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Ratgeber

25 Jahre Niesmann + Bischoff

Vor 25 Jahren hielt die noch junge Reisemobilwelt den Atem an: Niesmann präsentierte mit dem Clou ein Luxusmobil neuer Art.

Eigentlich beginnt die Geschichte ja schon vor gut 50 Jahren. Damals bauten Elfriede und Hugo Niesmann in der Nähe von Koblenz einen Caravan-Handel auf. Mitte der siebziger Jahre starteten sie mit dem Import großer US-Mobile. Doch erst als der Dollarkurs schneller stieg als die Fertigungsqualität der Amerikaner, war die Zeit reif für ein Luxusmobil aus deutschen Landen.
Vor genau 25 Jahren entstand der erste Clou und zugleich die Niesmann-Bischoff-Produktionsgesellschaft. Während beige Hammerschlagbleche und rustikale Caravanmöbel andernorts zum guten Ton gehörten, deutete sich mit dem Clou-Alkovenmodell bereits die reisemobile Moderne an. Klare Linien, eine hochwertige Aufbautechnik und aufwendige Installationen legten den Grundstein für den Mythos Clou.

Zwei Jahre nach dem Start des Alkovenmodells gelang der nächste Coup: Auf der Frankfurter IAA debütierte der Clou Liner. Mit Lkw-Fahrgestell und Mini-Pkw im Heck begründete er die Klasse der Luxusmobile im Reisebusformat. Der Liner zeichnete die Clou-Linie selbstbewusst weiter, verzichtete auf Plüsch und Pomp zugunsten einer technisch geprägten Eleganz. Seine Teak-Einrichtung brauchte den Vergleich mit edlen Yachten nicht zu scheuen. Heute steht die Marke Niesmann + Bischoff für eine ganze Kollektion hochklassiger Reisemobile. Der Erfolg des ersten Liner beflügelte zu einer Ausdehnung in volkstümlichere Marktsegmente. Als erster Schritt in diese Richtung kann der 1990 vorgestellte Clou Liner 500 gelten. Der schnell Baby-Liner getaufte L 500 bediente sich schwerer Transporterfahrgestelle und gilt als Vorläufer der späteren Baureihe 650/750. Wirklich populär wurde die Marke Niesmann + Bischoff erst mit dem Flair – im ersten Anlauf ein Alkovenmodell auf Fiat Ducato, aber was für eins: Tiefrahmen, doppelter Boden und der hochwertige Aufbau waren ihrer Zeit weit voraus. Seinen Durchbruch erlebte aber auch der Flair als Integrierter. Die optisch zurückhaltende, aber dennoch markante Form fand sofort viele Freunde. Mitte der 90er Jahre war der Flair eine Klasse für sich. 1999 machte ihn eine gründliche Modellpflege fit für die Zukunft.

Da erschien es nur konsequent, dass Niesmann + Bischoff den Flair-Erfolg in einem niedrigeren Preissegment zu wiederholen versuchte: Der Arto kostete 1998 bei seiner Premiere unter 100 000 Mark. Zum Publikumsliebling wurde er aber erst nach seinem ersten großen Facelift im Jahre 2001. Die Voraussetzung für größere Stückzahlen entstanden 1993 mit der Fertigstellung eines völlig neuen Werks im Eifelstädtchen Polch. Wirtschaftliche Sicherheit kam mit einem Besitzerwechsel im Hause Niesmann + Bischoff hinzu. Vor genau 10 Jahren erwarb die Hymer AG die Mehrheit der Geschäftsanteile vom US-Hersteller Fleetwood – ebenfalls ein Jubiläum in diesem Jahr.

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