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VW Grand California (2019)

Erste Fotos und Infos zum Serienmodell

VW Grand California (2019) Foto: VW 80 Bilder
Caravan Salon 2018

VW verkündet den Namen seines neuen Campingbus-Modells auf Crafter Basis: Grand California. Bislang war nur ein Showcar unter dem Namen California XXL bekannt. Das Serienmodell bekommt Standard-Hecktüren und kommt Anfang 2019 auf den Markt.

07.08.2018 Dominic Vierneisel, Sophia Pfisterer, Lisa Geiger, Thomas Gerhardt

Der VW Crafter ist einer der modernsten Transporter, die es auf dem deutschen Fahrzeugmarkt gibt. Volkswagen selbst will nun darauf einen großen Campingbus serienmäßig ausbauen. promobil hat die ersten Fakten zum Campingausbau.

VW Grand California Serienmodell

VW Grand California (2019) Foto: VW
VW Grand California: Sitzgruppe und Heckquerbett

Auf dem Caravan Salon 2018 wird ein erstes Modell zu des Crafter-Bus zu sehen sein, in der Bildergalerie zeigt promobil bereits vorab erste Fotos des großen Campingbus. Wie erste Skizzen bereits verrieten, hat sich die Heckverlängerung aus der im Vorjahr vorgstellten Studie nicht durchgesetzt. Damit wird der Grand California, zumindest im Heck, ganz klassisch ein Querbett-Bus. Optional gibt es eine weitere Schlafgelegenheit im Bug: Ein Kinderbett findet hier im Hochdach Platz und macht den Crafter so zum Familien-Campingbus. Versteht sich also fast von selbst, dass es auf der Rückbank Isofix-Halterungen gibt.

Die Halbdinetten-Sitzgruppe bilden die vorderen drehbaren Sitzen und besagte Rückbank, dahinter ist eine fast ein Quadratmeter großes Bad untergebracht. Hier befinden sich ein WC, eine Dusche und ein Klappwaschbecken – somit ist der Raum bestmöglich ausgenutzt. Ein schönes Detail: Im Unterschrank ist ein Toilettenpapierhalter untergebracht und so vor Spritzwasser geschützt. Außerdem sorgt ein Bewegungsmelder dafür, dass sich beim Betreten des Bads die Beleuchtung automatisch einschaltet. Serienmäßig ist zusätzlich eine Außendusche an Bord, deren Wassertemperatur geregelt werden kann. Der Frischwassertank fasst 110 Liter.

VW Grand California (2019) Foto: VW
Küche und Stauraum in Grand California

Die Küche im Grand California besteht aus einem Zweiflammherd und einer Edelstahlpüle. Der Kühlschrank ist als Schublade in die Stirnseite des Küchenblocks eingebaut. Somit kann er sowohl von innen als auch von außen erreicht werden. Weitere Schubladen in der Küche bieten viel Stauraum. Weitere Verstaumöglichkeiten bieten die Hängeschränke, die einmal das Heck komplett umlaufen. Sie besitzen teils gegenläufig öffnende Klappen.

Der Stil des Busses orientiert sich wiederum stärker an der Studie als der Grundriss: Die meisten Schränke und Oberflächen sind in Weiß gehalten. Dazu kontrastieren Zierelemente aus Aluminium und der Boden in Schiffsplanken-Optik. Vier Rahmenfenster mit integrierten Rollos und zwei große Dachfenstern spenden viel Licht. Eine Gasheizung, die optional auch mit einer Dieselheizung getauscht werden kann, sorgt für Wintertauglichkeit.

Der Preis für den Grand California will VW auf dem Caravan Salon 2018 verkünden.

