Alles über Lüfter
Ratgeber: Schutz gegen Sommerhitze 22 Bilder Zoom

Schutz gegen Sommerhitze im Wohnmobil: Machen Sie sich hitzefrei

Endlich Urlaub, endlich Sonne: Sie hebt die Laune, bräunt die Haut - und heizt das Reisemobil auf. Wir verraten die 10 besten Tipps und Tricks, wie der Wagen kühl bleibt und wie Sie sich wohlfühlen.

Die Südeuropäer machen es uns vor: Sie lüften dann, wenn es draußen kühler ist als drin. Das ist von spätabends bis frühmorgens.

Tipp 1: Richtig Lüften für größeres Wohlbefinden

Sobald die ersten Sonnenstrahlen die Luft aufheizen, werden die Schotten dicht gemacht. Im Reisemobil bedeutet das: Fenster und Luken zu. Wer denkt, auch das Schließen aller Rollos würde dem rasanten Temperaturanstieg entgegenwirken, liegt nicht ganz richtig. Zwar versprechen die silber folierten Rollo-Außenseiten eine gewisse Abschirmung, doch wenn das Sonnenlicht auf die Rollos trifft, ist die Wärme schon hinter den Fenstern - also im Fahrzeug. Lüften mittels Dachluken und Fenster hat dann nur noch Sinn, wenn draußen Wind geht. Dadurch entsteht auch drinnen ein Luftstrom, der zwar die Temperatur real nicht senkt, sie jedoch erträglicher macht. Kastenwagen heizen sich stärker auf, weshalb hier offene Fenster und Türen auch tagsüber Linderung bringen können.

Tipp 2: Ventilator-Dachhauben

Dem Luftzug auf die Sprünge helfen Ventilator-Dachhauben. Bei Fiamma heißen sie Turbo Vent und Turbo Vent Premium, passen in Dachlukenausschnitte von 36 mal 36 und 40 mal 40 Zentimeter Größe und verfügen über zwei Laufrichtungen sowie stufenlose Drehzahlregelung. Damit kann kühle Außenluft zu- oder heiße Innenluft abgeführt werden. Beim Luftverkehr von drinnen nach draußen dienen sich Ventilator-Dachhauben je nach Einbaulage auch als Dunstabzug für Küche oder Bad an.

Ebenfalls erhältlich ist der Universal-Ventilator Fritz Berger Turbo-Kit, 65 Euro, der mit Querstreben unter herkömmlichen Dachhauben montiert werden kann. Seinen Strom bezieht er über eine handwerklich aufwendige Verkabelung mit dem Bordnetz oder acht 1,5-Volt-Batterien. Natürlich funktioniert auch jeder normale Tischventilator. Dagegen sprechen jedoch der Platzbedarf, den er im Mobil und beim Transport beansprucht, und dass ein Kabel durch den Raum führt.

Tipp 3: Air-Quad

Die passive Variante des Deckenventilators heißt Dometic Seitz Air-Quad. Die 40 mal 40 Zentimeter große Dachhaube soll mehr Wind einfangen als jede andere Dachhaube. Ein Strömungsleitelement in der Klargaskuppel lenkt den Wind aus jeder Himmelsrichtung gezielt nach innen. Um die Luftzufuhr zu regeln, ist die Kuppel höhenverstellbar. Geschlossen hält sie selbstverständlich dicht. Auch ein Fliegengitter und ein Verdunkelungsrollo sind in den Rahmen integriert wie bei jeder anderen Dachhaube.

Tipp 4: Schatten suchen

Effektiver Hitzeschutz fängt außen an. Die simpelste Lösung heißt: Einen schattigen Stellplatz unter Bäumen suchen. In die dunkle Röhre schaut dann nur der, der seine Satellitenschüssel fest auf dem Dach montiert hat. Wer häufig heiße Regionen aufsucht und trotzdem nicht aufs Fernsehen verzichten mag, greift besser zu transportablen Sat-Schüsseln. Aber auch das Bier bleibt auf Schattenplätzen länger kühl, weil Absorberkühlschränke systembedingt nur 30 Grad Celsius unter die Außentemperatur kommen. Knallt die Sonne durch die Abluftgitter auf die Kühlschrankrückseite, kann es kritisch werden. Spezielle 12-Volt-Kühlschrankventilatoren mildern oder beheben dieses Problem. Sowohl Dometic als auch Thetford haben einbaufertige Ventilator-Sets für rund 45 bzw. 53 Euro im Programm. Erhältlich sind sie im Campingfachhandel.

Tipp 5: Markise

Selbst auf dem lauschigsten Schattenplatz scheint irgendwann die Sonne. Dann schlägt die Stunde von Markise und Sonnendach. Planen mit UV-Blocker schützen Haut und Fahrzeug. Eine vom textilen Vordach beschattete Seitenwand bleibt deutlich kühler als eine direkt bestrahlte. Das Angebot an Markisen ist enorm. Es reicht vom einfachen Sonnensegel (ab ca. 180 Euro) über in die Kederleiste eingezogene Sackmarkisen, die von Hand entrollt und aufgestellt werden müssen, bis zu klassischen Kassettenmarkisen, die per Handkurbel oder elektrisch ausfahren. Viele Sack- und Kassettenmarkisen lassen sich durch Front- und Seitenteile zu Windfängen und geschlossenen Vorzelten erweitern - eine variable Lösung für die meisten Einsätze mit Ausnahme von extremem Wintercamping.

Foto

J. Negwer, I. Wagner, I. Pompe, Hersteller, N. Eisele-Hein

Datum

17. Juli 2013
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