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Korsika mit dem Wohnmobil

Tipps für eine Campingtour über die Insel

Das besondere Ziel 1 Foto: Dominic Vierneisel 16 Bilder

Die französische Insel Korsika überzeugt viele Urlauber mit felsigen Küsten, einsamen Buchten, manch feinsandigem Strand und türkisfarbenem Meer. Ein Paradies für Camper, das auf jeden Fall eine Reise wert ist.

Wie ein kleines Stück Paradies, so erleben nicht wenige Urlauber Korsika. Besonders Naturliebhaber fasziniert die wilde Schönheit der Insel. Wanderer finden ideales Terrain und zahlreiche Wanderwege. Auch für Taucher, Segler und andere Wassersportler ist Korsika ein Eldorado. Das Inselklima ist perfekt für die Nebensaison, und Fähren bringen Gäste von Italien und Frankreich aus schnell ans Ziel.

Korsikas Westen

Das besondere Ziel 2 Foto: Dominic Vierneisel
Schon dieser Ausblick lohnt eine Korsika-Reise. Tiere haben auf der Insel Vorfahrt.

Verheißungsvoll schlängeln wir uns mit dem Wohnmobil über die Straße die grünen Hügel hinauf. Nur wenige Kilometer hinter dem quirligen Zentrum der Inselhauptstadt Ajaccio verschwinden Vorstadtblocks und Supermärkte aus dem Rückspiegel. Vor der Motorhaube: die D 81 in Richtung Norden. Als größte Straße entlang der Westküste Korsikas führt sie zielgenau zu den Schönheiten auf der rauen Inselseite. Hinter dem ersten Pass verwöhnt der Westen aber erst einmal auf die sanfte Tour. Die Straße begibt sich auf die Höhe der sandigen Buchten.

Wer sich vor Jahrzehnten in die südfranzösische Mittelmeerküste verliebte, hat am Golf von Sagone sein Déjà-vu-Erlebnis. Kleine an der Straße aufgereihte Orte ohne Hotelburgen, dafür mit Parkplätzen in Strandnähe, die auf „Teppichstangen“ als Reisemobilschreck verzichten. In der Vorsaison wird das Reisemobil hier zum Zimmer mit Aussicht. Nachts fühlt man sich auf den Campingplätzen ohnehin besser aufgehoben. Die Korsen sehen eine allzu freigiebige Vereinnahmung von Parkplätzen und Natur zunehmend skeptisch. Schließlich geht es nicht überall auf der Insel weitläufig zu.

Cargèse und Piana: Pittureske Städtchen

Vor Cargèse steigt die D 81 wieder an. In dem verträumten Städtchen mit griechischen Wurzeln entspannt ein Spaziergang hinunter zu den Restaurants am Hafen – auch für Zeitgenossen, die mit Meeresfrüchten wenig anfangen können. Durch ihre deftigen Wurst- und Fleischgerichte ist die traditionelle korsische Küche den Bergen viel näher als dem Wasser.

Der besondere Tipp: Der Ort Cargèse lohnt nicht allein wegen seiner zwei Kirchen einen Halt. Vom unterhalb des Städtchens gelegenen Hafen starten Bootstouren entlang der Felsenküste (ab 46 Euro). Auf diese Weise gelangt man auf die nicht per Straße erreichbare Halbinsel Girolata mit dem Naturpark Scandola. www.croisieresgrandbleu.com

Über einen weiteren Pass führt die D 81 ins gastliche Piana, der letzten Station vor einem wahren Höhepunkt der europäischen Küstenstraßen: Auf dem Weg nach Porto geht es vorbei an den Calanches, einem atemberaubenden Ensemble aus schroffen roten Felsen und türkisblauem Meer. Die Straßen auf der Calancha-Route sind schmal und der Fahrer braucht gute Nervem. Jedoch wird er mit einer herrlichen Aussicht belohnt.

