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Wohnmobil-Tipp: Acrylfenster reparieren

Acrylfenster doch reparabel

In der Februar-Ausgabe 2008 berichtete promobil, dass Kratzer aus einem Acrylglasfenster zwar herauspoliert werden, Risse aber nicht repariert werden könnten und deshalb der Austausch der Scheibe unvermeidlich sei. Auf Löcher und größere Sprünge trifft das sicher zu. Mehrere Leser schrieben uns jedoch, dass Risse sehr wohl reparabel seien.

22.02.2009

Einige Leser haben ihre Erfahrungen bei der Reparatur von Acrylglas aus dem Segelflugzeugbau. Dort werden ebenfalls häufig Plexi- und Acrylverglasungen eingesetzt.
Eine detaillierte Beschreibung liefert Gernot Neubauer: Er empfiehlt zunächst eine spannungsentlastende Bohrung von drei Millimeter Durchmesser an den Enden des Risses. Anschließend wird der Riss mit einem schnell laufenden Kegelfräser von einer Seite v-förmig ausgefräst. Entsprechende Werkzeuge findet man im Internet unter www.acrylglasprofi.de.

Ein Streifen Klebefilm dichtet die Kerbe von der anderen Seite ab. Diese füllt man nun langsam mit Acrylkleber (z. B. Acrifix) oder speziellen Klebeharzen (z. B. Agovit) auf. Vorsicht: Es dürfen sich keine Luftblasen bilden, die dann in der aushärtenden Schicht eingeschlossen bleiben.

Der Kleber schrumpft stark, so dass eventuell ein zweiter Auftrag notwendig ist. Sonne oder künstliches UV-Licht beschleunigen die Aushärtung. Auf jeden Fall sollte man die vom Hersteller angegebene Zeit einhalten. Sie kann bis zu 24 Stunden betragen. Nach dem Aushärten können eventuelle Klebstoff­über­stände mit einer sauberen, scharfen Metallfeile entfernt werden. Am besten dabei die Randbereiche mit Folie abkleben, um nicht zusätzliche Kratzer zu verursachen.

In einer längeren Prozedur glättet man nun die Fläche mit immer feinerem Nassschleifpapier, beginnend mit 800er-Kör­nung bis 2500er-Schleifpapier. Mit einer Schleifpolitur lässt sich die Stelle dann wieder auf Hochglanz polieren. Wenn sauber gearbeitet wurde, ist die Reparaturstelle anschließend kaum noch zu erkennen.

Die Reparatur ist auf jeden Fall zeitintensiv. Ob sich der Aufwand lohnt, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Unter Umständen ist dies aber die letzte Rettung für Fenster, für die keine Ersatzscheiben mehr lieferbar sind.

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