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Ratgeber

Teiletausch ohne Auftrag legal?

Obwohl ich mit der Werkstatt für die Gasprüfung einen Betrag von rund 20 Euro ausgemacht hatte, belief sich die Rechnung schließlich auf über 120 Euro. Die Werkstatt hatte Teile der Anlage ausgetauscht, ohne mich zu informieren, was jedoch ursprünglich vereinbart war. Darf die Werkstatt das?
Jürgen Hof, 71706 Unterriexingen

Antwort:

Der Zustand der Gasanlage entscheidet maßgeblich über die Betriebssicherheit eines Reisemobils. Denn die Anlage ist ein untrennbarer Bestandteil des Mobils. Mit dem Wissen über einen Defekt in der Gasanlage hätten Sie das Fahrzeug gar nicht in den Verkehr bringen dürfen. Sie können sogar davon ausgehen, dass die Betriebserlaubnis für Ihr Mobil durch den Defekt erloschen war – vergleichbar dem Fahren mit abgefahrenen Reifen. Im Zweifelsfall wäre Ihr Anspruch auf die Leistungen Ihrer Versicherung erloschen. Dass die Werkstatt – auch ohne nochmalige Nachfrage – das Fahrzeug wieder in einen betriebssicheren Zustand versetzt hat, lag also in Ihrem wohlverstandenen Interesse. In diesem Sinn handelt es sich um eine absolut rechtskonforme „Geschäftsführung ohne Auftrag“. Auch wenn der Kostenaufwand für die Arbeiten spürbar höher lag als ursprünglich vereinbart, haben Sie die Reparatur in voller Höhe zu bezahlen. Die Kosten hätten Sie doch wohl auch anderweitig aufwenden müssen, um die Betriebssicherheit Ihres Mobils wieder herzustellen.

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