Stellplatz-Radar: 11.000 Stellplätze in einer App für iOS und Android.

VW Grand California (2019)

Crafter-Ausbau für unter 55.000 Euro

Caravan Salon Düsseldorf Foto: Frank Eppler 92 Bilder
Caravan Salon 2018

VW verkündet den Namen seines neuen Campingbus-Modells auf Crafter Basis: Grand California. Bislang war nur ein Showcar unter dem Namen California XXL bekannt. Das Serienmodell bekommt Standard-Hecktüren und kommt Anfang 2019 auf den Markt.

Der VW Crafter ist einer der modernsten Transporter, die es auf dem deutschen Fahrzeugmarkt gibt. Volkswagen selbst baut nun darauf einen großen Campingbus serienmäßig aus. promobil hat die ersten Fakten zum Campingausbau: Die größte Überraschung ist der Grundpreis von unter 55.000 Euro für den Grand California 600 mit 130kw Frontantrieb und 8-Gang-Automatik.

Grand California 600 und 680

Zum Start des Serienmodells bringt Volkswagen zwei verschiedene Grundrisse:

VW Grand California 600 und 680 Foto: VW
VW Grand California 600 und 680

Grand California 600 – der Familien-Campingbus: Der 6 Meter lange Crafter-Ausbau hat im Heck einen Schlafbereich mit Querbett, dessen Schlaffläche die Maße 1,95 x 1,40 Meter hat. Das neu entwickelte Hochdach kann in diesem Modell wahlweise zusätzlich mit einen Kinderbett bestellt werden – so wird der California 600 ein ideales Reisemobil für Familien. Ist das Kinderbett an Bord, wird der Grand California automatisch mit einem großen Panoramadach ausgeliefert. Dazu passend dient die Rückbank serienmäßig mit Isofix-Halterungen.

Grand California 680 – der Komfortbus für Paare: Der 6,80 Meter lange Kastenwagenausbau hat im Heck ein Längsbett, das mit einer Liegefläche von 2,00 x 1,70 Metern noch größer ist. Außerdem bringt diese Version noch mehr Stauraum imt. Der 680 ist mit einem ausgebauten Serien-Superhochdach des Crafter ausgestattet. Somit ist dieser Crafter-Ausbau ein besonders komfortabler Campingbus mit viel Raum für zwei Personen.

VW Grand California Serienmodell

VW Grand California (2019) Foto: VW
VW Grand California: Sitzgruppe und Heckquerbett

Auf dem Caravan Salon 2018 wurden erstmals die Serienmodelle Crafter-Bus vorgestellt. Wie erste Skizzen bereits verrieten, hat sich die Heckverlängerung aus der im Vorjahr vorgstellten Studie nicht durchgesetzt. Die Sitzgruppe vorne bilden die vorderen drehbaren Sitzen und die Rückbank. Neben dieser Halbdinette und den Heck-Betten stehen in beiden Grundrissen eine Küche und ein Waschraum zur Verfügung.

Hinter der Halbdinette ist eine fast ein Quadratmeter großes Bad untergebracht. Hier befinden sich ein WC, eine Dusche und ein Klappwaschbecken – somit ist der Raum bestmöglich ausgenutzt. Ein schönes Detail: Im Unterschrank ist ein Toilettenpapierhalter untergebracht und so vor Spritzwasser geschützt. Außerdem sorgt ein Bewegungsmelder dafür, dass sich beim Betreten des Bads die Beleuchtung automatisch einschaltet. Serienmäßig ist zusätzlich eine Außendusche an Bord, deren Wassertemperatur geregelt werden kann. Der Frischwassertank fasst 110 Liter.

VW Grand California (2019) Foto: VW
Küche und Stauraum in Grand California

Die Küche im Grand California besteht aus einem Zweiflammherd und einer Edelstahlpüle. Der Kühlschrank ist als Schublade in die Stirnseite des Küchenblocks eingebaut. Somit kann er sowohl von innen als auch von außen erreicht werden. Weitere Schubladen in der Küche bieten viel Stauraum. Weitere Verstaumöglichkeiten bieten die Hängeschränke, die einmal das Heck komplett umlaufen. Sie besitzen teils gegenläufig öffnende Klappen.

Der Stil des Busses orientiert sich wiederum stärker an der Studie als der Grundriss: Die meisten Schränke und Oberflächen sind in Weiß gehalten. Dazu kontrastieren Zierelemente aus Aluminium und der Boden in Schiffsplanken-Optik. Vier Rahmenfenster mit integrierten Rollos und zwei große Dachfenstern spenden viel Licht. Eine Gasheizung, die optional auch mit einer Dieselheizung getauscht werden kann, sorgt für Wintertauglichkeit.

