Vergleich Chausson vs. Hobby Ingolf Pompe
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Test: Chausson V 697 Road Line vs. Hobby Vantana K65 ET

Chausson V 697 Road Line vs. Hobby Vantana K65 ET Welche Camper-Ausstattung überzeugt?

Zwei Hersteller haben die Idee vom voll ausgestatteten Fahrzeug – ohne Extrakosten. Bei Chausson nennt sich das Road Line VIP, bei Hobby Vantana De Luxe. promobil vergleicht zwei unterschiedliche Einzelbetten-Grundrisse.

Einmal alles, ohne Extras. So oder so ähnlich lautet der Wunsch vieler Kunden häufig, bevor es an den Kauf eines neuen Fahrzeugs geht. Es soll ein Campingbus sein, der ab Werk mit einer Rumdum-sorglos-Ausstattung kommt. So spart man sich zum einen das Wälzen der langen Sonderausstattungsliste und womöglich auch noch Geld.

Zwei Hersteller, zwei Ausstattungs-Philosophien

Viele Ausstattungsoptionen verführen gerne mal zum Ordern von Extras, die eigentlich unnötig sind. Hobby wirbt gerne damit, schon alles Nötige an Bord zu haben. Der Hersteller nennt das die "Hobby-komplett-Vollausstattung".

Während Hobby seine Vans im hohen Norden Deutschlands ausbaut, entstehen die Campingbusse von Chausson in Italien, knapp oberhalb des Stiefelsporns. Die Philosophie hinsichtlich der Grundausstattung ist dabei eine ähnliche. Kunden haben die Wahl zwichen drei Ausstattungslinien, der First Line, Road Line VIP und der Road Line Premium. Dabei ergänzt jede Linie die vorherige um einige Ausstattungsmerkmale. Der Testwagen fährt mit der mittleren Variante "Road Line VIP". Während die Idee eines komplett ausgestatteten Fahrzeugs dieselbe ist, unterscheiden sich die Vergleichskandidaten im Preis um immerhin fast 9000 Euro.

Obwohl die Kontrahenten jeweils als Einzelbetten-Grundriss angeboten werden, unterscheiden sie sich auch hier deutlich voneinander. Während Chausson im V 697 den Begriff Einzelbett ganz genau nimmt und zwei vollkommen voneinander getrennte Liegeflächen einbaut, sind die vermeintlichen Einzelbetten im Vantana De Luxe miteinander verbunden und bilden eine einzige Liegewiese.

Chausson V 697 Road Line VIP

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Chausson V 697 Road Line VIP.
  • Gurt-/Schlafplätze: 4/2 (4)
  • Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg
  • Länge: 6,36 m
  • Preis: ab 63.480 Euro

Hobby Vantana De Luxe K65 ET

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Hobby Vantana De Luxe K65 ET.
  • Gurt-/Schlafplätze: 4/2 (4)
  • Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg
  • Länge: 6,36 m
  • Preis: ab 54.690 Euro

Wohnen

Für viele gehören die Betten im Van zu den wichtigsten Kriterien beim Fahrzeugkauf. Die Unterschiede zwischen den beiden Testwagen sind hier groß. Der Zustieg zu den Liegeflächen klappt im V 697 besonders einfach. Anders als in den meisten auf dem Markt erhältlichen Modellen mit Einzelbetten sind die im Chausson komplett voneinander getrennt und geben einen Durchgang bis zu den Hecktüren frei. So entsteht eine Art Flur, der zwei extra breite Stufen erlaubt, die den Einstieg erleichtern.

Im Vantana unterstützen nur zwei Aussparungen in der Trennwand zwischen Wohnund Heckstauraum das Erklimmen der 93 Zentimeter hohen Liegefläche. Größer gewachsene Menschen schlafen auf der rechten Seite. Dort misst die Matratze ordentliche 2,01 Meter Länge, wer auf der Fahrerseite schläft, muss sich mit 1,80 Meter begnügen.

