Leserfrage - Garantie an Gebrauchtwohnmobil

Hersteller übernimmt nur Materialkosten

Leserfrage: Bei unserem gebraucht gekauften Wohnmobil, Bj. 2006, wurden bei der Dichtigkeitsprüfung ein Jahr nach dem Kauf Risse in einigen GfK-Teilen entdeckt. Uns wurde eine vollständige Übernahme der Reparaturkosten im Rahmen der fünfjährigen Dichtigkeitsgarantie zugesagt. Dann hieß es plötzlich, der Hersteller würde nun doch nur die Materialkosten übernehmen. Wie schätzen Sie den Fall ein?

Garantiegeber ist der Hersteller. Dieser hat sich durch sein Dichtigkeitsgarantie-Versprechen verpflichtet, bei einem entsprechenden Schaden die erforderlichen Arbeiten zur dessen Beseitigung auszuführen. In der Regel kostenfrei für den Kunden. Es kommt entscheidend auf den Wortlaut der Garantiebedingungen an. Sofern dort nicht ausdrücklich davon die Rede ist, dass im Reparaturfall nur die Materialkosten übernommen werden, gehört zu den Garantieverpflichtungen selbstverständlich auch die gesamte Ausführung der Reparatur inklusive Arbeitszeit und Verbrauchsmaterial wie Dichtmasse oder Ähnliches.

Sie haben offenbar das Fahrzeug fristgerecht zur Dichtigkeitsprüfung gebracht. Überprüfen Sie anhand Ihrer Unterlagen, ob auch die Vorbesitzer dieser Verpflichtung nachgekommen sind. War dies der Fall, besteht die Garantie nach wie vor in vollem Umfang, und Sie können den Hersteller direkt in Anspruch nehmen.

Es ist empfehlenswert, den Garantiegeber, also den Hersteller, sowie den Händler schriftlich über den Sachverhalt in Kenntnis zu setzen und zur Reparatur aufzufordern. Setzen Sie eine Erledigungsfrist, und weisen Sie darauf hin, dass nach deren Ablauf der Schaden von einer Fremdfirma auf Kosten des Herstellers behoben werden wird.

Wenn auch Sie Fragen zum Thema Wohnmobil haben, mailen Sie uns an redaktion@promobil.de

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