Kommen wir zur Ausstattung im Grand California: Werksseitig weiter aufrüsten lässt sich der Crafter-Bus mit einer Dachklimaanlage, einer Markise, einem Heckträger für Fahrräder sowie Campingmöbeln, die in den Verkleidungen der Hecktüren sauber verstaut sind. Als Sonderausstattung stehen außerdem eine Solaranlage für das Hochdach, Bluetooth-fähige Lautsprecher für den Wohnraum und ein bordeigener WLAN-Hotspot bereit. Selbstverständlich bietet VW alle für den Crafter verfügbaren Optionen an – von den zahlreichen Assistenzsystemen bis zum Allradantrieb. Analog zum T6-California ist das Angebot an Uni- und Zweifarb-Lackierungen.

Neuer VW Crafter (2017)
Probefahrt im VW Transporter

9 Fakten zum Grand California

  1. Die Fahrzeug-Basis ist wie bei der Studie die knapp sechs Meter lange Crafter-Variante für die 600er-Version, die 680er-Version ist 6,80 Meter lang.
  2. Hinten gibt es zwei Hecktüren statt der aufwendigen Heckverlängerung und Kofferraumklappe.
  3. Das Heck-Querbett erfordert eine Karosserieverbreiterung.
  4. Der Heckstauraum ist von innen zugänglich und ermöglicht, Fahrräder mitzunehmen.
  5. Das Hochdach kommt auf jeden Fall und ermöglicht im Grand California 600 ein Kinderbett unterm Dach.
  6. Die Nasszelle ist 84 mal 80 Zentimeter groß.
  7. Die optische Gestaltung kommt der Studie sehr nahe.
  8. Der California XXL soll mit Uni- und Zweifarblackierungen angeboten werden – Vorbild: der VW T6 California.
  9. Die Markteinführung des VW Grand California ist für das Frühjahr 2019 geplant.

Prototyp 2017

Bei dem ersten VW California XXL, das auf dem Caravan Salon 2017 vorgestellt wurde, handelt es sich um ein reines „Show-Car“. Das heißt Form, Design und Ausstattung wurden einmalig für dieses Fahrzeug angefertigt und nicht für die Serienproduktion geplant. VW beschreibt den XXL lediglich als eine erste Idee, die sie Profis und Campern zeigen, um erstes Feedback zu bekommen. Aber: „Es gibt keinen Zweifel, dass ein Campingbus auf dem VW Crafter kommt“ sagt Eckhard Scholz, Vorstandsvorsitzender von VW Nutzfahrzeuge.

Zahnarztpraxis oder cleanes Design?

VW California XXL (2018) Foto: Lisa Geiger

Der erste Campingbus auf VW Crafter von Volkswagen selbst ist auf jeden Fall eines: auffällig. Von vorne erinnert er noch sehr an einen zu groß geratenen VW Bulli, nur die Dachschnauze und das Panorama-Fenster stechen heraus. Der California XXL will mit seinem Rücken entzücken: hinten sein ausgebeultes Heck ins Auge. Doch wofür ist das gut?

VW hat als Basisfahrzeug den VW Crafter mit kurzem Radstand gewählt. Um in dessen Sechs-Meter-Karosserie ein Längsbett unterzubringen, wandte VW einen Kniff an: Das Heck ist im oberen Teil durch eine Art Erker spektakulär verlängert. Das Gesamtfahrzeug wächst damit auf 6,24 m Länge.

Ob das auffällige Heck-Design des langen Campingbusses später in die Serienfertigung schafft, bleibt abzuwarten.

VW California XXL (2018)
Premiere des Crafter-Ausbaus 1:12 Min.

Im Inneren zeigt sich der VW California XXL extrem modern mit kühlem Weiß und fast durchgängigen Dachfenster, die viel Tageslicht durchlassen. Ein paar Spielereien zeigen, was technisch mittlerweile alles möglich ist. Dazu gehören etwa bunte LED-Lichtschienen, Touch-Lichtschalter, ausfahrbare Gasdüsen am Kochfeld oder iPad-Lichtsteuerung – alles spannende Features, die nicht unbedingt nötig, aber auf jeden Fall sehr beeindruckend sind. Allerdings könnten sie dem Durchschnitts-Camper teuer zu stehen kommen.

Smarte Lösungen fürs Camper-Bad und ein Kinderbett im Alkoven

Eine innovative Lösung bietet VW für das Bad in dem Campingbus. Gegenüber der Küchenzeile angesiedelt, lässt es sich einhändig bis zum Küchenblock ausziehen und bietet dann eine relativ große Dusche sowie Toilette und ein Klapp-Waschbecken, das hinter einem großen beleuchteten Spiegel verschwindet.

VW California XXL (2018) Foto: VW

Im ausgezogenen Zustand ist das Bad nur von vorne begehbar. Wenn der Partner im hinteren Schlafbereich verweilt, ist er solange gefangen.

