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Carado T 448 im Dauer-Test - Das Online-Tagebuch

Zu viert ins Montafon

Carado T 448 (2018) Foto: Anja Briehl 138 Bilder

Der härteste Wohnmobil-Test in ganz Deutschland: Die promobil-Redaktion testet den Carado T 448 ein komplettes Jahr. Verfolgen Sie hier live, was die Redaktion mit dem Fahrzeug erlebt.

19.03.2018

Der Carado T 448 unterzieht sich dem härtesten Test, den die promobil-Redaktion zu bieten hat: Den Dauertest. Ein Jahr lang wird er vom gesamten Team getestet: Bis zu 40.000 Kilometer oder mehr bekommen diese Fahrzeuge in dem Zeitraum verpasst, fast jeder in der Redaktion wird mit ihm unterwegs sein. Vor allem durch die Länge des Testzeitraums können wir eventuelle Mängel aufdecken – oder besonders gelungene Aspekte des Fahrens, Wohnens, Transports, etc. in der Praxis erleben.

19.03.2018: Zum Verlags-Skicup nach Gaschurn

von Dina Dervisevic, Redakteurin MOTORRAD-Online

Carado T 448 (2018) Foto: Dina Dervisevic
Ruinierte Lieblingsschuhe!

Meine erste Erfahrung mit Carlos: Er hat meine Lieblingsschuhe ruiniert. An der Beinfreiheit nach vorn ist von Beifahrerseite nichts auszusetzen. Stelle ich meine Beine aber im 90-Grad-Winkel nach unten auf, ist die Gefahr groß, sich an der harten und rauen Kunststoffabdeckung die Schuhe zu ruinieren – sehr ärgerlich.

Mit drei weiteren Kolleginnen von der Motor Presse ging's vergangenen Donnerstag zum Skicup des Verlags. Zwei Tage lang haben wir die Pisten und Hütten von Gaschurn unsicher gemacht, beim Motor-Presse-Skirennen Preise abgeräumt und eine wunderbare Schneeschuhwanderung an der Bieler Höhe genossen. Praktisch war vor allem die große Heckgarage für Gepäck und Ski-Equipment: Neben der eigenen Ausrüstung konnten wir sogar für Kollegen, die in Pkws anreisten, Skier und Stiefel verstauen.

Carado T 448 (2018) Foto: Dina Dervisevic
Bloß nix anmerken lassen, auch wenn's mal eng wird...

Ebenfalls positiv: Den Rückspiegel kann man mangels Heckfenster zwar nur als Schminkspiegel nutzen, dafür gibt's aber die Birdview auf dem Navigationsbildschirm, d.h. Carlos wird aus der Vogelperspektive abgebildet. Mit diesem Überblick sind großartige Parkmanöver und beeindruckende Rangieraktionen möglich. Danach lässig aussteigen, möglichst routiniertes 'das-mach-ich-jeden-Tag-Gesicht' auflegen und den Schaulustigen die Kameras verschweigen: Fertig ist der sogenannte „Bossmove“. Damit hätte Carlos mein Herz schon fast wieder zurückerobert. Allerdings – und zum Glück! – ist dieses Feature nachgerüstet.

Doch wenn's dann vorwärts geht, hilft auch die Birdview nichts mehr, dann wechselt der Fahrer von der Luft zur See. Zusätzlich zum Führerschein der Klasse B empfielt sich für die Autobahnfahrt das Seepferdchen. Je nach Straßenzustand und Wetterlage fühlt es sich für mich als Wohnmobil-Neuling ab ca. Tempo 100 an, als lägen die Vorderräder nicht satt auf dem Asphalt, sondern würden zu schwimmen beginnen. Mit zunehmendem Tempo wird das Gefühl immer unangenehmer. Dabei hatten wir extra das schwerste Gepäck von 4 Personen nicht in den Laderaum, sondern vor die hintere Achse gepackt.

Apropos 4 Personen: Da ich Fahrer, Beifahrer und Fondgast war, hier noch ein paar Anmerkungen zum Sitzkomfort in der zweiten Reihe. Die weiche Sitzbank am Tisch bietet keinerlei Seitenhalt, weshalb eine ausfahrbare Armlehne sehr schön gewesen wäre. Je nach Seegang werden einige Muskeln beansprucht, um den Oberkörper in der Vertikalen zu halten. Vor allem auf der Rückfahrt mit Muskelkater war das ganz schön lästig.

Zwischenfazit: Stärken und Schwächen im Überblick

Update vom 23.2.2018: Nachdem der Teilintegrierte bereits acht Monaten in der Redaktion verbracht hat, wagen wir ein kurzes Zwischenfazit. Der Großteil des promobil-Teams war sehr zufrieden mit dem Carado T 448, egal ob sie mit der Familie, Partner oder alleine unterwegs waren.

Briancon Foto: Maddalena Fanelli
"Carlos" war im Sommer 2017 in Frankreich unterwegs

Einige Details sollte Carado an seinem Modell aber auf jeden Fall noch verbessern, beispielsweise die schlichte Fahrerhausverdunklung, die Einteilung mancher Stauräume oder die Warmluftverteilung der Heizung und die Platzierung des Bedienknopfs. Sind die Einzelbetten zum großen Bett vereint, kommt man nämlich nur umständlich an die Steuerungseinheit.

Der Grundriss mit dem Hubbett ist nur eingeschränkt familientauglich, da die Sitzgruppe nicht mehr nutzbar ist, wenn das vordere Bett herabgelassen ist. Das ist allerdings konzeptbedingt. Dennoch: Beide Betten wurden von allen Testern als relativ bequem empfunden und Küche und Bad bieten genügend Raum.

Hier nochmals alle Stärken und Schwächen im Überblick:

Fahren


 auch Anfänger kommen gut mit den Maßen des Fahrzeugs klar
 mit dem 148-PS-Motor ist man stets gut motorisiert
 optionaler 5. Gurtplatz
 nachgerüstete 360-Grad-Kamera und Rückfahr-Kamera
 Routenführung und Stauanzeige des Navigationsgerät teilweise fehlerhaft
 etwas anfällig für Seitenwinde
 laute Abrollgeräusche und schlechter Nassgrip mit Goodyear-Winterreifen

Schlafen

 lange, bequeme Einzelbetten im Heck
 Hubbett dank Tellerfedern auch recht bequem
 5-6 Schlafplätze möglich

Stauraum

 viele Staufächer
 große Heckgarage
 Stauräume in Küche und unter Heckbetten teils sehr tief und schlecht zugänglich

Aufbau/Ausstattung

 Aufbau und Möbelbau wirken solide
 viele praktische Details
 Radio auch im Stand nutzbar
 Fahrerhausverdunklung nur mit Vorhang
 (Stolper-)Stufe zwischen Küche und Wohnraum
 keine Markise
 kein Isofix auf Rückbank
 teilweise schlechter Radioempfang

Küche

 L-Küche bietet viel Platz
 sehr großer Kühlschrank
 Bedienknöpfe zu nah an Kocherflammen

Badezimmer

 viel Stauraum
 fest eingebaute Toilette
 Wasser aus Dusche kann in den Flur fließen

Ver- und Entsorgung

 nicht erkennbar, ob Abwassertankventil offen oder geschlossen ist
 Bedienelemente nicht zentral angeordnet
 karges Kontrollbord

Wintertauglichkeit

 starke Truma-Heizung Serie
 isolierter Abwassertank für geringen Aufpreis
 bei Frosttemperaturen wird Sitzgruppe nicht gleichmäßig warm
 Badwaschbeckenablauf kann einfrieren
 Eisschicht-Bildung auf unisoliertem Garagenboden

Probleme/Pannen:

Logbuch-Einträge der Redaktion über alle Testfahrten

Wie läuft der Dauertest des Carado T 448? Hier updated das promobil-Team regelmäßig den Test des Teilintegrierten.

13.03.2018: Erstlingsfahrt nach Holland

von Florian Greiner, promobil Digital

Carado T 448 (2018) Foto: Florian Greiner
Digital-Kollege Florian Greiner ist mit Carlos in die Niederlande gefahren.

Kann man an einem Wochenende vom Camping-Anfänger zum Camping-Experten werden? Wahrscheinlich nicht. Aber zum Camping-Fan! Mit drei Freunden habe ich ein Wochenende lang alle Facetten von Carlos kennengelernt. So ging es am Freitagabend nach Rotterdam mit verschiedenen Zwischenstationen auf der Strecke.

Die erste Etappe auf der Autobahn startete mit Regen. Auf der nassen Fahrbahn sind die Abrollgeräusche relativ laut. Zusätzlich machen die Dichtungen der Aufbautür bei jeder Bodenwelle störende Quietschgeräusche. Durch die große Angriffsfläche an den Seitenwänden muss ich bei Seitenwind ziemlich viel gegenlenken, daran gewöhne ich mich aber recht schnell.

Die vorderen Sitze sind bequem, die Sitzposition aber ziemlich hoch. So kann ich als große Person (1,93 m) die Geschwindigkeit nicht immer genau ablesen, denn die Sonnenblenden verdecken die Sicht auf die Skalierung. Auf den hinteren Plätzen können auch Erwachsene angenehm sitzen. Das einzig Negative dabei ist, dass die Gurtschnallen das Sitzpolster nach vorne schieben – somit war bei jeder Pause Sitzpolster-Zurechtrücken angesagt.

Unsere erste Station war der Reisemobilstellplatz „3H“ in Heinsberg kurz vor der niederländischen Grenze. Dort angekommen, schließen wir zunächst extern Strom an und machen das Reisemobil fertig für die Nacht. Die Heizung haben wir zum Schlafen zunächst ausgeschaltet. Der Wohnraum kühlt innerhalb weniger Stunden unverhofft schnell aus, deshalb mussten wir die Heizung wieder einschalten. Das Ergebnis am frühen Morgen: Die beiden Damen, die im Hubbett schliefen, wachen schweißgebadet auf. Die warme Luft hatte sich oben gesammelt, im hinteren Teil bei den Einzelbetten war es dagegen nicht sonderlich warm.

