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8 Navigations-Apps im Test

Mit Smartphone und Tablet ans Ziel

Navigations-Apps Tablet Foto: Andreas Becker 18 Bilder

Smartphone und Tablet hat fast jeder. Kostenlose oder günstige Navigations-Apps machen die Multitalente noch funktionaler. Taugt die Routenführung auch für Reisemobilisten? Acht Apps im Test.

Das Smartphone ist als Navigator schnell zur Hand, und für Routenplanung und Wegfindung wird eine enorme Software-Vielfalt angeboten. In den Shops von iTunes und Google-Play finden sich zahlreiche Navigations-Apps mit unterschiedlich großem Funktionsumfang. Etliche Kilometer auf unserer Testroute zeigen: Schon die kostenlosen Programme navigieren zielsicher durch den Straßendschungel. Wir haben Sie getestet.

Navi-Apps fürs Wohnmobil im Vergleich

Google Maps ist inzwischen nicht nur auf dem Computer eine häufig genutzte Karten-App. Auf dem Smartphone lassen sich aber nur sehr kleine Kartenumfänge offline nutzen, so dass Überland-Strecken nur mit Internetverbindung zurückgelegt werden können. Die App schlägt zuverlässig Stauumfahrungen vor und zeigt schon bei der Routenplanung die aktuelle Verkehrslage an. Reiseführer und weitere Extras sind nicht enthalten.
Preis: gratis

Apple Karten: Auf dem iPhone ist die Apple-eigene Karten-App bereits vorinstalliert. Während der Navigation ist eine ständige Internetverbindung nötig. Auf dem Display wird die Karte an den oberen und unteren Rändern von großflächigen Hinweisen zur Routenführung überlagert. Staus werden rot, zähfließender Verkehr gelb auf der Karte markiert. Zur gelegentlichen Navigation auf kurzen Strecken ist die App Karten ausreichend.
Preis: gratis

Sygic hebt sich mit Zusatzfunktionen wie Dashcam und Head-up-Display von seinen Konkurrenten ab. Während der Fahrt ist die Karte großflächig auf dem Display zu sehen. Verkehrsstörungen und Blitzer lassen sich mit anderen Nutzern teilen.
Preis: Kostenlos gibt es aber nur eine Testversion ohne Sprachausgabe. Erst die Premiumversion für einmalig knapp 18 Euro macht Sygic zu einem umfangreichen Instrument.

CoPilot Wohnmobil bietet eine vollwertige Navigation für Wohnmobile und das beste Gesamtpaket. Offline-Karten, Campingplätze und klare Anweisungen machen die Routenführung komfortabel. Umfangreiche Routenparameter inklusive Zwischenziele machen die Fahrt angenehm. Auf der Autobahn werden Abfahrten bereits zwei Kilometer im Voraus angekündigt. Auf Landstraßen wird nur der Straßenname, z. B. ST2015, genannt. Gut für Reisemobilisten: CoPilot ist eine App mit umfangreichen Routenoptionen für große Fahrzeuge. So werden nicht nur Durchfahrtsverbote beachtet, sondern auch Warnungen bei besonders engen Kurven gegeben. Als POIs finden sich allerdings nur Campingplätze. Wer Stellplätze anfahren möchte, muss diese über die Adresse suchen.
Preis: Der Preis von knapp 65 Euro rentiert sich vor allem für Fahrzeuge jenseits der 3,5 Tonnen. Bei regelmäßiger Nutzung gut investiertes Geld.

TomTom Go: Auch TomTom bietet eine Navigations-App für Smartphones an. Wer die Navigationsgeräte von TomTom kennt, findet sich auf der App schnell zurecht. Die Kartendarstellung ist identisch mit den TomTom-Geräten. Der Abo-Preis von 20 Euro pro Jahr ist im Vergleich zu anderen Apps zu teuer. Verkehrsbehinderungen werden am rechten Bildschirmrand angezeigt und Umfahrungsmöglichkeiten vorgeschlagen.
Preis: Kostenlos ist nur eine Testversion, die nach 75 Kilometern abläuft. Danach kostet die App knapp 20 Euro pro Jahr. Mehrwert gibt es im Vergleich zu den anderen Programmen nicht.