Auf nur drei Zentimeter Längenunterschied kommen die Einzelbetten im Chausson. 1,90 beziehungsweise 1,93 Meter auf der Beifahrerseite müssen sich aber keinesfalls verstecken. Nur etwas breiter dürften die Matratzen sein. 76 Zentimeter messen sie hier jeweils. Um die beiden einzelnen Betten zu einer großen Liegefläche umzubauen, sind mehrere Querstreben und das passende Matratzenstück zwar vorhanden, das geht aber zu Lasten des Stauraums. Zudem ist der Umbau äußerst aufwendig.

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Für den Umbau müssen zunächst die Matratzen weichen. Dann wird der Lattenrost zusammengefaltet und samt Matratzen seitlich arretiert.

Größtes Manko der Chausson-Betten und zugleich wichtigstes Kriterium im Schlafbereich ist aber der Komfort. Den Matratzen fehlt es an Härte, sodass der hölzerne Lattenrost beim Liegen zu spüren ist. Zudem wirkt die Konstruktion, in die der Rost eingefasst ist, recht instabil. Im Bett von Hobby liegt es sich bequemer und auf Fiberglaslatten in unterschiedlichen Härtegraden. Die drei Matratzenteile sind genau auf die Innenbreite des Kastenwagens zugeschnitten. Nichts verrutscht, und die Spalten stören kaum.

Vorn in der Sitzgruppe können beide punkten. Nach oben hin wirkt der Raum hier luftig, was dem jeweils fehlenden Staufach über den Fahrersitzen zu verdanken ist. Ohne dieses ist ein Panoramafenster in der Fahrzeugstirn möglich, das Licht und auch Luft in den Hobby hineinlässt. Denn anders als bei Chausson lässt sich dieses öffnen. Verdunkeln hingegen ist bei beiden möglich. Vor allem während der heißen Mittagssonne ist das Plissee willkommen.

Den höheren Sitzkomfort auf der Bank genießt man beim Franzosen. Größere Sitzfläche, weichere Polster und die fein modellierten Seitenwangen der Bank laden nicht nur zum Lümmeln ein, sondern machen auch die Fahrt für Mitreisende bequemer. Im Hobby sitzt es sich an der Stelle etwas strammer.

Dafür darf man sich über mehr Beinfreiheit unter dem Tisch freuen. Das ist nicht nur ein Resultat der kürzeren Sitzbank, sondern auch dem etwas breiteren Tisch zu verdanken. Wünschenswert wäre allerdings eine höherliegende Tischplatte. Die fast zehn Zentimeter, die Hobby hier im Vergleich zu Chausson fehlen, machen sich bei der Oberschenkelfreiheit zwischen Bank und Platte bemerkbar.

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Der Herd ist mit Piezo-Zündung ausgestattet, die Spüle integriert. Lediglich mehr Arbeitsfläche wäre wünschenswert.

Die Küchen beider Campingbusse sind mit Zweiflammkocher, Spüle und 90- respektive 80-Liter-Kühlschrank ausgestattet. Letzterer ist ein Absorbermodell und im V 697 auf Augenhöhe rechts neben der Küchenzeile eingebaut. Im Vantana befindet sich der Kompressorkühlschrank in der Stirn des Küchenblocks.

Die beidseitig angeschlagene Tür macht den Zugriff von innen und außen möglich. Und noch einen Vorteil hat der Einbauort: Die Blickachse in Richtung Heck ist offen und vermittelt so ein noch offeneres Raumgefühl. Außerdem lässt die Aufteilung eine längere Küchenzeile zu. Ganze vierzig Zentimeter Unterschied zeigt das Maßband zwischen den Küchen der bei den Testfahrzeuge.

