Stellplatz-Radar: 11.000 Stellplätze in einer App für iOS und Android.

Zubehör-Vergleich

Brennstoffzellen im Wohnmobil

Zubehör: Brennstoffzellen, Ratgeber Foto: Fotolia, Hersteller 8 Bilder

In den Markt für Brennstoffzellen- Systeme kommt Bewegung. Neben SFC mischt dort künftig auch Truma mit. Und mit Enymotion steht ein dritter Anbieter bereit. Der Systemvergleich auf promobil.de.

Fangen wir mit den Gemeinsamkeiten an. Alle drei Brennstoffzellen- Systeme eint zunächst einmal ein recht unscheinbares Äußeres. Rechteckige Kästen, die nichts über die wahren Qualitäten verraten.

Eingebaut in Zwischenboden oder Heckgarage bleiben die Brennstoffzellen aber ohnehin die meiste Zeit unsicht- und dank geringer Betriebsgeräusche insgesamt auch kaum hörbar. Was zählt, sind die inneren Werte, und die sind bei Brennstoffzellen wie Efoy Comfort von SFC, Trumas Vega und der Enymotion Enyware L200, ohne übertreiben zu wollen, Hightech.

Mittels chemischer Reaktion und mit nur minimalen Emissionen erzeugen Brennstoffzellen elektrische Energie. Damit wiederum laden sie die Batterie des Reisemobils.

Die drei Systeme verfolgen dabei ganz verschiedene Wege. Vor allem zwischen der schon länger bekannten Efoy Comfort auf der einen sowie der neuen Vega und der kurz vor Markteinführung stehenden Enyware L200 auf der anderen Seite sind die Unterschiede groß.

Die beiden zuletzt genannten Brennstoffzellen schlagen nicht weniger als ein neues Kapitel in der Brennstoffzellentechnik auf, indem sie aus Flüssiggas, das in praktisch jedem Reisemobil vorhanden ist, Strom erzeugen. Dazu muss das Gas (Propan, Butan) in einem ersten Schritt zunächst entschwefelt werden. Das geschieht mit einem Filter, der nach einer gewissen Nutzungszeit gewechselt werden sollte - bei Truma nach 1000 Betriebsstunden; von Enymotion fehlt dazu noch eine Angabe.

Die große Herausforderung wartet nach der Entschwefelung: Auf kleinem Raum muss in den Brennstoffzellen in einem komplexen Reformierungsprozess wasserstoffhaltiges Gas hergestellt werden. Sowohl Truma als auch Enymotion nutzen dafür in ihren Systemen geräteintern gewonnenes Wasser. Wie das genau funktioniert, da lassen sich beide Hersteller nicht in die Karten schauen.

Aus der Reaktion von Sauer- und Wasserstoff entsteht in der eigentlichen Brennstoffzelle letztlich die elektrische Energie. Daneben entstehen in geringer Konzentration Kohlendioxid und Wärme. Beides wird an die Umgebungsluft abgegeben, wobei zumindest Enymotion für die Zukunft die Nutzung der Abwärme zum Heizen nicht ausschließen will.

Die Truma Vega leistet unterm Strich 250 Watt und stellt 20 Ampere Ladestrom bereit. Die Ladetechnik ist in das System integriert und wird auf den jeweiligen Batterietyp eingestellt. Fällt die Batteriespannung unter 12,2 Volt, schaltet sich die Vega automatisch zu. Alternativ kann man sie über ein Bedienpaneel manuell aktivieren.

Mit 40 Kilo ist die Vega kein Leichtgewicht. Im Verhältnis zur produzierten Energie geht das Gewicht aber in Ordnung, zumal sich ein Teil davon an Batteriekapazität einsparen lässt, indem man etwa auf eine zweite Bordbatterie verzichtet.
Das gilt genauso für die Enyware L200, die vergleichbar schwer ist. Zudem verfügt sie über ein ähnliches Lademanagement, leistet maximal 200 Watt und liefert einen Ladestrom von bis zu 16 Ampere.

Gas- Brennstoffzellen bieten im Wohnmobil Vorteile

Im Gegensatz zu Truma und Enymotion ist die Efoy Comfort Brennstoffzelle von SFC eine sogenannte Direkt-Methanol-Brennstoffzelle. Wie es der Name sagt, nutzt sie für die Stromerzeugung nicht Gas, sondern in einem separaten Tank aufbewahrtes Methanol.

Der in ihm enthaltene Wasserstoff wird in der Brennstoffzelle direkt in Strom umgewandelt, ein Reformierungsprozess ist nicht nötig. Übrig bleibt in kleinen Mengen ebenfalls Kohlendioxid, das nach draußen abgeführt wird. Und zumindest im Rahmen einer Nutzungsdauer von 8 bis 10 Jahren ist die Efoy Comfort wartungsfrei.

Zudem wiegt sie selbst dann noch um mehr als die Hälfte weniger als Vega oder Enyware L200, wenn man das Gewicht des Methanoltanks berücksichtigt. Dafür bleibt die Leistung - maximal 105 Watt und 8,8 Ampere in der höchsten von drei Leistungsstufen - hinter der der Konkurrenzprodukte zurück.

Dahinter steckt eine andere Philosophie: Die Efoy Comfort gleicht Energie aus, die der Nutzer verbraucht. Sie ist, anders als die Systeme von Truma und Enymotion, nicht für batteriepflegende Vollladungen geeignet.

Solange Brennstoff zur Verfügung steht, bieten die Brennstoffzellen- Systeme gewisse Unabhängigkeit vom Landstrom. Dafür benötigen sie weder Sonne wie Solarmodule noch produzieren sie wie Generatoren giftige Abgase. Allerdings hat die Technik - noch - ihren Preis.

Hersteller von Wohnmobil- Brennstoffzellen

Enymotion
Telefon 07131/642240
www.enymotion.com

SFC
Telefon 089/6735920
www.sfc.com

Truma
Telefon 089/46170
www.truma.com

Top Aktuell Cockpitpflege Cockpitreiniger im Test 6 Produkte im Vergleich
Stellplatz-Radar
mobil life 11.000 Stellplätze in einer App

Mit dem kostenlosen Stellplatz-Radar finden Sie auch unterwegs immer den passenden Stellplatz.

Anzeige
Beliebte Artikel Campingkocher 5 Campingkocher im Vergleich Verschiedene Brennstoffe im Test Mit KEILEN UND CO. steht das Reisemobil angenehm eben. 10 Nivellierhilfen im Test Keile, Platten oder Luftkissen?
Fahrzeug-Angebote
auto motor und sport Nio ES8 Fahrbericht 2018 Fahrbericht Nio ES8 (2018) E-SUV für Familie und Langstrecke F1 Tagebuch - GP Singapur 2018 F1-Tagebuch GP Singapur Burger-Party mit Force India
Caravaning Deichselschloss Diebstahlschutz für Caravans Deichselschlösser und Co Weihnachtskalender 2018 Tür 15 Mitmachen und gewinnen Nighthawk von ROLLPLAY