Neuer VW Crafter (2017)Probefahrt im VW Transporter

8 Fakten zum Grand California

  1. Die Fahrzeug-Basis ist wie bei der Studie die knapp sechs Meter lange Crafter-Variante.
  2. Hinten gibt es zwei Hecktüren statt der aufwendigen Heckverlängerung und Kofferraumklappe.
  3. Anders als beim Prototyp 2017 ist ein Querbett eingebaut werden. Das wird Karosserieverbreiterungen erfordern.
  4. Der Heckstauraum soll von innen zugänglich sein und ermöglicht, Fahrräder mitzunehmen.
  5. Das Hochdach kommt auf jeden Fall zu kommen und ermöglicht ein zweites Bett unterm Dach.
  6. Die Nasszelle ist 84 mal 80 Zentimeter groß.
  7. Die optische Gestaltung kommt der Studie sehr nahe.
  8. Der California XXL soll mit Uni- und Zweifarblackierungen angeboten werden – Vorbild: der VW T6 California.

Prototyp 2017

Bei dem ersten VW California XXL, das auf dem Caravan Salon 2017 vorgestellt wurde, handelt es sich um ein reines „Show-Car“. Das heißt Form, Design und Ausstattung wurden einmalig für dieses Fahrzeug angefertigt und nicht für die Serienproduktion geplant. VW beschreibt den XXL lediglich als eine erste Idee, die sie Profis und Campern zeigen, um erstes Feedback zu bekommen. Aber: „Es gibt keinen Zweifel, dass ein Campingbus auf dem VW Crafter kommt“ sagt Eckhard Scholz, Vorstandsvorsitzender von VW Nutzfahrzeuge.

Zahnarztpraxis oder cleanes Design?

VW California XXL (2018) Foto: Lisa Geiger

Der erste Campingbus auf VW Crafter von Volkswagen selbst ist auf jeden Fall eines: auffällig. Von vorne erinnert er noch sehr an einen zu groß geratenen VW Bulli, nur die Dachschnauze und das Panorama-Fenster stechen heraus. Der California XXL will mit seinem Rücken entzücken: hinten sein ausgebeultes Heck ins Auge. Doch wofür ist das gut?

VW hat als Basisfahrzeug den VW Crafter mit kurzem Radstand gewählt. Um in dessen Sechs-Meter-Karosserie ein Längsbett unterzubringen, wandte VW einen Kniff an: Das Heck ist im oberen Teil durch eine Art Erker spektakulär verlängert. Das Gesamtfahrzeug wächst damit auf 6,24 m Länge.

Ob das auffällige Heck-Design des langen Campingbusses später in die Serienfertigung schafft, bleibt abzuwarten.

VW California XXL (2018)
Premiere des Crafter-Ausbaus 1:12 Min.

Im Inneren zeigt sich der VW California XXL extrem modern mit kühlem Weiß und fast durchgängigen Dachfenster, die viel Tageslicht durchlassen. Ein paar Spielereien zeigen, was technisch mittlerweile alles möglich ist. Dazu gehören etwa bunte LED-Lichtschienen, Touch-Lichtschalter, ausfahrbare Gasdüsen am Kochfeld oder iPad-Lichtsteuerung – alles spannende Features, die nicht unbedingt nötig, aber auf jeden Fall sehr beeindruckend sind. Allerdings könnten sie dem Durchschnitts-Camper teuer zu stehen kommen.

Smarte Lösungen fürs Camper-Bad und ein Kinderbett im Alkoven

Eine innovative Lösung bietet VW für das Bad in dem Campingbus. Gegenüber der Küchenzeile angesiedelt, lässt es sich einhändig bis zum Küchenblock ausziehen und bietet dann eine relativ große Dusche sowie Toilette und ein Klapp-Waschbecken, das hinter einem großen beleuchteten Spiegel verschwindet.

VW California XXL (2018) Foto: VW

Im ausgezogenen Zustand ist das Bad nur von vorne begehbar. Wenn der Partner im hinteren Schlafbereich verweilt, ist er solange gefangen.

