Abstellplatz fürs Reisemobil Ingolf Pompe
Abstellplatz fürs Reisemobil
Abstellplatz fürs Reisemobil 3 Bilder

Ihre Meinung: Wohnmobil-Abstellplätze im Winter

Ihre Meinung – Abstellplatz fürs Reisemobil Wohin mit dem Womo?

Je nach Wohnsituation und Nachbarschaft kann das Abstellen des Wohnmobils zu einer wirklichen Herausforderung werden. Wie gehen Sie damit um? Und was wäre Ihnen ein praktischer Abstellplatz in der Nähe gegebenenfalls wert? 

Selbst wer irgendwo beim Bauern oder beim Händler über ein Winterquartier fürs Wohnmobil verfügt, will das Fahrzeug doch den Sommer über möglichst für spontane Kurzreisen rasch zur Hand haben – je nach Wohnsituation und Nachbarschaft eine Herausforderung. Wie gehen unsere Leserinnen und Leser damit um? Und was wäre ist ihnen ein praktischer Abstellplatz in der Nähe wert?

Die Meinungen unserer LeserInnen

Lesen Sie zu dieser Frage eine Auswahl der anregenden Antworten der promobil-Leserinnen und Leser, die größtenteils nicht auf ihr Recht pochen, das Fahrzeug einfach auf der Straße abzustellen.

In einer ehemaligen Fahrzeughalle der Bundeswehr, zwei Kilometer von unserer Wohnung entfernt, hat unser Mobil seinen Abstellplatz. Für 49 Euro im Monat steht es dort sauber und trocken. Jeder Mieter verfügt über einen eigenen Torschlüssel, so dass wir jederzeit Zugriff auf das Fahrzeug haben. Wenn wir mit dem Reisemobil unterwegs sind, parken wir dort unseren Pkw.
Heinz Sturm, Koblenz

Auf der öffentlichen Straße, da steht unser Reisemobil aktuell. Ein kostenpflichtiger, geschotterter und eingezäunter Abstellplatz mit zugeteilten Parzellen am Stadtteilrand wäre aus meiner Sicht eine tolle Sache und würde viele Probleme lösen. Ich wäre auch bereit, bis zu 40 Euro monatlich dafür zu bezahlen. Eine Videoüberwachung wäre bei einem solchen Abstellplatz von Vorteil. Hier sind die Städte und Gemeinden gefragt, um der stetig wachsenden Zahl der Wohnmobile gerecht zu werden.
Ewald Benninger, Stuttgart

Abstellplatz fürs Reisemobil
Benninger
Ewald Benninger: Er wünscht sich einen kostenpflichtigen, geschotterten und eingezäunter Abstellplatz mit zugeteilten Parzellen am Stadtteilrand.

Werterhaltende Unterbringung meines teuren Mobils ist mir wichtig. Ist das Fahrzeug länger ungeschützt Frost oder Feuchtigkeit ausgesetzt, nimmt es auf Dauer Schaden. Mein erstes Winterquartier war ein Unterstellplatz (Holzverschlag) unter einer Photovoltaikanlage. Ungehindert eindringende Nässe wurde im Winter zu einer Eisschicht auf dem Dach, und der Betonboden war die meiste Zeit nass. Solche Unterstellmöglichkeiten werden gerne an Besitzer von Booten, Caravans und Wohnmobilen vermietet, weil diese entsprechend Platz benötigen. Als in der Nachbarschaft eine große Garage (ehemals eine Scheune) frei wurde, war das ein Glücksfall für mich – endlich gut wettergeschützt, mit Stromversorgung und ganz in der Nähe. Der Werterhalt zählt für mich letztendlich mehr als die nicht gerade geringe Miete, wenn später mal der Verkauf ansteht.
Hubert Nieder, per E-Mail

Ratgeber: Der richtige Abstellplatz
Pompe, Zink, Vierneisel, Archiv
Ratgeber: Der richtige Abstellplatz Ratgeber: Der richtige Abstellplatz Ratgeber: Der richtige Abstellplatz Ratgeber: Der richtige Abstellplatz 5 Bilder

