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Möbelmodule von Vanessa im Test

So möbeln Sie den California Beach zum Camper auf

Vanessa Moebelmodule Test Foto: Ingo Wagner 18 Bilder

Mit Möbelmodulen und Zubehör von Vanessa verwandeln sich Vans wie der karge VW California Beach ruckzuck zum Vollwert-Camper für vier. Chefredakteur Ingo Wagner hat mit Frau und Kindern den Praxistest gemacht.

10.05.2018 Ingo Wagner

Mein Auto hat es nicht leicht. Es muss täglich Kinder über sich ergehen lassen, aber auch als Fluchtwagen parat stehen. Darum habe ich mich für einen California Beach mit Dreiersitzbank entschieden. Den Daily Driver gibt der Beach aus dem Stand. Doch auf der Flucht geht ihm schnell die Puste aus. Freilich kann man zu viert im Beach schlafen. Doch beim Thema Sitzen (VW schafft es nicht, Sitzhöhenverstellung und Drehkonsole zu kombinieren) muss er ebenso passen wie bei Kühlen und Kochen. Logo, sind ja auch keine Möbel drin.

Was also tun? Das Internet quillt über vor Tipps, Tricks und Produkten zum Thema Teilzeit-Campingbus. Also wird die Suche nach der perfekten Lösung in die Realität verlegt. Auf der Messe CMT bin ich Hubert Vollert von Vanessa Mobilcamping in die Arme gelaufen. Binnen Minuten riss die bayerische Argumentationslawine sämtliche Denkansätze (Heckauszug mit Stapelboxen, mobiler Kocher, Kühlbox hinter dem Beifahrersitz – was man als Theoretiker eben für Alternativen hält) mit markigen Worten („I kann den Scheißdreck nimmer hör’n“) und Erfahrung hinfort. Selbstbewusst ist er, der Vollert Hubert. Drum nehme ich sein Angebot („Jetzt probierst es halt amol aus!“) an und navigiere nach 83620 Großhöhenrain.

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Heckküche und Modulturm von Vanessa

Eine Heckküche und einen Modulturm mit Aufsatzschrank hat das Team hergerichtet. Auch die im Vorfeld georderte Drehkonsole für den Beifahrersitz (ein Muss!) und die Packtaschen für die hinteren Fensternischen (sehr sinnvoll!) liegen bereit. Keine fünf Minuten später hat mir Vollert auch noch einen unsichtbaren Landstromanschluss mit zwei Ladegeräten verkauft. So viel vorweg: auch das eine gute Entscheidung.

Clever Campen Bulli-Möbel Foto: Ingo Wagner
Der Möbelturm ist schnell verstaut.

Der Möbelturm ist binnen weniger Minuten im Auto und ebenso schnell mit zwei T-Schrauben in den Bodenschienen befestigt. Bei der Küche muss man zu zweit sein, da sie mit Kühlbox fast 70 Kilogramm wiegt. Auch sie wird mit zwei T-Schrauben in den Bodenschienen gegen Verrutschen gesichert. Die Idealposition von Heckküche und Modulturm haben wir mit Klebeband markiert und die Bank so positioniert, dass sie ohne Verschieberei in Liegeposition geklappt werden kann. Die Rückenlehne reicht dann exakt bis zur Oberkante der Küche, das Sitzpolster an den Turm. So entsteht zwischen Küche und Bankkorpus ein Freiraum, der allerhand Voluminöses aufnimmt.

Schon beim Packen für einen zweiwöchigen Sardinien-Trip staunen wir, wie mühelos der möblierte Beach das Familiengepäck schluckt. In der Heckküche, die mit makelloser Verarbeitung und Materialqualität, sehr belastbaren, leicht laufenden und selbsteinziehenden Auszügen gefällt, stehen eine große und eine kleine Schublade rechts, die Besteckschublade über dem Kühlbox-Auszug (für den es auch einen Gepäckeinsatz gibt, falls die Box an anderer Stelle stehen soll) und die mittlere Schublade zwischen Spüle und Kocher zur Verfügung.

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So sehr wie Qualität und Stauraum begeistern die durchdachten Details. Dass sich alle Schubladen manuell oder gar automatisch fixieren lassen, ist die eine feine Sache. Dass sich jene des mit einem Windschutz aus Alu ausstaffierten Kochers aber nur schließen lässt, wenn die Gaskartusche ausgeklinkt ist, eine andere.

Clever Campen Bulli-Möbel Foto: Ingo Wagner
Heckauszug mit Gaskocher von Vanessa.

Die größte Küchenschublade unterteilt Vanessa so, dass ein Einschub für die Rechteck-Klappgriff-Gusspfanne (ja, die gute von Ikea) entsteht. Neben den Kocher passen zwei Ersatzkartuschen, von denen man einige benötigt. Vielfältig genutzt werden kann auch das Schneidbrett. Zwischen Küchenkorpus und Kocher geklemmt schützt es vor starkem Wind, auf die obere Schublade gelegt dient es als Arbeitsfläche und unter den Küchenblock geschoben als Tischchen bei Pausen. Ebenso überzeugt die Kabelführung zur 12-Volt-Steckdose an der C-Säule. Auch die Tauchpumpe wird von dort versorgt. Sie steckt in einem 20-Liter-Kanister, der unter einer Abdeckung steht und erreichbar ist, nachdem die Matratze zur Seite geschoben wurde.

Nicht minder pfiffig ist der Modulturm. Ein Brett bildet auf der mittleren Schublade einen Tisch, der durch eine zweite Tischplatte (Beach-Tisch) übereck erweitert werden kann. In den Wangen des Aufsatzschranks stecken zwei herausziehbare Kleiderhaken. Nach zwei sehr fahr- und campingintensiven Wochen haben die allerdings sehr teuren Vanessa-Module auf ganzer Linie überzeugt und aus einem Bus einen klapperfreien Vollwert-Camper gemacht.

Info & Preise

Möbelmodule

  • Heckküche: 1.840 Euro
  • Kühlbox Dometic CF 35: 565 Euro
  • Dekor „Swiss”: 50 Euro
  • Modulturm T 1: 980 Euro
  • Aufsatzschrank: 375 Euro
  • Beach-Tisch (zum Einhängen zwischen Modulturm und Wandschiene): 95 Euro

Zubehör

  • 2 Fenster-Packtaschen: 295 Euro
  • Stromeinspeisung im Motorraum mit zwei Ladegeräten: 490 Euro
  • Faltmatratze: 495 Euro
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