Carado T 448 (2018) Foto: Florian Greiner
Einfach mal anhalten, wenn's einem irgendwo gefällt: Florian Greiner und seine drei Mitfahrer genossen das Freiheitsgefühl im Wohnmobil auf dem Trip in die Niederlande.

Nach dem Frühstück mit Blick auf den See haben wir Carlos schnell wieder abfahrbereit gemacht. Um alle Aspekte des Campings einmal auszutesten und um in Holland bei Bedarf unabhängig zu sein, füllten wir den Wassertank auf und leerten den Abwassertank sowie die Kassetten-Toilette.

Mit angenehmen 120 km/h ging es weiter über niederländische Autobahnen bis Rotterdam. Vom Stellplatz Noordvest Schiedam kommt man in 10 Minuten mit der Metro in die Innenstadt und profitiert zusätzlich von der ruhigen und idyllischen Lage am kleinen Fluss.

Nach einer Stadtbesichtigung hatten wir keine Energie mehr zum Kochen. Somit haben wir kurzerhand unter Angabe unseres Kennzeichens eine Pizza zum Stellplatz bestellt. 45 Minuten später wurde uns die Pizza direkt vor die Wohnmobiltür geliefert – praktisch!

In dieser Nacht haben wir das Wohnmobil abends noch einmal ordentlich aufgeheizt und die Heizung dann über Nacht ausgemacht. Keinem der vier Neu-Reisemobilisten wurde es kalt in dieser Nacht und alle schliefen sehr gut. Nur beim Frühstücken mussten wir uns dicke Pullis anziehen, bis Carlos wieder auf die richtige Temperatur aufgeheizt war.

iNet-Box Fernsteuerung auf Smartphone und Tablet Truma iNet-Box im Lesertest Dauereinsatz im Wohnmobil

Das Problem mit der Heizung nachts hätten wir auch ganz einfach lösen können: Der Teilintegrierte hat wohl eine Truma inet-Box an Bord. Mit dem Smartphone kann man via Bluetooth oder SMS die Zeitschaltuhr-Funktion für die Heizung ganz easy einrichten. Ganz schön vernetzt, dieser Carlos!

Am nächsten Morgen ging es wieder zurück Richtung Deutschland. Der letzte Zwischenstopp war schließlich Koblenz. Carlos parkten wir am Straßenrand und machten uns auf zum Deutschen Eck. Nach einer kurzen Stärkung in der Innenstadt von Koblenz ging es wieder zurück nach Stuttgart.

Wir alle würden mit Carlos jederzeit wieder für ein Wochenende oder gerne auch länger wegfahren.

20.02.2018: Carlos unter der Haube

von Jürgen Bartosch, stellv. Chefredakteur promobil

Carado T 448 (2018) Foto: Jürgen Bartosch
Hohem Schneefall und Temperaturen von bis zu -15 Grad musste Carlos trotzen.

Die Faschingsferien verbrachte Carlos im Allgäu, genauer gesagt in Oberjoch. Der einsetzende Schneefall sorgte nicht nur dafür, dass Ski- und Snowboard-Fans auf ihre Kosten kamen, sondern Carlos auch mit einer dicken weißen Haube eingehüllt wurde.

Bei Dauerfrost mit nächtlichen Tiefstwerten von unter Minus 15 Grad zeigte sich aber auch, dass diese Bedingungen nicht gerade das Lieblingsterrain des Carado-Teilintegrierten sind. Die starke Truma-Heizung im Heck mühte sich zwar redlich, schaffte es aber nicht optimal die Sitzgruppe vorn gleichmäßig zu temperieren. Vor allem ins unisolierte Fahrerhaus wird zu wenig Warmluft geblasen. Auch in der Heckgarage reicht der Wärmeeintrag der Heizung nicht aus, eingeschleppte Feuchtigkeit daran zu hindern am ungedämmten Garagenboden festzufrieren.

Immerhin teilweise frostsicher erwies sich die Wasseranlage mit dem optional isolierten Abwassertank. Das Küchenspülbecken, dessen Ablaufrohr direkt im Abwassersammler mündet, floss ohne Probleme ab. Das Badwaschbecken jedoch entleerte sich anfangs noch zögerlich, aber dann überhaupt nicht mehr. Beim Blick unter den Wagenboden wurde die Ursache schnell klar: In den unterflur montierten, unisolierten Siphons von Waschbecken und Duschwanne bleibt notwendigerweise Wasser stehen und friert dann früher oder später ein. Dann geht nichts mehr durch, bis die Außentemperaturen wieder über null Grad liegen.

Doch das hält mich und meine Carlos-Test-Besatzung, echte Wintercamper, nicht davon ab, sich im Carlos auch bei strammen Minusgraden wohlzufühlen. Zumal sich die Wasseranlage inklusive des optional isolierten Abwassertanks als frostsicher erwies. Für Stromnachschub war auf dem Campingplatz ohnehin gesorgt.

Carado T 448 (2018) Foto: Jürgen Bartosch
Solarzellen von Solara im Test

Testhalber haben wir den Landstrom für eine Nacht und einen Tag abgeklemmt, um die Tauglichkeit einer mobilen Solarzelle von Solara zu testen. Das durchdachte Set aus Isoliermatte, zweiteiligem Solarmodul, Diebstahlsicherung und Laderegler schaffte es über den sonnigen Tag hinweg tatsächlich einen Gutteil des Stromverbrauchs wieder aufzufüllen.

Zwei Vorkommnisse trübten die Winterfreude allerdings noch – ganz unabhängig von den Außentemperaturen: Das Wasser im Badwaschbecken floss anfangs schlecht, dann gar nicht mehr ab. An den Siphon kommt man zu Reinigungszwecken aber nicht so leicht heran, weil er hinter Verkleidungsteilen verborgen ist.

Carado T 448 (2018) Foto: Jürgen Bartosch
Zerschmolzener Gasknauf am Herd

Das zweite, kleine Malheur ereignete sich in der Küche: Der Dreiflammkocher erfreut zwar eigentlich mit relativ großen Flammen und einem soliden Topfträger. Also nutzen wir bei unserem Wintercamping-Trip alle Platten gleichzeitig, um die Vier-Personen-Besatzung zu versorgen. Das Ergebnis enttäuscht: Wenn man den Platz tatsächlich für große Pfannen oder Töpfe nutzt, kann es dazu führen, dass so viel Hitze zur Seite abgelenkt wird, dass die Regelknöpfe aus Kunststoff sich zu verformen beginnen.

Ein kleiner Werkstattaufenthalt sollte in den nächsten Wochen diese beiden Punkte aber schnell beheben.

Logbuch-Eintrag 11.02.2018: Schweizer Alpen im Winter

von Christian Becker, promobil Redakteur

Diese Woche hatte Carlos einen ganz besonderen Job. Es ging zum Winterreifentest in die Schweiz, genauer nach Ulrichen. Schon der Weg zum Testgelände war spannend. Da der Furkapass noch im tiefen Winterschlaf ruht, gab es zwei Optionen. Entweder einen Umweg von weit über einer Stunde fahren, oder aber die kurze Zugpassage von Realp nach Oberwald. Die kostet zwar 33 CHF, bringt uns aber komfortabel bis kurz vor das Reifentestgelände. Also heißt es für Carlos: Augen zu (Spiegel einklappen) und durch. Tatsächlich sieht es auf den Bildern noch enger aus als es letztendlich ist. Dennoch hinterlässt die Auffahrt auf den Zug ein mulmiges Gefühl und wir sind froh heil wieder vom Autoanhänger herunter zu sein.

Carado T 448 (2018) Foto: Ingolf Pompe
Die Schneeketten bekam Carlos zum Glück nur testweise aufgezogen.

Dann beginnt der harte Testzyklus. Fahren, Reifen wechseln, Fahren, Reifen wechseln und das stundenlang bis in die Nacht. Aber mittendrin findet sich auch mal die Zeit, ein bisschen Spaß im Schnee zu haben. Und Carlos schlägt sich da richtig gut. Schon erstaunlich, was aktuelle Winterreifen alles können. Für den Fall der Fälle waren Schneeketten an Bord. Hier blieb es aber nur bei einer Trocken-Übung damit die Montage im Ernstfall schnell funktioniert. Denn trotz gewaltiger Schneemassen in den Schweizer Alpen konnten die Ketten in der Heckgarage bleiben.

Logbuch-Eintrag 14.12.2017: Recherche im Emsland

von Thomas Cernak, freier Autor

Emsland Wohnmobil-Tour durchs Emsland Touren-Tipp für Niedersachsen

Carlos hat mich auf meiner Recherchereise vom 11. bis 13. Dezember durchs Emsland begleitet. Er hat dabei folgende Eindrücke bei mir hinterlassen: Die nur Stunden zuvor montierten neuen Winterreifen verursachen ein deutlich vernehmbares Abrollgeräusch, bei Regen dringen vereinzelte Tropfen durchs Panoramadach. Die Farbgebung des Möbeldekors und der Stoffe sowie die Muster empfinde ich als wenig aufregend. Die Verarbeitung wirkt solide, was auch für die Fensterrollos gilt. Ab und an meldet das Display einen zu geringen Ölstand, was aber – wie ich hörte – vermutlich auf einem defekten Sensor beruht. Sehr positiv fiel mir das Birdview-System auf, das i-Tüpfelchen wäre ein noch besserer Bildschirm.

Logbuch-Eintrag 09.11.2017: Familientest mit Punktabzug

von Ingo Wagner, CARAVANING Chefredakteur

Carado T 448 Dauertest Foto: Ingo Wagner
Mitten in Berlin-Charlottenburg: Einparken fällt dank Birdview-Kamera leicht.