Denn hoch über dem Wasser gewährt die Straße hinter jeder Biegung postkartengerechte Ausblicke. Allerdings ist der Parkraum knapp bemessen und auch die Straße selbst keine Autobahn. Entgegenkommende Busse passieren das Reisemobil nur im Zentimeterabstand. Auf der Calanche-Route braucht der Fahrer gute Nerven – und einen ruhigen Vorsaisontag.

Die Spelunca-Schlucht

Das touristisch gut erschlossene Porto zeigt sich auch für größeren Andrang gerüstet, der beste Ausgangspunkt für einen Abstecher in die Berge. Auf dem Weg durch die Spelunca-Schlucht versteht man schnell, warum Korsika oft als Gebirge im Meer beschrieben wird. Über 1000 Meter hohe Gipfel recken sich entlang des tiefen Schlunds empor. Mit dem Reisemobil bleibt man auf der schmalen Hauptroute oder lässt es gleich stehen. Wanderschuhe und Moutainbike sind beim Erkunden des Meeresgebirges letztendlich klar die bessere Wahl.

Bonificio im Süden der Insel

Das besondere Ziel 1 Foto: Dominic Vierneisel
Bonifacio ist einer der Höhepunkte jeder Reise auf die schöne Mittelmeerinsel. Die Ausblicke sind in jeder Hinsicht spektakulär.

Bonifacio an der Südspitze Korsikas ist einer der Höhepunkte jeder Reise auf die schöne Mittelmeerinsel. Die Ausblicke sind in jeder Hinsicht atemberaubend. Kein Reisender kann den Reizen wiederstehen. Die spektakulärste Stadt der Insel hoch oben auf den Kreideklippen zieht Besucher magisch an. Und weil das so ist, gibt es für die südlichste Stadt Korsikas auch eine klare Reisezeitempfehlung.

Anfang Mai genießt man nicht nur frühsommerliche Temperaturen, die Blüte und den betörenden Duft der Mimosen, sondern auch die Chance auf einen stadtnahen Stellplatz. Direkt gegenüber dem Hafen findet sich ein Großparkplatz, auf dem auch Wohnmobile willkommen sind. Wer länger als einen Tag bleiben will, sollte auf dem einfachen Campingplatz L’Araguina in Bonifacio direkt oder einem der Plätze in der Umgebung reservieren.

Das besondere Ziel 6 Foto: Dominic Vierneisel
Bonifacio per Boot: Gleich am Ortseingang locken Veranstalter von Bootsausflügen mit Gratis-Parkplätzen.

Über die Ausflugsboote und Privatjachten im behüteten Hafen schweift der Blick hin­auf zur der Bastion, die die Stadt über Jahrhunderte zur Landseite hin schützte. Weitere Verteidigungsbauten hatte Bonifacio kaum nötig, und auf dem Spaziergang – entlang am Hafenkai, vorbei am Supermarkt, an Souvenirläden und etlichen Restaurants –, den gewundenen Pflasterweg hinauf zur bestens erhaltenen Porte des Gênes, erkennt man auch, warum.

Vom Meer, das Bonifacio von drei Seiten umgibt, ragen steil die berühmten Kreideklippen auf. Wind und Wasser haben die Felsen ausgewaschen, dramatisch schweben die Häuser über dem Abgrund. Der Anblick ist unglaublich, einmalig, und man genießt ihn am besten vom Aussichtsbalkon des Belvédère de la Manichella unweit des Stadttors.

Das besondere Ziel 3 Foto: Dominic Vierneisel
Schöner Blick vom Genueser Tor, dem bis 1854 einzigen Zugang zur Oberstadt, auf den Hafen.

