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Neuer VW T6.1 California (2020)

Camping-Modul und zwei neue Beach-Versionen

VW T6.1 California Beach Camper (2020) Foto: Stephan Lindloff 31 Bilder

Wie die Basis, der T6.1, bekommt der kompakte Campingbus neue Assistenzsysteme. Der Camper-Ausbau erfährt ein kleines Facelift mit Verbesserungen in Möbelbau und Bordtechnik. Ganz neu: Die 6.1-Beach-Version mit Miniküche ab 48.795 Euro.

  1. Neues Basisfahrzeug T 6.1
  2. Verbesserter Möbelbau im California
  3. Mini-Küche für den California Beach
Praxistest VW T6.1 California Ocean (2020) Praxistest im VW T6.1 California Ocean (2020) Neuer California im Test

Der Bulli-Klassiker will auf der Höhe der Zeit bleiben. Deshalb bekommt er fürs Modelljahr 2020 zusamen mit dem Basisversion T6.1 und all dessen neuen Assistenten auch einige Updates im Campingmöbel-Ausbau. Der günstige Beach hat ab der 6.1-Version eine Küche an Bord.

Wie gewohnt ist der California 6.1 in drei Varianten verfügbar: Ocean, Coast und Beach. Die ersten beiden haben eine eingebaute Möbelzeile. Die Einstiegsvariante Beach hatte bislang nur den klappbaren Tisch an der Tür und die Stühle in der Heckklappe an Bord, ansonsten gab es keine Campingausstattung. Dafür hat der Beach-Bulli eine breitere Schlaf-Rückbank mit drei statt zwei begurteten Sitzplätzen. Das ändert sich ab Modelljahr 2020: Jetzt bekommt der Beach optional eine kleine, klappbare Kochzeile an Bord (siehe unten).

Topneuheiten bei Campervans Modelljahr 2020
Kompaktcamper in Bulli-Größe

1. Neues Basisfahrzeug T 6.1

Das Außendesign des VW California ist wie beim T6.1 geprägt von einem größeren Kühlergrill und etwas flacheren Scheinwerfern. Dazu verleiht ein neuer Frontspoiler dem Campingbus eine sportlichere Note. Die Heckleuchten erhalten eine neue Grafik. Entscheidender sind jedoch die Neuerungen im Innenraum.

Der Bulli 6.1 mit Facelift 7:25 Min.

Sowohl der VW T6.1 als auch sein Campingableger California bekommen ein neues Armaturenbrett, das sich stärker als bisher an den Pkw von VW orientiert. Insgesamt wird der California digitaler: Es gibt gegen Aufpreis ein digitales, 10,25 Zoll großes Kombiinstrument mit Bildschirmanzeigen für Tacho, Drehzahlmesser und Co. Dieses integriert ein sprachgesteuertes Online-Infotainmentsystem, das Sprachbefehle versteht.

Basis zahlreicher neuer Assistenzsysteme ist die neue elektromechanische Servolenkung. Ein aktiver Spurhalteassistent hält den VW-Bus auf Kurs. Der Park Assist parkt den Camper bei Bedarf automatisch ein. Ergänzt wird dieser mit dem Anhänger-Rangiersystem Trailer Assist, wie es ihn bereits beim Crafter gibt. Serienmäßig an Bord ist ein Seitenwindassistent, der bei starken Winböen für mehr Fahrstabilität sorgen soll.

Die neuen Zweiliter-Dieselmotoren, die nun allesamt die Schadstoffnorm Euro 6d-Temp erfüllen, leisten zwischen 90 und 199 PS. DSG und Allradantrieb sind ab der mittleren Leistungsstufe mit 150 PS bestellbar. Benzinmotoren oder die für den T6.1 entwickelte Elektrovariante bekommt der California nicht.

2. Verbesserte Möbel im California Coast und Ocean

VW California 6.1 Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge
Das Grundkonzept des California bleibt unverändert, die Funktionalität wird in Details optimiert.

In allen drei Modellen (Ocean, Coast, Beach) ist ein Aufstelldach mit einem Doppelbett an Bord. Gegen Aufpreis öffnet sich das Bett via elektromechanischer Hydraulik. Per Knopfdruck fährt das Dach aus. Serie ist das elektrische Aufstelldach bei der Ocean-Version.

Der Zeltbalg aus Stoff in der grauen Farbe „Basalt Grey“ ist noch dunkler als bisher, um stärker vor Lichteinfall zu schützen. Wahlweise kann der Stoffa auch in „Strawberry Red“ oder „Glacier Blue“ erstrahlen.

Das Bett im Obergeschoss ist erstmals mit Tellerfedern ausgestattet, das soll der Liegekomfort weiter verbessern. Das untere Bett optimiert VW mit einer Aufstellfunktion für das Kopfteil aus, um eine angenehme Relax-Position fürs Lesen zu schaffen.