Zum ersten Kennenlernen mit Carlos, dem im Dauertest laufenden Carado T 448, habe ich die ganze Familie eingeladen – meine Frau und unsere siebenjährigen Zwillinge Lotte und Oskar. Eine Woche werden wir gemeinsam verbringen, in dieser Zeit Berlin, Potsdam und Riesa ansteuern. Carlos empfängt uns freundlich, bietet uns zu einer großen Liegefläche erweiterbare Einzelbetten im Heck, ein Hubbett und eine große Heckgarage an, die wir mit vier Fahrrädern beladen.

Weil wir mit dem Packen schneller fertig sind als gedacht, kommen wir noch am Samstagnachmittag los und nach knapp sieben Stunden Reise im stürmischen Potsdam an. Carlos parken wir auf dem Stellplatz am Volkspark in sicherer Entfernung zu den sich bedrohlich im Wind biegenden Weiden. Lotte und Oskar beziehen das feudale Heckbett, weil sich Mama und Papa zur Feier des Kurzurlaubsafangs noch einen 2007er-Barolo genehmigen wollen. Das ist ein echter Nachteil von Teilintegrierten mit Hubbett über der Sitzgruppe: Wer nicht zeitgleich mit dem Nachwuchs ins die Falle gehen möchte, muss ihm dauerhaft oder zumindest temporär die Suite über der Heckgarage überlassen. Ansonsten ist die Polstergarnitur, bestehend aus der Sitzbank (mit ständig herausrutschendem Sitzpolster), Seitensofa und den gedrehten Vordersitzen, nicht mehr nutzbar. Wohl aus Preisgründen verzichtet Carado auf Scheibenverdunklungen und installiert stattdessen einen simplen Fahrerhausvorhang, der schlaff an den gedrehten Vordersitzen und einem damit fast über den Schultern hängt.

Kaufberatung Familien-WohnmobilDas richtige Familienfahrzeug

Müde von Fahrt und Wein senken wir das Hubbett des Carado T 448 ab, hängen die Leiter daran ein (Mist, kaum mehr ein Durchkommen nach vorn!), legen ein Kind hinein und teilen uns in der ersten Nacht die Betten mit je einem Zwerg. Dabei erweisen sich die Einzelbettmatratzen als bequemste Nachtlager, gefolgt vom sehr ordentlichen Hubbett und der Mittelbahn des per Auszug und Einlegepolster vergrößerten Heckbetts.

Carado T 448 Dauertest Foto: Ingo Wagner
Mit dem Bad waren Ingo Wagner und seine Familie nicht zufrieden.

Weil der Bettauszug im Heckbett die Aufstiegsstufen überragt, muss man auch hier eine Leiter einhängen. Jene wiederum begrenzt den Öffnungswinkel der Badtür, was im Familien-Campingalltag lästig ist. Das Bad selbst erfüllt seine Funktion zuverlässig – bis zu jenem Moment, in dem man die Dusche nutzt. Irgendwo zwischen den klappbaren Duschwänden hindurch bahnt sich das Wasser einen Weg in den Mittelgang und damit auch in den Holzkorpus der Nasszelle.

Auch die Winkelküche funktioniert gut, abgesehen vom extrem tiefen Schrank unter der Spüle, in dem man nach den hinten Dingen förmlich tauchen muss und dessen Tür zwar aber ein Pushlock, nicht aber über das dazugehörigen Schließblech verfügt. Das zusätzliche Magnetschloss muss es also richten.

Auch die Anordnung und Größe der Innen-Stauräume genügt den Anforderungen einer Familie nur teilweise. Zwar hängen an der Unterseite des Hubbettes zwei Hängeschränke, doch die sind ziemlich flach. Und um an jene im Heck heranzukommen, muss man immer aufs Bett steigen. Zudem sind sie unten unnötig flach und oben tief, weshalb einem fast immer etwas entgegenfällt, wenn man sie öffnet. Der Kleiderschrank unter dem Fußende des rechten Einzelbettes ist passabel groß. Gegenüber steht über der kräftigen Heizung ein nicht unterteiltes Fach in Wühltischgröße zur Verfügung. Und so gräbt man auch nach den Sachen. Durch das im Testwagen verbaute Gestell für einen fünften Steck-Sitzplatz plus die Möglichkeit, auch im Parterre ein Zusatzbett zu bauen, fällt die Sitztruhe des Seitensofas als Stauraum quasi aus. Zu umständlich ist der Zugriff auf darin gelagerte Schuhe.

Absolut hilfreich im Verkehrsgetümmel Berlins und natürlich bei der Parkplatzsuche ist die eingebaute Bird-View-Kamera von Dometic. Mit ihrer Hilfe haben wir uns inmitten Charlottenburgs sicher in einen Parkplatz am Straßenrand gefädelt.

Nach einer Woche fällt das Fazit zweischneidig aus: Der Carado T 448 ist ein solider und fast klapperfreier Reisewagen für zwei. Familien aber zwingt das Hubbett-Konzept zu viele Kompromisse auf.

Logbuch-Eintrag 23.10.2017: Familientest bestanden

von Jochen Knecht, Leiter Digitale Medien

Freiheit, haben wir uns sagen lassen, sei ein hohes Gut in der Reisemobilisten-Szene. Finden wir als Familie sympathisch. Die Nummer mit dem Urlaub ohne Grenzen gab’s bei uns bislang aber nur ohne fahrbare Zweiraumwohnung drumherum. Das ist jetzt Geschichte. Denn nach den allerersten fünf Tagen Reisemobilurlaub im Allgemeinen und mit Carlos im Besonderen müssen wir unseren Kindern (4,5 Jahre und 22 Monate) mit keiner anderen Urlaubsform mehr kommen.

Camping Hopfensee Foto: Caravaning
Camping Hopfensee

Dabei waren wir „nur“ mal kurz im Allgäu. Auf dem Campingplatz am Hopfensee. 5-Sterne-Luxus-Camping und Carlos mittendrin. Wahrscheinlich so etwas wie der Sündenfall für „echte Reisemobilisten“. Mindestens aber Freiheit für Weicheier. Und doch irgendwie genau die richtige Wahl fürs erste Mal.

Carlos macht es uns als Reisemobil-Anfänger-Familie leicht. Staufächer gibt’s genug, es müssen also weder Kuscheltiere noch sonstiger anderer Krimskrams zu Hause bleiben, ohne den kleine Kinder auf gar keinen Fall auf Tour gehen. Die riesige Heck-Garage des Carado T 448 schluckt neben Stromkabel, Entsorgungs-Schläuchen und Bordwerkzeug auch noch den kompletten Fahrradanhänger, einen Camping-Tisch, vier Stühle und ein Kinderfahrrad.

Carado T 488 im Dauertest Foto: Jochen Knecht
Leider kein Isofix. Warum nur?

Nicht schön: Die Sitzbank kann nicht mit Isofix-Kindersitzen bestückt werden. Dafür mag es Gründe geben. Als Familienvater werde ich aber wahrscheinlich keinen Einzigen akzeptieren können, sorry. Auch nicht schön: Die ungefähr fünf Zentimeter hohe Stufe zwischen Küche und Sitzgruppe. Natürlich unbeleuchtet und, ganz ehrlich, immer im Weg. Auch nach fünf Tagen sind da alle Familienmitglieder regelmäßig ins Schlingern gekommen. Muss das sein?

Weltklasse: Der große Kühlschrank mit Tiefkühlfach. Einmal einkaufen, für eine Woche Ruhe. Auch der Rest der Küche passt. Doppelt so viel Arbeitsfläche wäre schön. Das gilt aber auch in der Küche zu Hause. Die Feineinstellung der Gasflammen ist zwar ein bisschen sehr digital (große Flamme, kleine Flamme, fertig), aber so richtig schlimm ist das nicht.

Richtig Bammel hatten wir vor dem Thema Chemie-Klo. Weil igittibäh und so. Kann ja vorher keiner wissen, wie einfach das in der Realität funktioniert, selbst ohne Camping-Butler, der Entleerung und Reinigung für einen übernimmt.

Carado T 488 im Dauertest Foto: Jochen Knecht
Das Dekor des Tischs muss man nicht mögen. Die Größe passt aber. Zumindest für die kurze Beschäftigungspause zwischendurch.

Sehr lustig ist übrigens der Verbots-Aufkleber, der Carado-Kunden darauf hinweist, dass das wirklich großartige Matratzenlager im Heck für Kinder bis sechs Jahre tabu ist. Unseren 22 Monate alten Sohn hat’s nicht wirklich interessiert. Er hat mit uns da hinten verboten gut geschlafen und die Leiter ins Heck sehr schnell als perfekten Spielplatz für sich entdeckt. Aus Gründen der Produkthaftung ist der Aufkleber sicher richtig und wichtig. Als Nutzer darf man das Ding aber schon albern finden.

Was wir uns sonst wünschen? Eine Markise, um den Vorplatz des Carado ein bisschen besser nutzen zu können. Und ein bisschen stabilere Verdunklungs-Rollos. Die fühlen sich nämlich schon ein bisschen wackelig an.

Unser Fazit nach 5 Tagen 5-Sterne-Camping: Gerne immer wieder Carlos. Mit Kind und Kegel. Die nächste Tour ist schon geplant, viel länger und garniert mit deutlich weniger Campingplatz-Sternen. Freiheit für Fortgeschrittene, wenn man so will.

Logbuch-Eintrag 9.10.2017: Zeitreise ins Mittelalter

von Redakteur Benjamin Köbler-Linsner

Wenn ich an diesem Wochenende eines gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass man nie genügend Adapter für den Frischwasserschlauch dabei haben kann. Am späten Abend kamen wir auf dem Stellplatz am Goldschmitt-Technik-Center in Walldürn an und wollten uns mit Frischwasser versorgen. Leider waren beide Gardena-Anschlusstücke zu groß. So verbrachten wir eine Nacht ohne gefüllte Wassertanks und nutzen für den morgendlichen Kaffee sowie zum Zähneputzen vorübergehend Flaschenwasser.

