Grillgeräte im Test 5 heiße Rezepte

So wird aus dem Grillabend ein richtiges Menü: Die Lieblings-Grillrezepte der promobil-Redaktion.

DAs Pfannengericht Paella

Ein Gericht, das Variabilität zulässt. Hier die Variante mit Fleisch und Fisch. Für vier Personen rund 300 g Pollo fino oder anderes Hühnerfleisch mit kleingeschnittener Chorizo- oder Merguez-Wurst in Olivenöl scharf anbraten. In Ringe geschnittene Calamares, Zwiebeln und Knofi dazugeben. Huhn in Würfel schneiden. Zwei Kaffeebecher Reis dazu – ideal sind spanischer Bomba- oder italienischer Arborio-Reis. Mit einem Schuss Weißwein sowie einer leichten Fleisch- oder Gemüsebrühe angießen, zugedeckt köcheln lassen. Zwei Tütchen Safran einstreuen, salzen, pfeffern. Gelegentlich durchrühren, rechtzeitig Brühe nachgießen. Nach etwa zehn Minuten Prinzessbohnen dazu, dann Tomatenstücke und gehackte Blattpetersilie unterheben. Garnelen auflegen. Auf kleiner Hitze fertiggaren. Mit Zitrone servieren.

Das saftige Steak vom Grill

Pro Person einen Maiskolben (vorgegart oder selbst in Salzwasser gegart) als Beilage. Dazu bieten sich vorgegarte Baked Potatoes mit Sour Cream an. Sehr gut sind die von der Steakhousekette "Block House", die es im Supermarkt gibt. Als herzhaftes Steak empfiehlt sich gut abgehangenes Roastbeef oder Ribeye (Entrecote) mit dem charakteristischen Fettrand oder dem Fettauge. Wer es feiner mag, greift zum Filet. Jedes Stück mindestens drei Zentimeter stark. Fleisch etwa eine halbe Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Grill mit Maximalleistung vorheizen, in der Anwärmphase Kartoffeln und Mais außen kurz auflegen. Obacht: Mais kann rasch anbrennen. Gussrost braucht mindestens 15 Minuten, um auf Temperatur zu kommen. Steak beidseitig leicht mit Öl einreiben und eher kräftig mit grobem Salz bestreuen. Pfeffern erst nach dem Grillen! Steak auf den Rost, Deckel schließen. Nach zwei Minuten wenden. Deckel zu und weitere zwei Minuten grillen. Inzwischen Mais mit Butter bestreichen und wieder auflegen. Gleichzeitig Gas zurückdrehen, damit die Temperatur auf etwa 100 Grad sinkt. Steak je nach Wunsch vier bis sechs Minuten garen, vom Grill nehmen und in Alufolie drei bis fünf Minuten ruhen lassen. So kann sich der Fleischsaft sammeln. Kartoffeln vom Grill nehmen, anrichten, dazu längs einschneiden und von vorn und hinten etwas einquetschen. Dann, wer mag, mit einem Butterstückchen und beiliegender Sour Cream toppen. Maiskolben mit etwas Salz und Steak mit grobem Pfeffer würzen.

Boston Baked Beans

Die schnelle Version der beliebten Steak-Beilage verzichtet auf stundenlanges Bohnenbacken im Ofen und ist somit bestens für die Outdoorküche geeignet. Der Trick: Wir verwenden schon vorgebackene Bohnen in Tomatensoße – am besten "Heinz Beanz" in der 415-g-Dose. Die ergibt zwei bis drei Portionen. Zuerst aber etwas Öl in die heiße Pfanne geben und 80 g in etwa zwei Zentimeter breite Streifen geschnittenen Frühstücksbacon darin kräuseln lassen. 1 gewürfelte Zwiebel dazu, glasig anschwitzen. 2–3 Esslöffel braunen Zucker einstreuen und etwa 5 Esslöffel Melasse (Goldsaft) unterrühren, bis alles schön blubbert. Die Bohnen aus der Dose dazu und unter gelegentlichem Rühren so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit etwas eingedickt ist. Nur bei Bedarf mit etwas Pfeffer und wenig Salz nachwürzen.

Gegrillte Ananas

Eine durchgereifte, frische Ananas vorbereiten. Dazu zunächst das Oberteil mit den Blättern sowie den Boden entfernen. Mit einem scharfen Messer Streifen von oben nach unten abschälen und die Augen aus dem Fruchtfleisch entfernen. Das klappt mit einem spiralförmigen Keilschnitt recht gut. Ananas in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit braunem Zucker bestreuen. Kurz einziehen lassen. Bei großer Hitze direkt oder indirekt mit geschlossenem Deckel angrillen. Mindestens einmal wenden – Fortschritt im Auge behalten, eventuell etwas nachzuckern. Wenn die Oberfläche leicht braun, ein Grillmuster eingebrannt und der Zucker schön karamellisiert ist, mit Vanilleeis und Schlagsahne anrichten.

Lütticher Karamell-Waffeln aus dem Grill-Eisen

Es gibt zwei verschiedene Arten von belgischen Waffeln, die Brüsseler und die Lütticher. Fürs Grillen eignet sich dieses vegane Rezept der Lütticher Version, da man es gut vorbereiten, mitnehmen und etwa einen Tag lang lagern kann – auch falls die Hochsommer-Sonne einen halben Tag lang darauf scheint, "kippt" der eier- und milchlose ("karmafreie") Teig nicht. Einen Würfel Hefe und 1 EL braunen Zucker in 400 ml Reismilch, handwarm, auflösen. Dann mit 350 g Dinkelmehl 405, 200 g Margarine und dem Mark einer halben Vanilleschote oder einem halben Teelöffel Zimt verkneten. Den Teig mindestens eine Stunde im Warmen gehen lassen oder bis zu 24 Stunden im Kühlschrank parken. Vorsicht: Der Teig geht auf, daher unbedingt in ein großes Gefäß füllen. Kurz vor der Zubereitung 120 g Hagelzucker unterrühren. Das Grill-Waffeleisen mit Öl oder Margarine fetten und ca. vier Esslöffel Teig hineinfüllen. Das Eisen verschließen und auf die Glut legen. Je nach Hitze nach ca. 2 bis 3 Minuten das Eisen umdrehen und weitere 2 bis 3 Minuten grillen. Die fertigen, von Karamell durchzogenen Waffeln je nach Gusto mit Schlagsahne oder frischen Beeren servieren.

Übersicht: Grillgeräte für Camper im Test