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Mercedes Campingbus selbst ausgebaut: Sternenmobil

Mercedes Campingbus selbst ausgebaut Unser Sternenmobil mit LED-Sternenhimmel

Der Name kommt nicht vom Markenzeichen am Bug. Vielmehr funkelt im Sternenmobil von Roland Bohner ein außergewöhnlicher Nachthimmel. Und einen einmaligen Grundriss hat es auch. Der Selbstausbauer erzählt, wie es dazu kam.

Seit den 1970er Jahren bin ich überzeugter Camper. Seitdem habe ich zwei neue und mehrere meist selbst ausgebaute Wohnmobile besessen. In das Sternenmobil sind aus diesen Jahren viele Erfahrungen mit eingeflossen. Da sich die Bedürfnisse im Laufe der Jahre immer wieder ändern, habe ich den Sprinter so ausgebaut, wie es für mich am sinnvollsten erschien und unseren Bedürfnissen entspricht.

Das Sternemobil hat seinen Namen durch die eigens installierte Deckenbeleuchtung.

Eine der besonderen Ideen ist ein LED-Sternenhimmel. An der Decke sind verschiedene Sternbilder zu sehen, die sich auch einzeln einschalten und in verschiedenen Farben beobachten lassen. Die gesamte Lichttechnik kann mit einer Fernbedienung, dem Handy oder dem Display im Fahrzeug gesteuert werden und ist auch dimmbar. Tagsüber sorgt ein Dachfenster für viel Licht. Die 1,00 x 0,80 Meter große Dachluke ermöglicht außerdem vom Bett aus eine freie Sicht auf den Nachthimmel – also ein echtes Sternenmobil.

Das Fahrzeug

Das Basisfahrzeug ist ein gebraucht gekaufter Mercedes Sprinter 316 CDI aus dem Jahr 2000 mit Sprintshift-Getriebe und Vollausstattung. Die automatisierte Sechsgangschaltung führt in Verbindung mit dem 156 PS starken Fünfzylinder und Tempomat zu einem ermüdungsfreien Fahren, selbst auf längeren Strecken. Durch die Klimaanlage, Standheizung und drehbare Sitze von Isri wird das Reisen zu einem Vergnügen mit hohem Komfort.

Das Basisfahrzeug ist ein gebraucht gekaufter Mercedes Sprinter 316 CDI.

Der 100-Liter-Kraftstofftank erlaubt eine große Reichweite. Durch die Ausführung mit dem mittellangen Radstand ist das Sternenmobil insgesamt nur 5,64 Meter lang und passt damit auf jeden Parkplatz. Das Hochdach erlaubt eine angenehme Stehhöhe für Menschen bis 1,90 Meter Länge.

Der Ausbau in Eigenregie

Für den Ausbau konnten die Original-Fahrerhaussitze sowie die bereits vorhandene Doppelsitzbank verwendet werden. Unser Ziel war es aber, eine völlig neue Kombination von Tisch und Bett umzusetzen. Da wir Wert auf Gemütlichkeit legen, sollte auf den Essplätzen genügend Platz vorhanden sein. Ein ebenso wichtiger Punkt auf unserer Liste war, dass die gesamte Einrichtung mit aufgeklapptem Bett vollständig nutzbar sein musste. Das Ergebnis der Überlegungen: ein "Tischbett". Es kann entweder als Tisch mit den Maßen 1,20 x 0,80 Meter oder als 1,95 x 1,35 Meter große Liegefläche genutzt werden.

Eine weitere Besonderheit: Die komplette Matratze und das Bettzeug für zwei Personen werden in diesem Tischbett aufbewahrt. So ist nach dem Umbau alles schon am richtigen Platz. Das Bett kann ohne zusätzliche Umbauschritte genutzt werden. Und nach der morgendlichen Verwandlung zum Tisch müssen Kissen und Decken nicht separat verstaut werden. Die Klappmechanik ist eine Eigenkonstruktion die – wie die gesamte Einrichtung – mit einem sehr guten Freund und CAD-Hilfe geplant, entwickelt und umgesetzt wurde.

Für die Möblierung stellte uns ein befreundeter Schreiner großzügigerweise seine Werkstatt zur Verfügung, was uns sehr geholfen hat. Die ganzen Einzelteile bestehen aus Pappelsperrholz. Auf beiden Seiten wird das Holz durch einen Schichtstoff von 0,7 Millimeter Stärke geschützt, wie er auf haushaltsüblichen Küchenarbeitsplatten verwendet wird. Diese Konstruktionsweise spart Gewicht und gewährleistet eine hervorragende Stabilität.

Wichtig war uns außerdem eine große Küche mit Dreiflammkocher und viel Ablagefläche, ebenso ein zusätzlicher Tisch und leicht erreichbare Campingstühle für draußen. In der Küchenzeile im Heck wurden noch ein Absorberkühlschrank, Kanister für Frisch- und Abwasser sowie ein großes Edelstahlspülbecken integriert. Die Gasversorgung erfolgt über zwei Fünf-Kilo-Flaschen. Außen wurde noch eine Markise mit Beleuchtung angebracht.

Bis auf die seitliche Markise blieb die Karosserie von außen unverändert.

Sternenmobil on the Road

Auf den Reisen in den letzten Jahren mit dem Sternenmobil hat sich gezeigt, dass dieser Ausbau für uns genau der richtige ist und unsere Erwartungen in vieler Hinsicht übertroffen wurden. Die Touren führten uns quer durch Europa auf wunderschöne Campingplätze in Österreich, Kroatien, Spanien und Holland.

Einige Beispiele: Besonders gefallen hat uns in Holland der Ferienhof Bernehoeve beim Freizeitpark Efteling. Dort war es familiär und gemütlich. Unser Favorit in Spanien ist der Platz Playa Bara nahe Tarragona. In Kroatien haben wir uns auf dem Camping Stoja bei Pula sehr wohl gefühlt.

Auch in Deutschland waren wir mit dem Sternenmobil viel unterwegs. Ob an den Wochenenden am Brombachsee oder auf einer dreiwöchigen Rundreise. Der letzte große Urlaub führte uns an die Lausitzer Seenplatte, wo wir auf dem Camping Ferien- und Freizeitpark Geierswalde freundlich empfangen wurden. Von dort aus konnten wir die Umgebung auf den sehr gut ausgebauten Radwegen mit dem Fahrrad erkunden.

Sehr beeindruckt hat uns auch die Dübener Heide bei Leipzig mit ihrer vielfältigen Natur und bemerkenswerten Orten. Zum Beispiel Ferropolis: die Stadt aus Stahl. Dort befindet sich ein Badesee mit Sandstrand, und man hat die Möglichkeit, gigantische Kohleabbaubagger aus früheren Jahren zu besichtigen. Das Highlight ist aber, dass man unter den Baggern auch mit dem Wohnmobil übernachten darf. Es gibt für Camper noch vieles zu entdecken.

Fazit

Womit seid ihr unterwegs?

Habt ihr ein ungewöhnliches Campingfahrzeug? Dann erzählt uns davon. In der Rubrik Leser-Mobil veröffentlichen wir regelmäßig die spannendsten Fahrzeuge. Dazu brauchen wir von euch aussagekräftige Bilder und eine ausführliche Beschreibung. Wir bedanken uns mit einem Buch für jede veröffentlichte Geschichte. Schickt uns einfach Bilder und Infos per E-Mail an redaktion@clever-campen.de