Ausflug mit Carlos zum Mittelalter-Park Adventon in Osterburken. Gegen Gebühr dürfen Wohnmobile hier über Nacht stehen.

Am nächsten Morgen steuerten wir den Stellplatz am Basilikaplatz in Waldürn an. Dort hofften wir einen entsprechend dimensionierten Wasserhahn für unseren Schlauch vorzufinden. Doch auf dem Weg dorthin leitete uns der Blaupunkt-Atlantis-Naviceiver in die Irre. Obwohl die Routenpräferenz auf Maße und Gewicht unseres Carlos festgelegt ist, lotste uns das Navigationsgerät in eine Straße, die wir aufgrund unseres Gewichts nicht hätten befahren dürften. Wir fanden jedoch bald einen anderen Weg und konnten dank passendem Wasserhahn endlich Frischwasser tanken.

Das eigentliche Ziel unseres Wochenendausfluges befindet sich am Ortsrand des beschaulichen Osterburkens. Wer will, kann hier das ganze Jahr über eine Zeitreise ins Mittelalter unternehmen. Adventon heißt der so genannte Histotainment-Park im Neckar-Odenwald-Kreis. Von 7. bis 8. Oktober 2017 fand hier ein großes Herbstfest mit Schlacht und Feldlager statt. Meine Freundin Jana und ich besuchen das ganze Jahre über historische Veranstaltungen und sind als Teil der Szene auch entsprechend gewandet. Die Übernachtung im Wohnmobil ist in Verbindung mit diesem Hobby ideal, möchte man auf so manchen modernen Komfort nicht verzichten. Adventon erlaubt gegen eine Gebühr von 6 Euro die Übernachtung auf dem Parkplatz. Toiletten und Waschräume können auf dem Areal des Parks genutzt werden.

Logbuch-Eintrag 4.10.2017: Schnelle Lösung für das Naviceiver-Problem

von Redakteur Benjamin Köbler-Linsner

Die von Kollege Kohstall erwähnten Naviceiver-Probleme trübten die Fahrfreude aller Redaktionsmitglieder. Es musste also schnell eine Lösung gefunden werden. Wir schilderten die Schwierigkeiten einem Produktmanager der Firma Dometic – denn diese ist für den Naviceiver vom Typ „Blaupunkt Atlantis Waeco Edition“ verantwortlich.

Vertauschte Stromkabel waren für den Ärger mit unserem Naviceiver verantwortlich. Jetzt läuft das Blaupunkt Atlantis schnell und frustfrei.

Der Hinweis „meist müssen wir nach einem Tankstopp die Grundeinstellungen für die Navigation neu eingeben“ führte den Fachmann auf die richtige Fährte: ein starker Spannungsverlust sorgt dafür, dass sämtliche Basiswerte des Naviceivers verloren gehen und das Gerät auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wird.

Die Ursache: Die Kabel für Zündungsstrom und Dauerstrom waren im Iso-Stecker vertauscht. Dadurch konnte der Naviceiver auch nur bei aktivierter Zündung benutzt werden. Seit der Reparatur müssen wir einige Kritikpunkte am dem Blaupunkt Atlantis zurücknehmen. Das Gerät behält nun alle eingespeicherten Radiosender und auch die bisher übermäßig lange Wartezeit nach dem Systemstart gehört der Vergangenheit an. Kaum ist die Zündung aktiviert, zeigt der Monitor das Hauptmenü – Ladebalken ade!

Logbuch-Eintrag 27.09.2017: Ärger mit dem Naviceiver

von Redakteur Ulrich Kohstall

Für zügige Dienstfahrten ist Carlos ein überraschend guter Begleiter. Allein und ohne Gepäck an Bord kommt man mit den Carado Teilintegrierten dank 150 PS flott vorwärts und auch die Geräuschkulisse hält sich bei höheren Geschwindigkeiten in vertretbaren Grenzen. Die passende Ergänzung dazu: ein hochklassiges Radio-Navigationssystem. Im Dauertester unterhält das Blaupunkt Atlantis, weist gleichzeitig den Weg und ist mit einem 360-Grad-Kamerasystem gekoppelt, welches das Einparken spielerisch leicht macht.

Die Hersteller von NAVIGATIONSGERÄTEN werfen mit unzähligen Begriffen und Abkürzungen um sich, die viele nicht verstehen. Navigationsgeräte verstehen Was bedeutet TCM, LMU, POI?

Mein erster Eindruck: Das Blaupunkt Atlantis ist optisch gut ins Armaturenbrett integriert, die Bedienung der Grundfunktionen klappt intuitiv ohne lange Anleitung und der Touchscreen gefällt durch seine scharfe Darstellung, die spontane Reaktion und wenig störende Spiegelungen an hellen Tagen. Wie bei praktisch allen Nachrüst-Naviceivern sind es aber auch hier Kleinigkeiten, die ganz schön nerven können. Der Radioempfang schwächelt, woran die Antenne vielleicht eine Mitschuld hat.

Bevor man das Navi nutzen kann, braucht man erst einmal Geduld, denn es lässt sich beim Hochfahren viel Zeit. Enttäuschend auch, dass ein 2017 eingebautes Navi einige Neubaustrecken der vergangenen Jahre noch nicht kennt. Offenbar braucht das nagelneue Gerät dringend ein Update.

Vertrauen verspielte das Blaupunkt-Gerät außerdem, als es eine störungsfreie Strecke ansagte und mich geradewegs in einen zehn Kilometer langen Autobahnstau lotste, der längst auf allen Radiokanälen durchgesagt wurde. Nur dank Smartphone und Google Maps fand sich eine passende Umfahrung.

8 Navigations-Apps im TestMit Smartphone und Tablet ans Ziel

Hinzu kommen ein paar andere Ungereimtheiten: Das Gerät merkt sich nur eingespeicherte Radiofrequenzen, nicht aber die Sendernamen. Einmal verlangte es nach einer kurzen Pause plötzlich einen kompletten Setup. Inklusive Sprachauswahl und Fahrzeugdaten-Eingabe ist das eine recht langwierige Aktion.

Wir werden die Anschlüsse noch einmal überprüfen. Mit Sicherheit lohnt sich auch ein Blick auf die in vielen Untermenüs versteckten Einstellungen: In der Morgendämmerung sieht es auf dem Monitor finster aus. Da verlässt man sich beim Rangieren dann doch besser auf die Außenspiegel als auf das (an sich geniale) Rundumkamera-System.

Logbuch-Eintrag 19.09.2017: Das erste Mal

von Grafikerin Maddalena Fanelli

Carlos ist für mein erstes Mal verantwortlich: Der erste Urlaub mit einem richtigen Wohnmobil. Bislang war ich nur mit dem Auto oder einem selbstausgebauten Campingbus unterwegs. Mit dem Carado T 448, dem kleinen Wikinger in meinem Bauch und meinem Verlobten ging es für 10 Tage ganz romantisch nach Südfrankreich.

De La Sainte Croix Foto: Maddalena Fanelli
Solche tollen Ausblicke boten sich Kollegin Maddalena Fanelli in Südfrankreich.

Das Fahrgefühl war super. Man merkt Carlos seine 7,38-Meter Länge kaum an, er fährt sich fast wie ein Pkw. Außer, wenn es eng wird: Beispielsweise in der Schlucht von Verdon oder beim Rangieren auf den Stellplätzen. Da haben wir als Wohnmobil-Einsteiger immer etwas langsamer machen müssen.

Praktisch fand ich an dem Teilintegrierten das Bad und die Toilette. Anders als ich es sonst vom Camping gewohnt bin, musste ich nicht nachts in die Dunkelheit raus, sondern konnte alles im Fahrzeug erledigen. Nur das mit der Cassetten-Entleerung finde ich nicht ganz so praktisch...

Südfrankreich ist eine wirklich empfehlenswerte Region für einen Wohnmobil-Urlaub. Besonders hinreißend war der Camping Les Pins, wo wir direkt am See übernachten konnten. Die Stellplätze hier sind groß und auch sonst: Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten spätsommerlichen Seite und der Urlaub war viel zu schnell wieder vorbei.

Logbuch-Eintrag 23.08.2017: Fieser Marderangriff!!!

von Redakteur Benjamin Köbler-Linsner

Nachdem Carlos mit meinen beiden Kolleginnen Lisa und Sophia bereits den Süden erkundet hatte, ging er mit mir in gegengesetzte Richtung – nach Ostfriesland. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Dortmund und dem holländischen Roermond (ein Besuch des kleinen Städtchens an der Maas lohnt nicht nur wegen des Designer-Outlets) führte uns unsere Route nach Leer.

Bis hierhin erfolgte die Fahrt größtenteils über die Autobahn. Der 150 PS starke Diesel des Carado T448 machte hier keine Schwierigkeiten, weniger Leistung sollte die Maschine allerdings nicht haben. Bei starkem Wind oder bei Überholvorgängen ist Vorsicht geboten. Der große Überhang bietet viel Angriffsfläche für Seitenwinde, was häufiges Gegensteuern mit sich bringt.

Dauertester Carado T448 Carlos Foto: Benjamin Köbler-Linsner
Auf dem Stellplatz in Emden stand unser Carlos direkt am Wasser. Wegen den 7,4 Metern Länge haben wir vorsichtshalber rückwärts eingeparkt.

Ab Leer verlief unsere Reise, wie man es von einem Wohnmobilurlaub erwartet: Spätestens nach zwei Tagen wechselten wir den Stellplatz und fuhren das nächste Etappenziel an. Über Emden ging es nach Esens, Bensersiel, Norddeich und Greetsiel bis Wilhelmshaven.

