Ratgeber: Experten-Tipps - Gasgenerator

Wie wird ein Gasgenerator richtig angeschlossen?

In unserem italienischen Reisemobil ist ein Gasgene­rator von Gasperini ab Werk eingebaut. Bei der diesjährigen Gasprüfung wollte der Prüfer mir nicht die nö­tige Freigabe erteilen, weil der Stromerzeuger mit einer gewöhnlichen Schlauchschelle angeschlossen war. Wie wird ein Gasgenerator denn richtig angeschlossen?

Den regelkonformen Anschluss schreibt das Arbeitsblatt G 607 der Deutschen
Vereinigung des Gas- und Was­serfachs (DVGW) vor. Im Gegensatz zu manch anderen leistungsstärkeren Gasgeneratoren (z. B. von Honda) wird das Gasperini-Aggregat in die bestehende 30-mbar-Gasanlage des Fahrzeugs eingebunden. Für gewöhnlich müssen Gasverbraucher innerhalb des Fahrzeugs mit fester Metall­leitung installiert sein. Das ist jedoch wegen der Vibrationen eines Generators im Betrieb und vor allem in der Startphase nicht möglich.
Daher kommt für den ohnehin meist unterflur montier­ten Gasperini nur ein beweglicher Schlauch in Betracht, der an die nach außen geführte Metallleitung angeschlos­-sen wird. Der Schlauch selbst darf nach dem Arbeitsblatt G 607 nicht durch die Wand oder den Boden geführt werden und muss der DIN 4815-2 (Aufdruck) entsprechen. Er darf maximal 80 Zentimeter lang sein. Eine dichte Verbindung muss durch eine sogenannte Schneidringverschraubung mit Überwurfmutter sichergestellt sein. Deutschen Gasprüfern genügt keinesfalls eine gewöhnliche Schlauchschelle. Es bedarf einer von der DVGW anerkann­ten Sicher­heits-Anschlusskupplung.
Das kompakte Gasperini-Gerät kann auch mit einer separaten Gasflasche betrieben werden. Es gilt dann nicht als Gasverbraucher, sondern als motorischer Stromerzeu­ger und unterliegt nicht der Pflicht zur zweijährigen Überprüfung der Gasanlage, sondern wird wie der Gasmotor eines Autos behandelt.
Der Gasperini-Gas-Gene­rator kann mit 12 Volt in ers­ter Linie die Spannung der Bordbatterie erhalten, diese jedoch nicht laden (normale Ladespannung 14,4 Volt).
Geräte mit hoher Leistungs­aufnahme über 500 Watt können damit im Gegensatz zu anderen, meist teureren und schwereren Generatoren nicht betrieben werden.

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