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Leserfragen zum Thema CP und C-Reifen

Zulässige Reifenarten fürs Wohnmobil

C-Reifen und CP-Reifen: Was bedeutet die Bezeichung und gibt es hier einen Unterschied? Und welche Reifen sind die richtigen fürs Wohnmobil? promobil erklärt, worauf zu achten ist.

In der Zulassungsbescheinigung meines Reisemobils sind CP-Reifen eingetragen. Wäre eine Montage von C-Reifen trotzdem zulässig? Oder riskiere ich damit Ärger bei der nächsten Hauptuntersuchung. 

fragt Rainer Sonntag, per E-Mail 

Das „CP“ steht für Camping, während „C“ für Commercial steht. Campingreifen zeichnen sich dadurch aus, dass sie gewisse Überlastreserven bieten und mit höheren Drücken bis 5,5 Bar gefahren werden können.

Wenn ein C-Reifen mit höherem Lastindex als dem vorgeschriebenen aufgezogen wird, ist man aber eigentlich genauso auf der sicheren Seite. Zur Sicherheit können Sie beim Fahrzeughersteller noch nach einer Freigabebescheinigung fragen, die ausdrücklich das von Ihnen bevorzugte C-Reifenformat als Alternative benennt. 

Im Fahrzeugschein meines Reisemobils sind Reifen der Dimension 215/70 R15 CP 109 Q eingetragen. Diese sollen laut Betriebsanleitung mit einem Reifenfülldruck von 4,75 bar (vorne) und 5,5 bar (hinten) gefahren werden. Laut Reifenhandel gibt es aber keinen Winterreifen in dieser Größe, der einen Reifenfülldruck von 5,5 bar zulässt. Kann ich anstatt eines CP-Reifens auch einen C-Reifen mit einer Traglast von 109/107 und einem erforderlichen Reifenfülldruck von 4,25 bar (v.) und 4,5 bar (h.) als Winterreifen fahren?

fragt H. Welte, per E-Mail

Die wichtigsten Kriterien für die Reifenwahl sind das Format, der Last- und der Geschwindigkeits-Index. Das Format muss natürlich exakt stimmen, der Last- und Geschwindigkeits-Index muss mindestens gleich groß oder höher sein. Ob C- oder CP-Reifen, spielt eigentlich eine untergeordnete Rolle.

CP-Reifen sind besonders verstärkt, dürfen deshalb mit einem höheren Druck gefahren werden und bieten dann mehr Lastreserven – überladen darf man sie aber trotzdem nicht. Bei welchem Fülldruck ein Reifen eine bestimmte Tragfähigkeit hat, gibt der Reifenhersteller vor. Und daran sollte man sich halten, um die Vorgaben in den Papieren zu erfüllen und die tatsächliche Radlast abzudecken.

Die vier Pneus eines Reisemobils fristen in ihren Behausungen oft ein unscheinbares Dasein.
Zubehör
Ich würde gern wissen, ob ich mein Wohnmobil auch mit Reifen ohne C- oder CP-Kennung fahren darf. Ich will einen All-Terrain-Reifen verwenden, der diese Kennung nicht hat. Der Load-Index der Reifen ist hoch genug. Was wird aber der TÜV dazu sagen?

fragt Bernd Fried, per E-Mail

Prinzipiell spricht nichts dagegen, ein Wohnmobil mit Reifen ohne C- (Commercial) oder CP-Kennung (Camping Pneu) zu fahren. Entscheidend ist, dass der Traglast- und der Geschwindigkeitsindex mindestens gleichwertig mit den Angaben im Fahrzeugschein sind. Gegebenenfalls kann beim TÜV auch ein Reifen mit geringerem Geschwindigkeitsindex eingetragen werden. Größere Räder sollten Sie ohnehin bei erster Gelegenheit eintragen lassen.

Wichtig für den TÜV-Segen ist, dass die Karosserie die Räder vollständig überdeckt. Eventuell müssen Sie dazu Radlaufverbreiterungen anbringen. Beachten sollten Sie auch, dass Sie ohne CP- oder C-Kennung auf die verstärkten Flanken dieser Reifen und die damit verbundene höhere Traglastreserve verzichten. Sofern mit dem Gewicht, den Achs- und Radlasten Ihres Wohnmobils alles im grünen Bereich ist, dürfte das jedoch kein Problem sein.

Haben Sie auch eine Frage zu einem Reisemobil-Thema? Schreiben Sie uns: redaktion@promobil.de Stichwort: Leserfrage

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