Leserfrage - Radlagertausch am Wohnmobil

Radlagerschäden häufen sich

Leser Jörg Grunewald aus Tübingen fragt: Bei meinem Wohnmobil auf Fiat-Ducato-Basis musste nach 4600 km das linke vordere Radlager getauscht werden. Bei 20 500 und 35 000 km das gleiche Spiel. Die Werkstatt hat jetzt vorgeschlagen, verstärkte Radlager einzubauen, auf die ich aber seit gut neun Wochen warte. Ist das etwa normal?

Nein, normal ist weder die konstant kurze Laufleistung des Radlagers noch die lange Wartezeit auf das Ersatzteil. Ein richtig eingestelltes und ausreichend gefettetes Lager hält ohne weiteres 60.000 bis 70.000 km, gelegentlich sogar bedeutend länger. In der Regel bedarf es daher verstärkter Lager auch gar nicht. Sofern es diese überhaupt gibt; die von uns bei Reparaturen immer wieder konsultierte Werkstatt weiß jedenfalls nur von unterschiedlichen Ausführungen für Ducato 15 und Maxi, nicht aber von einer verstärkten Lagerversion. Vielleicht erklärt dies das vergebliche Warten.

Die Regelmäßigkeit der Lagerschäden bei Laufzeiten um 15.000 km deutet auf einen seltenen Defekt hin, den promobil auch beim Langzeittest eines Eura Mobil Sport (siehe promobil 11/2003) miterleben durfte. Auch hier meldete das vordere linke Ducato-Radlager jeweils nach kurzer Zeit durch mahlende Geräusche seinen baldigen Abgang an. Erst als man auch den Achsschenkel und die Nabe getauscht hatte, lief die Sache für den Rest des Tests wirklich rund. Offenbar hatten wir ein Exemplar erwischt, bei dem die Toleranz für die Radlagerpassung im Achsschenkel zu groß war. Das vorhandene Spiel war für das thermisch und mechanisch ohnehin hoch belastete Teil natürlich zu viel. Die Werkstatt wechselte alle Teile übrigens auf Garantie.

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