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Wohnmobil-Basiswissen Führerschein: Welchen Führerschein für welches Wohnmobil?

Die Reformen des Führerscheins seit 1999 sorgen immer wieder für Verwirrung. promobil zeigt, was Sie mit welcher Klasse fahren dürfen. Es werden unterschiedliche Führerscheinklassen benötigt.

Abhängig vom zulässigen Gesamtgewicht (zGG) eines Reisemobils benötigt man unterschiedliche Führerscheinklassen, um es bewegen zu dürfen. Relativ einfach sind die Regeln für Personen, die ihren Führerschein vor 1999 erworben haben: Sie dürfen Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen (t) zGG fahren beziehungsweise Wohnmobil-Anhänger-Gespanne mit einem Zuggesamtgewicht von 18,5 t. Letzteres allerdings nur bis zum 50. Lebensjahr, dann erlischt diese Erlaubnis, und es dürfen nur noch Züge mit einem Gesamtgewicht von 12 t bewegt werden. Wer auch nach dem 50. Geburtstag noch Gespanne bis 18,5 t lenken möchte, muss seinen alten Führerschein gegen einen neuen Scheckkarten-Führerschein umtauschen und sich die eingeschränkte Klasse CE 79 eintragen lassen. Achtung: Für besagte Klasse CE 79 sind ab dem 50. Lebensjahr alle fünf Jahre eine ärztliche Untersuchung und eine Überprüfung des Sehvermögens zwingend erforderlich.

Deutlich weniger Masse dürfen Inhaber eines Führerscheins bewegen, der nach 1999 ausgestellt wurde. 3,5 t für das Zugfahrzeug sind hier die Obergrenze. Neu ist die Klasse B96. Sie betrifft Reisemobilisten, die beispielsweise einen Campingbus mit einem zGG von 3 t fahren und einen Anhänger mit einem Gewicht über 750 kg mitnehmen möchte: Sie müssen den B96 Führerschein erwerben, mit dem man Gespanne bis 4,25 t steuern darf. Das geht mittels einer eintägigen Schulung. Deutlich aufwendiger wird es, wenn man ein Reisemobil mit mehr als 3,5 t zGG lenken möchte, dann ist nämlich der Lkw-Führerschein C1 gefragt. Dieser berechtigt zum Fahren von Fahrzeugen bis 7,5 t zGG plus einem Anhänger bis zu 750 kg Gesamtgewicht.

Verkehrsregeln

Nicht nur für die Fahrerlaubnis ist das Gewicht des Reisemobils relevant, sondern auch im Verkehr: Reisemobile über 3,5 Tonnen zGG müssen sich in Deutschland an die Lkw-Verkehrszeichen halten. So gilt zum Beispiel auf Autobahnen das Lkw-Überholverbot auch für Reisemobile über 3,5 Tonnen. Außerdem müssen sich diese Mobile an Tempo 100 halten. Übrigens: Anders als in Deutschland bezieht sich in Österreich das Verkehrszeichen 253 (Lkw in rot umrandetem Kreis) nur auf Lkw, also Lastkraftfahrzeugen zum Güterverkehr, nicht jedoch auf Reisemobile.

Report: Service-Hotlines

Autor

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Colourbox.com, Pompe

Datum

20. März 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 03/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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