Besonders beeindruckt an dem geräumigen Carado T448 haben mich die praktischen Details. Angefangen von der an der Frontscheibe angebrachten Kunststofflasche, welche als Tickethalten auf dem Stellplatz dient. Auch bei den Schränken hat Carado clever mitgedacht: Die Türe des großen Küchenschranks wird von einem Magneten gehalten. Damit hält sie auch, wenn der Push-Lock-Verschluss nicht eingedrückt ist. Eine Kleinigkeit, die sich im Alltag als wirklich praktisch erweist. Mir fiel zudem der superpraktische Handtuchhalter auf. Dieser befindet sich an der Decke der Nasszelle und lässt sich unter dem Dachfenster herunterklappen.

Sind die beiden Einzelbetten im Heck mit dem Mittelteil verbunden, entsteht zwar eine sehr große Liegefäche, aber auch ein Nachteil: das CP+-Bedienteil von Truma verschwindet unter dem Bett und lässt sich praktisch nicht mehr bedienen. Das war insbesondere störend, da meine Freundin und ich die Betten zu Beginn der Reise verbunden und das Verbindungsstück zwischendurch nicht mehr entfernt hatten. Schmutzanfällig sind die weißen Schrankfronten. Insbesondere im Küchenbereich waren regelmäßig Schlieren und Flecken zu sehen. Unterwegs probierten wir auch einiges Zubehör aus. Darüber haben wir auch live bei facebook berichtet.

Carlos hat der Urlaub so gut gefallen, dass er am Ende gar nicht mehr zurück wollte. Bis Daheim gab es keine Probleme, doch auf dem Weg von meiner Wohnung zur Redaktion ertönte ein Warnton und die Motorkontrollleuchte signalisierte ein Problem. Mit verringerter Leistung erreichten wir doch noch unser Ziel.

Eine Analyse des Fehlerspeichers gab einen ersten Hinweis: „Turbodruck zu niedrig“. Der bereits geflickte Turboschlauch war diesmal jedoch nicht die Quelle des Übels. Ein genauer Blick in den Motorraum zeigte: Diesen Schaden haben wir einem Marder zu verdanken, der einen Unterdruckschlauch angenagt hatte.

Da nächste Woche bereits Grafikerin Maddalena mit Carlos verreisen möchte, musste eine schnelle Lösung gefunden werden. Jetzt sorgt ein Klebeband erfolgreich dafür, dass der Schlauch dicht hält.

Logbuch-Eintrag 07.08.2017: Urlaubsliebe und Rangierkünste

von Redakteurin Sophia Pfisterer

Ich vermisse ihn jetzt schon, meine neue Urlaubsliebe namens Carlos. Kollegin Lisa übergab mir am Samstagabend das Test-Wohnmobil, bei dem sie bis dato alle Kinderkrankheiten ausgemerzt hatte (siehe unten). Und bereits am Sonntagmorgen waren wir auf dem Weg Richtung Süden – zurück dahin, wo Carlos hergekommen war: Ins malerische Rovinj in Istrien.

Carado T 488 Dauertest Foto: Sophia Pfisterer
Ob sich der Carado T 448 nach den Startschwierigkeiten zum neuen Urlaubsliebling der Redaktion mausert?

Der Carado T 448 leistete hervorragende Dienste, erwies sich als zuverlässiger Reisepartner und machte weder Anstalten in puncto Bordtechnik oder Fahrverhalten. Er ließ sich sogar so handlich fahren, dass wir an der österreichischen Mautstation einmal fast vergaßen, uns in der Wohnmobil-Reihe anzustellen, sondern in die recht enge Gasse für Autos fuhren. Das ging gerade nochmal gut.

Ganz entspannt ging es dagegen beim Rangieren auf dem Campingplatz zu: Kaum ist der Rückwärtsgang eingelegt, springen die 360-Grad-Birdview-Kamera und das Video-Display an – Rangieren wie im Computerspiel! So spielend leicht wie Supermario gegen den Endgegner Bowser Junior gewinnt, ließ sich Supercarlos ohne Einweiser von mir in eine tückische Lücke bugsieren. Die Stellplatz-Nachbarn haben nicht schlecht gestaunt, als ich nach zwei perfekten Zügen ganz entspannt ausstieg und zufrieden den 25-Zentimeter-Abstand zur Felsmauer am Heck begutachtete.

Carado T 488 Dauertest Foto: Sophia Pfisterer
Der Kühlschrank bewährt sich auch bei 30 Grad im Schatten.

Ein besonders cooles Feature bei 30 Grad im Schatten ist außerdem der großzügige Kühlschrank und das praktische Staufach darunter. In beiden lassen sich selbst die kroatischen 2-Liter-Riesen-Bierflaschen unterbringen. Auch das Tiefkühlfach in dem Carado-Teilintegrierten arbeitete wie am Schnürchen und lieferte nach 24... naja, 36 Stunden Kühlung perfekte Eiswürfel. Zugegebenermaßen, sehr große Eiswürfel. Daran will man im Urlaub ja nicht sparen.

Der einzige Aufreger unterwegs war die De-facto-Aufhebung des Schengen-Abkommens. An allen Grenzübergängen, vor allem zurück von Süden Richtung Norden mussten wir teilweise stundenlang Schlange stehen, nur damit ein gelangweilter, hitzegeplagter Grenzpolizist unsere Ausweise nicht einmal für eine Sekunde anschaut. Oh, liebe EU, vermissen wir dich erst dann, wenn du dich selbst abschaffst?

Logbuch-Eintrag 26.7.2017: Kroatien, die Zweite

Redakteurin Sophia ist ebenfalls in Kroatien unterwegs und genießt die lauen Sommernächte. Auf dem promobil Instagram-Channel können Sie die Reise verfolgen.

Logbuch-Eintrag 24.7.2017: Was tun, wenn der Turboschlauch abrutscht?

von Trainee Lisa Geiger

Die erste richtige Urlaubsreise mit Carlos wird von einer Panne auf der Heimreise überschattet. Nach einem wunderschönen und erholsamen Urlaub in Kroatien passiert es: Kurz hinter München gibt es einen heftigen Ruck und Carlos verliert rapide an Geschwindigkeit. Wenn man aufs Gaspedal tritt, kommt einfach keine Beschleunigung mehr. Ich werde natürlich sofort panisch und mir schießen 1.000 Gedanken in den Kopf: „Oh nein, jetzt habe ich als Erste den Dauertester und mache ihn gleich kaputt! Mist, meine Kollegin Sophia wollte doch morgen gleich weiterfahren. Was ist, wenn wir abgeschleppt werden müssen? Wie kommen wir heim? Was werden wohl meine Kollegen von promobil dazu sagen? Hoffentlich werde ich jetzt nicht gefeuert!“

Dauertester Carado T 448 Foto: Lisa Geiger
Pannenhilfe muss der ADAC bei Carlos erster großer Tour leisten.

Nachdem ich alle Kollegen in Panik angerufen habe (und natürlich genau dann niemand an sein Handy geht!) kommt endlich der erlösende Rückruf von CARAVANING-Chefredakteur Ingo, der mir rät einen Blick auf den Turboschlauch zu werfen. Und tatsächlich liegt hier auch das Problem: die Befestigung hat sich einfach gelöst und der Turboschlauch ist abgerutscht. Alleine und ohne Werkzeug können wir die Schelle am Schlauch nicht mehr befestigen. Nachdem ich mich dann wieder etwas beruhigt habe, rufen wir den ADAC an. Nach über einer Stunde dann endlich die Erlösung: Neue Schraubschelle am Turboschlauch und den Fehler aus dem Bordcomputer gelöscht. Dann kann es endlich heim gehen!

Haben Sie auch schon schlechte Erfahrungen mit dem Turboschlauch im Fiat-Ducato gemacht? Vielleicht gerade bei einem nagelneuen Modell? Dann schreiben Sie uns in den Kommentaren einfach Ihre Erfahrungen.

Dauertester Carado T 448 Foto: Lisa Geiger
So gemütlich hatte es sich Redaktions-Trainee Lisa mit Carlos in Kroatien gemacht.

Abgesehen von der unschönen Heimfahrt, hatten mein Freund und ich aber eine sehr schöne Woche zu zweit im Carado T 448. Wir haben uns die Einzelbetten zu einem großen Bett zusammengebastelt, was zwar zu ein paar unbequemen Ritzen führt, aber ansonsten viel Platz bietet. In der Dusche konnte man gut stehen, ohne sich überall anzuschlagen und die Toilette ist bei Nichtbenutzung praktisch zur Seite gedreht. Da es draußen doch sehr heiß war, haben wir die meiste Zeit vor dem Fahrzeug verbracht.

Fast jeden Abend haben wir gegrillt, weswegen wir den Herd noch gar nicht getestet haben. Allerdings floss auch erst am Ende der Woche das Gas durch die Leitungen. Zuvor haben wir den Herd einfach nicht zum Laufen gebracht. Dank der Carado-Hotline erlebten wir dann noch einen echten Aha-Moment. (Tipp:) Da das Fahrzeug nagelneu ist und zuvor noch nie benutzt wurde, befand sich Luft in den Gasleitungen, die da erst einmal raus muss. Dafür muss man Herd und Kühlschrank einfach ein paar Mal aus- und einschalten.

Jetzt ist Carlos schon wieder unterwegs nach Kroatien mit meiner Kollegin Sophia aus der Online-Redaktion. Mal sehen, was sie nach ihrer Woche über den Teilintegrierten zu berichten hat.

Logbuch-Eintrag 17.7.2017: Carlos erster Urlaub

„Peace out“, sagt Trainee Lisa. Sie nimmt Carlos mit auf seine erste große Tour. Soviel vorab: Es geht Richtung Süden – und er ist ganz social auf Instagram unterwegs.

