Campingbusse auf VW T5 im Vergleich VW California Beach

Der erklärte Minimalist in diesem Vergleich heißt California Beach. Das Mobiliar beschränkt sich auf ein paar Ablagen in der rechten mittleren Seitenverkleidung. Eine Kochmöglichkeit ist nicht vorhanden. Küchenausstattung und anderes kann der Beach-Käufer aber von Zubehöranbietern nachrüsten.

Vom California Comfortline hat der Beach die elegant in die Verkleidungen integrierten, einfach zu handhabenden Fensterrollos geerbt. Da demonstriert VW, was Entwicklungstiefe ist. Um sich bei der Verdunkelung der Frontscheibe allerdings wieder von der komplizierten Seite zu zeigen. Angesichts der sperrigen Vorhang-Gestänge-Konstruktion lobt man sich die Gardinen, die bei Reimo und Spacecamper einfach und schnell mit Druckknöpfen an den A-Säulen festgeclipt werden. Für die effektive Beleuchtung im Erdgeschoss des Beach sorgen sechs LED-Lampen.

Sitzen und Schlafen im VW California Beach

Serienmäßig sind beide Vordersitze drehbar. Wer trotz der nahezu perfekten Sitzposition eine Höhenverstellung wünscht, muss auf die Drehkonsole verzichten und büßt damit den Vorzug einer größeren Sitzgruppe ein. Der große Tisch steckt in der Verkleidung der Schiebetür. Er wird in einer Schiene auf der rechten Seite stabil eingehängt und lässt sich dank vier Beinen sogar draußen als Campingtisch benutzen. Dazu liefert VW auch zwei in der Heckklappe platzsparend untergebrachte Campingstühle gleich mit.

Die breite Sitzbank bietet drei gurtgesicherte Plätze und läuft in Bodenschienen, die Gummilippen vor dem gröbsten Schmutz schützen. In den Schienen lassen sich bei Bedarf zusätzliche Sitze installieren. So macht der Beach zum Beispiel auch als Familienkutsche eine gute Figur.

Der Umbau der Bank zum Bett ist überraschend umständlich. Um die Lehne nach hinten umklappen zu können, muss man sich weit über die Bank beugen und nach den Schlaufen zur Entriegelung angeln. In der ungewöhnlich großen, aber unebenen Liegefläche bleiben um die Gurtschlösser große Löcher, die die Bequemlichkeit stark beeinflussen. Mit einer Matratzenauflage aus dem Fachhandel, die über das Polsterarrangement gebreitet wird, ließe sich der Komfort verbessern; sie kostet aber Stauraum.

Im California Beach ist das Dachbett eindeutig die bessere Wahl. Die Durchstiegsluke ins Oberstübchen ist mit 48 auf 98 Zentimeter deutlich größer als beim City Van; der sportlich-aktive Camper ist jedoch hier wie dort gefordert. Eine Aufstiegshilfe, beispielsweise in Form einer Leiter, scheint in dieser Klasse allgemein als verzichtbar zu gelten. Die Liegefläche misst knapp 1,20 Meter Breite - spürbar mehr als bei der Konkurrenz. Fünf Zentimeter Schaumstoff und ein Lattenrost bürgen für relativ guten, gleichwohl straffen Schlafkomfort. Eine Leselampe fehlt. Dafür gibts ein Fangnetz, das Bettzeug und Schläfer vor dem Abstürzen schützt.

Das manuelle Aufstelldach

Beim California Beach gehört das Aufstelldach zum Serienumfang. Bei Reimo und Spacecamper sind für das Zeltlager-Feeling einige tausend Euro extra anzulegen. Das VW-Dach besteht aus leichtem Aluminium und ist die einzige gedämmte Außenfläche des vielseitigen Transporter-Ablegers. Im Gegensatz zum California Comfortline wird es nicht elektrisch, sondern manuell geöffnet. Beim Zuziehen faltet sich der Zeltbalg meist zuverlässig nach innen. Ein Kontrollblick schadet jedoch nicht.

Stauraum

Der Stauraum im Heck lässt sich durch Verschieben der Bank flexibel an unterschiedliche Transportaufgaben anpassen. Für größere, vor allem höhere Frachtgüter muss jedoch die Bettverlängerung, die mit ihrem Metallgestell fest am Boden fixiert ist, ausgebaut werden und zu Hause irgendwo Platz finden. Wer die Schubfächer unter der Bank entfernt, erhält eine Durchlademöglichkeit, die für Ski taugt; für Surfbretter ist sie zu schmal. Für kleinere Utensilien eignen sich die drei Schubladen unter der Bank dagegen sehr gut.

Übersicht: Kompakte Camper im Vergleich