Entsprechend großzügig fällt die Arbeitsfläche bei Hobby aus. Wohingegen bei Chausson kaum eine Fläche existiert, auf der das Essen vorbereitet werden kann. Lediglich eine 28 x 28 Zentimeter große Erweiterung linker Hand steht zur Verfügung. Aufgrund des dürftig verarbeiteten Stützwinkels für diese sollte das Gemüse jedoch lieber am Tisch geschnitten werden. Gleich gut dimensioniert sind die Spülen, die jeweils eine Einheit mit dem Herd bilden und so nach dem Kochen einfach zu reinigen sind. Qualitätsunterschiede sind allerdings bei den Armaturen sichtbar. Die in der Hobby-Küche wirkt deutlich wertiger.

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Stauraumnot, aber ansonsten ein prima ausgestattetes Bad.

Gegenüber befindet sich das Bad. Dessen Größe geht bei beiden in Ordnung. Dasselbe gilt für die Maße der integrierten Duschen. Während sich Chausson für eine praktische Plexiglas-Faltwand für die Abtrennung zur Kassettentoilette entscheidet, ist bei Hobby dafür lediglich ein Vorhang vorgesehen. Ist dieser zugezogen, sind die praktischen Ablagen für Shampoo und Seife nicht mehr erreichbar. Zudem verzichtet Hobby auf den Komfort einer separaten Duscharmatur und setzt auf eine ausziehbare Waschbeckenarmatur.

Beim Stauraum im Bad hat der Vantana die Nase klar vorn. Ablagen gibt es reichlich und einen ausreichend großen Hängeschrank. Haken und Toilettenpapierhalter sind in beiden Bädern vorhanden, Chausson punktet zusätzlich mit einer Handtuchstange.

Beladen

Die große Frage beim Beladen des Heckstauraums lautet immer: Fahrräder rein, ja oder nein? Wer sowieso ohne reist oder das Sportgerät lieber auf einen Heckträger lädt, der kommt gut mit dem Stauraum unter den Einzelbetten im Chausson V 697 zurecht. Die Stufe zu den Betten ist gleichzeitig praktischer Zwischenboden im Heckstauraum und hilft Ordnung zu halten. Achtung jedoch bei Gegenständen, die oben liegen, denn eine Trennwand zum Wohnraum gibt es dort nicht. Unter dem Bett auf der Beifahrerseite stehen gleich drei größere Klapptürenschränke zur Verfügung.

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Drei große verschließbare Staufächer stehen unterhalb des rechten Betts zur Verfügung. Aber nur, wenn die Räder draußen bleiben.

All diese Annehmlichkeiten entfallen allerdings, wenn Sperriges Platz braucht. Die Schränke lassen sich ausbauen, ebenso wie der Zwischenboden. Platz für die losen Teile ist keiner an Bord, heißt, sie bleiben zu Hause. Ist der aufwendige Umbau einmal geschafft und die Möbelteile in der heimischen Garage verstaut, entsteht massig Platz im Heck. Der Stauraum misst nun stolze 185 Zentimeter in der Länge und 97 Zentimeter in der Breite.

Ein großes Fach mit zwei vertikalen Trennwänden steht auch nach dem Umbau noch zur Verfügung. Es befindet sich unter dem linken Bett und ist nach Hochklappen des Lattenrosts erreichbar. Dadurch dass der Zugriff auf das bodentiefe Staufach nur von oben möglich ist, gestaltet es sich aber schwierig, an die ganz unten liegenden Dinge zu kommen.

Der Kontrahent bietet im Bettenunterbau sieben offene Ablagen, die sich bestens zum Verstauen von Dingen wie der Kabeltrommel und dem Wasserschlauch eignen. Sollen die Fahrräder im Trockenen mitreisen, können zwei Drittel des Lattenrosts samt der Matratzenteile weggeklappt werden. Beim Zusammenfalten klemmt man sich schon mal die Finger ein, da die Scharniere so montiert sind, dass das mittlere unter das rechte Lattenrostsegment geknickt wird anstatt darüber. Ist das geschafft, entsteht Platz für zwei Räder.