Logbuch-Eintrag 12.7.2017: Carlos bekommt Birdview

von Zubehör-Redakteur Benjamin Köbler-Linsner

Nur wenige Tage nach Carlos Ankunft in unserem Fuhrpark ging es auch schon auf die erste große Tour. Rund 420 Kilometer nach Holzwickede bei Dortmund – ohne Radio. Und es gab einen guten Grund, warum Carado darauf verzichtete, ein Radiogerät in die Mittelkonsole des T 448 einzubauen: Als eines der ersten Wohnmobile überhaupt, wurde unser Carlos mit dem neuen Kamerasystem CAM360 von Dometic ausgestattet.

Dieses „Birdview“-System besteht aus vier Kameras und einer Recheneinheit, die die einzelnen Aufnahmen zu einem 360-Grad-Gesamtbild zusammenfügt. Beim Rangieren sehen wir den Carado T448 nun aus der Vogelperspektive.

Carado T 448 Dauertest 360-Grad-Kamera Einbau Foto: Bernd Thissen
Die 360-Grad-Kamera ermöglicht einen Rundumblick aus Vogelperspektive.

Ursprünglich hatten die Techniker vom Fachbetrieb Syro Reisemobile (http://syro-reisemobile.de/) zwei Tage für den Einbau veranschlagt. Da bei der Verlegung der Kabel ausschließlich bereits vorhandene Kabelkanäle genutzt werden konnten, war der Einbau des Kamerasystems Dometic CAM360 bereits nach einem Arbeitstag abgeschlossen. Einen ausführlichen Bericht über das Birdview-System werden wir in promobil Ausgabe 9/17 veröffentlichen.

Während der ersten Fahrt mit dem neuen Dauertester zeigt Carlos auch einige Eigenschaften. Der teilintegrierte Carado T 448 fällt durch sein moderates Motorengeräusch positiv auf. Auf dem Streckenabschnitt durch das hügelige Siegerland (wo ich wegen zahlreichen Staus ein Stück über die Bundesstraße gelotst wurde), war der 150 PS starke Fiat-Motor ordentlich gefordert. Eine schwächere Motorisierung wäre für Carlos keine gute Wahl gewesen.

Für Verwirrung sorgt der mittlere Rückspiegel. Ungewollt wandert mein rechtes Auge regelmäßig auf den Spiegel, nur um darin ein Stück von Bett und Schrankwand zu erblicken. Der zusätzliche dritte Spiegel mag nützlich sein, wenn im hinteren Teil des Wohnmobils Passagiere, insbesondere Kinder, mitfahren. Ihn jedoch andernfalls zu ignorieren, bedarf offenbar etwas Übung.

Logbuch-Eintrag 7.7.2017: Ankunft in der Redaktion

Der 7.7.17 – was für ein tolles Datum, um den Bund fürs Leben zu schließen, oder eben den Bund auf Zeit: Heute wurde der Carado T 448 bei promobil angeliefert und vor dem Verlagsgebäude der Motor Presse Stuttgart vom ganzen Team willkommen geheißen. In den kommenden 12 Monaten wird das Wohnmobil der ständige Begleiter der Redaktion werden: Zahlreiche Testfahrten sind bereits im Sommer geplant.

Carado T 448 Dauertester Foto: Sophia Pfisterer
Erstes Probleliegen im Hubbett

Schnell war klar, der Teilintegrierte aus dem Capron-Werk aus Neustadt/Sachsen braucht einen Namen. Viele waren im Gespräch, doch ein Blick genügte und wir wussten: Der feurigen Sachse soll den Namen Carlos tragen.

Redakteurin Sophia drehte schon eine Runde mit Carlos um den Block und ist von der Sitzposition begeistert: „Wow, ich sitze schön weit oben und habe dadurch auch als Unter-1,60-Meter-Mensch eine tolle Übersicht.“ Zu denken gibt uns die Abwasser-Entsorgung: Mit einem Vierkantschlüssel muss man unter dem Fahrzeug herumfummeln, um Grauwasser abzulassen. „Ob das wohl gut funktioniert,“ sagt Trainee Lisa mit skeptischem Blick. Auch Redakteur Tommy hegt einige Zweifel: „Ich bin mal gespannt, wie ich in dem relativ engen Bad mit meinen 1,89 Metern duschen kann...“

Redakteur Ulrich ist erstaunt über die Marmor-Optik von Tisch und Küche: „Sowas gab's vor Ewigkeiten schon mal, galt dann aber als Gelsenkirchener Barock. Aber Retro scheint ja wieder im Kommen zu sein.“ Zubehör-Experte und Redakteur Benjamin sagt Carlos auf Anhieb zu: „Vor allem durch die Anordnung der Winkelküche wirkt er sehr geräumig und luftig.“ Benjamin wird den Carado 448 übers Wochenende gleich entführen und plant schon eine erste Einbaugeschichte... Mehr darüber erfahren Sie demnächst hier.

Eine kurze Wohnmobil-Entstehungsgeschichte aus dem Carado-Werk finden Sie in der Bildergalerie.

Alle Infos und Daten zum Testwagen Carado T 448

Der Carado T 488 ist ein günstiger Teilintegrierter mit Einzelbetten im Heck und einem zusätzlichen Hubbett. Insgesamt 4 Personen sollen in diesem Fahrzeug bequem schlafen und reisen können. Die Küche ist L-förmig angeordnet, das Badezimmer ist kompakt und hat eine Dusche und WC. Angetrieben wird der Testwagen mit einem Diesel-Motor Euro 6, damit sollten wir auch bei Feinstaubalarm an unserem Standort Stuttgart und anderen Metropolen problemlos fahren dürfen.

Basisinfos

Länge/Höhe/Breite: 7,38 / 2,91 / 2,33 m
Innenhöhe (laut Hersteller): 2,10 m
zulässiges Gesamtgewicht: 3.500 kg
Leergewicht/Zuladung (laut Hersteller): 2.815 kg / 680 kg
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 2,3 Multijet, Tiefrahmen, 96 kW (130 PS)
Zulässige Personenzahl: 4

Preise/Ausstattung

Grundpreis: 45.399 Euro
Serienausstattung: ABS, Tagfahrlicht, Fahrerairbag, elektrische Türverrigelung mit Fernbedienung, elektrische Trittstufe, Fliegenschutztür, Ausstellfenster mit Rollos und Fliegenschutz, AGM-Wohnraumbatterie (95 Ah)

Wohnraum

Liegeflächen Hubbett (Herstellerangaben): 195x140 cm
Liegefächen Mitte (Herstellerangaben): 210x100 cm
Liegeflächen Heck (Herstellerangaben): 205x80/190x80 bzw. 205/190x210 cm

Bordtechnik

Kühlschrank / davon Frosterfach: 113 / 14 L
Wasservorrat inkl. Boiler: 112 L (20 L)
Abwassertank: 92 L
WC: Thetford-Cassettentoilette C 260
Heizung: Truma Combi 6

Die Baureihe: Carado T (2018)

Das Carado-Fahrzeugprogramm umfasst neun Teilintegrierte. Fünf davon sind wahlweise mit Hubbett über der Sitzgruppe erhältlich. Die Modelle haben mit Hubbett 2,10, ohne Hubbett 1,95 Meter Innenhöhe. Es gibt je zwei Grundrisse mit Queens-, Doppellängs- und mit Querdoppelbett. In drei Modellen befinden sich Einzelbetten im Heck, dazu gehört der promobil-Testwagen Carado T 448.

Das kompakteste Modell ist der Carado T 132 mit Querbett und 5,98 Metern Länge. Die längsten Modelle sind der T 447 mit Einzelbetten und der T 449 mit Queensbett. Die Fahrzeuglänge von 7,43 Metern entsteht durch den Grundriss mit Raumbad, der WC und Dusche auf die beiden Fahrzeugseiten verteilt. Das dritte Einzelbetten-Modell der Baureihe, der T 337 bleibt unter der 7-Meter-Marke: Es hat ohne Hubbett und dank kompaktem Bad und einfacher Küchenzeile nur 6,93 Meter Länge.

Das günstigste Modell der Carado-T-Baureihe ist bereits ab 39.164 Euro erhältlich.

Technische Daten
Carado T
Grundpreis45.399,00 €
AufbauTeilintegriert
MaßeL x B x H738 x 233 x 291 cm
Leistung96 kW / 130 PS
Motor2,3 l Multijet
Zul. Gesamtgewicht3.495 kg
Sitze mit Gurt4 bis 5
Schlafplätze2 bis 5
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    Neuester Kommentar

    Mein Kommentar wird lang, sehr lang! Es gibt halt auch viel zu berichten über den Carado. Also, nimm dir einfach etwas Zeit.

    Ich fahre seit 2 Jahren einen Carado T 447, der bis auf Kleinigkeiten baugleich mit dem T 448 ist. Zuvor habe ich ein Wohnmobil mehr als 25 Jahre gefahren. Es war vergleichsweise qualitativ hochwertig und sehr robust, obwohl es 1992 ebenfalls nur zum mittleren Preissegment zählte.
    Jetzt sollte man annehmen, dies wäre nach 25 Jahren Fortentwicklung in der Wohnmobilbranche ein guter Tausch gewesen! Nach 2 Jahren sind wir da etwas anderer Meinung! In vielen Dingen, insbesondere bei der Stabilität, der Robustheit, aber auch bei der Qualität des Aufbaus, die heutzutage wohl hauptsächlich dem Gewicht Tribut zollen müssen, haben wir unseren „Alten“ schon manchmal sehr vermisst. Hier war unser „Alter“ dem Carado weit überlegen, obwohl auch damals schon auf Gewicht sehr geachtet werden musste. Er hatte trotzdem auch nur 3.500 kg als zulässiges Gesamtgewicht.

