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VW T6.1 - Update für den Bulli

Digital, elektrisch und mit neuer Euro-Norm

VW T 6.1 Facelift VW T 6.1 Facelift VW T 6.1 Facelift VW T 6.1 Facelift 14 Bilder

Volkswagen updated seinen Transporter. Der VW T6.1 erhält neue Motoren und eine große Auswahl an Assistenzsystemen. Außerdem soll eine reine E-Bulli-Version kommen. promobil verrät alle Neuerungen.

Am 15.4.2015 stellte VW Nutzfahrzeuge im Amsterdam die sechste Generation des Transporters vor: Den VW T6. Zum Modelljahr 2019 gibt's das Update, den VW T 6.1. Der kleine Transporter aus dem Hause Volkswagen ist in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich: Als Transporter, Multivan, Caravaelle – und auch als California Camper. Auf der neuen Basis, die ab Herbst 2019 ausgeliefert wird, könnten auch bald weitere Campingbusse entstehen. Wir zeigen alle wesentlichen technischen Neuerungen, die die Sicherheit erhöhen, mehr Komfort und Fahrdynamik bieten.

Neue Motoren, neuer Look

VW T 6.1 Facelift Foto: ULI_SONNTAG
Neuer Bulli, neue Fahrzeugfront.

Das Update für den Bulli beginnt mit einem kleinen Facelift: Der Lufteinlass an der Frontpartie wird größer, da die neuen Motoren mehr Luft benötigen. Die Bulli-Schnauze ziert nun eine neue doppelte Chromspange über die komplette Breite. Hier entlang laufen LED-Streifen, Tagfahrlicht und Scheinwerfer. So ist der geupdatete Bulli schon rein äußerlich unterscheidbar – hinzu kommen außerdem neue Felgen und Farben.

Die neuen 2,0-Liter-Turbodieselmotoren, für die das Facelift nötig war, erfüllen alle die Schadstoffklasse Euro-6d-Temp. Der kleinste der Fronttriebler leistet 90 PS, der mittlere 150 und der größte bis zu 199 PS. Die 150-PS-Version gibt es optional mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Allradantrieb (Manuell oder DSG). Die 199er-Version wird serienmäßig als DSG geliefert und optional mit einem Allradantrieb. Benziner-Bullis 6.1 stellt VW vorerst nicht in Aussicht.

Erster E-Bulli T6.1

Noch spannender aber ist die Nachricht, dass es den Bulli nun auch als emissionsfreies Fahrzeug geben soll. In Zusammenarbeit mit ABT bringt es der E-Bulli auf 112 PS Leistung und eine Batteriekapazität, die bis zu 400 km Reichweite bietet (geprüft nach NEFZ). Somit möchte VW gewährleisten, dass der Transporter auch in Zukunft im den innerstädtischen Verkehr eingesetzt werden kann, ob von privater oder gewerblicher Seite. Eine Studie zum Elektro-Bulli hat VW bereits im Herbst 2019 auf der IAA Nutzfahrzeuge präsentiert.

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Elektromechanische Servolenkung und Assistenzsysteme

Eine weitere Neuerung für den E- als auch den Verbrenner-Bulli ist die elektromechanische Servolenkung, die an die Stelle der hydraulischen tritt. Damit kann die Lenkung aktiv von Assistenzsystemen angesteuert werden. Dazu gehört im T6.1 der serienmäßige Seitenwindassistent. Er soll für mehr Fahrstabilität und Sicherheit sorgen.

VW T 6.1 Facelift Foto: ULI_SONNTAG
Rangieren soll einfacher werden dank Assistenten.

Darüber hinaus ist auch der Spurhalteassistent „Lane Assist“ für den VW T6.1 verfügbar, der anhand vier Kameras Fahrbahnmarkierungen erkennt. Der Parkassistent „Park Assist“ lässt den Transporter automatisch Ein- und Ausparken. Beim Ausparken warnt der Ausparkassistent, ob sich ein anderes Fahrzeug von hinten nähert. Reagiert der Fahrer nicht, bremst das System eigenständig.

Aus dem Crafter entlehnt wurde außerdem der „Trailer Assist“. So kann der neue Bulli nun auch ganz sicher und eigenständig mit einer Rückfahrkamera und dem Assistenten Anhänger rangieren. Der Fahrer muss nur noch Gas geben und bremsen. Ebenfalls bereits aus dem Crafter bekannt ist der Flankenschutz, falls der Transporter doch mal manuell rangiert wird. Hier kommen Ultraschallsensoren zum Einsatz.

Neues digitales Cockpit

Das Cockpit im Bulli 6.1 bekommt ebenfalls einen neuen Look. Auch hier gibt die technische Notwendigkeit Dinge vor: Die neue Instrumententafel ermöglicht volldigitale Instrumenten und den Modularen Infotainmentbaukasten (MIB3) zu integrieren. So entsteht ein neuer futuristischer Look mit Displays für die Anzeigen- und Bedienelemente. Das sogenannte „Digital Cockpit“ ist ein 10,25-Zoll-großes Display, in dem der Fahrer zwischen verschiedenen Konfigurationen hin- und herwechseln kann.

VW T 6.1 Cockpit Foto: ULI_SONNTAG
Das neue Cockpit des VW T6.1 Multivan: Eine volldigitale Instrumententafel und ein großes Display in der Mittelkonsole.

Neue Navis bringt der MIB3 ebenfalls mit: Die Touchscreensysteme Discover Media oder Discover Pro lassen sich individuell konfigurieren. Das Infotainment wird durch die Systeme Composition Audio (8 Zoll) und Composition Color (9,2 Zoll) abgerundet. Die Screens kommen in verschiedenen Größen und Ausführungen für die einzelnen T-Versionen Caravelle, Multivan und California. Sie können via Touch oder Sprachbefehl gesteuert werden.

eSIM und Sprachsteuerung

Der neue Bulli reagiert auf die Worte „Hey Bulli“ – ist die Aufmerksamkeit des Computers geweckt, kann man hier Navigationspunkte via Sprache eingeben oder Radiosender wählen. Gut für die Sicherheit: So muss man während der Fahrt für diese Eingaben nicht mehr den Blick von der Straße abwenden.

Ein weiteres Infotainment und Vernetzungs-Feature ist die eSIM. Der daran angedockte Notfallassistent hat eine Call-Funktion: Geschieht ein Unfall sendet das System automatisch den Fahrzeug-Standort an die Notrufzentrale und baut eine Sprechverbindung auf. Die elektrische SIM-Karte ist außerdem Schnittstelle für Online-Dienste. So bekommt das Infotainmentsystem Zugang zu Internet-Radio und Musik-Streaming-Diensten.

Mit App-Connect kann das System außerdem Smartphone-Anwendungen wie Google Maps, Mediatheken oder Spotify am Display ausspielen – ganz ohne Kabelverbindung zwischen Smartphone und Fahrzeug. Via Bluetooth lässt sich beispielsweise auch Apple Car Play verbinden. Damit dem ganzen Entertainment der Saft nicht ausgeht unterwegs, können sich Smartphones aller Marken über eine induktive Ladestation in der Instrumententafel aufladen.

Ausstattung und Preise

Zu guter Letzt bekommen die T6.1. eine umfangreichere Serienausstattung, unter anderem mit elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung und neue LED-Innenleuchten. Welche Ausstattung der California Camper bekommt und was der geupdatete Bulli kostet, ist derzeit noch nicht bekannt.

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