Die Möbelzeile hat VW mit frischem Dekor in hellen Holzfarben versehen und im Detail optimiert. Die Abdeckungen von Spüle, Kocher und Kühlbox bekommen Drucktastenschlösser, die Türen neue Alu-Griffleisten. Im Heckschrank ersetzen Schiebetüren in Holzoptik mit Druckknöpfen die bisher verwendeten silbernen Rollos – das ist nicht nur praktisch, sondern wirkt zugleich wohnlicher. Zusätzliche USB-Steckdosen und eine LED-Beleuchtung mit hochdimmender Sonnenaufgang-Funktion werten das Interieur weiter auf.

Die Beleuchtung ist im gesamten Fahrzeug dimmbar – auch das kann nun über das Touch-Kontrollboard gesteuert werden. Beispielsweise kann man hier bestimmen, ob und welche Lichter beim Öffnen der Seitentüre automatisch aufleuchten. Im Campingmodus können die Lichter gelöscht bleiben. Großer Vorteil beim Campen: Wenn ein Besatzungsmitglied nachts die Türe öffnet, werden nicht alle vom Licht wach. Apropos Aufwachen: Im neuen California ist ein individuell programmierbarer Lichtwecker installiert.

VW California 6.1 (2020) Foto: VWN
Das neue Kontrollboard im California.

Gesteuert wird die Bordtechnik wie das Licht über ein neues Kontrollbord mit Farbdisplay und Touch-Funktion. MIt dem integrierten Camping-Modul lassen sich die Kühlbox, die Standheizung (Option) oder das Aufstelldach steuern und Informationen zu Füllständen von Batterie und Wassertank abrufen. Ganz neu: Eine Niveau-Anzeige hilft beim Ausrichten des Fahrzeugs auf unebenen Flächen.

Der Preis für den California Coast startet bei 56.203 Euro. Der Grundpreis der High-End-Version California Ocean liegt bei 65.307 Euro.

3. VW California Beach Camper

Von der einfachsten California-Ausführung gibt es ab sofort zwei Varianten: California Beach Camper und California Beach Tour. Der Grundpreis des VW California Beach startet bei 48.795 Euro. Beide Versionen haben eine Schlafsitzbank mit drei Sitzplätzen. Dies wiederum kommt Familien zugute, denn der Bulli ist damit uneingeschränkt als Alltagsfahrzeug tauglich.

VW T6.1 California Beach Camper (2020) Foto: Stephan Lindloff
Die Mini-Küche im California Beach Camper hat eine Herdplatte an Bord.

Neu ab Modelljahr 2020 bekommt der Beach Camper serienmäßig eine Mini-Küchenzeile aus Edelstahl. Sie befindet sich auf der Fahrerseite zwischen B- und C-Säule und wird aus der Seitenverkleidung des Fahrzeugs gezogen. Wird die Küche nicht verwendet, verschwindet sie wieder nahtlos in der Seitenwand.

Links hat die Küche einen Einflamm-Gaskocher, rechts befindet sich Arbeitsfläche. Im Gaskocher ist eine Abdeckplatte verbaut. Wenn diese hochgeklappt ist, dient sie als Spritzschutz, damit der Kaffee oder das One-Pot-Gericht beim Kochen nicht die Fahrzeugscheibe verdreckt. Versorgt wird der Kocher mit einer 1,8-kg-Gasflasche. Die wiederum steht in einem offenen Staufach unterhalb der Kochstelle.

VW California 6.1 (2020) Foto: VWN
Als Familienfahrzeug lässt sich der California mit bis zu 7 Sitzplätzen ausrüsten.

Wird der California Beach als Wohnmobil zugelassen, bietet er maximal fünf Sitzplätze. Diese California Beach Version trägt, wie erwähnt, den Beinamen Camper und hat die Mini-Küchenzeile an Bord. Darüber hinaus hat der Camper serienmäßig eine USB-Doppelsteckdose am Beifahrersitz, eine Verdunkelung für Fahrer- und Fahrgastraum und eine 230-Volt-Steckdose mit Wechselrichter.

Wer in dem Fahrzeug mehr Personen umherkutschieren will, kann ihn als Pkw zulassen und dann eine zweite Sitzbankreihe oder Einzelsitze einbauen, um so je nach Sitzvariante sechs oder bis zu sieben Sitzplätze zu erhalten. Dieser als California Beach Tour bezeichnete VW-Bus muss allerdings nicht zwangsläufig auf die Miniküche verzichten. Wählt man die zweite Schiebetür auf Fahrerseite ab, kann die Küchenzeile auch hier einbauen lassen.

Fazit

Die Updates für den California 6.1 stellen definitiv eine Verbesserung in puncto Möbelbau, Campingfunktionen und Fahrkomfort dar. Mit der Wahl zwischen Beach Tour oder Beach Camper stellt er seine Vielseitigkeit unter Beweis: Im Alltag eignet sich der neue Bulli als Familienfahrzeug für bis zu sieben Köpfe, im Urlaub als Campingbegleiter für vier.

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