In der Nähe der Stadt ist auch mit intensiver Suche ein Hallenplatz praktisch nicht zu bekommen, und Stellplätze im Freien sind äußerst selten und teuer. Um unser Wohnmobil nicht auf der Straße und trotzdem ganz in unserer Nähe unterzubringen, haben wir dessen Größe schon beim Kauf nach unserer Parksituation ausgewählt. Ein nur 6,41 Meter langer Integrierter bietet uns genügend Komfort und passt auf unseren eigenen Parkplatz am Haus.
Michael Bogisch, Stuttgart

Wir wohnen auf dem Land in einer kleinen Reetdach-Kate mit großem Garten zur Miete. In Absprache mit unserem Vermieter haben wir auf eigene Kosten einen rückbaufähigen Stellplatz anlegen lassen, also Erde ausgekoffert und mit Recyclingmaterial aufgefüllt und verdichtet. Kostenpunkt inklusive Bepflanzung rund 2.000 Euro. Dafür steht das Wohnmobil jetzt jederzeit abfahrbereit im Garten, ein wahrer Luxus an Bequemlichkeit. Zudem haben wir jetzt auch einen Schlafplatz für Besucher, vorher mussten die immer in einer Ferienwohnung unterkommen.
Helmut Martens, Rodenäs

Abstellplatz fürs Reisemobil
Gebhardt
Doris und Rainer Gebhardt: Ihr Wohnmobil hat seit 20 Jahren einen Abstellplatz in einer ausgebauten Scheune.

In der ausgebauten Scheune eines Landwirts in unserem Wohnort stellen wir unser Mobil seit etwa 20 Jahren ab. Die "Garage" ist zu Fuß erreichbar, und wir haben ganzjährig, zu jeder Tages- und Nachtzeit, Zugang. Der Mietpreis hat sich im Laufe der Jahre auf derzeit 50 Euro pro Monat gesteigert. Aufgrund der derzeitigen Lage, wo die Nachfrage nach Abstellplätzen groß ist, sind wir natürlich sehr froh und dankbar, einen so praktischen und günstigen Stellplatz zu haben.
Doris und Rainer Gebhardt, per E-Mail

Das Problem mit dem Winterquartier

Gewiss ist es so, dass die meisten, die sich ein Reisemobil kaufen möchten, bereits im Vorfeld klären, wo ihr Schmuckstück den Winter über parken kann. Während die einen beispielsweise das Freizeitfahrzeug im Carport am eigenen Haus abstellen, mieten sich die anderen einen Stellplatz in einer Halle beim Händler oder Scheune beim Bauern. Letztere kann – vor allem bei Städtern allerdings durchaus viele Kilometer weit entfernt sein.

Was tun ohne Parkplatz vorm Haus?

Zwar darf nach den geltenden Regeln ein Wohnmobil unbegrenzt lange auf Parkplätzen und öffentlichen Straßen abgestellt werden, solange es nicht durch ein Schild verboten ist, das Reisemobil weniger als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht hat, zugelassen ist und eine gültige HU-Plakette trägt. Allerdings muss man jenseits der Rechtssituation im Auge behalten, dass Ferienfahrzeuge als Dauerparker auf öffentlichen Straßen nicht wirklich gerne gesehen sind. Deshalb ist es umso wichtiger, sich mit Nachbarn und Anwohnern nach Möglichkeit vor dem Parken zu besprechen, um Schwierigkeiten zu vermeiden.

Und was machen Reisemobil-Besitzer und -Besitzerinnen, die weder einen Privatparkplatz noch einen Platz auf der Straße haben? Möglichkeiten könnten sein: ein größeres Gewerbe mit entsprechendem Gelände drumherum in der Nähe. Oder ein öffentlicher Parkplatz, der schnell zu erreichen ist.

Fazit

Glücklich ist, wer daheim Platz vor dem Haus oder der Wohnung fürs eigene Reisemobil hat. Für alle anderen gibt es allerdings Hoffnung: Eine Auflistung von (Winter-)Abstellplätzen hält die promobil-App Stellplatz-Radar bereit und auch in der Stellplatz-Suche auf der promobil-Website lässt sich nach Winter-Abstellplätzen filtern. Mehr zum Thema finden Sie hier.