Platz für die Reisegarderobe bieten die Hängeschränke oberhalb des Bettes. Im Vantana ebenso wie im V 697 sind das fünf an der Zahl. Eine praktische offene Ablage für die Nachtlektüre und das Smartphone gibt es nur bei Hobby. Ein Schrank zum Aufhängen von knitteranfälliger Kleidung ist ebenfalls in beiden Testfahrzeugen vorhanden. Er befindet sich jeweils im Küchenblock ganz rechts.

Ganz ohne Falten werden die Kleidungsstücke die Reise wahrscheinlich weder im Vantana noch im V 697 überstehen. Denn wo es dem ersteren an Breite fehlt, mangelt es dem Kleiderschrank im Chausson an Höhe. Die Tatsache, dass überhaupt ein Schrank mit Kleiderstange an Bord ist, kann dennoch auf der Haben-Seite verbucht werden.

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Sehr schmal dimensioniert und nur gebückt erreichbar ist der Kleiderschrank.

Weitere Staumöglichkeiten befinden sich in Form von Hängeschränken über der Sitzgruppe. Chausson setzt hier auf einen großen, Hobby baut drei kleinere ein. Das hat den Vorteil, dass das Gepäck während der Fahrt weniger hin und her rutscht. Optisch schick anzusehen sind die kleinen offenen Fächer aus hochglänzendem Kunststoff an der Decke des Chausson-Fahrerhauses.

Aufgrund der überschaubaren Größe und der Neigung, passt dort nur wenig hinein. Rechts und links stehen weitere offene Ablagen zur Verfügung, die besser nutzbar sind. Auch mit Bodenfächern können beide Testkandidaten dienen. Bei Hobby finden flache Gegenstände in zwei Podestfächern unterhalb der Sitzgruppe Platz, Chausson bietet ein Stufenfach im Gang zwischen den Betten.

Auf der Waage machen beide Campingbusse eine recht gute Figur. Vor allem das Gewicht des V 697 liegen im grünen Bereich. Dank enorm hoher zulässiger Achslast hinten verbleiben dort ganze 940 Kilogramm Zuladung. Ähnlich zufriedenstellend schneidet Hobby ab. Mit einer Gesamtzuladung von 490 Kilogramm kommen zwei Personen gut aus. Nur die Vorderachse sollte im Auge behalten werden. Eine Auflastungsoption bietet übrigens weder Chausson noch Hobby. Wem die Reserven in Sachen Zuladung ausgehen, der benötigt einen Termin bei einem Fahrwerksspezialisten.

Technik

Für die Isolierung kommt bei Hobby ein Mix aus PE und XPS zum Einsatz. Einerseits hilft das im Sommer das Aufheizen zu verlangsamen, andererseits funktioniert die Isolierung auch bei Reisen im Winter. Nicht isoliert, aber mit verstärkter Wandung ist der 90-Liter-Abwassertank. Wer in den kalten Monaten unterwegs ist und auf Nummer sicher gehen möchte, ordert den beheizten Tank. Entleert wird das Grauwasser mittels eines gut erreichbaren Hebels. Bei Chausson hingegen muss man sich ordentlich bücken oder auf die Knie gehen, um den 90 Liter fassenden Abwassertank zu entleeren.

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Zum Ablassen des Grauwassers muss weit unter das Fahrzeug gegriffen werden.

Für die Fahrzeugisolierung verwendet der französische Hersteller eine Dämmung namens Van Protect System, kurz VPS. Sie soll wärme- und auch kälteisolierend sein. Wintercamper können auch hier den Abwassertank als beheizte Version gegen Aufpreis bestellen. Fünf Liter Frischwasser tankt der Vantana mehr als der V697. Die 90- und 95-Liter-Tanks befinden sich jeweils unter der rechten Seite des Betts. Um an die Weithalsöffnungen zu gelangen, bei Hobby gibt es zwei davon, muss in beiden Testfahrzeugen zunächst der Lattenrost samt Matratze angehoben werden.