Navigon bietet eine optisch ansprechende App mit zuverlässiger Stauumfahrung. Entdeckt der Fahrer auf seiner Strecke einen Gefahrenbereich, kann die Position anderen Navigon-Nutzern mitgeteilt werden. Die Sprachausgabe ist sehr präzise. Die App von Navigon zeigt zusätzlich eine grafische Darstellung von Beschilderung und Fahrspuren auf dem Display. Scout (ehemals Skobbler) teilt dagegen nur die Nummer der Ausfahrt mit. Zur Orientierung ist diese Angabe weniger hilfreich als die Nennung eines Städtenamens, der groß auf dem Schild genannt ist. Nützlich für Reisende ist die integrierte Suche des Bewertungsportals Foursquare. Wer auf eine Lkw-Navigation verzichten kann, fährt mit der App von Navigon sehr gut. Diese erkannte auf der Teststrecke die meisten Verkehrsbehinderungen und änderte die Route automatisch ab. Der Fahrer wird somit nicht durch Bestätigungsmeldungen abgelenkt. Campingplätze können bei Navigon als Sonderziele angewählt werden.
Preis: Mobilfunkkunden der Telekom erhalten die App gratis, alle anderen Nutzer zahlen 55 Euro für die iOS-Version. Im Google-Play-Store gibt es die App bereits ab 30 Euro. Die sind die App auch wert.

Maps.Me fällt durch seine Schlichtheit auf. Die App bietet keine Zusatzfunktionen wie Reiseführer oder erweiterte Routenoptionen. Über die Suche finden sich allerdings einige Stell- und Campingplätze. Die Deutschlandkarte nimmt mit knapp 2,7 GB verhältnismäßig viel Platz auf dem Smartphone ein.
Preis: Im Vergleich zu anderen Gratis-Apps ist der Funktionsumfang zu gering – daher nur bedingt empfehlenswert für Reisemobilisten.

ViaMichelin: Michelin verfolgt mit seiner App eine eigenwillige Darstellung. Kurz vor einem Richtungswechsel weicht die Karte einem weißen Richtungspfeil auf schwarzem Hintergrund. Das Display zeigt statt der Karte eine schlichte Richtungsangabe in Form von Pfeilen. Das ist gewöhnungsbedürftig. Die Anweisungen sind übersichtlich, können aber missverstanden werden, wenn mehrere Abfahrten dicht aufeinander folgen. Mit ViaMichelin lassen sich auch Zwischenziele definieren, auch eine Route entlang von Sehenswürdigkeiten ist möglich.
Preis: Die App ist kostenlos, nach dem Öffnen des Programms wird ein Werbebanner angezeigt. Kartenmaterial gibt es nur online.

Fazit zu kostenlosen/kostenpflichtigen Navi-Apps:

Wer lediglich von A nach B geführt werden will, kommt mit Apple Karten und Google Maps gut voran. Deren größtes Manko ist jedoch die fehlende Möglichkeit, Kartenmaterial auf dem Gerät abzuspeichern. Das belastet nicht nur das Datenvolumen, sondern macht die App in Regionen mit schwachem Mobilfunkempfang unbrauchbar.

Navigations-Apps Foto: Andreas Becker
Beim Spurwechsel ist eine übersichtliche Routenführung wichtig.

Komfortabler navigiert es sich mit den Apps CoPilot Wohnmobil, Sygic, Scout, Navigon, Maps.Me und TomTom Go. Bei diesen Programmen lassen sich Karten für einzelne Länder oder Regionen herunterladen. Doch die Dateigrößen variieren bei diesen Apps erheblich. So benötigt die Deutschlandkarte bei Maps.Me knapp 2,3 GB, während die gleiche Kartenabdeckung bei Navigon weniger als 300 MB groß ist. Scout haben wir aufgrund des geringen Funktionsumfangs nicht näher beschrieben so wie viele der zahlreichen angebotenen Navi-Apps.

Welche App eignet sich für mich?

Navigations-Apps Navigon

Wie gut eine Navi-App tatsächlich ist, zeigt sich an der Qualität der Sprachausgabe und der Übersichtlichkeit der Karte. Im Idealfall fallen die akustischen Anweisungen so präzise aus, dass der Fahrer gar nicht auf den Bildschirm des Smartphones schauen muss – und wenn doch, sollte die Anzeige mit einem schnellen Blick erfasst werden können, um die Ablenkung des Fahrers so gering wie möglich zu halten.

