Der Tagespreis für Mietcamper in den USA ist laut einer Auswertung von Campstar seit 2022 deutlich gesunken. Ein aktueller Preisvergleich zeigt: Ein Wohnmobil kann dort im Sommer mehrere Hundert Euro weniger kosten als ein vergleichbares Modell in Kanada. Doch woran liegt das – und was sollten Urlauberinnen und Urlauber beim Preisvergleich beachten?
Wer mit dem Wohnmobil durch die USA reisen möchte, muss dafür offenbar nicht mehr ganz so tief in die Tasche greifen wie noch vor einigen Jahren. Eine Grafik des Vergleichsportals Campstar zeigt, dass der Median-Tagespreis für Mietcamper in den USA von 227 Euro im Jahr 2022 auf 152 Euro im Jahr 2026 gefallen ist. Das entspricht einem Rückgang um rund ein Drittel.
In Deutschland verlief die Entwicklung deutlich anders: Hier sank der Median-Tagespreis zunächst von 128 Euro im Jahr 2022 auf 116 Euro 2024, stieg danach aber wieder auf 130 Euro. Damit ist der Preisabstand zwischen den beiden Ländern laut Campstar geschrumpft: 2022 lagen die US-Preise noch 77 Prozent über den deutschen, 2026 waren es demnach 17 Prozent. Campstar vergleicht Mietangebote verschiedener Anbieter, darunter auch Wohnmobilvermieter in den USA.
Ein aktueller Check zeigt große Preisunterschiede
Auch bei einer aktuellen Suche auf Check24 fallen günstige US-Angebote auf. Für 14 Tage im Juli wird dort zum Beispiel ein C25-Motorhome von Cruise America ab Los Angeles für rund 2.000 Euro angeboten. Ein vergleichbares Angebot hatte zuvor etwa 3.500 Euro gekostet.
Ein weiterer Preischeck legt nahe, dass die USA aktuell günstiger sein können als Kanada: Ein C25 von Cruise Canada ab Vancouver kostet für denselben Zeitraum rund 800 Euro mehr. Check24 bietet die Suche nach Mietwohnmobilen in den USA und einzelnen Abholorten wie Los Angeles an.
Sicherlich hängen diese Preise zusätzlich noch mit Frühbucherrabatten zusammen, die man aktuell (Oktober 26) noch auf Sommerreisen 2027 erwarten kann.
Alle Infos und Vorschriften zur Wohnmobilmiete in den USA finden Sie hier.
Warum sind die Preise gesunken?
Die Campstar-Grafik zeigt, dass die Medianpreise in den USA zurückgegangen sind.
Eine mögliche Erklärung für die günstigeren Mietpreise ist eine nachlassende Nachfrage. Dafür gibt es zumindest Hinweise: Laut dem Deutschen Reiseverband gingen die Buchungen für die USA aus Deutschland im ersten Halbjahr 2026 um 14,2 Prozent zurück; auch im Juli sei die Entwicklung ähnlich gewesen. Schon 2025 waren die Buchungen demnach um 11,3 Prozent gesunken. Bei Wohnmobilreisen fiel der Rückgang laut CamperDays noch deutlicher aus: Die Nachfrage nach Camperreisen in die USA sank von 2024 auf 2025 um 19,3 Prozent.
Weniger Buchungen könnten Vermieter dazu bewegen, ihre Fahrzeuge günstiger anzubieten, um die Auslastung zu sichern. Auch die politische Lage und die damit verbundene Unsicherheit könnten dazu beitragen, dass sich manche Reisende gegen die USA entscheiden.





