Test: Sommerreifen für Transporter und Reisemobile 2010: Die schwarze Kunst

Test: Sommerreifen für Transporter und Reisemobile 2010 Die schwarze Kunst

Beste Nässesicherheit ist wichtig

Test: Sommerreifen für Transporter und Reisemobile 2010

Gefährlicher als Aquaplaning ist es, wenn das Reisemobil bei Kurven­fahrt unerwartet aufschwimmt. Plötzliches Ausbrechen und gefährliches Schleudern sind die Folgen.

Um diese Grenzen der Reifen zu erkunden, umrundet ein beladener Sprinter eine Kreisbahn mit integriertem Wasserbecken. Von Mal zu Mal steigert der Fahrer die Geschwindigkeit der Wasserdurchfahrt. Sensoren nehmen die Querkräf­te auf, bis das Fahrzeug nicht mehr zu halten ist. Je höher die erreichbaren Querkräfte, desto höher sind die Sicherheitsreserven der Reifen.

In diesem Versuch zeigt der neue Uniroyal, was ein echter Regenreifen kann: Mit 82 km/h und 4,15 m/s² Querbeschleunigung zieht der Sprinter durch das Wasserbecken. Pirelli, Michelin und Hankook folgen mit rund 80 km/h dichtauf. Bridgestone und Maxxis dagegen patzen, sie scheiden mit etwa 74 km/h aus. Nicht minder sicherheitsrelevant und deshalb in der Schlusswertung besonders gewichtet, ist das Bremsen auf nasser Bahn. Schon ein wenige Meter längerer Bremsweg entscheidet über einen möglichen Totalschaden oder gar Schlimmeres.

Erneut kommt als Versuchsfahrzeug die schienengeführte M-Klasse zum Einsatz. Gebremst wird mit maximalem Pedaldruck aus dem typischen Reisemobiltempo von 80 km/h bis zum Stillstand.

In diesem Versuch kann sich Hankook vor Vredestein, Pirelli Chrono und dem Rain Max 2 behaupten, der Brid­gestone hin­gegen bremst mit 58 Metern entschieden zu lang – selbst bei den widrigen Bedingungen der glatten Testpiste ist ein Unterschied von 13 Metern gegen­über dem Mittelfeld der Messwerte nicht akzeptabel – ein Tribut an die markentypisch bekannt hohe Laufleistung und den geringen Rollwiderstand mit entsprechend günstigem Verbrauch.

Eine heikle Strecke, gespickt mit gefährlichen Kurven, simuliert der Handlingtest: Wie steht es mit der Fahrbarkeit der zehn Kontrahenten auf dem winkligen, konstant bewässerten Rundkurs? Eine Disziplin, die Han­kook und Pirelli, dann kurz da­hinter Vredestein und Uniroyal unter sich ausmachen. Mit ausgewogener Fahrzeugba­lance, vernachlässigbaren Lastwechselreaktionen und beeindruckend hohem Grip dis­tanzieren sie die Konkurrenz. Vredestein und der hier füh­rende Hankook neigen bei größeren Lenkwinkeln ein wenig zum Rubbeln. Doch dieser Schönheitsfehler kün­digt dem Fahrer gleichzeitig un­zweifelhaft den Grenzbereich an. Maxxis und Michelin lassen in dieser Disziplin Seitenführung vermissen. Übertroffen werden sie darin vom Bridge­stone, der zudem durch wechselweises Unter- und Übersteuern missfällt.

Ohne Top-Leistungen in den Einzelergebnissen, aber sehr ausgewogen und mit einer überdurchschnittlich guten Gesamtwertung auf Nässe beweist der Allwetterreifen Conti Vanco Fourseason eindrucksvoll seine guten Fähigkeiten bei Schmuddelwetter. Generell haben alle Marken, abgesehen von den ver­besserungswürdigen Bremswer­ten des Bridgestone, die Nässe im Griff. Keiner der Reifen wird durch unkalkulierbare Fahreigenschaften zum Risiko. Dies trifft selbst bei hochdynami­scher Fahrweise ohne ESP zu.

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