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Leserfrage zum Dieseltank im Wohnmobil

Kann man großen Dieseltank nachrüsten?

Report: Reisemobile vor Gericht Foto: Giordano Aita/Fotolia, Pompe, Archiv

promobil-Leser Detlef Jedinat möchte wissen, ob man bei Reisemobilen auf Fiat Ducato den 120- Liter-Dieseltank nachrüsten kann und wie viel dies kosten würde.

17.01.2018 Kommentare
Kann man bei Reisemobilen auf Fiat Ducato den 120- Liter-Dieseltank nachrüsten? Mit welchen Kosten und Problemen ist dabei zu rechnen?

fragt promobil-Leser Detlef Jedinat

Rein aus technischer Sicht ist das kein Problem. Laut Fiat kann man den größeren Tank über jede Vertragswerkstatt als Ersatzteil bestellen. Dabei ist darauf zu achten, dass der richtige Tank für die entsprechende Ducato-Generation und den vorhandenen Motor ausgewählt wird.Dazu braucht es noch die passenden Haltebänder, ein Wechsel des Tankgebers ist nicht unbedingt zwingend. Etwas komplizierter ist das Anpassen der Tankanzeige. Dazu muss der zentrale Bordcomputer umprogrammiert werden – die Werkstatt benötigt dazu die passende Software von Fiat. Sonst zeigt die Füllstandsanzeige nicht den korrekten Wert an.

Das größte Problem sind aber die Formalitäten. Da das Reisemobil mit dem größeren Tank ein höheres Leergewicht bekommt, verliert es formal seine Zulassung. Und mit dem Wiegen und Eintragen bei einer Prüfstelle ist es leider nicht getan. Eine Umschreibung der Papiere geht nur über den Aufbauhersteller. Falls dieser den größeren Tank als Extra anbietet, hat er eventuell die passenden Unterlagen und kann helfen. Am besten, Sie wenden sich an einen engagierten Händler der Reisemobilmarke.

Durch Zufall habe ich vom nachhaltigen Kraftstoff CARE-Diesel gehört. Was hat es damit auf sich? Sind für die Nutzung Umrüstungen am Fahrzeug notwendig? Und ist dieser Diesel überhaupt an öffentlichen Tankstellen verfügbar? 

fragt promobil-Leser Helmut Preuß, per E-Mail

CARE-Diesel wird nach einem speziellen Verfahren vom finnischen Unternehmen Neste hergestellt und über das Vertriebsunternehmen Tool-Fuel in Deutschland vertrieben. Bei der Herstellung wird aus pflanzlichen und tierischen Fetten synthetisch ein Stoff hergestellt, der wie Diesel strukturiert ist, aber sauberer verbrennen soll, so dass weniger gesundheits- und umweltschädliche Stoffe entstehen.

Als Ausgangsbasis zur Herstellung können Abfallfette und Reststoffe aus der Lebensmittelherstellung verwendet werden, aber natürlich auch Pflanzenöle, wie Rapsöl. CARE-Diesel ist jedoch nicht zu verwechseln mit Bio-Diesel. Insbesondere die Klopffestigkeit, die Wintertauglichkeit und die Lagerfähigkeit sollen deutlich besser sein.

Der CARE-Diesel wird daher aktuell verstärkt für Yachten genutzt, die oft über Monate unbenutzt im Hafen liegen. Unter diesem Aspekt wäre der Treibstoff auch für Reisemobile interessant. Eine Umrüstung der Motoren ist offenbar nicht nötig und auch das Mischen von CARE- und herkömmlichem Diesel ist wohl möglich.

Eine Übersicht der Tankstellen gibt es unter www.toolfuel.eu

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
pro 04/2017
Heft 05 / 2017 12. April 2017 154 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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