Farbe Hitze

Wärmedämmung im Wohnmobil: Mit der Farbe kommt die Hitze

Leserfrage Wärmedämmung im Wohnmobil Mit der Farbe kommt die Hitze

Verursachen unterschiedliche Farblackierungen unterschiedliche Innentemperaturen im Wohnmobil? Hat die Farbe tatsächlich Einfluss auf die Wärmedurchlässigkeit?  promobil hat die Antwort darauf.

Wohnmobile werden immer bunter. Interessant wäre folgender Test: Mehrere gleiche Wohnmobile in verschiedenen Farben in der Sonne stehen lassen und die Innentemperatur messen. Wird es in dunklen Womos wirklich viel wärmer?

fragt promobil Leser Ulrich Schabronath

Tatsächlich ist die Reisemobilwelt in den letzten Jahren bunter geworden. Das ist zwar hübsch anzusehen, hat aber auch Nachteile. Lackierungen oder Folierungen sind teurer und Unebenheiten in den Sandwichwänden zeichnen sich stärker auf der Außenhaut ab. Außerdem heizen sich farbige Reisemobile in der Tat stärker auf als weiße. Der physikalische Zusammenhang ist klar. Während Weiß das Sonnenlicht reflektiert, absorbieren dunkle Farben die Einstrahlung, und diese aufgenommene Energie wird in Wärme umgesetzt. Allerdings dringt in den Innenraum weniger Wärme als gemeinhin vermutet, weil direkt unter der Außenhaut eine Dämmschicht mit isolierender Wirkung sitzt. Und noch ein Umstand reduziert die Hitzeentwicklung: Volllackierungen sparen oft das Dach aus und lassen es weiß – ohne dass man es von unten sieht. Zum einen spart das Kosten, zum anderen wird damit genau der Aufheizungseffekt verringert.

Aus diesen Gründen verwenden die Reisemobilhersteller bei farbigen Aufbauten eher hellere Farben wie Silber- oder Goldmetallic. Wirklich dunkle, bunte Lacke oder Folien beschränken sich in der Regel auf das Fahrerhaus oder/und Teilbereiche des Aufbaus. 



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