Leserfrage - Motorradhalterung am Wohnmobil

Eintragen von Anbauteilen

Leser Wolfgang Zbikowski fragt: Ich habe eine selbst gebaute Motorradhalterung mit 300 Kilogramm Traglast mit einer schnell lösbaren Verbindung an meinem Wohnmobil montiert. Muss ich diese Halterung eintragen lassen?

Gekaufte Hecklastenträger, für die der Hersteller bereits eine EG-Betriebsgenehmigung, also ein Teilegutachten, eingebracht hat, sind prinzipiell nicht mehr eintragungspflichtig. Dennoch empfehlen seriöse Hersteller, die Montage für rund 40 Euro vom TÜV überprüfen zu lassen, da ohne ein entsprechendes Gutachten der Gesetzgeber im Fall eines Unfalls von einem Montagefehler ausgeht und damit die Gewährleistung erlischt. Da die Fahrzeuglänge durch schnell demontierbare Träger nicht dauerhaft verändert wird, muss auch diese nicht mehr in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.

Bei Selbstbauten liegt der Fall allerdings deutlich anders. Zunächst einmal brauchen Sie einen Vollsachverständigen vom TÜV oder einer anderen Sachverständigenorganisation. Dieser fertigt ein Vollgutachten von Ihrem Hecklastenträger im Einzelprüfverfahren an. Da er mit seinem Namen für die Richtigkeit seines Gutachtens bürgt, wird er es also entsprechend genau nehmen. Abhängig von der Arbeitszeit – und damit indirekt auch von der Erfahrung des jeweiligen Sachverständigen – kann so eine Einzelabnahme mit anschließender Eintragung locker bis 1000 Euro kosten.

Die tatsächliche Traglast des Halters ist übrigens nicht nur abhängig von der Stabilität der Konstruktion, sondern auch von Radstand, Überhang und den Achslasten des Fahrzeugs. Wie sich die Nutzlast berechnen lässt, haben wir in promobil 2/2004, Seite 67 gezeigt.

Wenn auch Sie Fragen zum Thema Wohnmobil haben, mailen Sie uns an redaktion@promobil.de

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