Die autofreie Oberstadt, die lang unter genuesischer Herrschaft stand und erst seit 1768 – wie ganz Korsika – zu Frankreich gehört, vermittelt mit ihren engen Gässchen einen lebendigen Eindruck vom mittelalterlichen Leben in Bonifacio. Ein Höhepunkt ist die Kirche Ste.-Marie-Majeure aus dem 14. Jahrhundert, die romanischen Ursprungs ist und in deren Loggia einst Recht gesprochen wurde. Auch die Eglise St.-Dominique lohnt einen Besuch; die angeblich einzige gotische Kirche Korsikas grenzt an die Zitadelle und das frühere Areal der Fremdenle­gion. Die dort aufbewahrten Figuren werden bei den bunten Karwochen-Prozessio­nen im Eilschritt durch die Stadt getragen. Schwindelfrei und bei guter Kondition sollte man für die bekannte Königstreppe sein. Steil führt die Escalier du Roi d’Aragon an der senkrechten Klippe hinab zum Meer. Der Legende nach schlugen die Truppen des Königs von Aragon die 187 Stufen in einer Nacht in den Fels.

Das besondere Ziel 4 Foto: Dominic Vierneisel
Der Seefahrerfriedhof Cimetière Marin mit seinen Mausoleen.

Genug vom Trubel? Dann statten Sie dem beschaulichen Seefahrerfriedhof Cimetière Marin am Ende der Halbinsel einen Besuch ab. Stilvoll ruhen in dieser Nekropole die Toten in eng aneinandergereihten Mausoleen.

Wer die Stadt verlässt, sollte einen Abstecher zum Capo Pertusato auf keinen Fall versäumen. Der Blick zurück auf Bonifacio ist herrlich, und bei gutem Wetter sieht man über die Meerenge sogar hinüber bis nach Sardinien.

Tipps & Infos für eine Wohnmobil-Tour

Anreise: Der kürzeste Weg nach Korsika führt über Italien. Fährschiffe von Corsica Ferries und Moby Lines verkehren zwischen unterschiedlichen italienischen Häfen und Bastia im Norden der Insel. Ajaccio wird nur vom französischen Festland aus angesteuert (Corsica Ferries, SNCM). Camping-Cheque-Kunden profitieren bei SNCM von Rabatten, die bei der Online-Buchung unter dem Promotionscode HEKAWAN abgerufen werden können. www.sncm.fr.

Fähren in Südeuropa
Auf zu fernen Küsten

Auskunft: Ausführliche Informationen bietet die korsische Tourismuszentrale auf der Homepage auch in deutscher Sprache. Herunterladen von Broschüren möglich. L’Agence du Tourisme de la Corse, 17 Boulevard du Roi Jérôme, F-20181 Ajaccio, Telefon 0033/495510000, www.visit-corsica.com
Fremdenverkehrsamt Bonifacio Tourist-Info: 2 rue Fred Scamaroni, 20169 Bonifacio, Tel. 0033/495731497, E-Mail info@bonifacio.fr; www.bonifacio.fr

Stellplätze/Camping: Anders als auf dem französischen Festland gibt es auf Korsika kein Stellplatznetz. Das nächtliche Parken von Reisemobilen ist oft reglementiert und wird allenfalls in der Nebensaison geduldet. Zum Übernachten bieten sich Campingplätze an, die über Entsorgungsmöglichkeiten verfügen.

Campingplätze auf Korsika

F-20260 Calvi: Camping la Pinède Calvi

Camping la Pinède Calvi mit Sandstrand Foto: Kohstall, Archiv
Im Camping la Pinède Calvi kann man nicht nur faulenzen sondern auch sportlich richtig aktiv sein.

Inmitten Schatten spendender Bäume liegt dieser Platz. Bei Massagen kann man entspannen, oder man spielt auf dem Sportplatz Fußball oder Volleyball. Möglichkeiten zum Wandern und Reiten gibt es platznah. Im Pool haben Kinder Spaß, das Animationsteam unterhält die Gäste im Sommer. Für Sportfans gibt es einen Outdoor-Fitnesspark. Außerdem sorgt das Spa-Chalet mit Sauna und Whirlpool für ausreichend Erholung.

