Mit dem Wohnmobil durchs Weserbergland Sechs kleine Schätze im Märchenland

Kleine, verträumte Orte am Flussufer, Städtchen mit stolzer Fachwerkarchitektur – im Oberen Weserbergland möchte man eigentlich alle paar Kilometer anhalten und schauen. Hier sechs Stopps, die unbedingt lohnen.

1) Höxter: Wahrzeichen der Stadt sind die beiden unterschiedlich hohen Kirchtürme der Kilianikirche, als weitere Prachtstücke der 30.000 Einwohner großen Kreisstadt locken zudem das Rathaus mit Glockenspiel und das Fallersleben-Denkmal. Unbedingt anschauen: das jüngst als Unesco-Welterbe anerkannte Schloss Corvey. www.hoexter-tourismus.de

2) Beverungen: Von Burg Beverungen ist noch der hohe Bergfried mit südlichem Anbau erhalten. Viele liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser prägen die Innenstadt, darunter das Cordt-Holstein-Haus in der Weserstraße. Etwas außerhalb lohnen die Hannoverschen Klippen und der Aussichtspunkt Weser-Skywalk einen Abstecher. www.beverungen.de

3) Bad Karlshafen:
Rund 3800 Einwohner zählt der alte Kurort am Ufer der Weser. Neben einem Rundgang durch die barocke Stadtanlage empfiehlt sich vor allem ein Besuch der Weser-Therme. Sehenswert: Die auf einer nahe gelegenen Erhebung thronende Krukenburg-Ruine im Stadtteil Helmarshausen. www.bad-karlshafen.de

4) Oberweser/Gieselwerder: Die Ferienregion Oberweser mit dem Ortsteil Gieselwerder liegt an der Märchenstraße zwischen Hannoversch Münden und Bad Karlshafen – der gestiefelte Kater sowie Schneewittchen und die sieben Zwerge fungieren als Symbolfiguren. Es gibt schöne Fachwerkbauten und ein kleines Schiffermuseum. www.oberweser.de

5) Reinhardshagen/Hemeln: Der Erholungsort mit rund 4500 Einwohnern ist das Eingangstor in den sagenumwobenen Reinhardswald mit der Sababurg. Eine alte Gierseilfähre verbindet den Ortsteil Veckerhagen mit Hemeln, von schönen Biergärten auf beiden Seiten des Flusses ist das Ganze gut zu beobachten. www.reinhardshagen.de

6) Hannoversch-Münden: St.-Blasius-Kirche, Welfenschloss, Weserrenaissance-Rathaus, Weserstein – die Liste der Sehenswürdigkeiten in der schmucken 23.000-Einwohner-Stadt ist lang. Mehr als 700 Fachwerkhäuser prägen das Bild der Ortschaft am Zusammenfluss von Werra und Fulda. Schöne Shops und Cafés. www.hann.muenden-tourismus.de

Die promobil-Tipps zum Weserbergland

Café Aegidius in Hannoversch Münden
Christian Calmano, Thomas Zwicker
Gutes genießen im ehemaligen Sakralbau – das eigenwillige Café Aegidius in Hannoversch Münden.

Eine Kirche als Café: Als die alte Aegidienkirche in Hannoversch Münden entwidmet und einige Zeit später in ein Café umgewandelt wurde, waren viele Bürger der Stadt zunächst skeptisch. Inzwischen hat sich das Café Aegidius etabliert. Im Inneren des ehemaligen Sakralbaus finden bis zu 120 Personen auf den Original-Kirchenbänken Platz, bei schönem Wetter öffnet auch der Cafégarten vor dem einstigen Gotteshaus. Auch wenn die Kombination von Zuckerstreuer, Cappuccino-Glas und nebenstehendem Kreuzstein auf dem Kirchhof zunächst gewöhnungsbedürftig ist – viele Menschen lieben es heute, in diesem speziellen Ambiente ihr Frühstück zu genießen. Zu sehen ist auch die Grabplatte des berühmten Wanderheilers Dr. Eisenbarth, der 1727 nahebei verstarb und in dieser Kirche beigesetzt wurde. www.cafe-aegidius.de

Kleine Meisterwerke: Schloss Neuschwanstein leuchtet in der Sonne, die trutzige Wartburg steht direkt neben dem ältesten Gasthaus Deutschlands, wenige Schritte weiter kann das Rathaus Hannoversch Mündens als Meisterwerk der Weserrenaissance bewundert werden – willkommen im Miniaturenpark Mühlenplatz bei Gieselwerder. Hier wurden äußerst detailversessen viele berühmte Beispiele deutscher Baukunst aus vergangenen Jahrhunderten im Maßstab 1:40 bis 1:25 nachgebaut. Der über den Platz fließende Lumbach hält die Räder historischer Wassermühlen in Bewegung, jedes Jahr kommen einige neue Modelle hinzu. Ein Muss für Modellbaufreunde. www.muehlenplatz-gieselwerder.de

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