    Ergänzt wurde der neue Carado dann noch mit großer Markise, Radträger, AH-Kupplung, SAT-Anlage, Fernseher, NAVI und Hubbett. Alles in allem investierten wir in das neue Wohnmobil rd. 57.000 €. Nach den ersten Fahrten mit dem Carado lernten wir also nicht nur seine Vorzüge (!), die er zweifellos hat, sondern zu unserem Missfallen auch seine vielen, wenn meist auch kleinen Nachteile (!) kennen. Oder soll man es als mangelhafte Qualität bezeichnen, die wir bis dato so in dieser Form und Häufigkeit von unserem „Alten“ in keinster Weise auch nur annähernd kannten.

    In den 2 Jahren und nach einer Fahrleistung von 25.000 km gab es bei uns folgende Beanstandungen und Mängel:

    - Kondenswasser im Zwischenraum der Front-Dachluke

    Maßnahme: Reklamation beim Händler
    Lösung: Keine! Zitat Werkstattmeister: „Das gibt sich von selbst, bei Sonneneinstrahlung oder entsprechender Außentemperatur verdunstet das Wasser auch wieder.“ Das ist kein Reklamationsgrund, das ist normal bei entsprechend kalten Nächten und extrem feuchter Umgebungsluft.
    Wie unsinnig ist denn so ein Spruch? Ich hatte noch nie Kondenswasser in den Doppelscheiben am alten WoMo.

    - Frostwächter – im Carado überflüssig oder doch sinnvoll?

    Ich hab da so meine Zweifel! Oder wurde auch bei dem nachfolgenden Problem keine ordentliche Arbeit geleistet?
    Mein Carado steht in den kalten Wintermonaten (11 bis 04) in einer abgeschlossenen und gut gedämmten Garage mit Tiefsttemparaturen zw. +2 und +6 Grad, also frostfrei. Bisher sind mir also in nahezu 28 Jahren noch keine Leitungen oder sonstigen Aggregate eingefroren oder gar geborsten. Bis letzten Winter, da sollte es passieren. Ende April 2017 hatte ich mein WoMo aus der Garage genommen und wie gewohnt startklar gemacht. Beim Befüllen der Wasserleitungen und der Heizung stellte ich plötzlich Wasser fest, das sich unter dem Kühlschrank in den Innenraum ausbreitete. Sofort stoppte ich die Wasserzufuhr und ging der Sache nach. Schnell war das Leck gefunden. Eine Verschraubung in der Außenbox der Toilettenanlage war geborsten.

    Maßnahme: Sofort den Händler kontaktiert. Grund des Defekts war nach Angaben eines Technikers also angeblich ein Frostschaden durch Restwasser in der Verschraubung. Das komme leider sehr häufig vor, wenn nicht ordentlich beim Wasserablassen vor dem Frost gearbeitet wird.
    Ein Frostschaden war jedoch auf Grund meiner umfangreichen Maßnahmen zur Überwinterung des Wohnmobils ausgeschlossen.
    Warum: Ich habe wie immer und das schon seit 28 Jahren, sehr sorgsam im Oktober 2016 die komplette Anlage wasserfrei gemacht, indem ich nicht nur den Frostwächter (!!!) aktiviert habe, sondern alle Leitungen leerlaufen ließ und alle Hähne geöffnet hatte und auch geöffnet ließ. Es war definitiv kein Wasser mehr in der Anlage. In Sachen Frostschutz war und bin ich immer noch sehr sorgsam. Mein Fazit in dieser Angelegenheit – Materialfehler in der Verschraubung oder billiger Schrott? Egal! Jedenfalls nicht mein Fehler!

    Lösung: Neue (alte) Verschraubung auf eigene Rechnung gekauft und selbst montiert.

    - Dachluken mit nicht gewollter „Öffnungsautomatik“

    Die beiden Dachluken im Toilettenbereich und der Dusche lassen sich mittlerweile ohne Betätigung der Verriegelung in den Griffen problemlos öffnen. Dies hat dazu geführt, dass bei einer der letzten Urlaubsfahrten beide Luken sich bei einer Autobahnfahrt durch den Fahrtwind öffneten und glücklicherweise nicht abrissen und Schlimmeres verursachten. Das ist für mich ein ganz klarer Mangel, der allein unter Sicherheitsaspekten im Straßenverkehr so nicht hinnehmbar ist.
    Beim anschließenden Aufenthalt auf einem Campingplatz auf Zeeland (Niederlande) hatten wir 2 Tage starken Wind mit zeitweise Böen zw. 60 und 70 km/h. Auch hier öffneten sich die Luken wiederholt trotz der Verriegelung. Nach einer Inaugenscheinnahme der Luken musste ich dann feststellen, dass die Verriegelungszapfen nicht mehr funktionierten. Die Fenster konnten problemlos ohne die Entriegelung zu betätigen, geöffnet werden. Die Luken hatten sich wohl im Verlaufe der Zeit durch Witterungseinflüsse so in sich nach oben gewölbt (verzogen), dass die Griffe sich zueinander nach innen verbogen und so die Verriegelungszapfen ohne weiteres ganz einfach an den Sicherungsnasen ohne Betätigung der Griffsicherung vorbeigeführt werden konnten. Für die Heimfahrt wurden beide Luken deshalb notdürftig durch Spreizen der Griffe mit Hölzern gesichert.

    Maßnahme: Reklamation beim Händler
    Lösung: Ein Austausch erfolgte bis dato nicht. Endgültiger und kostenloser Ersatz im Rahmen der Garantie bzw. Gewährleistung erfolgt erst nach weiterer Prüfung der defekten Dachluken durch Carado.
    Später: Luke wurde nicht ausgetauscht – Kein Mangel (!) schrauben im Griff wurden nachjustiert. In der Folge stellte sich die alte Situation wieder her. Reklamation erfolgt erneut beim nächsten Termin beim Händler.

    - Sinn und Unsinn der Kederleiste bzw. Markisenleiste am Heck - die auch zur Aufnahme des Fahrradträgers dient

    Was von Anfang an tierisch nervte und einem bei auch nur leichtem Regen den Schlaf raubte, sind die ständigen Tropfgeräusche, die anscheinend direkt neben dem Kopf wie kleine Geschosse einschlagen. Ursache ist das vom Dach
    ablaufende Regenwasser, das über die Kederschiene läuft und von dort dann rechts und links an den Enden auf die überstehende (mind. 10 cm) untere Plastikverkleidung, die unter anderem zur Aufnahme der Heckbeleuchtung dient, im Sekundenrhythmus niederprasselt. Ein Konstruktionsfehler? Oder einfach nur schlechte, bzw. schlampige und unprofessionelle Planung auf dem Reißbrett, von einem Techniker, der anscheinend nie Wohnmobil gefahren, geschweige denn darin geschlafen oder gewohnt hat?

    Maßnahme: Reklamation beim Händler
    Antwort: „Das ist bei allen Modellen so und konstruktionsbedingt. Der Hersteller empfiehlt deshalb, die Kederleiste umzudrehen. Dann tropft es nicht mehr!“ Was ist das denn für ein Unsinn! Wo soll denn dann das Wasser hin?
    Lösung: Eigeninitiative! Kauf von sogenannten Regenablaufblechen (zum Einhängen rechts und links an der Leiste) für Markisenschienen am Wohnwagen wieder mal auf eigene Rechnung.

    - Stress mit dem Hubbett

    Als wir für unsere beiden Enkelkinder das Hubbett zum ersten Mal ablassen wollten, streikte die Entriegelung und das Bett konnte nicht herab gelassen werden. Des Weiteren traten verstärkt Quietsch- und Bewegungsgeräusche während weiteren Fahrten auf (bis heute), die wohl von der Mechanik des Hubbettes herrühren. Auch konnte festgestellt werden, dass die beiden Hängeschränke unter dem Hubbett nicht „in der Waage“ hängen. Das macht mindestens 3-4 cm in der Längsneigung aus.

    Maßnahme: Reklamation beim Händler
    Lösung: Der Seilzug der Ablassmechanik wurde erneuert bzw. neu justiert und eine Vorrichtung angebracht, die ein Rausspringen(?) des Zuges aus seiner Führung verhindern soll. Das Quietschen ist angeblich nicht abzustellen, wäre konstruktionsbedingt – wie lächerlich ist das denn? Mit den schiefen Schränken muss man leben, da ist laut Techniker nichts mehr zu korrigieren – auch konstruktionsbedingt! Auch lächerlich oder?

    - Silikonabdichtung zw. Fahrerkabine und Aufbau
    Die weiße Silikonabdichtung zwischen Fahrerkabine (Ducato) und Dachaufbau (Carado) war schon nach der ersten längeren Fahrt bei Regen unansehnlich mit schwarzen Flecken übersät. Eine Intensivreinigung anschließend mit mehreren Reinigungsmitteln einschließlich Schimmelentferner brachte keinen Erfolg. Mittlerweile fällt dieser Mangel mir bei allen Carado-Fahrzeugen auf.

    Maßnahme: Reklamation beim Händler:
    Zitat: „Das ist bekannt. Das ist schon länger ein Problem bei Carado (!) - nur bei Carado(!). Eine Lösung des Problems haben wir allerdings nicht. Das muss Carado lösen“
    Also fahre ich weiter mit mittlerweile unansehnlichen Silikonfugen. Nicht gerade ein Aushängeschild für Carado. Außerdem ist es immer wieder ein echter Hingucker für Wohnmobilisten anderer Hersteller und sorgt für Schmunzeln und Gelächter.
    Man erkennt also einen Carado nicht am Typenschild oder Design, sondern an den Silikonfugen. Toll!!

    - Integrierter Mülleimer

    Nach nur wenigen Benutzungen des Mülleimers im Unterschrank löste der sich aus seiner Befestigung. 2 einfache Holzschrauben in der Türinnenseite dienen dazu, den Mülleimer aufzunehmen. Der ist dort lediglich eingehängt. Diese Holzschrauben rissen logischerweise aufgrund der minimalen Eindrehtiefe, die ja abhängig von der Türdicke und des Aufbaus der Tür (Spanplatte oder ähnliches) ist, relativ schnell aus.

