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Balkan-Tour mit dem Camper

Albanien, Mazedonien und Griechenland

In Dalmatien endet für viele die Reise-Welt. Landschaftliche, kulturelle und klimatische Reize locken indes weiter nach Albanien, Mazedonien und Griechenland. Foto: Detlef Rohlfs 13 Bilder

In Dalmatien endet für viele die Reise-Welt. Landschaftliche, kulturelle und klimatische Reize locken indes weiter nach Albanien, Mazedonien und Griechenland.

16.12.2017 Stefan Weidenfeld

Während wir das hier schreiben, reist er gerade wieder mit einer kleinen Gruppe unternehmungslustiger Caravaner und Reisemobilfahrer durch die Balkanländer. „Er“, das ist Detlef Rohlfs, ein deutscher Architekt, in der Türkei ansässig und gerne just in jenen Ländern unterwegs, vor denen andere wegen mancherlei Konflikten in jüngerer und jüngster Vergangenheit eine gewisse Scheu haben.

1479 nach langer Belagerung von den Osmanen eingenommen: Burg Rozafa auf einem Hügel bei Shkoder. Foto: Detlef Rohlfs

Migration, sagt Rohlfs, führe fast immer zu Problemen an zwei Orten: am Ort des Erscheinens von Migranten und ebenso an dem Ort, den Migranten verlassen haben. Sein Rezept dagegen: Caravaning-Kultur- und Outdoorreisen. Sie tragen zur Wertschöpfung lokaler Einrichtungen bei, mildern Migration oder vermeiden sie gänzlich, so sein Credo.

So weit die Theorie. Ganz praktisch hat Rohlfs mit seinem Team neben Albanien, Mazedonien und Griechenland auch Ungarn, Tschechien, Slowenien, Serbien, die Türkei, Zypern und weitere Länder bereist und seine Erfahrungen mit zahllosen Fotos und Texten unter www.alaturka.info und www.camper-route.de dokumentiert. Auf letzterer Homepage bietet er „teilgeführte Campertouren“ an, die auch in „Langzeitreisen und Überwintern im Süden“ münden können sollen.

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Camping-Tour Balkanländer und Nordgriechenland

Inwieweit die Balkanländer und Nordgriechenland im Hinblick auf Klima und Infrastruktur mit klassischen Reisemobil-Überwinterungszielen wie Südspanien vergleichbar sind, sei dahingestellt. Tolle Entdecker-Reiseziele sind sie allemal, wenn man Rohlfs’ Tourkonzept genauer betrachtet.

60 Stellflächen, zeitgemäße Ausstattung, Restaurant, kleiner Supermarkt und mehr: Camping Legjenda. Foto: Detlef Rohlfs

Treffpunkt ist der Campingplatz Legjenda bei Shkoder in Albanien (www.campinglegjenda.com), je nach Route 175 bis 220 Kilometer von Dubrovnik entfernt. Von dort geht es über Tirana, Durres und Elbasan in Albanien nach Struga und Ohrid, dann weiter nach Stobi, Bitola in Mazedonien und Vergina, Meteora und Thessaloniki in Griechenland.

Die „Camper-Kulturreise“ beginnt am ersten Tag mit einer Wanderung zur Burgruine Rozafa mit anschließendem Stadtrundgang unter deutschsprachiger Führung. Toll: In der Fußgängerzone Shkoders wurde ein ganzer Straßenzug der osmanischen Bebauung restauriert. Tags darauf steht eine Radtour zur osmanischen Brücke Ura e Mesit auf dem Programm – einer aus Naturstein gefertigten Bogenbrücke aus dem 18. Jahrhundert.

Forelle im Tal der Cem, einem Nebenfluss der Moraca, der in Nordalbanien entspringt. Foto: Detlef Rohlfs

Im Bergdorf Tamara wird auf der Weiterfahrt eine Mittagspause eingelegt: Forellen, frisch gefischt und lecker gegrillt. Eine Bootstour auf dem Vau-Deja-Stausee führt die Teilnehmer auf die Ruinen-Insel Shurdhah. Auf dem Weg nach Tirana besucht die Gruppe die Festungsanlage in Kruja, eine mittelalterliche Burg, die das Skanderbeg-Museum umschließt.

Stell- und Campingplätze für die Balkan-Tour

Nächste Station ist Tirana, die Fahrzeuge parken auf dem Stellplatz des Hotels Baron (www.hotelbaron.al) – ein prima Ausgangspunkt, um Albaniens Hauptstadt zu erkunden. Eine Wanderung führt in eine riesige Tropfsteinhöhle, ein Ausflug in die Hafenstadt Durres mit römischem Theater und venezianischem Mauerturm.

Camping Rino in Struga (www.campingrino.com) liegt bereits in Mazedonien, und zwar schön am Ufer des Ohridsees, des zweitältesten Sees der Erde – ein Paradies für Naturliebhaber und Wasserfreunde. Ausflüge führen zum römischen Theater, zum Kloster Sveti Naum, zum Prespa-See, in den Nationalpark Galicica und in die römisch-byzantinische Stadt Stobi. Auf der Weiterfahrt in Richtung Meteora in Griechenland gibt es einen Zwischenstopp in Bitola, dem ehemaligen Herakleia Lynkestis mit seinen herrlichen Mosaiken aus byzantinischer Zeit.

Meteora-Klöster in grandioser Felsenlandschaft. Foto: Detlef Rohlfs

Campingplatz Vrachos in Kastraki (www.campingkastraki.com) ist der ideale Standort zur Erkundung der berühmten Meteora-Klöster. Es gibt gute Straßen, die Region lässt sich aber auch prima erwandern.

Die letzte Station dieser Tour ist der Camperstop Zampetas Thessaloniki (www.zampetas.gr). In Griechenlands zweitgrößter Metropole endet die organisierte Reise. Wer will, steuert von hier aus weiter südliche Überwinterungsziele an.

Geführte Tour durch die Balkan-Länder

Auf den erwähnten Websites finden sich zahlreiche Informationen zum individuellen Nachfahren. Die nächste ähnliche geführte Tour plant Detlef Rohlfs für die Zeit vom 10. bis 30. April 2018. Kurzentschlossene können sich auch noch der Tour vom 28. November bis 18. Dezember 2017 anschließen. Anfragen per E-Mail unter camping@alaturka.info

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
promobil Heft 12/2017
Heft 12 / 2017 15. November 2017 148 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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