Besonders deutliche Anweisungen geben die Apps Sygic und Navigon Select. Innerorts nennt die Stimme Straßennamen, und bei Autobahnauffahrten wird auf Nummer und Fahrtrichtung hingewiesen. Anhand des Spurassistenten weiß der Fahrer schnell, ob er auf der richtigen Fahrbahn unterwegs ist.

Können Navi-Apps uneingeschränkt verwendet werden?

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Wie auch beim Telefonieren darf sich das Smartphone während der Fahrt nicht in der Hand befinden. Schon allein um die Ablenkung so gering wie möglich zu halten, sollte die Route vor der Abfahrt eingegeben werden. Steckt das Smartphone in einer Halterung, darf es vom rechtlichen Standpunkt aus jedoch mit einem Finger bedient werden. Kompliziert ist die Rechtslage bei Navigations-Apps mit integriertem Blitzerwarner. In § 23 StVO heißt es:„Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören.“ Während das Oberlandesgericht Celle die Benutzung von Blitzerwarner-Apps 2015 ausdrücklich für unzulässig erklärt hat, halten einige Juristen und Verkehrsexperten diese Entscheidung für nicht praxistauglich. Kurios: Der Beifahrer darf Radarwarner verwenden, den Fahrer aber nicht über die Standorte informieren.

Cockpit-Halterungen fürs Smartphone

  • Nite Ize bietet mit dem Steelie eine kleine Magnethalterung für die Lüftungsschlitze an. Das Smartphone lässt sich mit einem kurzen Ruck schnell von dem Sockel entfernen. Ein Nachteil ist allerdings die Platte, welche dauerhaft auf der Rückseite des Mobiltelefons aufgeklebt wird. Durch die Magnetisierung darf das Handy nicht in die Nähe von Kreditkarten gelangen. Preis: 45 Euro.
Navigations-Apps Halterung Inline Foto: Andreas Becker
Pearl hat eine Halterung inklusive induktiver Ladefunktion.
  • Pearl hat eine Halterung inklusive induktiver Ladefunktion für iPhones und Samsung-Geräte im Programm. Für erstere muss eine Hülle gesondert bestellt werden, letztere lassen sich über ein Receiver-Pad aufladen. Der Strom gelangt über die Hülle beziehungsweise das Pad in das Smartphone. Das Stromkabel ist mit der Halterung verbunden und muss bei der Entnahme des Handys nicht ausgesteckt werden. Der Preis für die Callstel-Halterung beträgt 37 Euro.
  • Inline bietet mit dem One Click Easy eine Befestigung für Scheibe und Armaturenbrett an. Der Saugnapf ist mit einer Klebeschicht versehen, welche für festen Halt sorgt. Das Mobiltelefon wird von zwei seitlichen Backen eingeklemmt, an der Unterseite verhindern zwei Stege, dass das Smartphone nach unten durchrutscht. Durch ein Kugelgelenk lässt sich das Handy um 360 Grad in die gewünschte Position drehen. Mit einem Preis von 9,90 Euro ist das One Click Easy sehr günstig.

Doch zum konventionellen Navi greifen?

Vergleichstest: Navigationsgeräte Campingnavis im Test Welches Gerät bewährt sich?

Navigationsgeräten stehen Apps kaum nach. Die Prozessoren aktueller Smartphones berechnen die gewünschten Routen schnell. Die Lautstärke der Sprachansagen ist jedoch begrenzt durch die maximale Lautstärke des Smartphones. Manche Radios erlauben aber eine Koppelung des Mobiltelefons. Dann erfolgt die Sprachausgabe über das Soundsystem des Fahrzeugs.

In Wohnmobil und Kastenwagen empfiehlt sich auch die Navigation mit dem Tablet. Alle gezeigten Apps lassen sich auch auf dem iPad oder ähnlichen Android-Geräten benutzen. Die Bildschirmfläche ist dabei oft größer als bei Naviceivern, wodurch die Erfassung der Karte erleichtert wird.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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