. Somit ist ein Zugriff durch Dritte erschwert. Enthalten ist auch eine Memoryfunktion, mit der sich die Fernbedienung durch längeres Gedrückthalten der entsprechenden Taste die aktuelle Fensterposition merkt. Die Fernbedienung kostet 49 Euro, zwei für zwei Dachfenster 69. Integriert ist zudem ein Timer, mit dessen Hilfe das Fenster nach 15, 30, 45 oder 60 Minuten automatisch schließt.

Diese Funktion lässt sich auch in der zugehörigen App anwählen. Deren Menüführung ist leicht verständlich, eine simple Grafik dient als Steuerregler. Damit das Smartphone jedoch via Bluetooth Herr der Dachluke werden kann, ist ein Empfängerchip in die Steuereinheit einzusetzen, der 59 Euro kostet. Ein weiterer Chip für ein zweites Dachfenster macht 20 Euro mehr.

Eine komfortable Ergänzung ist zudem der Regensensor für 69 Euro, der auf dem Dach in Fensternähe klebt. Er veranlasst das Schließen der Dachluke, sobald er nass wird. Außerdem kann der elektrische Antrieb per Funk mit der Zündung gekoppelt werden (49 Euro). Dann schließt das Fenster, sobald der Motor startet. Kurbeln muss also keiner mehr.

Fazit

Nicht nur kleine Menschen wissen den Komfort eines Dachfensters zu schätzen, das sich auf Knopfdruck oder eben per Fernbedienung öffnen und schließen lässt. Die Lösung für das Dometic Heki 3 lässt sich mit etwas Geschick einfach einbauen. Von Vorteil ist es, wenn schon ein Kabel in Fensternähe verlegt ist.

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