Zur Ausstattung zählen kindgerechte Sanitäranlagen sowie eine Behindertenkabine. W-LAN funktioniert überall. Fürs leibliche Wohl sorgen vom 29. April bis 27. Oktober Restaurant und Snack-Bar, den Gaumen verwöhnt ein Feinschmeckerlokal.

Die Ver- und Entsorgung für Reisemobile ist möglich. Der Strand von Calvi, einer der schönsten Sandstrände, liegt nur 200 Meter entfernt. Ein Haustier ist auf dem Platz erlaubt.
Infos:
www.camping-calvi.com

F: 20100 Sartène: Camping Campéole L‘Avena

Das besondere Ziel 7 Foto: Dominic Vierneisel
Campingplatz L’Araguina in Bonifacio: einfach, aber stadtnah.

Eine schöne Lage und Natur pur besitzt dieser Campingplatz, umgeben von grün bewachsenen Hügeln. Er ist ein neuer Camping-Cheque-Partnerbetrieb. Der Kinderclub und Tanzabende werden nur im Sommer angeboten, ansonsten vergnügen sich die Kleinen auf dem Spielplatz mit Hüpfburg. Am Sandstrand kann man buddeln, Sandburgen bauen und schwimmen gehen. Möglichkeiten für Küstenwanderungen und Wassersport liegen platznah.

Die Ausstattung umfasst Waschmaschinen, die Sanitäreinrichtungen sind zudem behindertengerecht. Es gibt eine Snack-Bar, und der Lebensmittelladen verkauft frische Baguettes. Beide halten geöffnet vom 14. Juni bis 12. September. Die Ver- und Entsorgung für Reisemobile ist möglich.

Bonifacios weiße Klippen sowie die Altstadt von Sartène sollte man nicht verpassen. Zwei Haustiere dürfen (mit Impfschein) auf den Platz.
Infos:
www.camping-corse.info

F-20118 Sagone: Sagone Camping:
Der gut zugängliche und gepflegte Platz liegt außerhalb des Ortes und bietet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge entlang der Westküste und in die Berge an. 300 Stellflächen, Pizzeria, Einkaufsmöglich­keit, WLAN.
Info: www.camping-sagone.com

20169 Bonifacio: Stellplatz beim Jachthafen
Gebührenpflichtiger Großparkplatz, ausgeschilderter Bereich für rund 20 Wohnmobile, kein Strom, keine V+E, 10 Euro für 12 Stunden. Ganzjährig.
Standort: Avenue Sylver Bohn, GPS 41°23’20”N, 09°09’57”O

20169 Bonifacio: Campingplatz L’Araguina
Campingplatz direkt an der N 196, rund 1,5 km zum Jachthafen von Bonifacio. 23,20–24,50 Euro für 2 Erwachsene und 1 Wohnmobil. Strom extra. Geöffnet 1. April bis 20. Oktober.
Standort: Avenue Sylver Bohn, GPS 41°23’32”N, 09°09’55”O, Telefon 0033/495730296

20169 Bonifacio: Campingplatz Des Iles
Campingplatz rund 6 km südöstlich von Bonifacio. Strand 500 m. Pool, Tennisplatz, Minigolf. 16,90–27,80 Euro für 2 Erwachsene und 1 Reisemobil. Strom extra. Geöffnet 1. April bis 1. Oktober.
Standort: Route de Piantarella, GPS 41°22’42”N, 09°12’37”O, Telefon 0033/495731189

20169 Bonifacio: Campingplatz La Trinité
Campingplatz rund 7 km nordwestlich von Bonifacio an der N 196 Richtung Sartène, 10,60–22 Euro für 2 Erwachsene und 1 Reisemobil. Strom extra. Geöffnet 1. April bis 15. Oktober.
Standort: Route de Sartène, GPS 41°24’37”N, 09°07’38”O, Telefon 0033/495731091

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