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Pilotensitze im Reisemobil nachrüsten

Mehr Sitzkomfort für lange Strecken

Häufig lassen sich komfortable PILOTENSITZE MIT ARMLEHNEN NACHRÜSTEN. Foto: Ingolf Pompe 6 Bilder

Egal ob ein aktuelles oder jahrzehntealtes Wohnmobil: Häufig lassen sich komfortable Pilotensitze mit Armlehnen nachrüsten. Angenehm dabei: Aufwand und Kosten halten sich in Grenzen.

03.02.2017 Benjamin Köbler-Linsner

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Wenn Fahrer und Beifahrer im Wohnmobil Platz nehmen, sollten sie sich auf ihren Sitzen wohlfühlen. Denn unter abgewetzten oder durchgesessenen Pilotensitzen leidet das Reiseerlebnis spürbar. In vielen Fällen muss der Wohnmobilist aber keine lebenslange Bindung mit den werkseitig montierten Sitzen eingehen.

Bei vielen Fahrzeugen ist eine Nachrüstung möglich. Da Aguti und SKA kein aktives Nachrüstgeschäft betreiben, entscheiden sich Wohnmobilisten häufig für einen Sitz von Sportscraft. Exemplarisch hat promobil Hubert Riedel aus Markt Indersdorf beim Einbau eines Sportscraft S 10.1 als Beifahrersitz über die Schulter geschaut und das Ganze dokumentiert. Beim Wohnmobil handelt es sich um ein Glücksmobil T460 auf Basis des Fiat Ducato X250 – der Sitz passt also auch in den aktuellen Ducato X290.

Wichtig: Original-Fahrerhaus

Voraussetzung für eine unkomplizierte Nachrüstung ist ein Wohnmobil mit Original-Fahrerhaus, wie es bei Kastenwagen, Teilintegrierten- und Alkoven-Mobilen zu finden ist.

Denn nur Sitze ohne integrierten Gurt lassen sich ohne aufwendige TÜV-Abnahme ersetzen. Bei der Nachrüstung in Linern muss im Einzelfall geprüft werden, welche Sitze für das jeweilige Wohnmobil homologiert sind. Häufig wird in der Aufpreisliste ein Alternativsitz geführt, dieser kann auch nachträglich eingebaut werden.

Das Münchner Unternehmen Sportscraft hat sechs unterschiedliche Sitze im Sortiment. Diese sind für alle gängigen Basisfahrzeuge gleichermaßen geeignet, was die Auswahl des passenden Sitzmodells erleichtert.

Ausschlaggebend für die Befestigung im Fahrerhaus ist die passende Adapterplatte. Diese hält den Sitz auf der Konsole und ist in diversen Ausführungen für zahlreiche Basisfahrzeuge erhältlich – auch für ältere Wohnmobile. Sogar für Basisfahrzeuge aus den 1990er-Jahren sind Adapterplatten verfügbar. Das ist besonders beim Kauf eines gebrauchten Wohnmobils interessant.

Zügig baut Hubert Riedel den Originalsitz aus. Dafür muss er lediglich sechs Schrauben an der Adapterplatte lösen und den Verbindungsstecker zum Gurtstraffer entfernen. Zuvor hat er die Kunststoffverkleidung an der Konsole entfernt, um die Schrauben ungehindert erreichen zu können.

Allerdings muss man beim Ausbau des Sitzes auf die Elektronik des Gurtstraffers achten. Hubert Riedel ist ein echter Profi und weiß genau was er tut. Privatpersonen sollten aber nicht leichtfertig an der Elektronik rumpfuschen, da sonst etwas kaputt gehen könnte und die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Höherer Aufwand bei Alkoven

In Alkovenfahrzeugen ist der Aufwand für den Aus- und Einbau der Sitze höher als bei teilintegrierten Wohnmobilen oder Kastenwagen. "Der Bereich hinter den Sitzen ist bei Alkoven in der Regel durch eine Zwischenwand versperrt und somit für den Mechaniker schwer zugänglich", erklärt der Fachmann. Die Gleitschienen, die die Längsverstellung des Sitzes ermöglichen, sowie der Gurtstraffer werden vom demontierten Sitz übernommen. Riedel verschraubt diese beiden Komponenten zunächst mit der Adapterplatte des neuen Sitzes, anschließend wird der Adapter an dem Sportscraft-Sitz selbst befestigt und mit der Konsole verschraubt.

Wann sollte man einen Fahrersitz im Reisemobil tauschen?

Für einen Sitzetausch kann es mehrere Gründe geben. "In der Regel halten Pilotensitze 15 Jahre durch", weiß Riedel. Daher gibt nicht immer ein kaputter Sitz Anlass zur Nachrüstung. Manchmal spüren Wohnmobilisten schon nach wenigen Touren, dass ihnen der Komfort des Standardsitzes nicht ausreicht. Den Umbau übernimmt jede Fachwerkstatt, er kann alternativ aber auch vom Fahrzeugbesitzer selbst durchgeführt werden – wenn er entsprechende Kenntnisse besitzt. Geeignete Sitze bieten alle großen Fachhändler in ihren Zubehörkatalogen an.

Für rund 1.000 Euro gibt es bereits zwei einfache Pilotensitze inklusive Adapterplatten. Jeden Sitz bietet Sportscraft in vier unterschiedlichen Farbvarianten an. Optional lassen sich die Polster auch mit Stoffen nach Kundenwunsch beziehen.

Bei der Montage in der Fachwerkstatt kommen zusätzliche Kosten für die Arbeitszeit von etwa drei Stunden hinzu. Ist der alte Sitz in gutem Zustand, findet er häufig Abnehmer auf dem Gebrauchtmarkt. Das senkt die Kosten.

Anbieter für das Nachrüsten von Pilotensitzen

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Heft 02/2017
Heft 02 / 2017 11. Januar 2017 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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