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Leserfrage - Kühlflüssigkeit für Fiat-Motor

Kühlmittel nicht mischen

Leserfrage: Bei unserem Mobil auf Fiat-Basis wurde ein Zusatzwärmetauscher eingebaut. Bei dem Eingriff wurde fehlendes Kühlwasser durch die falsche Flüssigkeit ergänzt. Später erfuhr ich, dass die Vermischung zu Defekten am Motor führen kann.

Ein wichtiger Hinweis. Durch den Einbau eines Motorwärmetauschers wird natürlich der Kühlkreislauf größer und muss aufgefüllt werden. In der Bedienungsanleitung für den Ducato X 250 warnt Fiat explizit davor, den Kühlkreislauf mit etwas anderem als Paraflu Up oder destilliertem Wasser aufzufüllen.

Silikathaltige Kühlflüssigkeiten, z.B. Paraflu 11 oder Glysantin Protect, eignen sich nicht für die Verwendung in Leichtmetall-Motoren. Alu könnte angegriffen werden. Ein weiterer wichtiger Grund für das Reinheitsgebot bei Fiat: Paraflu Up ist als Langzeitschutz konzipiert, wäh­rend Kühlwasser auf Paraflu-11-Basis regelmäßig gewechselt werden muss. Mischt man die Mittel, ist erst mal der Lang­zeitschutz hinüber.

Weil die Mittel unterschied­liche Dichten haben, liefert die Frostschutzmessspindel keine zuverlässigen Werte mehr. Paraflu-Hersteller FL Selenia gibt zu bedenken, dass es beim Kontakt des organischen Pa­raflu Up (rot) mit anorga­ni­schen Mitteln wie Paraflu 11 (blau) zu Ausflockungen kommen kann, die in Einzelfällen Bohrungen im Kühlkreislauf verstopfen könn­ten. Zudem verschlechterten sich Frost- und Hitzeschutzeigenschaften.

Um ganz sicher zu gehen, ist es bei einer versehentlichen Mischung empfehlenswert, das Kühlsystem komplett zu leeren, mit klarem Wasser zu spülen und mit den vorgeschriebenen Mitteln neu zu befüllen. Die Fahrt in die Werkstatt kann man mit einem solchen Fahrzeug aber noch bedenkenlos antreten. Das Risiko kapitaler Motorschäden wird von Experten als gering eingeschätzt. Nicht nur bei Fiat, sondern auch bei anderen Fabrikaten sollte man also, um grund­sätzlich Unsicherheiten zu vermeiden, auf das vom Hersteller empfohlene und freigegebene Produkt zurückgreifen.

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