Der Mittelteil des Längsbetts lässt sich tagsüber einklappen, um so mehr Freiraum im Fahrzeug zu bieten. Nachts wird die Matratze einfach wieder zu einer großen Spielwiese zusammengebaut. Ein Beamer projiziert Serien oder Filme auf die Badezimmerwand auf der Beifahrerseite. Hier können sich Camper nachts oder bei schlechtem Wetter ins Bett kuscheln und sich einen Film ansehen

Wer nicht nur zu zweit verreist, sondern ein oder zwei kleinere Kinder hat, wird sich freuen: Über dem Fahrerhaus ist im Superhochdach ein ausziehbares Bett untergebracht mit den ungefähren Maßen 1,70 x 1,30 Meter. Erwachsene können dann sogar bei geöffneter Schiebetür unter dem Bett geduckt raus und rein gehen.

VW California XXL: Die Volkswagen-Antwort auf den Camper-Boom

Bislang hat VW nur seinen kleinen Kastenwagen T6 selbst als Campingbus ausgebaut. Bei den großen Modellen überließ der Autokonzern das Feld anderen Firmen. Zu hoch die Kosten der Fahrzeugentwicklung. Und schließlich ist die Camper-Produktion in Hannover durch die Beliebtheit des California stets gut ausgelastet. 90.000 Californias wurden seit dem Bau in Hannover produziert, 150.000 Fahrzeuge insgesamt.

VW T6 Campingbusse13 spannende Ausbauten

Doch zum einen ist VW der Boom in der Caravaning-Branche, insbesondere bei den ausgebauten Kastenwagen keineswegs entgangen. Zum anderen hat man mit dem aktuellen Crafter endlich eine Eigenentwicklung am Start, die viel zu schade wäre, um nur als schnödes Nutzfahrzeug zu dienen. Das verlangt förmlich nach einem Campingableger.

Der VW California XXL hat im ganzen Fahrzeug dank Superhochdach eine Stehhöhe von 2,20 bis 1,90 Meter. Zugunsten der Fahreigenschaften verspricht VW bei dem neuen Hochdach mit speziellen Einzügen ein ausgefeiltes Aerodynamikkonzept.

Unterschiede: Califonia VW T6 und XXL VW Crafter

VW California XXL (2018) Foto: Lisa Geiger

Im Gegensatz zum VW T6-California steht die Küche im XXL auf der Beifahrerseite und ragt in die Schiebetüröffnung. Das entspricht gängigen Grundrissen in der Sechs-Meter-Klasse. Dank praktischer Tricks kann sich der kleine Küchenblock auf Wunsch schnell vergrößern. Ein Schneidebrett kann hin und her rutschen, wahlweise über der Spüle oder dem Herd und eine Arbeitsplatten-Verlängerung kann ebenfalls einfach ausgeklappt werden.

Der Grundriss im Bug ist recht klassisch: Drehbare Sitze sind in dieser Klasse Standard, sie ergänzen eine Sitzbank in Fahrtrichtung inklusive Tisch. Auf jeden Fall bietet der XXL-California auf dem Crafter dank mehr Raum mehr Bewegungsfreiheit als die T6-Version.

Alle Daten zum VW California XXL (2018)

Basisfahrzeug: VW Crafter
Länge/Breite/Höhe: 6,24/2,03/2,90 Meter
zulässiges Gesamtgewicht: 3,5 Tonnen
Grundpreis: nicht vorhanden
Radstand: 3,64 Meter (mittlere Größe)

Neuester Kommentar

Für alle Nörgler: Bitte zuerst überlegen, bevor Ihr solche Kommentar verfasst.

Im Produktemarketing lehrt man mit den 4 P'S, also Produkt, Place (Distribution), Promotion und was hier scheinbar alle vergessen ist das P = Preis.

Der XXL hätte in seinem Marksegment zum Preis über 100' keine Chance. VW hat also bewusst nur Innovationen übernommen, die sich auch zu einem kompetitiven Marktpreis realisieren lassen. Und dies erfordert eine Positionierung über dem California T6, aber doch im Umfeld der Ducato Angebote. Zudem wurde der Crafter für die Arbeitswelt erschaffen und ist ähnlich wie der MB Sprinter wegen seiner Breite (Ducato lässt grüssen) nur bedingt "Campertauglich". Wir werden ja sehen....

Almmark 9. August 2018, 15:08 Uhr
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