Emissionsnormen verhindern Dreckschleudern in Deutschland Volker Hammermeister (6), BildPix.de, Haramis Kalfar/Fotolia, Archiv

Wohnmobil: Rußfilter nachrüsten bedeutet nicht weniger Steuern

Leserfrage zu Umweltplaketten für Wohnmobile Hohe Steuer trotz Rußfilter

Wer bei einem älteren Dieselfahrzeug einen Rußfilter nachrüsten lässt, erhält dafür staatliche Förderung. Allerdings wird die Kfz-Steuer dadurch nicht billiger. Das ha Leser Theo Hilgers erfahren.

Wir haben bei unserem Reisemobil einen Diesel-Rußfilter nachrüsten lassen und nun statt der gelben eine grüne Feinstaubplakette bekommen. Die staatliche Förderung von 260 Euro haben wir erhalten, jedoch wurde die Kfz-Steuer nicht angepasst. Können Sie mir sagen, warum?

fragte Leser Theo Hilgers per Mail

Die Einstufung für die Umweltplakette hat nichts mit der Eingruppierung für die Kfz-Steuer zu tun. Insofern ist es korrekt, dass sich durch die Nachrüstung eines Rußfilters nichts an der Höhe der Steuer ändert. Hintergrund ist folgender: Bei der Einführung der Umweltzonen ging es vor allem um die Luftbelastung durch Rußpartikel beziehungsweise Feinstaub. Wenn es aber um die Erfüllung der steuerrelevanten Euro-Normen geht, spielen andere Schadstoffe (wie etwa Stickoxide) eine Rolle. Daran kann ein Nachrüstfilter technisch bedingt jedoch nichts ändern. Anders ausgedrückt: Ein Euro-3-Fahrzeug mit nachgerüstetem Filter bekommt zwar eine grüne Plakette mit der Zahl 4, erfülltjedoch nicht die Euro-4-Norm.