Der Mittelteil des Längsbetts lässt sich tagsüber einklappen, um so mehr Freiraum im Fahrzeug zu bieten. Nachts wird die Matratze einfach wieder zu einer großen Spielwiese zusammengebaut. Ein Beamer projiziert Serien oder Filme auf die Badezimmerwand auf der Beifahrerseite. Hier können sich Camper nachts oder bei schlechtem Wetter ins Bett kuscheln und sich einen Film ansehen

Wer nicht nur zu zweit verreist, sondern ein oder zwei kleinere Kinder hat, wird sich freuen: Über dem Fahrerhaus ist im Superhochdach ein ausziehbares Bett untergebracht mit den ungefähren Maßen 1,70 x 1,30 Meter. Erwachsene können dann sogar bei geöffneter Schiebetür unter dem Bett geduckt raus und rein gehen.

VW California XXL: Die Volkswagen-Antwort auf den Camper-Boom

Bislang hat VW nur seinen kleinen Kastenwagen T6 selbst als Campingbus ausgebaut. Bei den großen Modellen überließ der Autokonzern das Feld anderen Firmen. Zu hoch die Kosten der Fahrzeugentwicklung. Und schließlich ist die Camper-Produktion in Hannover durch die Beliebtheit des California stets gut ausgelastet. 90.000 Californias wurden seit dem Bau in Hannover produziert, 150.000 Fahrzeuge insgesamt.

VW T6 Campingbusse
13 spannende Ausbauten

Doch zum einen ist VW der Boom in der Caravaning-Branche, insbesondere bei den ausgebauten Kastenwagen keineswegs entgangen. Zum anderen hat man mit dem aktuellen Crafter endlich eine Eigenentwicklung am Start, die viel zu schade wäre, um nur als schnödes Nutzfahrzeug zu dienen. Das verlangt förmlich nach einem Campingableger.

Der VW California XXL hat im ganzen Fahrzeug dank Superhochdach eine Stehhöhe von 2,20 bis 1,90 Meter. Zugunsten der Fahreigenschaften verspricht VW bei dem neuen Hochdach mit speziellen Einzügen ein ausgefeiltes Aerodynamikkonzept.

Unterschiede: Califonia VW T6 und XXL VW Crafter

VW California XXL (2018) Foto: Lisa Geiger

Im Gegensatz zum VW T6-California steht die Küche im XXL auf der Beifahrerseite und ragt in die Schiebetüröffnung. Das entspricht gängigen Grundrissen in der Sechs-Meter-Klasse. Dank praktischer Tricks kann sich der kleine Küchenblock auf Wunsch schnell vergrößern. Ein Schneidebrett kann hin und her rutschen, wahlweise über der Spüle oder dem Herd und eine Arbeitsplatten-Verlängerung kann ebenfalls einfach ausgeklappt werden.

Der Grundriss im Bug ist recht klassisch: Drehbare Sitze sind in dieser Klasse Standard, sie ergänzen eine Sitzbank in Fahrtrichtung inklusive Tisch. Auf jeden Fall bietet der XXL-California auf dem Crafter dank mehr Raum mehr Bewegungsfreiheit als die T6-Version.

Alle Daten zum VW California XXL (2018)

Basisfahrzeug: VW Crafter
Länge/Breite/Höhe: 6,24/2,03/2,90 Meter
zulässiges Gesamtgewicht: 3,5 Tonnen
Grundpreis: nicht vorhanden
Radstand: 3,64 Meter (mittlere Größe)

360° Innenansicht des VWs Grand California

Für die 360-Grad-Ansicht ins Bild klicken und per Drag&Drop bewegen.

Neuester Kommentar

Tja leider wieder nur mit den VW Kaspermotoren-schade. Wann verstehen die endlich, daß man für 100000 Euro keinen Vierzylinder mit 2.0 L will ? Stauproduzierer mit den übelen weissen Riesen gibt es genug, da muss man sich nicht einreihen und ein weiteres Hindernis bauen.

Oyster 10. September 2018, 12:03 Uhr
Neues Heft
Top Aktuell Knaus Van TI auf MAN TGE (2019) Alle neuen Teilintegrierten 2019 Neue und optimierte Modelle
Stellplatz-Radar
mobil life 11.000 Stellplätze in einer App

Mit dem kostenlosen Stellplatz-Radar finden Sie auch unterwegs immer den passenden Stellplatz.

Anzeige
Fahrzeug-Angebote
auto motor und sport Elektrischer ABT e-Transporter VW ABT e-Transporter T6-Bus mit Elektroantrieb Elektrisch angetriebener ABT e-Caddy VW ABT e-Caddy Elektro-Kasten kommt 2019