Mollig warme Temperaturen im Wohnraum generiert die Webasto-Dieselheizung, die ohne integrierten Boiler kommt. Warmes Wasser für die Dusche bereitet der 10-Liter-Boiler von Truma, der in der Sitzbanktruhe eingebaut ist. Der Kippschalter hierfür ist außen an der Banktruhe angebracht. Wer warmes Wasser im Vantana benötigt, bekommt das über den integrierten Boiler der Truma Combi 4. Ungewöhnlich und äußerst praktisch ist der serienmäßige Flaschenauszug im Gaskasten.

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USB-Buchsen und Steckdosen gibt es je drei gut platzierte.

An Steckdosen im Innenraum mangelt es in keinem der Testwagen. Drei 230-Volt-Anschlüsse sowie drei USB-Buchsen stehen bei Chausson zur Verfügung, sogar vier von jeder Sorte im Vantana. Für den TV-Anschluss gibt es einen 12-Volt-Anschluss über der Sitzbank, im V 697 ist sogar ein zweiter im Schlafbereich auf der linken Seite vorhanden. Den Einstieg in beide Fahrzeuge erleichtert eine elektrische Trittstufe, d ie bei Chausson wegen ihrer Breite besonders gut gefällt. Zudem reicht hier ein kurzer Tastendruck, damit die Stufe herausfährt.

Weniger gelungen ist das Lichtkonzept. Die Steuerung ist zwar intuitiv, die beiden schwachen LED-Deckenleuchten sind aber nur per Touchbedienung schaltbar. Besser klappt die Steuerung im gut beleuchteten Vantana De Luxe. Sämtliche Schalter sind gut erreichbar. Zudem lässt sich das Licht auch über die Hobby-Connect-App steuern. So lassen sich am Smartphone übrigens auch Tankfüllstände und Batteriekapazitäten kontrollieren.

Preis und Service

Sowohl Chausson als auch Hobby bemühen sich, die Vans von Grund auf so auszustatten, dass nur wenige Extras nötig sind. Dennoch ist die Differenz von immerhin 9000 Euro zwischen den Grundpreisen nicht ohne. Mit dem Fiat Ducato in der 140-PS-Version ist die Basismotorisierung identisch. Alternativ werden jeweils auch die 160 PS starken Motorvarianten angeboten – mit einem relativ moderaten Preisunterschied von rund 1400 Euro.

Zur Serienausstattung beider Testfahrzeuge gehören unter anderem eine Markise, Fahrer- und Beifahrerairbag, Tempomat sowie 16-Zoll-Leichtmetallräder. Letztere kommen beim V 697 in stylischem Schwarz. Allerdings legt Hobby beim Vantana De Luxe noch eine Schippe drauf. Mit an Bord sind zum Beispiel diverse Assistenzsysteme wie der Notbrems- und Spurhalteassistent sowie Regensensor, Verkehrszeichenerkennung und die Abblendautomatik. Chausson lässt sich diese Sicherheitsfeatures in Form eines Safety-Pakets extra vergüten.

Auch die für viele obligatorische Fahrerhausverdunkelung kostet im Road Line VIP extra. Entscheiden sich Kunden von vorneherein für die gehobenste der drei Ausstattungsvarianten, sind Annehmlichkeiten wie die Fahrerhausverdunkelung bereits ab Werk mit an Bord. Der Basispreis für den V697 Road Line Premium liegt bei 58090 Euro. Sogar die Rahmenfenster gibt es in dieser Variante ohne Aufpreis.

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Dem Testwagen gönnt Hobby wertige Rahmenfenster anstelle der vorgehängten. Sie kosten extra und schlagen mit 788 Euro zu Buche.

Damit kann auch der Vantana De Luxe nicht dienen. Wer vorgehängte gegen Rahmenfenster tauschen möchte, zahlt extra. Auch die gassparende Dieselheizung, die bereits in der Road-Line-VIP-Variante serienmäßig ist, kann Hobby nicht bieten. Darüber hinaus darf man sich bei Chausson über zusätzliche Energie via Solarpanel freuen.