    Maßnahme: keine Reklamation beim Händler (wegen Anfahrtsweg von 60 km)
    Lösung: Der „Heimwerker“ erledigte das selbst und befestigte den Mülleimer mit neuen besseren Schrauben.

    - Mangelhafte Kunststoffverschlüsse der Hängeschränke

    Bisher gingen 4 Verschlüsse der Schrankklappen der Hängeschränke – (Plastik-Anschlag zur Aufnahme des Verriegelungsbügels - ebenfalls aus Plastik) zu Bruch, so dass eine ordnungsgemäße Verriegelung nicht mehr möglich war. Dies ist meines Erachtens ein eklatanter Sicherheitsmangel, wenn dies während der Fahrt mal droht. Hier wären Verschlüsse in Metallausführung dringend geboten! Bei meinem „Alten“ war das so.

    Maßnahme: keine Reklamation beim Händler (wegen Anfahrtsweg von 60 km)
    Lösung: Wieder einmal musste der „Heimwerker“ ran. Neue Schlösser bei OBI gekauft und montiert.

    - Mangelhafte Qualität der Rundumleuchten

    Die gelben Rundumleuchten waren fast alle nach einem Jahr defekt. Nach der Demontage habe ich festgestellt, dass die Fassungen der Glühbirnen komplett oxidiert und somit brüchig wurden, so dass in der Folge schließlich auch die Glühbirnenhälse brüchig wurden und so die Glaskörper einfach aus der Fassung fielen.
    Lösung: Neukauf der Leuchten im Fahrzeug-Fachhandel und selbst eingebaut (wegen Anfahrtsweg von 60 km zum Händler).

    - Aufschlagrichtung der Unterschranktür des Küchenblocks

    Auch hier hat sich der Planer richtig Mühe gegeben, um der Hausfrau das Arbeiten unnötig schwierig bisweilen unmöglich zu machen. Der Planer hat wohl noch nie einen Topf oder ähnliches aus der hintersten Ecke des Unterschrankes herauskramen müssen, sonst wäre er nie und nimmer auf solch eine blödsinnige Idee gekommen.
    Durch die Stufe vom WC- und Duschbereich in den Wohnbereich und die falsch öffnende Tür verbleibt nur wenig Bewegungsspielraum beim Bücken oder gar Hinknien, um dann noch bis in den hinteren Bereich des Unterschrankes zu langen, um dort irgendetwas einzuräumen bzw. herauszuholen.

    Lösung: Hier müsste ganz einfach der Aufschlag der Tür gedreht werden, so dass die Zugänglichkeit zum Schrank uneingeschränkt möglich ist.

    - Loch in der (papierdünnen) Tischplatte

    Beim Frühstück ist mir aus ca. 20 cm Höhe das Brotmesser aus der Hand gefallen und unglücklicherweise mit der Kante des Griffs auf die Tischplatte gefallen – Ergebnis, ein Loch in der Tischplatte (10 X 10 mm). Das ist einfach nur lächerlich, was hier für ein Material verbaut wird. Die Stabilität der Tischplatte ist grade mal unwesentlich besser als Pappmaché!

    Maßnahme: Erst einmal tierisch geärgert über die billige Qualität des Tisches!?
    Lösung: Wir benutzen nur noch Plastikmesser und Tauschen irgendwann die Tischplatte aus (haha!)

    - Gummilippe am Schieber der Toilettenschüssel

    Die Gummilippe am Griff des Schiebers zur Toilette war schon nach wenigen Wochen abgenutzt und kaputt (wohl durch die ständige Reibung am Öffnungsbügel)

    Maßnahme: Keine
    Lösung: Reste abgeschnitten

    - Beleuchtung der beiden Kleiderschränke

    Das ist ja der Klopper (Hammer) überhaupt. Wer hat sich den diese „Funzeln“ ausgedacht. 3(!!!) – richtig – ganze 3 LED-Birnchen, batteriebetrieben, 1,5 Volt, die beim Öffnen der Schranktür den Innenraum beleuchten sollen.

    Maßnahme: Auch hier tierisch geärgert über eine solche Frechheit oder Fehlplanung – anders kann ich sowas nicht bezeichnen. Carado findet das übrigens so in Ordnung!!!
    Lösung: 2 LED-Lampen (Fluter) mit 24 LED´s – auch batteriebetrieben, mit Magnetplatte an der Innenseite der Schränke befestigt (Preis: 7,95 € pro Stück). Folge: Ausleuchtung des gesamten Schrankes optimal.

    - Abflüsse der Spüle und des Waschbecken im Bad

    Auch hier wurde tolle Arbeit, wenn auch nicht bei Carado selbst, aber beim Hersteller der Sanitärbecken geleistet. Obwohl, Carado hätte das mal vor dem Einbau prüfen können. Der Sinn dieser Verschlüsse, also der beiden Stopfen erschließt sich mir nicht. Weder lose eingelegt noch mit Gewalt festgedrückt, taugen sie dazu, das Wasser in den Becken zu halten.

    Lösung: 2 neue Stopfen bei OBI gekauft

    Nun noch ein paar Anmerkungen zu einigen, meiner Meinung nach, schlechten Ausführungen von Arbeiten oder mangelnder Planung im Detail:

    - Heizung:

    Die Heizung hat eine gute Heizleistung – aber an den falschen Stellen. Dort wo man es gerne mollig hat, kommt die Wärme nicht hin. Das war bei meinem alten WoMo anders. Die Heizung war zentral im Wohnraum untergebracht und verteilte die Wärme gleichmäßig und wesentlich besser steuerbar.
    Im Bad und dem Schlafraum wird es mitunter heiß. Im Koch- und Sitzbereich hingegen kommt kaum noch etwas von der Warmluft an, da die Strecke von der Heizung zu den Austrittsdüsen im Fußraum unter dem Tisch eigentlich zu lange ist. Ganz zu schweigen vom Fahrerraum. Hier sitzt man zwar bequem auf den drehbaren Sitzen, man friert aber einfach, wenns kalt wird. Regelt man die Heizung dann höher, wird’s im Bad und Schlafraum unerträglich heiß. Die Wärme läßt sich sehr schlecht bis garnicht verteilen, weil entweder die Tür zum Bad/WC hin geschlossen ist, oder die Tür zum Wohnraum hin geschlossen ist. Also die Wärme ist hier nur auf die beiden Räume Bad und Schlafraum verteilbar. Was hat sich da der Planer gedacht – vielleicht gar nichts? Seitdem nehmen wir eine zusätzliche Konvektorheizung (220 V) mit.

    - Steckdosen:

    zu wenig und falsch platzierte Steckdosen (Zugang mitunter mühsam (z. Bsp. unter dem Tisch an der Außenwand – wer klettert denn da hin für den Toaster oder die Kaffeemaschine anzuschließen?)
    Wassertank: Offensichtlich ist ein serienmäßiges „Überlaufventil“ beim Frischwassertank Luxus? Ich habe bisher zumindest keines entdeckt. Beim „Alten“ war das obligatorisch.

    - Zuladung:

    Alle Angaben zu Leergewicht, zul. Gesamtgewicht, Gewicht im fahrbereiten Zustand, Zuladung durch den Hersteller stimmen nicht im Geringsten. Das ergaben mehrere eigene und geeichte Wiegungen auf einer öffentlichen Waage. Wird hier der Käufer bewusst getäuscht, um dann z. Bsp. in Österreich in Unkenntnis des tatschlichen Gewichts wegen Überladung zur Kasse gebeten zu werden. Einfach nur lächerlich!

    - Äußeres Erscheinungsbild des Carado:

    viele unsaubere Verarbeitungen von Kanten, Fugen und Abdichtungen - z. Beispiel:

    - überall ausgetretene schwarze Dichtungsmasse. Warum gibt es hier keine umlaufenden Dichtungsgummis wie schon vor 25 Jahren?
    - Klebe- und Isolierschaumreste am Übergang des Aufbaus zur Fahrerkabine
    - Schlechte Verarbeitung bei der Innenverkleidung der Eingangstür. Hier quillt die wohl zu knapp geschnittene Verkleidung ringsum aus dem Alurahmen – Ohne Kommentar! Ist wohl der Endkontrolle im Werk entgangen?
    - billiges und schimmelfreudiges Silikon an den Übergängen von Aufbau und Basisfahrzeug (s.o.)

    Fazit: Natürlich hat der Carado auch viele Vorzüge. Das schmälert aber nicht die Häufigkeit der aufgetretenen Mängel. Wir bedauern manchmal den Tausch „Alt gegen Neu“ schon sehr. Der „Alte“ hatte gegenüber dem „Neuen“ mehr Vorzüge als umgekehrt. Das einzige, was in all den 25 Jahren wegen Defekt ausgetauscht werden musste, war die Pumpe für die Wasserversorgung, und das war noch eine Pumpe (3 kg schwer und aus Metall).

    Ich habe mir bis dato weitere Schritte nur deshalb erspart, da der Ausgang bei der einen oder anderen „Bagatellsache“ erfahrungsgemäß sehr ungewiss und unter Umständen langwierig ist und ich mir deshalb viel persönlichen Ärger ersparen will und das Prozedere mir auch noch eine Menge meiner kostbaren Zeit rauben würde, die ich mit meinem Wohnmobil anderweitig und weitaus schöner nutzen kann.

    Für mich sind es aber nach wie vor keine „unbedeutenden“ Reklamationen und Mängel, dafür sind es mittlerweile in 2 Jahren zahlenmäßig zu viele.

    Trotzdem lassen wir uns die Fahrten mit dem Carado nicht vermiesen. Irgendwann sind alle Mängel entdeckt und beseitigt. Wir sind aufgrund langjähriger Erfahrungen gut vorbereitet. Dann haben wir vielleicht ein Top-WoMo, das dann noch mehr Spaß macht.

    Maldix 29. März 2018, 18:38 Uhr
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    Heft 5 / 2018 4. April 2018 154 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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