Mit Navi und Mediacenter samt Rückfahrkamera, dem in der Wagenfarbe lackierten Frontstoßfänger, Isofix und Panoramafenster in der Fahrzeugstirn offeriert Hobby mit dem Vantana De Luxe allerdings die alles in allem bessere Grundausstattung.

Fahren

Dieselbe Basis, ähnliche Fahreigenschaften: die Federung des Fiat Ducato gewohnt straff, die Sitzposition hoch. Zu enge Kurven mag die 6,36 Meter lange Karosserie weniger, kommt mit einem kleinen Schwenk aber gut damit klar. Freie Sicht gewährt vor allem der Blick durch die Frontscheibe des V 697. Das Plissee schließt hier von unten nach oben und nicht wie üblich von außen nach innen. Im Vantana meldet sich außerdem der Möbelbau während der Fahrt. Besonders geräuschvoll klappert der Küchenblock.

Ungleichgewicht zwischen den Testwagen herrscht hinsichtlich der Power unter der Haube: Während der V 697 mit 160-PS-Motor fährt, bleibt es bei Hobby bei den serienmäßigen 140 PS. Die leistungsstärkere Variante bringt Fahrspaß, ist aber nicht zwingend notwendig. 140 PS sind ausreichend, um die 3,5-Tonner ans Reiseziel zu bringen, selbst wenn moderate Steigungen anstehen.

Wertung

Wohnen

  • Chausson: 3,0 von 5 Punkten
  • Hobby: 3,3 von 5 Punkten

Trotz einfachem Zustieg sind es die Betten, die Chausson die meisten Punkte kosten. Der Unterbau gibt nach, den Matratzen mangelt es an Komfort. In der Küche fehlt Arbeitsfläche. Fein hingegen ist die komfortable Dusche samt clever gefalteter Duschwand. Da montiert Hobby lediglich einen unpraktischen Vorhang.

Beladen

Chausson: 3,2 von 5 Punkten
Hobby: 3,4 von 5 Punkten

Die Zuladung kann sich sowohl bei Chausson als auch bei Hobby sehen lassen. Beim Stauraumangebot punktet der Vantana mit voluminöseren Hängeschränken und einem leichteren Umbau der Heckgarage, der zudem keine Staufächer kostet.

Technik

Chausson: 3,4 von 5 Punkten
Hobby: 3,6 von 5 Punkten

Trotz gassparender Dieselheizung im Chausson entscheidet Hobby diese Runde knapp für sich. Smartphone-Steuerung, Ablassventil sowie praktischer Gasflaschenauszug überzeugen.

Preis und Service

Chausson: 3,7 von 5 Punkten
Hobby: 4,0 von 5 Punkten

Die umfangreichere Ausstattung bietet Hobby. Dieselheizung und Solarpanel gibt es aber nur bei Chausson.

Fahren

Chausson: 3,2 von 5 Punkten
Hobby: 3,2 von 5 Punkten

Chausson fährt mit 160 PS, Hobby mit serienmäßigen 140. Dafür mit diversen Sicherheitsassistenten an Bord. Abzüge gibt es für die klappernden Möbel.

Fazit

Hobby bietet einen Campingbus, der eigentlich keiner Extras bedarf. Von der Markise bis zur Rückfahrkamera ist bereits ab Werk alles dabei. Drauf zahlt man nur für Dinge der Klasse "Camping-Luxusgut". Dazu gehören der Fahrradträger und die SAT-Anlage.

Die ordentliche Ausstattung macht sich im Vergleich zum Chausson V 697 Road Line VIP aber auch am Preis bemerkbar. Fahrerhausverdunkelung, Navigation sowie das schöne Panoramafenster in der Fahrzeugstirn sind hier einige der aufpreispflichtigen Posten. Interessant bleibt der V697 dennoch. Vor allem für Paare, die einen Grundriss mit leicht zugänglichen Betten und einem geräumigen Bad suchen.

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